Wir sind umgezogen!

Dienstag, 30. September 2008

Wie Schwule junge Heteros ruinieren

Was wird sich der bekennende Hetero Benjamin Massing wohl gedacht haben, als er ins Modelgeschäft einstieg? Wie toll es doch ist, alleine mit seinem formidablen Aussehen Geld zu verdienen? Liegt nahe. Dass er zum Schwarm junger Frauen avanciert? Womöglich. Dass es Männer gibt, die gleichsam auf ihn abfahren? Offensichtlich nicht:

Model und Hetero-Jüngling Benjamin Massing verklagt ein Schwulenmagazin, weil es ein freizügiges Foto von ihm veröffentlichte.

Das klingt zunächst mal reichlich albern, schließlich werden Models dafür bezahlt, sich “freizügig” auf Fotografien abbilden zu lassen. Gräbt man aber etwas tiefer, scheint diese Aktion allerdings so albern doch nicht zu sein:

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Montag, 29. September 2008

BILD bizarr

Die BILD ist entsetzt. Da wählen die US-Republikaner eine Vizepräsidentschaftskandidatin und dann sowas:

Über keinen anderen Kandidaten im US-Wahlkampf gab es je so viele skurrile Geschichten wie über Palin.

Dabei ist die Frau doch eine stockkonservative Politikerin wie alle Welt weiß. Und das soll der BILD nicht behagen? Schauen wir uns die bizarren Einzelheiten einmal an:

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Sonntag, 28. September 2008

Islam ist Frieden - und schwule Emanzipation

Die britische Homo-Gruppe Imaan versteht sich als Organisation homosexueller Muslime. Gut so, möchte man meinen. Denn wenn aus dem Islam jemals etwas vernünftiges werden soll, führt an der Einbeziehung schwuler und lesbischer Lebensweisen in diese Religion kein Weg vorbei. Christen und Juden haben es ja schließlich auch geschafft. Dummerweise hat Imaan allerdings eine der größten Untugenden der islamischen Religion verinnerlicht: konsequentes Selbstmitleid, verbunden mit der Verweigerung von Selbstkritik.

Erinnern wir uns nur an Februar diesen Jahres, als dem Terrorsympathisanten Yusuf Al-Qaradawi die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde.

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Samstag, 27. September 2008

Warum Schwule, die nicht dem linken Weltbild entsprechen, vernichtet gehören

Wenn böse Menschen, also Rechte, Konservative, Christen, “Bürgerliche” und was der gemeine Kritiker sonst noch dafür hält, einen guten, also linken Menschen als schwul denunzieren, ist das Geschrei in der Regel groß. Von sexueller Denunziation ist dann - zu Recht übrigens - die Rede. Wenn aber Linke dasselbe umgekehrt machen, wie jetzt in den USA geschehen, scheint das moralisch vollkommen in Ordnung zu gehen, zumindest, wenn die Bösen immer die anderen sind:

In Blogs ist Mark Buse, der Stabschef von John McCain, als schwul geoutet worden – jetzt wird diskutiert, ob das Outing durch “linke Blogger” gerechtfertigt war.

Was gibt es da eigentlich zu diskutieren? Sexuelle Denunziation ist und bleibt abzulehnen, vollkommen egal, gegen wen sie sich richtet und von wem sie ausgeht. Der aktuelle Vorfall in den USA ist aber noch viel bizarrer - im Grunde genommen gab es bei Mark Buse nämlich überhaupt nichts zu outen:

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Freitag, 26. September 2008

Kein Kreuzzug für Schwulenrechte

Ob Will Young der Schalk im Nacken saß, als er kürzlich erklärte:

Ich bin der schlechteste Schwule überhaupt.

oder ob ihn nachträglich doch noch ein schlechtes Gewissen überkam, weil er seine revolutionäre Schwulenpflicht versäumt hatte, das weiß nur er selbst. Dem eigenen Coming-Out, also der Notwendigkeit, sich in einer heteronormativ strukturierten Gesellschaft über seine sexuelle Orientierung ausdrücklich äußern zu müssen, um als der wahrgenommen zu werden, der man ist, neben der individuellen Offenbarungsfunktion auch noch eine gesellschaftlich nützliche, in diesem Fall schwulenpolitische, Funktion zuzuweisen, ist in jedem Fall eine ziemlich bescheuerte Idee, jedenfalls wenn das Ganze als Auftrag daher kommt. Was Young vermutlich ebenso sieht und deshalb den folgenden Satz gar nicht so utilitaristisch gemeint hat, wie er klingt:

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Samstag, 20. September 2008

Dürfen Schwule beten?

