Wir sind umgezogen!

Sonntag, 31. August 2008

Kommunismus für Sadomasochisten

Wer auf SM-Praktiken steht, ist glücklicher als diejenigen, die den “normalen” Sex bevorzugen. Das ist das Resultat einer wissenschaftlichen Untersuchung aus Australien.

steht bei queer.de. Im weiteren Text werden dann zwar nur noch Fessel- und Disziplinspiele erwähnt, aber was auch immer da genau erfasst wurde, es stellt sich die Frage nach den Hintergründen für dieses Ergebnis. Diese wurden allerdings gar nicht erfragt:

Die genauen Zusammenhänge dieses signifikanten Unterschiedes untersuchten die Forscher zwar nicht,

dafür üben sich die Forscher in Hypothesen, denn

ihrer Theorie nach sind BDSM-Anhänger ausgeglichener und zufriedener mit sich selbst, da sie in der Lage sind, ihre Bedürfnisse auszuleben.

Für einen Wissenschaftler ist das eine geradezu peinliche Aussage. Wie soll denn bitte schön jemand der eben kein Bedürfnis nach BDSM verspürt durch BDSM glücklicher werden? Wie dem auch sei, die Studienleiterin hofft auf praktische Veränderungen infolge der Ergebnisse:

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Samstag, 30. August 2008

Seminar Nummer 6: Warum Homos und Heteros konsequent aneinander vorbeireden

Der Olympiasieg des offen schwulen Wasserspringers Matthew Mitcham aus Australien hat viele Homos weltweit begeistert und aus Mitcham selbst ein neues Role Model gemacht. Gerade junge Schwule dürften sich durch das Beispiel des Sportlers ermutigt fühlen, sehen sie doch an ihm, dass neben Politik, Showgeschäft und Friseurläden, Schwule eben auch im Umfeld des Sportes existieren und dort auch erfolgreich sein können. So weit, so gut.

Die Mitcham-Story hat jedoch auch aufgezeigt, wie weit Schwule noch von einer echten Akzeptanz durch die Mehrheitsgesellschaft entfernt sind, dass das Leben von Homos und Heteros mit zweierlei Maß gemessen wird und dass nicht wenige Heteros und Homos konsequent aneinander vorbeireden, wenn sie dieselben Dinge meinen.

Beginnen wir ganz am Anfang:

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Freitag, 29. August 2008

Antidiskriminierung: Warum die Frage der Freiwilligkeit einen Unterschied ums Ganze macht

Antidiskriminierung gilt unter Liberalen als Reizwort, zumindest wenn sich das Wörtchen “Gesetz” anschließt. Warum das Erste ohne das Zweite durchaus sympathisch ist, versucht dieser Beitrag zu zeigen. Ein Beispiel für die Fragwürdigkeit eines entsprechenden Gesetzes ist ein jetzt in Kalifornien ergangenes Urteil. Wie das Thema die Gemüter bewegt, zeigt schon die falsche Überschrift bei queer.de:

Ärzte müssen Homos behandeln

lesen wir dort und würden angesichts dieser Worte im Traum nicht darauf kommen, was dort eigentlich verhandelt wurde.

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Donnerstag, 28. August 2008

Schwule Hunde gegen heterosexistische Katzen

Politisch in den Stonewall-Jahren zurückgebliebene Schwule würden mir wahrscheinlich unterstellen, ich mache einen auf hetero um mich der repressiven Mehrheitsgesellschaft anzubiedern und dieser keinen Vorwand zu liefern, mich zu unterdrücken. Und in der Tat: Bei mir finden sich weder Badehandtücher in den Regenbogenfarben, keine (halb)nackten Männer als Poster an der Wand (auf dem Computerdesktop allerdings schon, man ist ja auch nur ein Mensch) und ganz bestimmt keine CDs von Madonna. Ist alles eben nicht mein Ding.

Doch von den aus den USA stammmenden Cartoons “Gay Dog” sind einige so witzig, dass man sie durchaus, als Shirt-Aufdruck, durch die Gegend spazieren tragen könnte. Natürlich nur abseits von Kreuzberg, Marzahn oder Hoyerswerda. Und auch nicht als politisches Signal, sondern einfach nur aus Spaß an der Freude.

