Wir sind umgezogen!

Freitag, 31. Oktober 2008

“Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 2)

Teil 1

Die Bösen bei Klauda sind die Schwulen,

die sich als akzeptierte Minderheit im Rahmen gegebener Normen etablieren wollen,

die Guten die,

die – auch weil man sie nur um den Preis der Selbstverleugnung dazugehören lässt — den Mechanismus infrage stellen, der die Normen - und damit von ihnen abweichende Minderheiten - erst produziert.

Natürlich ist die Unterscheidung Unsinn. Warum sollte man denen einen Vorwurf machen, die akzeptiert werden und sich etablieren wollen? Warum gilt Identität plötzlich als Selbstverleugnung?

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Donnerstag, 30. Oktober 2008

“Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 1)

Es gibt Thesen, die sind so absurd und zynisch, dass man ihnen am Besten so wenig wie möglich Aufmerksamkeit schenkt. Wenn ihre Begründer allerdings die ersten Bücher schreiben und anfangen, deutschlandweit daraus vorzulesen, kann es an der Zeit sein, das eine oder andere kritische Wort darüber zu verlieren. Georg Klauda ist so ein Fall. Der veröffentlichte unlängst “Die Vertreibung aus dem Serail. Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt”. Die erste Rezension des Buches ist ein großes Lob desselben und eignet sich daher vorzüglich auch für eine Kritik des Titels. Und die beginnt schon bei der Überschrift, in der es heißt, Klauda betreibe die

notwendige Kritik des schwulen Islam-Diskurses.

Einen solchen jedoch gibt es ebenso wenig

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Warum Schwule an ihrer Diskriminierung selbst schuld sind, wenn sie sich nicht rechtzeitig outen

In den Reigen derer, die die sexuellen Vorlieben des Jörg Haider politisieren und funktionalisieren, hat sich jetzt auch Elmar “Die Wahrheit” Kraushaar eingereiht:

Ungenannte erzählen nun von Buberln in der Partei und ganz anderen Buberln im sicheren Ausland, alte Fotos mit jungen Männern werden mit einem Mal neu gesehen. Das ist der schäbige Preis für die vorenthaltenen klaren Worte zu Lebzeiten

auf die wir alle schließlich ein Anrecht gehabt hätten. Als Schwuler hat man nämlich so seine Verpflichtungen.

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Warum Arschlöcher eklig werden, sobald sie zur CSU gehören

Kaum ist der Koalitionsvertrag in Bayern unterschrieben, kommen die ersten Beschwerden. So ist das üblich und so klingt es von berufsschwuler Seite:

LSVD und Grüne kritisieren, dass die CSU/FDP-Koalition die “bayerische Diskriminierungspolitik” fortsetze

Etwas konkreter ist dann nur noch davon die Rede, man sei

enttäuscht von dem mageren Ergebnis für die Gleichstellungspolitik in Bayern,

wie Axel Hochrein für den LSVD erklärte. Offenbar hatte man das bayerische Wahlergebnis wieder vergessen, denn warum sonst würde man angesichts der 8 Prozent, die die FDP erreicht hatte, folgende Analyse im Brustton der Überzeugung vortragen?

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Montag, 27. Oktober 2008

Die islamische Lösung der Finanzkrise: Sauber, sozialistisch, hetero

Auf Telepolis hat man mal wieder ein Herz für den Islam. Erst mal hat man aber einen gehörigen Sprung in der Schüssel, denn wie sonst kommt man auf solche Überschriften?

Der islamische Rechtsgelehrte und Publizist Jusuf al-Qaradawi erkennt im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems die Klasse der von der Scharia geleiteten Prinzipien islamischer Finanzierungssysteme

Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Aber bei Telepolis hat man nicht nur seinen Marx gelesen, nein, auch den Rohrmoser hat man nicht vergessen und kommt daher zu der folgenden Diagnose:

Wie wenig sonst eignet sich dieser Tage die Finanzkrise mit ihren realwirtschaftlichen Rezessions-und Depressionsausläufern dazu, die westliche Dekadenz und die damit einhergehende moralische Verwahrlosung erneut grundlagenkritisch ins Visier zu nehmen.