Man muss dieses Blog schon sehr flüchtig lesen, um auf die Idee zu kommen, Religion hätte hier keinen Platz:

Jetzt bin ich aber echt enttäuscht. Verfolge dieses Blog erst seit kurzem und war von den meisten Beiträgen ziemlich angetan, aber hier eine RELIGIONSVERANSTALTUNG anzukündigen (…) also ehrlich

Leider versäumt es der Kommentar, wenigstens ein Argument anzugeben, warum das Ankündigen einer “Religionsveranstaltung” auf einem schwulen, liberalen Blog irgendwie anrüchig ist. Dabei ist es keineswegs das erste Mal, dass bei GayWest Werbung für eine Religionsveranstaltung gemacht wird, ich erinnere mich noch gut an die Recherche für die Ankündigung der letztjährigen Weihnachtsgottesdienste. Wenige Tage vorher hatte ich Adventsgrüße aus dem Haus der Stille mitgebracht. Und dann Ostern: Die Karfreitagspredigt über die Solidarität der Liebenden und die von Bischof Huber zum Ostersonntag. Auch unsere Blogroll bietet Anregungen für Schwule und Lesben, für die sich homosexuelle Orientierung und christlicher Glaube nicht ausschließen:

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Freitag, 19. September 2008

Heterosexualität ist keine Qualifikation

Es konnte eigentlich niemanden überraschen. Die neueste Metastudie aus Großbritannien, welche besagt, dass

Lesben, Schwule und Bisexuelle eine 50 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit [haben], an Depressionen oder Angststörungen zu leiden als heterosexuelle Menschen

hat unter dem heterosexuellen Lebensstil frönenden christlichen Fundis für Freudentränen gesorgt, bietet sie doch - selektiv interpretiert und unter Berücksichtigung eines von vornherein schwulenfeindlichen Weltbildes - genügend Stoff, um die angebliche Schädlichkeit der “homosexuellen Lebensweise” erneut in den Vordergrund zu stellen und zu “beweisen”. So steht auf der Website LifeSiteNews.com, folgendes geschrieben:
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Donnerstag, 18. September 2008

Hausaufgaben für Heteros

Stellen Sie sich vor, Sie haben an einem kalten Septembertag - ekelhaft kalt, wo bleibt nur die globale Erwärmung? - nichts Besseres zu tun, als sich in einem Schweizer Musikforum über die neuesten Nachrichten aus der eidgenössischen Musikszene zu informieren. Stellen Sie sich nun weiterhin vor, Sie stolpern in eben diesem Musikforum über den Thread “Homosexualität in unserer Gesellschaft”. “Hey, interessant”, denken Sie sich, “Homosexuelle sind doch auch Teil dieser Gesellschaft. Mal sehen was da so geschrieben steht.” Sie klicken also den Thread an, scrollen hinunter, lesen und mit jedem aufgesogenen Buchstaben entgleisen Ihnen die Gesichtszüge. Denn zwischen all den supertoleranten Meinungen, dass Schwule auch nur Menschen sind und auch Elton John und der bei Queen schwul sind, findet sich eine, die sagt, was endlich einmal gesagt werden muss. Wir alle kennen das Subjekt der nachfolgend aufgezeigten Meinung natürlich. Es ist der unerschrockene Streiter für die Wahrheit, für Gerechtigkeit, die Moral und des Anstands. Jener also, der verhindern will, dass demnächst alle Heten von den Apologeten der homosexuellen Diktatur in die Psychiatrie eingewiesen werden, weil schwul sein demnächst ja Pflicht wird.

Sind Sie bereit?

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Mittwoch, 17. September 2008

Vergelt’s Gott, Kirche positHIV!

