Wir sind umgezogen!

Dienstag, 26. August 2008

Wenn dat Trömmelsche jeht

Sage niemand, in Bonn wäre nach dem Wegzug von Regierung und Parlament nichts mehr los. Zwar hat das „Bundesdorf Ohne Nennenswertes Nachtleben“, wie Spötter die vormalige westdeutsche Hauptstadt ausbuchstabieren, inzwischen einiges an öffentlicher Aufmerksamkeit eingebüßt. Doch es braucht gar keine Bundestagssitzungen und Großdemos auf der Hofgartenwiese, denn auch so spielt sich in ihm manches ab, das durchaus einer Erwähnung würdig ist. Am kommenden Freitag beispielsweise heißt es dort: „Wir feiern Palästina“. „Palästina“, das sind nämlich nicht nur die Friedensfreunde von der Hamas, nicht nur die bunten „Neujahrsraketen“ (Norman Paech) auf Sderot und nicht nur die heldenhaften Kämpfe gegen den zionistischen Aggressor. „Palästina“, das ist außerdem „eine reiche Kultur mit Kunst und Literatur, Musik und Tanz, Handwerk, Olivenbäumen, Garten- und Weinbau“. „Diese Kultur“, so versprechen es die Veranstalter, „wollen Palästinenserinnen und Palästinenser und ihre Freunde bei unserer Veranstaltung auf dem Bonner Münsterplatz zeigen“. Und sie wollen – in aller Bescheidenheit – natürlich noch ein bisschen mehr: „Gleichzeitig geht es um die Forderungen nach einem gerechten Frieden, dem Ende der israelischen Besatzung und dem Rückkehrrecht in ihre Heimat.“ Potztausend. [...]

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