Meine drei Lieblingscartoons vom “Gay Dog”:

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Madonna tanzt den Adolf Hitler

Es gibt Schwule, die halten Madonna für die beste Sängerin der Welt, Britney Spears einmal ausgenommen. Und es gibt Schwule, die ihre Musik einfach langweilig finden. Weil es für manche von ihren Fans aber geradezu einer Glaubensfrage zu gleichen scheint, dass man als Schwuler natürlich Madonna hört, ist jeder Furz von Madonna eine Meldung auf dem schwulen Internetportal queer.de wert. Aktuell zeigt das eine dortige Meldung über ein Detail von Madonnas Tourneestart im britischen Cardiff. Darin

weist Musikstar Madonna in einer Dia-Show auf die Übel dieser Welt hin: Bilder der Zerstörung wechseln sich ab mit Diktatoren wie Robert Mugabe und Adolf Hitler – und mittendrin ist John McCain, dessen Wahlkampf-Team nun verstimmt ist.

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Goethe in Palästina

Da staunt der Fachmann, und der Wunde laiert sich: Ab der kommenden Woche gibt es tatsächlich zehn jeweils 26-minütige Episoden einer „palästinensischen Lindenstraße“, initiiert und mitproduziert vom deutschen Goethe-Institut in Ramallah. Dessen Leiter Farid Majari erklärt ganz unbescheiden:Mit der Serie wollen wir Tabus in der palästinensischen Gesellschaft berühren.“ Sehen wir demnächst also schwule und lesbische, seitenspringende, anarchistische, abtreibende und aidskranke Palästinenserinnen und Palästinenser? Oder gar welche, die – horribile dictu – Juden mögen? Wer wird die palästinensische Mutter Beimer? Wer der palästinensische Carsten Flöter? Und wer ist eigentlich der palästinensische Hans W. Geißendörfer? Doch gemach. „Matabb“ heißt die Serie, was übersetzt so viel bedeutet wie „Verkehrsberuhigungsschwelle“. Dieser Titel sei eine Metapher, schreibt Thorsten Schmitz im jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung; mit ihm sei „das emotionale Auf und Ab der Serienhelden gemeint und ihr schwieriger Alltag in einem von Israel kontrollierten Gebiet, aus dem irgendwann einmal ein eigenständiger Staat entstehen soll“. Aha. Dennoch gehe es nicht um „heldenhafte Freiheitskämpfer und Märtyrer“, wie Juliane von Mittelstaedt auf Spiegel Online versichert, sondern um „Karrieresorgen, Schulprobleme und Ehekrisen“. Mit einer Ausnahme allerdings: In jeder Folge gebe es „eine Checkpoint-Szene“. Das sei jedoch „nicht weiter schwierig“, denn „wegen der hohen Nachfrage“ – mutmaßlich vor allem von ausländischen Journalisten, die „authentische“ Bilder zeigen wollen – „hat sich in Ramallah ein Checkpoint-Verleih etabliert, mit einem ausgemusterten Armeewagen, Originaluniformen und Spielzeugwaffen“. [...]

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Dienstag, 26. August 2008

Dunkin’ gays and lesbians

Schwule Libanesen heißen “Pussy” und “Nana”, tragen Stilettos, Paillettenkleider und falsche Wimpern, weiß die Welt, die ausführlich über die Situation von Schwulen und Lesben in dem arabischen Land berichtet. Im Vergleich mit dem Rest der arabischen Welt scheinen die Zustände in Beirut geradezu paradiesisch:

„Sicher, die Leute kichern und machen blöde Witze“, meint Bassam. „Größere Probleme gibt es aber nicht.“ Nicht einmal die Sicherheitskräfte machen Schwierigkeiten: Die politische Lage in Beirut bleibt angespannt; die Abstände zwischen den Checkpoints sind kurz. Wenn „Pussy“ und „Nana“ den Soldaten ihre Papiere reichen, dann nicken die wortlos und winken sie durch.

Durchgewinkt werden in Beirut auch andere, die sonst in der arabischen Welt nichts zu lachen hätten:

Noch ist Beirut ein Fluchtpunkt der Freiheit in der islamischen Welt, der Kreative und Intellektuelle zu sich zieht. Auch Homosexuelle finden Nischen in Beirut, dem einzigen Ort im Nahen Osten, wo es eine lebhafte Schwulen- und Lesbenszene gibt.