Zum ersten Mal haben christliche, jüdische und buddhistische Gruppen die New Yorker Gay Pride Parade angeführt und damit eindrucksvoll klar gemacht, dass sich Homosexualität und Glauben keineswegs ausschließen und dass man nicht länger gewillt ist, die Deutungshoheit über religiöse Anschauungen unverbesserlichen Homophoben zu überlassen.

war im Juni letzen Jahres auf GayWest zu lesen. Jetzt feiert eine deutschlandweit einzigartige Initiative in Berlin Geburtstag, die sich vor 15 Jahren im Spannungsfeld von AIDS und Kirche gegründet hat: Die Ökumenische AIDS-Initiative Kirche positHIV. Nicht zuletzt Schwule und Lesben finden hier stets ein herzliches Willkommen frei von Vorurteilen.

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Dienstag, 16. September 2008

Mord und Totschlag

Deutschland in Angst: Nicht den Antisemitismus, sondern den Antisemitismusvorwurf meint man hierzulande fürchten zu müssen. Die Ahnung, dass dieser berechtigt ist, treibt zu irren Projektionen.

VON CHRISTIAN J. HEINRICH

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Warum Heterosexualität einfach besser ist

Okay, ich hab mich breitschlagen lassen. Die Ex-Gay-Bewegung hat doch recht. Der schwule Lebensstil ist nichts, was den Menschen glücklich machen kann. Gott will nicht, dass wir schwul leben. Jeder “Schwule” und jede “Lesbe” kann ein glückliches, erfülltes heterosexuelles Leben führen. Jeder.

Derrick und Jenny, beides ehemalige “Homosexuelle”, beweisen es:

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Montag, 15. September 2008

Fulda erklärt den Krieg

Während der Papst in Frankreich weilt und den dortigen Menschen erklärt, dass unsere Welt den Bach runter gehen wird, wenn nicht alle schnellstens das glauben, was er selbst glaubt, bereitet im schönen Fulda der dortige Bischof, Heinz Josef Algermissen, die Katholiken auf den Kampf vor. Nein, nicht den profanen mit Waffen und so, sondern den wirklich wichtigen, entscheidenden Kampf: den um die Deutungshoheit in der Gesellschaft nämlich:

“Wir stecken in einem Kulturkampf”, ruft Algermissen. Abzulesen sei dies an Abtreibung, Verharmlosung der Tötung von Embryonen für die Forschung, Präimplantations- und Pränataldiagnostik (”Brutalselektion”, sagt der Bischof) und an der Diskussion über aktive Sterbehilfe. Gesetzesinitiativen gegen die Spätabtreibung seien zwar richtig. “Aber die Spätabtreibung ist nicht das eigentliche Problem, sondern die Abtreibung an und für sich.”

Klingt irgendwie nicht gerade besonders originell, eher sattsam bekannt. Und irgendwie fehlt auch noch was. Kreationismus vielleicht, also das Eintreten für die Schöpfungslehre im Schulunterricht? Ach nee

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Sonntag, 14. September 2008

Warum weinst Du nicht, Margot?

Die hannoveranische Landesbischöfin Margot Käßmann

hat die Äußerungen von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis zu Kondomen und Sexualität scharf kritisiert. Die Adelige hatte in der Sendung “Menschen für Maischberger” zur Enthaltsamkeit aufgerufen und Homosexualität als widernatürlich bezeichnet.

Käßmann nun stört sich an dem von der Fürstin der Finsternis propagierten Kondomverbot der katholischen Kirche und hat auch zum Thema Homosexualität seit Jahren schon eine etwas andere Ansicht als die Fürstin:

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Seminar Nummer 7: Warum es keinen Schwulen interessieren muss, was Rosa von Praunheim als für ihn angemessen erachtet

Das Flaggschiff des bayerischen, linksgewendeten Liberalismus hat über die neue Bürgerlichkeit der Schwulen geschrieben und eine Zustandsbeschreibung geliefert, die zwischen Begeisterung und Enttäuschung hin und her schwankt. Die Einleitung des Artikels macht jedenfalls neugierig:

Hochzeitstorten, Eheringe, Bürgeridyll: Eigentlich sind Schwule längst die besseren Spießer. Über das neue Selbstverständnis einer Minderheit, die von Abgrenzung nichts mehr wissen will.

