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Samstag, 11. Oktober 2008

Frauen, Lesben und andere Katastrophen

Alice Schwarzer gehört ohne jeden Zweifel zu der Sorte Frauen, deren Positionen als Beweis dafür dienen können, dass das Bedürfnis, die Realität der eigenen Optik anzupassen, zweifellos ein innerster Antrieb einer beachtlichen Menge von Menschen darstellt. Nicht wenige ihrer Standpunkte zum Feminismus waren seit jeher mehr oder weniger absurd - man denke nur an ihre Männerfeindlichkeit, ihren Anti-Porno-Wahn und die Missbrauchshysterie -, im 21. Jahrhundert jedoch, wirken sie geradezu grotesk. Zugegeben, man kann der Schwarzer kaum kulturrelativistische Doppelmoral unterstellen, gehört sie doch nicht zu denjenigen Frauenrechtlern - und ich schreibe das Wort aus Trotz nicht feminisiert -, die einerseits den BH der westlichen Frau verdammen und andererseits Kopftuch, Schleier und Burka als emanzipatorischee Kleidungsstücke verherrlichen. Dennoch: Eine Fan von ihr zu sein, fällt schwer, nicht nur in der Eigenschaft als Mann generell, nein auch in der als schwuler Mann (1, 2).

Bascha Mika, Chefredakteurin der taz, hat ein ähnlich distanziertes Verhältnis zur Schwarzer.

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