Wir sind umgezogen!

Samstag, 2. August 2008

Von homosexuellen Zaungästen und heterosexuellen Blindschleichen

Gefreut hat sich Patrick Lindner offenbar nicht damals, als er sich zum Coming-Out entschlossen hatte:

Schließlich ist das ja keine Sache, wo man sagt, okay ich bin es jetzt gern.

Dabei war das doch auch damals schon keine große Sache mehr, oder? Heutzutage jedenfalls freut man sich immer noch, wenn ein Vater, der als Journalist beim Stern beschäftigt ist, sich nicht mehr von Homosexuellen bedroht sieht, sondern von den Jungs, die seine Tochter in der Pubertät entdecken. Homosexuelle haben jetzt statt dessen

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Die (un)heimliche Lobby

Mitte Juli versteckte die Süddeutsche Zeitung eine Nachricht in ihrem Wirtschaftsteil, die, bei Lichte betrachtet, ganz nach vorne gehört hätte. In ihr ging es um den – weitgehend unbemerkten – Deutschlandbesuch einer iranischen Handelsdelegation bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) in München und Hamburg sowie beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. „Zehn Lobbyisten und Manager waren aus Teheran gekommen, angeführt vom Präsidenten der iranischen Handelskammer Mohammed Nahavandian“, schrieb das Münchner Blatt. Nahavandians Botschaft sei gewesen: „Ihr Deutsche müsst aufpassen, dass ihr im Iran-Geschäft nicht den Anschluss verliert.“ Reinhard Dörfler, der Hauptgeschäftsführer der IHK München, habe präzisiert: „Sie wollten uns ihre Sorge mitteilen, dass deutsche Firmen aus jedem Rennen um Aufträge herausfallen.“ Davon profitierten nämlich vor allem Firmen aus China und Russland: Alleine das chinesische Handelsvolumen mit dem Iran sei im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2007 um fast 60 Prozent gestiegen, während das deutsche gegenüber 2006 um insgesamt 13 Prozent gesunken sei – als Folge der UN-Sanktionen. [...]

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