Dem einzigen Ort im Nahen Osten? Was, bitte, ist mit Israel, mit Tel Aviv?

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Wenn dat Trömmelsche jeht

Sage niemand, in Bonn wäre nach dem Wegzug von Regierung und Parlament nichts mehr los. Zwar hat das „Bundesdorf Ohne Nennenswertes Nachtleben“, wie Spötter die vormalige westdeutsche Hauptstadt ausbuchstabieren, inzwischen einiges an öffentlicher Aufmerksamkeit eingebüßt. Doch es braucht gar keine Bundestagssitzungen und Großdemos auf der Hofgartenwiese, denn auch so spielt sich in ihm manches ab, das durchaus einer Erwähnung würdig ist. Am kommenden Freitag beispielsweise heißt es dort: „Wir feiern Palästina“. „Palästina“, das sind nämlich nicht nur die Friedensfreunde von der Hamas, nicht nur die bunten „Neujahrsraketen“ (Norman Paech) auf Sderot und nicht nur die heldenhaften Kämpfe gegen den zionistischen Aggressor. „Palästina“, das ist außerdem „eine reiche Kultur mit Kunst und Literatur, Musik und Tanz, Handwerk, Olivenbäumen, Garten- und Weinbau“. „Diese Kultur“, so versprechen es die Veranstalter, „wollen Palästinenserinnen und Palästinenser und ihre Freunde bei unserer Veranstaltung auf dem Bonner Münsterplatz zeigen“. Und sie wollen – in aller Bescheidenheit – natürlich noch ein bisschen mehr: „Gleichzeitig geht es um die Forderungen nach einem gerechten Frieden, dem Ende der israelischen Besatzung und dem Rückkehrrecht in ihre Heimat.“ Potztausend. [...]

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Montag, 25. August 2008

Jedes dritte Mädchen - Heterosexualität nimmt zu

Man stelle sich vor, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend würde eine Kampagne lancieren, um auf die hohe Rate von Heterosexualität aufmerksam zu machen der junge Mädchen in Kinderheimen ausgesetzt sind. Wie würde die Öffentlichkeit reagieren? Vielleicht würde sie sich erst einmal fragen, warum um alles in der Welt es ein Ministerium für Frauen geben muss, als seien Frauen eine bedrohte Spezies. Dann aber würde man sich vermutlich noch einmal vergewissern wollen, was genau das Ministerium denn gemeint hat. Heterosexualität in Kinderheimen? Die meinen doch bestimmt sexuellen Missbrauch, nicht wahr? Ja klar, aber warum sagen sie es dann nicht gleich so?

Weil es nun mal nicht so griffig rüberkommt,

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Samstag, 23. August 2008

Mama und Papa sind doof

Das schönste an der Marktwirtschaft – gemeinhin auch als Kapitalismus bezeichnet – ist, dass jeder Nachfrage auch irgendwann ein Angebot folgt. Wenn sich also homosexuelle Pärchen vermehrt in einem feierlichen Rahmen das Ja-Wort geben, wird es auch Firmen geben, die diesen Umstand nutzen und speziell auf die Bedürfnisse gleichgeschlechtlicher Paare zugeschnittenes Heiratszubehör anbieten.

Naturgemäß regt sich gegen eine solche Firmenpolitik Widerstand.

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Tochterunternehmen

Im Grunde kann man es kurz machen: Trüge Evelyn Hecht-Galinski nicht den Nachnamen ihres Vaters in ihrem eigenen, dann würde ihr fraglos weit weniger Aufmerksamkeit zuteil, als das seit geraumer Zeit – und derzeit in besonderem Maße – der Fall ist. Aber als Tochter des vor 16 Jahren verstorbenen Vorsitzenden des Jüdischen Gemeinde Berlins und Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen überlebt hat, ist sie ein Zugpferd für die Medien. Sie weiß das selbst am besten: Nicht ohne Grund stellt sie sich stets als „die Tochter von Heinz Galinski“ vor. Der Name alleine macht es allerdings nicht; es sind die Positionen zu Israel, die sie vertritt und die mit ihrem prominenten Namen verknüpft werden – von den Medien und von ihr selbst. Diese Positionen lassen sich ohne große Vereinfachung so zusammenfassen: Israel treibt es mit den Palästinensern wie die Nazis mit den Juden – wenn nicht sogar schlimmer –, die Juden sind also selbst schuld am Antisemitismus, die Welt schaut weg, und am Schlimmsten ist es in Deutschland, wo ein Kartell aus Israel hündisch ergebenen Politikern, sinistren Israel-Lobbyisten und willfährigen Mediencliquen verhindert oder verhindern will, dass der jüdische Staat für seine Schandtaten verurteilt wird, und jeden zum Antisemiten stempelt, der eine solche Verurteilung befürwortet. Ganz im Ernst: Wer nicht versteht, was an solch gefährlichem Unfug antisemitisch ist – gleich, vom wem er stammt –, dem helfen auch langatmige Erklärungen nicht weiter. [...]