Der Versuch der Abgrenzung von der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft, der von gewissen Teilen der Community bis heute gepflegt und propagiert wird, hat sich historisch ja auch erledigt und ist als politisches Programm heutzutage nicht mehr als eine Absurdität.

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Freitag, 12. September 2008

Islamophobie und andere Verstöße gegen die islamische Moral

Vor einer guten Woche meldete queer.de, der LSVD mobilisiere jetzt auch “gegen Islamophobie”. Gemeint war der für den 20. September in Köln geplante Protest gegen einen “Anti-Islamisierungskongress”. Angesichts der Veranstalter und ihrer Gäste ist der Protest dagegen sicherlich berechtigt:

Zu dem “Kongress” hat die rechtspopulistische Partei “pro Köln” eingeladen, die übrigens auch schon durch homofeindliche Statements und eine (abgesagte) Demo gegen den CSD auffiel. Eingeladen sind rechtsextreme Politiker aus ganz Europa: Jean-Marie Le Pen, Vorsitzender der französischen Front National, der belgische Vlaams-Belang-Fraktionschef Filip Dewinter, die FPÖ-Funktionäre Andreas Mölzer, Harald Vilimsky und Heinz-Christian Strache sowie der aus der Union ausgeschlossene Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche.

Wie üblich desinformativ bei solchen Protesten ist jedoch die dabei verwendete Terminologie.

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Donnerstag, 11. September 2008

Warum Sex in die Ehe gehört…

…das stand am Dienstag in der Zeitung. Mal sehen, ob Sie erraten von wem das folgende Zitat stammt.

Der Westen deutet das Tragen des Schleiers als Unterdrückung der Frau und ihrer Sexualität. Doch als ich auf meinen Reisen in muslimische Länder eingeladen wurde, mich an Gesprächen in dem in muslimischen Haushalten allein den Frauen vorbehaltenen Umfeld zu beteiligen, stellte ich fest, dass die muslimische Einstellung bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes und der Sexualität von Frauen ihre Wurzeln nicht in der Unterdrückung hat, sondern in einem starken Sinn für die Unterscheidung zwischen Öffentlichem und Privatem und für das, was Gott, und das, was dem Ehemann geschuldet ist. Es ist nicht so, dass der Islam die Sexualität unterdrückt, sondern dass er einen ausgeprägten Sinn dafür hat, sie in die ihr angemessenen Bahnen zu lenken – in Richtung der Ehe, der Bande, die das Familienleben stützen, und der Beziehungen, die das Zuhause absichern.

Nein, Sie brauchen mir nicht den Autor zu nennen, mir würde es schon reichen, Sie würden die politische Herkunft des Textes korrekt bestimmen. Na?

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Mittwoch, 10. September 2008

Die Logik der Feinde

Um an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu erinnern, wird die amerikanische Botschaft in diesem Jahr gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Stiftung Neue Synagoge in Berlin eine Gedenkfeier veranstalten. Eine sehr gute und sehr notwendige Sache, sollte man meinen. In einem Editorial des Tagesspiegel gab Malte Lehming unter der flapsigen Überschrift „Sind so viele Opfer“ unlängst jedoch zu bedenken, es fielen, erstens, inzwischen mehr Muslime dem Terror zum Opfer als Christen und Juden, und die geplante Gedenkfeier suggeriere, zweitens, „was Antisemiten und Antiamerikaner gleichermaßen behaupten: Zwischen Amerika und Israel gibt es eine ewige Freundschaft, eine Art unheilige Allianz zum Nachteil der Araber, gesteuert durch mächtige jüdische Lobbygruppen in den USA“. Lehming betonte zwar, dies alles sei falsch und oft widerlegt worden; dennoch machte er das Hauptproblem recht eindeutig bei der Botschaft und der Jüdischen Gemeinde aus: „Die Post-festum-Solidarität amerikanischer und jüdischer Opfer impliziert nun, dass Amerika für die Sünden Israels tatsächlich büßen kann. Sie folgt der Logik der Feinde.“ Schließlich forderte er: „Erst denken, dann gedenken!“ Auf diesen Beitrag des Leiters des Meinungsressorts beim Tagesspiegel reagierte der amerikanische Botschafter in Deutschland, William R. Timken, mit einem Leserbrief. [...]