Die Rettung aber naht schon:

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Samstag, 25. Oktober 2008

Warum es falsch ist, aus dem “Doppelleben” Jörg Haiders politische Forderungen abzuleiten

Wenn Haider schwul oder bi oder wasauchimmer war … So what? Bei aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhundert würde man erwarten, dass diverse sexuelle Neigungen eine akzeptierte Tatsache unserer Gesellschaft sind. Dass Menschen einfach tun und lassen können, was sie wollen - auch wenn sie Landeshauptmänner oder -frauen sind. Wo niemand zu Schaden kommt, braucht sich niemand aufzuregen. Betrunken Autofahren ist lebensgefährlich. Sich in einem Schwulenlokal aufhalten gefährdet aber weder das eigene Leben - noch das eines anderen.

Nur leider ist die gesellschaftspolitische Realität in Österreich noch immer eine andere.

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Freitag, 24. Oktober 2008

Mr Long Dong

Welche sexuelle Orientierung Schauspieler Will Smith aufweist, ist mir herzlich egal. Die Chefin einer amerikanischen Escort-Agentur sah das anders und erzählte einem Journalisten, dass Smith in ihrem Institut regelmäßig Männer gebucht habe. Dabei habe er sich Diskretion erbeten, was der Geschäftsfrau offenbar herzlich egal war. Die Reaktionen auf die Meldung bei queer.de reichten von Relativierung ob der Ignoranz gegenüber der

Finanzkrise

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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Eine Geschichte aus Amerika

“Hallo Leila, mein Schatz, na, wie war es heute in der Schule?”

“Ganz toll, Mami, stell dir vor, wir habe heute ein Buch gelesen, wo ein Prinz einen Prinzen und eine Prinzessin eine Prinzessin geheiratet hat.”

“Was sagst du da, Leila? Das glaube ich einfach nicht! Sollte es schon so weit gekommen sein? Erst Evolution und nun auch noch das? Gib mir mal das Buch!”

“Hier ist es.”

“Hör zu mein Kind, du darfst nichts glauben, was dir dort erzählt wird, hörst du? Diese Prinzen und Prinzessinnen mögen in den Büchern fröhlich und glücklich sein, aber in Wahrheit sind sie das nicht. Sie sind verwirrt und einsam und sehr, sehr traurig.”

“Aber Mami, das ist doch cool. Jungs sind sowieso doof. Ich will später auch eine Prinzessin heiraten.”

“Schatz, höre mir zu.

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Mittwoch, 22. Oktober 2008

Wie man die Privilegien der Juden an der Geringschätzung von Abtreibungsgegnern erkennt. Oder: Warum ich Hollywood-Filme bevorzuge

Auf der YOU, “Europas größter Jugendmesse”, da kann man was erleben. Zum Beispiel die Vereinigung von Lebensschützern und Aidshilfe. Wie, das glauben Sie nicht? Schauen Sie mal hier:

Berliner Aidshilfe e.V., Halle 22a, Stand 114a

• Safer-Sex-Quiz mit tollen Preisen Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
• Am Sonntag um 16.00 Uhr werden drei hochwertige Bücher der aktuellen Literatur verlost.
• Die berühmte Lebensschützerin Maria Grundberger, bekannt unter anderem durch den Film “Maria und ihre Kinder”, wird am Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr - 16.00 Uhr am Stand für Gespräche bereitstehen.
Man weiß gar nicht, was man am revolutionärsten finden soll bei diesem Angebot. Ein Safer-Sex-Quiz der ALfA, die bisher nicht durch ihren Einsatz für lustvolle und sichere Sexualität aufgefallen war,

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Dienstag, 21. Oktober 2008

Haider: Bekam er Alkohol von hinten eingeflößt?

So ungefähr ließe sich wohl das Niveau der Diskussion zusammenfassen, die sich nicht nur in Österreich an den Todesumständen Jörg Haiders entzündet hat. Noch am Tag der Beerdigung des Rechtspopolisten gab es Unruhe im Alpenland:

Vor dem Szenecafé Stadtkrämer, einem Schwulentreff in Klagenfurt, spielen sich hässliche Szenen ab. Ein ausländisches Fernsehteam, das vor dem Lokal dreht, wird bedroht. Was davon zu halten sei, dass sich Jörg Haider vor seiner Todesfahrt im Stadtkrämer einen angetrunken habe, will der Reporter wissen. “Hauen Sie ab, bevor ich es mir anders überlege”, schimpft ein Mann in Kärntner Tracht und schüttelt erzürnt den Kopf.