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Freitag, 22. August 2008

Ein Brief an Tom

Lieber Tom,

Vielen Dank für Deine klaren Worte, bezüglich meines Beitrags “Warum Kolonialismus manchmal gar nicht so schlecht ist“. Vermutlich lag die Intention Deiner Kritik darin, dass ich mich nach dem Lesen selbiger beschämt in die Ecke zurückziehe, mich mit jamaikanischer Reggaemusik kasteie und anschließend einen Scheck für “Brot für die Welt” ausstelle. Dummerweise ist mein Wesen so sehr von neoimperialistischer Arroganz durchdrungen, dass die Welt - inklusive Dir Tom - darauf lange warten kann.

Ich gebe zu, beim Schreiben meines Beitrags bezüglich der Vorgänge auf den Niederländischen Antillen saß mir der Schalk im Nacken

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Donnerstag, 21. August 2008

Zivilisation und Resozialisierung

In Kalifornien haben die Eltern eines aus Homophobie von einem Mitschüler ermordeten 15-Jährigen die Schule verklagt, weil diese dem Jugendlichen gestattet hatte, Schminke und weibliche Kleider zu tragen.

Die Eltern von Lawrence King argumentieren, dass ihr Sohn nie ermordet worden wäre, wenn die Junior High School in Oxnard das Kind gezwungen hätten, sich wie ein Junge seines Alters zu kleiden.

Liest man die ganze Meldung, stellt man fest, dass es offenbar nicht nur die speziellen modischen Vorstellungen von Lawrence King waren, die zu dem Mord führten, sondern ebenso die Tatsache,

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Mittwoch, 20. August 2008

Feministisches Spielzeug

Wie sich ausnahmsweise einmal Mädchen darüber streiten, ob Jungs, die sich küssen, sexy sind und ob das feministisch genug ist, darüber schreibt Sonja Eismann in der Jungle World: Dünne Jungs in engen Mädchenhosen.

Die der Jugendkultur der Emos aus vielerlei Richtungen entgegenschlagenden Ressentiments ordnet Eismann dabei so ein:

Die binären Geschlechterdichotomien dürfen nicht angetastet werden, und nicht-heterosexuelles Begehren darf nicht existieren, da es »alles andere als hetero« ist und somit die von vielen Rappern so gerne angerufene patriarchale Ordnung unterminiert.

Über den Sänger von Tokio Hotel weiß Eismann:

Bill Kaulitz – mit seiner verschleierten Sexuali­tät und seinem feenhaften Auftreten als androgyner Prinz die perfekte Projektionsfläche für die Sehnsüchte junger Mädchen – kann aber vor allem als paradigmatisch für die Strukturierung von Begehren im Emo gelten.

Und das, so Eismann, ist attraktiv für jene Jugendlichen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, wo sie hingehören, bezüglich Geschlecht und sexueller Orientierung:

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Dienstag, 19. August 2008

Warum man auch Heteros schwul machen kann - wenn man denn muss

Leser axyron hat in einem Kommentar zu meinem Beitrag über die Nichtexistenz des Schwulengens eingewandt, sein Interesse an den Ursachen der Homosexualität bzw. der Sexualität an sich tendiere gegen Null und es sei

kompletter Blödsinn, etwas wissenschaftlich zu untersuchen, wenn von vornherein feststeht, daß das Forschungsergebnis, egal, wie es aussieht, auf das Weiterbestehen und die Weiterentwicklung der Menschheit noch weniger Einfluß hätte als die Erkenntnis, warum die Banane krumm ist.

