Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Grüner: Steuern rauf für Schwule?

Nach dem Überfall auf Teilnehmerinnen eines Drag-Festivals in Berlin-Kreuzberg kommt die linke Phrasendreschproduktion in schwere Erklärungsnöte:

Augenzeugen sprechen von den Tätern als Männer türkischer Herkunft

meldet die taz und ergänzt zum Glück sogleich:

und stellen einen Zusammenhang zu den rechtsradikalen Grauen Wölfen her.

Aufgrund der politischen Verortung der Angegriffenen scheint der übliche Rassismus-Vorwurf, der Opfern migrantischer Gewalt, die sich nicht still in ihr Schicksal ergeben, normalerweise entgegen schlägt, diesmal überflüssig zu sein:

Die Frauen bezeichneten sich selbst als Zugehörige der autonomen Szene, so die Polizei.

Ganz in betont eurozentrisch-schuldhafter Manier übernehmen letztlich die Veranstalter des Festivals die Verantwortung für den Überfall:

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Mies gemacht (II)

Liebe ARD! „Lukas Podolski: In Polen geboren, gegen Polen zurückgeschlagen“, hieß es am Montag in einem eurer ansonsten sterbensöden „Berichte“ zur deutschen Mannschaft. Darf man erfahren, wann der polnische first strike erfolgt ist? Vielleicht am 1. September 1939? Mit dem Überfall auf einen Sender in Podolskis Geburtsstadt?

Lieber Miroslav Orzechowski (Liga polnischer Familien, LPR)! Was die ARD da erzählt hat, stimmt nicht. Echt. Außerdem hat Poldi gar keinen polnischen Pass.

Liebe „Bild“-Zeitung! 2002 hieß eure Parole: „Rudi haudi Saudi!“ Und jetzt: „Poldi putzt die Polski!“ Womit dürfen wir anlässlich des Kroatien-Spiels rechnen? Vielleicht „Jogi, jag die Jugos!“? Dann lasst mal stecken. [...]

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Dilemma mit weiser Entscheidung

Irgendwie passt es, dass in einem der bemerkenswertesten Spiele in der Geschichte der Europameisterschaft auch eines der umstrittensten Tore der Turnierhistorie fiel. Mit einem überragenden, ja, bezaubernden dreizunull schlugen am Montagabend die Niederlande den amtierenden Weltmeister Italien; der Sieg war über alle Maßen verdient, wurde jedoch mit einem Treffer eingeleitet, der noch lange für Diskussionen sorgen wird: Nach einem Freistoß von Rafael van der Vaart in den Strafraum der Italiener faustete deren Torhüter Buffon den Ball in der 26. Minute zunächst aus der Gefahrenzone – und seinen Mitspieler Panucci gleichzeitig unabsichtlich aus dem Spielfeld. Während Panucci dort lag (und liegen blieb), schlug der Niederländer Sneijder den Ball aufs Tor. Sein verdächtig frei stehender Mitspieler van Nistelrooy grätschte in den Schuss und beförderte den Ball in die Maschen. Sofort reklamierten die italienischen Spieler mit erhobenen Armen eine Abseitsposition des Schützen, und auch die niederländischen Kicker jubelten zunächst nur zögerlich – bis ihnen ein Blick zum schwedischen Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt verriet: Der Treffer zählt. [...]

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