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Rolle rückwärts

In Prenzlau und Templin scheint man aktuell um eine historische Rolle rückwärts bemüht. Die dortigen Bürgermeister, einer von der Linken, einer parteilos,

verweigern der traditionellen LesBiSchwulen Tour durch Brandenburg ihre Unterstützung.

Seit genau zehn Jahren zieht die LesBiSchwule Tour durch Brandenburg, um im Bundesland für Toleranz und Akzeptanz zu werben. Doch ausgerechnet im Jubiläumsjahr gibt es Ärger: Die beiden Städte Prenzlau und Templin verweigern den Veranstaltern der am Montag beginnenden Tour das Hissen einer Regenbogenfahne am Rathaus.

Sowohl der Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) als auch sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) lehnten das Anliegen ab. In beiden Städten lautete die Begründung, der Mast sei ausschließlich Staatsflaggen vorbehalten.

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Dienstag, 9. September 2008

Warum Subway nichtschwule schwule Pornodarsteller feuert ...

Wenn Sie es demnächst einmal in die Suburbs von St. Louis, Missouri verschlagen und das Bedürfnis überkommen sollte, in der Sandwichkette Subway ein schnelles Mahl zu sich zu nehmen, sollten Sie nicht damit rechnen, von Kurt Wild bedient zu werden. War der junge Mann bis vor kurzem der einzige Grund Missouri zu besuchen - oder bei Subway zu essen -, wurde er jetzt gefeuert. Warum?

Ein Kunde hat sich beschwert, dass Kurt Wild, der u.a. für die Labels Freshmen und Buckshot vor der Kamera stand, im Schnellrestaurant bei St. Louis die Sandwiches zubereitet.

Das ist so verrückt:

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Im Namen des Durchschnittslesers

Es ist schon ein komisches Urteil, das das Kölner Landgericht da vergangene Woche im Rechtsstreit zwischen Evelyn Hecht-Galinski und Henryk M. Broder gesprochen hat. Kurz zusammengefasst, besagt es: Broder darf die Tochter des verstorbenen früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, antisemitisch nennen, wenn er es begründet. Eine solche Begründung habe in seinem auf der Achse des Guten veröffentlichten Beitrag jedoch gefehlt. Fast alle großen deutschen Zeitungen berichteten über die Entscheidung in der Domstadt, doch der Tenor fiel völlig unterschiedlich aus: Für einige musste Broder eine Niederlage einstecken, andere schrieben von einem Sieg, und manche sahen ein Unentschieden. Gemessen daran, dass Hecht-Galinski dem Publizisten seine Einschätzung grundsätzlich untersagen lassen wollte, war es wohl eher sie, die als Verliererin aus dem von ihr selbst angestrengten Prozess hervorging. Dass sie das anders sah, ist ihr gutes Recht; Weltfremdheit ist schließlich nicht strafbar. Das Urteil hat allerdings noch weiterreichende Folgen als die unmittelbar juristischen. [...]

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Montag, 8. September 2008

christlich kollektivistisch - islamisch pluralistisch

Südafrika geht mal wieder mit bestem Beispiel voran (nachdem es bereits die Ehe auch für Schwule und Lesben geöffnet hat):

Der Oberste Gerichtshof in Pretoria (Südafrika) hat die Holländisch Reformierte Gemeinde Moreleta Park zu einem Schmerzensgeld von 7.700 Euro verurteilt. Geklagt hatte Johan Strydom (31), ein ehemaliger Mitarbeiter der Freikirche, der nach Bekanntwerden seiner Homosexualität aus der Kirche geworfen wurde. Dabei verlor er seinen Job und musste wegen finanzieller Knappheit sogar sein Haus verkaufen. Er fühlte sich diskriminert und erlitt Depressionen. Die Kirchengemeinde, vertreten von Gemeindeleiter Dominee Dirkie van der Spuy, rechtfertigte ihren Schritt aus ihrem Bibelverständnis, Homosexualität sei eine Sünde vor Gott. Der Mitarbeiter habe sich geweigert, über seine Sexualität mit der Gemeindeleitung zu diskutieren, nachdem diese ihn aufforderten, zölibatär zu leben und ein Umpolungsprogramm (H2O “Homosexuality To Overcome”) zu absolvieren.

