Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 28. August 2008

Schwule Hunde gegen heterosexistische Katzen

Politisch in den Stonewall-Jahren zurückgebliebene Schwule würden mir wahrscheinlich unterstellen, ich mache einen auf hetero um mich der repressiven Mehrheitsgesellschaft anzubiedern und dieser keinen Vorwand zu liefern, mich zu unterdrücken. Und in der Tat: Bei mir finden sich weder Badehandtücher in den Regenbogenfarben, keine (halb)nackten Männer als Poster an der Wand (auf dem Computerdesktop allerdings schon, man ist ja auch nur ein Mensch) und ganz bestimmt keine CDs von Madonna. Ist alles eben nicht mein Ding.

Doch von den aus den USA stammmenden Cartoons “Gay Dog” sind einige so witzig, dass man sie durchaus, als Shirt-Aufdruck, durch die Gegend spazieren tragen könnte. Natürlich nur abseits von Kreuzberg, Marzahn oder Hoyerswerda. Und auch nicht als politisches Signal, sondern einfach nur aus Spaß an der Freude.

Meine drei Lieblingscartoons vom “Gay Dog”:

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Madonna tanzt den Adolf Hitler

Es gibt Schwule, die halten Madonna für die beste Sängerin der Welt, Britney Spears einmal ausgenommen. Und es gibt Schwule, die ihre Musik einfach langweilig finden. Weil es für manche von ihren Fans aber geradezu einer Glaubensfrage zu gleichen scheint, dass man als Schwuler natürlich Madonna hört, ist jeder Furz von Madonna eine Meldung auf dem schwulen Internetportal queer.de wert. Aktuell zeigt das eine dortige Meldung über ein Detail von Madonnas Tourneestart im britischen Cardiff. Darin

weist Musikstar Madonna in einer Dia-Show auf die Übel dieser Welt hin: Bilder der Zerstörung wechseln sich ab mit Diktatoren wie Robert Mugabe und Adolf Hitler – und mittendrin ist John McCain, dessen Wahlkampf-Team nun verstimmt ist.

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Goethe in Palästina

Da staunt der Fachmann, und der Wunde laiert sich: Ab der kommenden Woche gibt es tatsächlich zehn jeweils 26-minütige Episoden einer „palästinensischen Lindenstraße“, initiiert und mitproduziert vom deutschen Goethe-Institut in Ramallah. Dessen Leiter Farid Majari erklärt ganz unbescheiden:Mit der Serie wollen wir Tabus in der palästinensischen Gesellschaft berühren.“ Sehen wir demnächst also schwule und lesbische, seitenspringende, anarchistische, abtreibende und aidskranke Palästinenserinnen und Palästinenser? Oder gar welche, die – horribile dictu – Juden mögen? Wer wird die palästinensische Mutter Beimer? Wer der palästinensische Carsten Flöter? Und wer ist eigentlich der palästinensische Hans W. Geißendörfer? Doch gemach. „Matabb“ heißt die Serie, was übersetzt so viel bedeutet wie „Verkehrsberuhigungsschwelle“. Dieser Titel sei eine Metapher, schreibt Thorsten Schmitz im jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung; mit ihm sei „das emotionale Auf und Ab der Serienhelden gemeint und ihr schwieriger Alltag in einem von Israel kontrollierten Gebiet, aus dem irgendwann einmal ein eigenständiger Staat entstehen soll“. Aha. Dennoch gehe es nicht um „heldenhafte Freiheitskämpfer und Märtyrer“, wie Juliane von Mittelstaedt auf Spiegel Online versichert, sondern um „Karrieresorgen, Schulprobleme und Ehekrisen“. Mit einer Ausnahme allerdings: In jeder Folge gebe es „eine Checkpoint-Szene“. Das sei jedoch „nicht weiter schwierig“, denn „wegen der hohen Nachfrage“ – mutmaßlich vor allem von ausländischen Journalisten, die „authentische“ Bilder zeigen wollen – „hat sich in Ramallah ein Checkpoint-Verleih etabliert, mit einem ausgemusterten Armeewagen, Originaluniformen und Spielzeugwaffen“. [...]

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