Man kennt ja schließlich die Machenschaften von denen, die einem anständigen Österreicher das Leben schwer machen:

Wilde Verschwörungstheorien über den Unfalltod Haiders kursieren. Der Alkohol sei ihm eingeflößt worden, schreiben anonyme Kommentatoren im Internet. Karlheinz Klement, wie Haider ein ehemaliger Politiker der nationalkonservativen Freiheitlichen Partei (FPÖ), brachte sogar den israelischen Geheimdienst Mossad ins Spiel. Klement hatte in Österreich einst für Empörung gesorgt, als er Homosexualität als “Kultur des Todes” bezeichnete.

Und wie Haider in den Phantasien des braven Bürgers noch für den Alkoholexzess nicht selbst verantwortlich gewesen sein kann, so kann auch eine homosexuelle Orientierung nicht seine Schuld gewesen sein.

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Montag, 20. Oktober 2008

Kleine Briefe erhalten die Freundschaft

“Hallo lieber Schwuler,

ich möchte erst einmal klar stellen, dass ich eigentlich nichts gegen Schwule habe. Ich habe selbst schwule Freunde und bin gern mit ihnen zusammen und schätze sie auch als Menschen sehr. Aber ich bin gegen die Homo-Ehe. Nicht weil ich Schwule nicht leiden kann, sondern weil ich ein sehr traditioneller Mensch bin. Das ganze hat auch gar nichts mit Religion zu tun, aber ich glaube nun mal daran, dass die Ehe ein Bündnis zwischen Mann und Frau ist. Das war schon immer so, überall und zu jeder Zeit und ich glaube einfach nicht, dass ein Mann einen Mann, oder eine Frau eine Frau, heiraten sollte. Meine schwulen Freunde finden auch, dass die Ehe eigentlich nichts für Schwule sei, einer hat sogar gesagt, er sei nicht deshalb schwul geworden, um jetzt trotzdem heiraten zu müssen.

Worüber ich in letzter Zeit oft nachgedacht habe:

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Sonntag, 19. Oktober 2008

Wird jetzt auch Indien voll schwul?

Große Freude müsste zur Zeit bei den Anhängern der These herrschen, für die Kriminalisierung homosexueller Handlungen ganz weit weg sei immer der Westen verantwortlich:

Der oberste Gerichtshof im indischen Neu-Dehli berät zurzeit über eine Petition gegen das Verbot von schwulem Sex durch “Section 377″.

Und Indien war schließlich früher einmal britische Kolonie.

Die Regelung stammt aus den Zeiten englischer Kolonialherrschaft um 1860 und ist seitdem in Kraft.

Im Vereinigten Königreich allerdings werden homosexuelle Handlungen bereits seit geraumer Zeit nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Mehr noch:

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Samstag, 18. Oktober 2008

Warum Frauen, die töten, unschuldig sind und Männer stets schuldig - auch wenn sie gar nichts getan haben

Gestern blieb mein Blick beim Warten auf die U-Bahn am Titel der aktuellen EMMA hängen:

Kindermord - Die Einsamkeit der Mütter

las ich und meine schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt, als ich mir den dazugehörigen Text online ansah. Das Weltbild ist denkbar einfach: Männer befehlen und sind Erzeuger, Frauen sind

Hausfrauen oder ganz junge Mädchen. Und immer sind sie gnadenlos einsam.

Weshalb sie nicht etwa arbeiten gehen oder sich Freunde suchen, sondern ihre neugeborenen Kinder töten. Dafür hatte der deutsche Staat bis vor 10 Jahren noch eben so viel Verständnis wie heute die Schwarzer:

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Freitag, 17. Oktober 2008

Jörg Haider: Ein schwuler Tennisspieler?

Im “Boudoir der Wahrheit” steht es schwarz auf rot:

Jörg Haider betrank sich unter Umständen in einem Schwulen-Lokal

Unter Umständen! Vielleicht also war auch alles ganz anders. Bei einem solchen Einstieg könnte man sich die Lektüre des Textes gleich sparen, wenn man nicht in den dazu gehörigen Kommentaren und auch in dem Text selbst noch das eine oder andere Schmankerl erwarten dürfte. Nicht zu Unrecht:

Für uns als Roter Salon ist es überhaupt kein Problem wenn jemand Homosexuell ist, im Gegenteil.