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Sonntag, 7. September 2008

Antirassistische Kundgebung ohne Teilnehmer: Typisch USA

So stellt sich der Deutsche seinen Ami vor kennt man ihn, den Ami: Rassistisch, unpolitisch oder - je nach Herkunft der eigenen Vorurteile - von den Schwulen beherrscht. Dabei hätte alles so schön werden können, letzten Sonntag in New York. Doch die angekündigte “Straight Pride” fiel mangels Teilnehmern aus. Straight Pride?

Das Reggae-Labe TCOOO wollte mit der Veranstaltung “Heterosexuellen die Chance geben, zusammen zu kommen und ihren Stolz auf ihre Sexualität auszudrücken, indem sie Reggae-Musik und die Familie in Liebe und Eintracht feiert.” Besonders wurde kritisiert, dass Lieder, in denen zur Gewalt gegen Schwule aufgerufen wird, verboten werden würden.

Sie wissen schon: Heterosexualität ist Antirassismus. Die Schwulen lassen diese Lieder ausschließlich deshalb verbieten, weil sie von Schwarzen gesungen werden:


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Samstag, 6. September 2008

Linksschwule Inquisition

Immer wieder überraschend für Schwule und Lesben links/linksliberal/grüner Coleur ist die Tatsache, dass es Mitglieder der “Community” gibt, die regelmäßig und aus Überzeugung ein bisschen anders wählen als die anderen. CDU zum Beispiel oder - Gott bewahre - gar die neoliberale FDP. Begründet wird diese Überraschung zumeist damit, dass Parteien wie die Union oder die Freidemokraten, irgendwie gegen Schwule seien und überhaupt die Schwulenbewegung eine progressive Bewegung sei und Stonewall, dass seien ja alles Linke gewesen, die gegen die Unterdrückung durch das repressive, patriarchale, kapitalistische System auf die Straße gegangen seien und deshalb sei es ein Verrat, als Schwuler oder Lesbe nicht irgendwie links zu sein.

In den USA hat der Besitzer der Internetwebsite Manhunt.net, Jonathan Crutchley, nun am eigenen Leib zu spüren bekommen, was mit denen passiert, die nicht den Vorstellungen der linken Homos entsprechen. Crutchley hat nämlich in den Augen dieser zwei unverzeihliche Sünden begangen: Erstens bezeichnet er sich selbst als “linken Republikaner” und zweitens hat er dem Wahlkampfteam von John McCain eine Spende zukommen lassen, die dieser allerdings abgelehnt hatte.

Zuviel für die Kämpfer für den reinen homosexuellen Lebensstil. Denn ein schwuler Republikaner gehört angeprangert, verhöhnt und vernichtet:

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E pluribus unum (II)

Die Dialektik von Einheit und Differenz. Zur Diskussion über Migration, Multikulturalismus und Integration in Amerika und Europa (Teil II). Von Sebastian Voigt

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Zum ersten Teil: Bitte hier klicken.

Freitag, 5. September 2008

Können Männer Lesben sein?

Wer diese Frage googelt, landet bei GayWest. Ausnahmsweise bin ich mir nicht sicher, ob sich auch die Antwort bei uns findet. Die weitere Betrachtung des google-Ergebnisses gibt allerdings Antworten auf Fragen, die wir nie gestellt haben:

Lesben können auch anders sein

erfahren wir zum Beispiel in der BILD, nämlich

verliebt, erfolgreich, sexy.

Dabei dachten wir immer, Lesben seien einsam, arbeitslos und hässlich. (Im Gegensatz zu Schwulen, die haben schließlich ständig geilen Sex und Geld und Abitur.)

