Wir sind umgezogen!

Dienstag, 26. August 2008

Dunkin’ gays and lesbians

Schwule Libanesen heißen “Pussy” und “Nana”, tragen Stilettos, Paillettenkleider und falsche Wimpern, weiß die Welt, die ausführlich über die Situation von Schwulen und Lesben in dem arabischen Land berichtet. Im Vergleich mit dem Rest der arabischen Welt scheinen die Zustände in Beirut geradezu paradiesisch:

„Sicher, die Leute kichern und machen blöde Witze“, meint Bassam. „Größere Probleme gibt es aber nicht.“ Nicht einmal die Sicherheitskräfte machen Schwierigkeiten: Die politische Lage in Beirut bleibt angespannt; die Abstände zwischen den Checkpoints sind kurz. Wenn „Pussy“ und „Nana“ den Soldaten ihre Papiere reichen, dann nicken die wortlos und winken sie durch.

Durchgewinkt werden in Beirut auch andere, die sonst in der arabischen Welt nichts zu lachen hätten:

Noch ist Beirut ein Fluchtpunkt der Freiheit in der islamischen Welt, der Kreative und Intellektuelle zu sich zieht. Auch Homosexuelle finden Nischen in Beirut, dem einzigen Ort im Nahen Osten, wo es eine lebhafte Schwulen- und Lesbenszene gibt.

Dem einzigen Ort im Nahen Osten? Was, bitte, ist mit Israel, mit Tel Aviv?

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Wenn dat Trömmelsche jeht

Sage niemand, in Bonn wäre nach dem Wegzug von Regierung und Parlament nichts mehr los. Zwar hat das „Bundesdorf Ohne Nennenswertes Nachtleben“, wie Spötter die vormalige westdeutsche Hauptstadt ausbuchstabieren, inzwischen einiges an öffentlicher Aufmerksamkeit eingebüßt. Doch es braucht gar keine Bundestagssitzungen und Großdemos auf der Hofgartenwiese, denn auch so spielt sich in ihm manches ab, das durchaus einer Erwähnung würdig ist. Am kommenden Freitag beispielsweise heißt es dort: „Wir feiern Palästina“. „Palästina“, das sind nämlich nicht nur die Friedensfreunde von der Hamas, nicht nur die bunten „Neujahrsraketen“ (Norman Paech) auf Sderot und nicht nur die heldenhaften Kämpfe gegen den zionistischen Aggressor. „Palästina“, das ist außerdem „eine reiche Kultur mit Kunst und Literatur, Musik und Tanz, Handwerk, Olivenbäumen, Garten- und Weinbau“. „Diese Kultur“, so versprechen es die Veranstalter, „wollen Palästinenserinnen und Palästinenser und ihre Freunde bei unserer Veranstaltung auf dem Bonner Münsterplatz zeigen“. Und sie wollen – in aller Bescheidenheit – natürlich noch ein bisschen mehr: „Gleichzeitig geht es um die Forderungen nach einem gerechten Frieden, dem Ende der israelischen Besatzung und dem Rückkehrrecht in ihre Heimat.“ Potztausend. [...]

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