Im Gegenteil? Da findet man es also toll, wenn einer schwul ist? Danke nein, auf diese Form von Homophilie verzichte ich gerne. Schwule sind weder alle blöd noch alle toll. Weshalb auch? Heteros hält doch auch kein normaler Mensch für was Besonderes, oder? Das Problem liegt aber selbstverständlich wieder mal woanders, Schwule sind nämlich von Natur aus links - wenn nicht, erklärt man sie kurzerhand für psychisch krank:

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Donnerstag, 16. Oktober 2008

Schwule Privilegien im “Neoliberalismus”

Patrick Lindner hatte eine schwere Kindheit. Das geht den meisten schwulen Jungs so. Nicht, dass es nicht auch schöne Momente und Zeiten gegeben hätte, aber die Heteronormativität der Gesellschaft um einen herum verunsichert, Tag für Tag. Jeder schwule Mann und jeder andere, der auch nur ein wenig Einfühlungsvermögen besitzt, kann sich das vorstellen.

Patrick Lindner hat nun seine Biographie veröffentlicht. Darin berichtet er u. a., seine Mutter habe ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung zum Arzt schicken wollen. In einer Besprechung des Buches erweckt Lindners Schicksal viel Häme und, tatsächlich, sogar ein wenig Neid:

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Mittwoch, 15. Oktober 2008

Und wenn Ihr einen Mann und eine Frau Unzucht treiben seht: ermahnet sie. Die Schwulen aber sollt Ihr zeichnen, auf dass sie nicht mehr froh werden...

Nachdem Peter Mullen mit seinem Vorschlag, Schwule mit auftätowierten Warnhinweisen bezüglich der Gefährlichkeit ihres Lebensstils auszustatten, auf nicht besonders viel Gegenliebe gestoßen ist, musste er sich dem unmenschlichen Drucks der Homolobby beugen und sich entschuldigen. Er tat dies mit Verweis auf seine hundert schwulen Freunde, an denen er zwar alles furchtbar mag, nur eben nicht das, was sie so tun. In seiner Kolumne im Northern Echo, präzisiert Mullen diese “Entschuldigung” nun noch einmal ausführlich:

I MUCH regret making some off-colour jokes about homosexuals on my website and I have offered a full public apology. I made those remarks and they are the responsibility of no one but myself. I repeat, I’m sorry I wrote what I did.

Wie nett, wie freundlich, wie ehrlich wie vertrauenserweckend.

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Dienstag, 14. Oktober 2008

Ride for Freedom

Die amerikanische Organisation Soulforce, hat es sich zum Ziel gesetzt, auf religiöser Grundlage die Homophobie in der amerikanischen Gesellschaft zu bekämpfen. Diesem Zweck dient auch der seit einiger Zeit jährlich stattfindende Equality Ride:

Er basiert auf den Freedom Rides (engl. Freedom=Freiheit) der 1960er Jahre in denen Bürgerrechtsaktivisten in Bussen durch die Staaten mit Rassentrennung fuhren und diese besuchten um auf die Diskriminierung der Afroamerikaner aufmerksam zu machen. Beim Equality Ride werden verschiedene überwiegend private christlich-fundamentalistische Colleges und Hochschulen nach Art einer Tournee besucht, bei denen sie Diskriminierungen gegenüber LGBT-Studenten annehmen oder die in der Vergangenheit oder ihren Statuen die Diskriminierung Homosexueller unterstützten. [...] Vorort diskutieren die Equal Rider, die Teilnehmer der Tour mit Studenten und Professoren, verteilen Telefonnummern und veranstalten Sit-Ins.

Beeindruckend an dieser Aktion ist nicht nur der typisch amerikanische Ansatz, Dinge die einem gegen den Strich gehen, durch eigene Aktionen zu ändern, anstatt auf Papa Staat zu vertrauen, sondern ebenso der, religiös motivierte Homophobie mittels religiösen Argumenten zu bekämpfen.

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Montag, 13. Oktober 2008

Und jetzt kommt Reklame

Nervt sie das auch? Ob vor dem Fernseher oder im Kino. Ständig wird man mit Werbung belästigt, die garantiert homofrei ist. Doch das muss nicht länger sein! Dank GayWest erleben Sie nun internationale schwule Relame gratis und garantiert ohne Nebenwirkungen. Wer da nicht schaut ist selber schuld!

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Sonntag, 12. Oktober 2008

McDonalds - Im Bett mit Schwulenfeinden

Die Streiter für das Abendland und der gesamtgesellschaftlichen Moral können aufatmen. McDonalds hat eingelenkt und wird sich in Zukunft den Wünschen der evangelikalen American Family Association (AFA) beugen:

The antigay American Family Association has ended its five-month boycott against McDonald's after a company executive resigned from a gay and lesbian business group, reports the Chicago Tribune.

