Wir sind umgezogen!

Dienstag, 17. Juni 2008

Wie Schwule im Islam lernen, ihrem unproduktiven Dasein doch noch einen Sinn abzugewinnen

“Islam und Homosexualität” ist ein Artikel bei Telepolis überschrieben, der einige der gängigen Denkfehler zum Thema zusammen fasst - leider ohne jede kritische Absicht.

Im heutigen, offiziellen Islam sind Homosexuelle nicht gerne gesehen, und sie können laut Gesetz bestraft werden, obwohl das mit der Lebensrealität wenig zu tun hat.

lesen wir gleich zu Beginn des Artikels. Es gibt also einen inoffiziellen Islam und dort sind Schwule herzlich willkommen. Stimmt das tatächlich? Wir kommen später darauf zurück. Beginnen wir mit einem historischen Rückblick:

Im 17., 18. und 19. Jahrhundert berichteten bereits Europäer, die den Nahen und Mittleren Osten bereisten, von unverblümten gleichgeschlechtlichen Sexualpraktiken. In einem Ausmaß, dass man annahm, alle Muslime seien von Natur aus bisexuell. In der ottomanischen Türkei trieb man schöne Knaben als Steuer ein und der Sultan hatte seine Lieblingsjünglinge.

Erinnert ein wenig an die Darstellungen der Päderastie im alten Griechenland, die mit einverständlichen homosexuellen Beziehungen zwischen zwei Erwachsenen rein gar nichts zu tun hatte.

Nicht minder offenherzig ging es in anderen Landen zu. Viele werden sich noch an die mittlerweile altertümlichen Ausdrücke “Persisch” und “Türkisch” erinnern, die man vor Jahren noch als Synonym für Analverkehr benutzte.

Nun wäre mir neu, dass Analverkehr ausschließlich von Homosexuellen praktiziert wird, aber das Entscheidende bei dieser Einleitung ist die

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Wunderliches von Otto Rehhagel

Griechenland wird nicht Fussballeuropameister 2008, denn die Mannschaft des deutschen Trainers Rehhagel ist bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Rehhagel sah dieses für alle griechischen Fussballfans enttäuschende Abschneiden -schließlich waren die Griechen 2004 noch als Sieger des Turniers die große Überraschung- allerdings mit einer gewissen Gelassenheit:
Einmal, im Jahr 2004, hat es ein Wunder gegeben. Ein Wunder geschieht aber nur alle 30 Jahre, nicht alle 14 Tage. Sonst wäre es kein Wunder.

Rehhagel verwischt in dieser Antwort den Unterschied zwischen sehr seltenen Ereignissen und Wundern. Wenn eine Frau Zwillinge bekommt, ist dies ein sehr seltenes Ereignis, aber kein Wunder. Brächte eine Frau einen Elefanten zur Welt, wäre dies in der Tat ein Wunder. Wir leben allerdings in einer berechenbaren Welt der Identität und Kausalität, wo es derartige Wunder schlicht und ergreifend nicht gibt. Und somit kann auch Griechenland in vier Jahren wieder Europameister im Fussball werden - mit oder ohne Otto Rehhagel, aber sicherlich ohne irgendein Wunder.

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