Auch diese Behauptung wird den Einen oder die Andere sicher überraschen:

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Donnerstag, 4. September 2008

Gender, Sex und Propaganda

“Christen” gegen Gleichberechtigung der Frau

titelt der ORF in einer Meldung über eine neue Kleinpartei in Österreich, die dort demnächst zur Nationalratswahl antritt. Und der Titel hat seine Berechtigung, schließlich wollen “Die Christen” das Gender Mainstreaming wieder abschaffen. Was das allerdings ist, das haben sie schlicht nicht verstanden. Weshalb ihr Spitzenkandidat erklärt:

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Mittwoch, 3. September 2008

Veranstaltungshinweis: Aspects of homosexuality in psychiatry and psychotherapy

Angeregt von der Frage, ob es eine neue Tendenz zur Repathologisierung der Homosexualität gibt, nicht nur unter religiösen Kräften, sondern auch von therapeutischer Seite, findet vom 19.-20. September diesen Jahres an der Berliner Charité eine internationale Konferenz zum Thema “Discrimination and unmet needs in mental health care systems? Which aspects of homosexuality require consideration in psychiatry and psychotherapy?” statt.

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E pluribus unum (I)

Der folgende Text ist die überarbeitete Fassung eines Vortrags, den der Leipziger Historiker Sebastian Voigt am 18. August dieses Jahres in Köln auf einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Integrationsdebatten – zwischen Einheit und Differenz“ gehalten hat. Er wird auf diesem Weblog in zwei Teilen publiziert: Der erste Teil folgt gleich im Anschluss, der zweite am 6. September. Der Autor ist Verfasser des Buches Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika (Berlin 2007) sowie verschiedener Texte zum Thema. Lizas Welt bedankt sich für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

Die Dialektik von Einheit und Differenz. Zur Diskussion über Migration, Multikulturalismus und Integration in Amerika und Europa (Teil I). Von Sebastian Voigt

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Dienstag, 2. September 2008

Über die Instrumentalisierung von Zukunftsängsten

Das Bedienen von ausländerfeindlichen Ressentiments ist ein Spiel mit der Angst. Menschen, die in ihrem Alltag mit vielen Migrantinnen und Migranten zu tun haben, aber auch solchen, die einfach nur nach einer Projektionsfläche für ihre Sorgen suchen, wird durch Methoden der Verallgemeinerung, Vereinfachung, Übertreibung und Erfindung eine berechtigte Furcht vor „den Anderen“ insinuiert. „Die Ausländer“, so heißt es gerne pauschal verunglimpfend, hielten sich einfach nicht an ihre Verpflichtungen als Gäste und unterminierten so die Rechte der „Inländer“.

Rassisten erschließen ihre Identität aus der Ausgrenzung jener, auf die sie ihre schlimmsten Ängste projizieren. Dies ist oftmals nicht zuletzt Ausdruck einer tiefen Ohnmacht gegenüber der Aushöhlung des eigenen Sicherheitsempfindens: Andersdenkende, Andersgläubige oder Andersaussehende als Schuldige für die eigenen Probleme mit der Anpassung an den Wandel der Zeit schuldig zu sprechen, erscheint als einfachste Möglichkeit, um die empfundene Hilflosigkeit des Selbst zu beschwichtigen.

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Reduzierte Ehe durch homosexuellen Gefallen

Im Senegal sind ein Rentner aus Belgien und seine einheimische Ehefrau wegen der “Begründung einer heterosexuellen Ehe und Taten gegen die Natur” verhaftet und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Klar, diese Meldung haben Sie sofort als Quatsch erkannt. Wo würde auch eine ganz normale Ehe verfolgt? Die Originalmeldung jedoch hält niemand für unglaubwürdig und auch für skandalös halten sie wohl die wenigsten, schließlich kann Homosexualität im Senegal mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Entsprechend wenig Spielraum blieb dem Rechtsanwalt der Beiden, der erklärte:

Um Herrn Gueye zu ermöglichen, in Belgien zu leben, hat Herr Lambot ihn im Juli dort geheiratet,

weshalb die Verbindung der zwei Männer mit Homosexualität überhaupt nichts zu tun haben müsse:

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Montag, 1. September 2008

Da lacht der Nazi

Hanna Thiele, deren Obsession es ist, sich an der sexuellen Orientierung Guido Westerwelles abzuarbeiten, ist nicht allein. Auch die bayerischen Republikaner freuen sich, wenn man ihnen etwas Lustiges über die Orientierung des FDP-Bundesvorsitzenden erzählt. Und so verkündete am Wochenende der FPÖ-Politiker Dr. Karl Schnell beim Parteitag der bayerischen Republikaner:

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