Richard Ellis has stepped down from the board of the National Gay and Lesbian Chamber of Commerce, and the AFA claims it's because of the stress it placed on the Oak Brook, Ill.-based company. The AFA claimed that by participating in the gay chamber, McDonald's wasn't remaining neutral "in the cultural war over homosexuality."

Ja, Sie haben richtig gelesen:

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Samstag, 11. Oktober 2008

Frauen, Lesben und andere Katastrophen

Alice Schwarzer gehört ohne jeden Zweifel zu der Sorte Frauen, deren Positionen als Beweis dafür dienen können, dass das Bedürfnis, die Realität der eigenen Optik anzupassen, zweifellos ein innerster Antrieb einer beachtlichen Menge von Menschen darstellt. Nicht wenige ihrer Standpunkte zum Feminismus waren seit jeher mehr oder weniger absurd - man denke nur an ihre Männerfeindlichkeit, ihren Anti-Porno-Wahn und die Missbrauchshysterie -, im 21. Jahrhundert jedoch, wirken sie geradezu grotesk. Zugegeben, man kann der Schwarzer kaum kulturrelativistische Doppelmoral unterstellen, gehört sie doch nicht zu denjenigen Frauenrechtlern - und ich schreibe das Wort aus Trotz nicht feminisiert -, die einerseits den BH der westlichen Frau verdammen und andererseits Kopftuch, Schleier und Burka als emanzipatorischee Kleidungsstücke verherrlichen. Dennoch: Eine Fan von ihr zu sein, fällt schwer, nicht nur in der Eigenschaft als Mann generell, nein auch in der als schwuler Mann (1, 2).

Bascha Mika, Chefredakteurin der taz, hat ein ähnlich distanziertes Verhältnis zur Schwarzer.

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Freitag, 10. Oktober 2008

A Kiss is just a Kiss

Ja klar, aber nur wenn er ordentlich sittsam zwischen Männlein und Weiblein vonstatten geht. Ist das nämlich nicht der Fall, gibt es Herzanfälle, Blutstürze und haufenweise Beschwerden. Das musste auch die BBC erfahren, deren Endlossoap EastEnders, für sich den Anspruch erhebt, schonungslos die Realität des menschlichen Lebens abzubilden. Und wenn es auch zuviel für den Verstand unserer heterosexuellen Mitmenschen ist: ja es gibt Schwule da draußen. Sie wachen auf, putzen sich die Zähne, frühstücken, gehen arbeiten, Essen zu Mittag, arbeiten weiter, gehen nach Hause, Essen zu Abend, gehen aus, treffen sich mit Freunden, putzen sich wieder die Zähne und gehen dann ins Bett. Und manchmal, ja manchmal, liegt in diesem Bett schon ein anderer Mann. Und manchmal wird dieser Mann sogar geküsst. Manchmal auch am hellichten Tag und in aller Öffentlichkeit. Genau wie im Fernsehen. Und spätestens dann ist das Maß voll:

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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Wer Kulturkampf will, der kann ihn haben

Es könnte so schön sein: Kalifornien. Sonne, Strand und San Francisco. Presidio, Alamo, Castro. Verliebt, verlobt, verheiratet. Doch gegen letzteres sträuben sich immer mehr Einwohner des Golden State. Egozentrische Angsthasen, überzeugt von ihrer moralischen und sexuellen Überlegenheit, angetan mit missionarischem Eifer und moralischen Defiziten, kämpfen sie wie der Teufel persönlich, um Menschen ein Recht zu verwehren, dass sie wie selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen. Die Kampagne zur Abschaffung der kürzlich eingeführten Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (Proposition 8), gewinnt an Fahrt und Unterstützung. Dabei hatte es anfänglich so gut ausgesehen:

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Witzischkeit kennt keine Grenzen...

…nur die blöden Homos sind, wie üblich, total humorlos. Wenn Musiker dazu aufrufen, Schwulen “mit dem göttlichen Feuer in Berührung kommen zu lassen“, lachen alle - nur die Homos nicht. Wenn jemand in feuchtfröhlicher Runde verlauten lässt, die Finanzkrise sei voll schwul, lachen alle - nur die Homos nicht. Und wenn der britische Pfarrer Peter Mullen dazu aufruft, Schwule zwangstätowieren zu lassen, lachen alle - nur die Homos mal wieder nicht:

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Dienstag, 7. Oktober 2008

Liebe, Hass und Bibliotheken

Unsere religiösen Kämpfer gegen die Homosexualität werden immer klüger, ihre Methoden immer gewitzter. So zum Beispiel in Fairfax County, Virginia. Dort nämlich initiierte die evangelikale Organisation Focus on the Family, bekannt für ihre abstrusen Ansichten, insbesondere zur Homosexualität, eine Protestaktion gegen die örtliche High School. In deren Bibliothek nämlich, findet sich an Büchern nicht eines, welches die Meinung der evangelikalen Streiter bezüglich Homosexualität bestätigt. Und so kam eines zum anderen: Christlich-konservative Studenten und deren Anhang belagern nun den County, bepackt mit Büchern, die eine “alternative Sicht” auf Homosexualität propagieren; Büchern von denen verlangt wird, dass die High School sie gefälligst in ihren Bibliotheksbestand aufnehmen soll. Denn bis jetzt, so klagen die Studenten nebst Focus on the Family, sei die Bibliothek

stocked with “pro-gay” books

Die Aktion ist außerordentlich clever,

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Montag, 6. Oktober 2008

Hinter den Kulissen der Normalität: Schwule Parallelgesellschaften

Der Schwule ist eine gar merkwürdige Gattung Mensch, der dem gemeinen Heterosexuellen immer wieder Anlass gibt, sich fragend den Kopf zu kratzen: Warum gibt es ihn überhaupt? Was tut er den ganzen Tag? Wie sieht sein Habitat aus?

Schwule sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dennoch haben sie eigene Sportvereine, eine eigene Internetsuchmaschine und bald auch einen eigenen Fernsehsender - warum schaffen sie sich immer noch Rückzugsräume?

Das fragt die Deutsche Welle unter dem Stichwort „Integration“. Denn Deutschland hat offenbar nicht nur Probleme mit renitenten Moslems, pardon: Migranten, sondern auch mit integrationsunwilligen Schwulen, die sich Rückzugsräume schaffen, Parallelgesellschaften aufbauen und dort wer weiß was treiben:

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Samstag, 4. Oktober 2008

Tag des schwulen Momologs

Während ich am gestrigen Tag der Deutschen Einheit in der brandenburgischen Landesvertretung genussvoll Schweinefleisch verzehrte und Wein trank - und damit zweifellos eine Menge Moslems in ihren religiösen Gefühlen verletzt habe - gestaltete sich der Tag der Offenen Moschee in der Berliner Sehitlik-Moschee ähnlich konstruktiv. Der Spiegel berichtet:

Sie wollen nicht provozieren. Sie sind keine schwulen Männer, die Händchen halten und keine Lesben, die ein Kiss-In veranstalten wollen.

Stop! Bitte was?

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Donnerstag, 2. Oktober 2008

Fulda - Full of rainbows

Fulda ist viel schwuler, als man denkt. Es gibt einen Regenbogentreff und ein Regenbogenhaus. Selbst im Klosterladen der Benediktinerinnen in der Abtei der Heiligen Maria gibt es Holzschnecken mit Regenbogenkugel obendrauf und Regenbogenkreisel zu kaufen. Wahnsinn! Diskriminiert worden sind wir auch noch nicht. Nur der Hotelchef hat partout nicht kapieren wollen, dass wir tatsächlich ein Doppelzimmer haben wollen. Er hat sich drei Mal entschuldigt für diese Unannehmlichkeit und uns angeboten, in ein Zimmer mit zwei Einzelbetten zu wechseln. Irgendwann hat er es dann aber kapiert.

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Shocking! - Britain goes gay

Was soll nur aus den guten alten konservativen Parteien der westlichen Welt werden, wenn diese sich weiterhin Schritt für Schritt den Homos öffnen? Egal ob CDU in Deutschland, die Republicans in den USA und nun auch noch die Tories in Großbritannien, überall in diesen Parteien wimmelt es von Homo-Initiativen, Homo-Gruppen, Homo-Sympathisanten und sogar leibhaftigen Homos, bereit sich ins Getümmel zu stürzen und die linke Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet, quasi in einem Überraschungsangriff von hinten*, zu brechen.

Erinnern wir uns an den Tory Michael Gove, der kürzlich, seinen Parteifreunden ins Stammbuch schrieb, dass ihre traditionellen Attitüden gegenüber schwulen und lesbischen Mitbürgern, gelinde gesagt, not very sophisticated waren. Und nun das:

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