Das Problem ist: Sollte man irgendwann tatsächlich herausfinden, was die Ursachen der sexuellen Orientierung sind, wird das die Menschheit eben doch beeinflussen und ganz sicher wird es Folgen für diejenigen Menschen haben, die selbst schwul bzw. lesbisch sind. Machen wir uns doch nichts vor:

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Ghetto-Kids on tour

Schon mal von Fred Schlomka gehört? Eldad Brin? Oder Torsten Teichmann? Kein Problem: Der erste ist Tourismusveranstalter, der zweite Reiseführer und der dritte Hörfunkreporter, allesamt in Israel. Teichmann hat Schlomka und Brin bei ihrer Arbeit begleitet, das heißt: Er ist „mit dem Bus durch Ost-Jerusalem“ gereist. Aus seinen auf diese Weise gewonnenen Erkenntnissen hat er anschließend einen Radiobeitrag für die ARD gebastelt. Es seien „ungewohnte, extreme Eindrücke“, die man auf dieser Fahrt „ins Westjordanland und entlang des israelischen Sperrwalls“ sammeln könne, befand er. Aber genau das sei auch das Anliegen von Fred Schlomka, der „nicht weniger als den Verlauf der Dinge in Nahost verändern“ wolle. Um es in Schlomkas eigenen Worten zu sagen: „Letzten November hatte ich im Internet entdeckt, dass eine Gruppe der Siedler Touren ins Westjordanland anbot. Deren Absicht ist es, Israelis zu werben, die Häuser in den Siedlungen kaufen – und ausländische, jüdische Touristen sollen dort auch investieren. Das hat mich geärgert. Und dann dachte ich: Was die können, kann ich auch.“ Und zwar schon lange. [...]

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Montag, 18. August 2008

Erwachsen werden, nicht homosexuell

Kate Perry ist wohl derzeit die bekannteste Pseudolesbe der Pop-Welt. Nachdem sie vor einiger Zeit bereits Gegenstand einer ausführlichen Analyse auf GayWest war, tauchte sie kürzlich noch einmal unter dem Titel “Die Lesben kommen!” auf, wenngleich man sich auch dort beeilte, darauf hinzuweisen, dass sie natürlich nicht lesbisch sei. Ihre Eltern scheint das Hin und Her jedoch zu verwirren, mehr noch:

Keith und Mary Hudson sind deswegen völlig fertig! Das liegt vor allem daran, dass die Hudsons strenggläubige Christen sind und ihre Tochter auch dementsprechend erzogen haben. Dass Katy nun in die ganze Welt fröhlich hinausposaunt, ein Mädchen geküsst, und es toll gefunden zu haben, ist daher für das Predigerehepaar einfach nur schrecklich.

Doch damit nicht genug. Wo die Angst vor der Homosexualität regiert, ist auch die Furcht vor der Propaganda nicht fern. Und siehe da:

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Sonntag, 17. August 2008

Seminar Nummer 5: Warum es (wahrscheinlich) kein Schwulengen gibt und das auch gar nicht so verwunderlich ist

Sonntag ist ein Tag der Ruhe und Besinnung. Außerdem ist es der Tag vor Montag, an dem es dann wieder heißt, Geld ranschaffen fürs Sozialprodukt, für die Rentenkassen, Studenten und allerlei staatsökologische und linksalternative Projekte. Und was bietet sich besser an, als zur Entspannung den Sonntag mit ein wenig Naturwissenschaft ausklingen zu lassen? Na also…

Wir sind bereits mehrfach auf die Frage eingegangen, wieso Homosexualität überhaupt existiert, was ihre Ursache sein und wie sie sich im evolutionären Prozess durchgesetzte haben könnte. Summa summarum tappt man bei der Ursachenforschung der sexuellen Orientierung noch immer ziemlich im Dunkeln und niemand kann genau sagen, warum manche Menschen schwul und andere hetero werden, was also die auslösenden Mechanismen der sexuellen Orientierung sind.

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Samstag, 16. August 2008

Wie Schwule den Kongress stürmen und alle anderen Minderheiten an den Rand drängen

Es ist wie ein typischer Hollywoodfilm: Durch seiner eigenen Hände Arbeit hat sich Jared Polis ein Vermögen aufgebaut. Doch dann wurde ihm langweilig und weil er gerade nichts Besseres vorhatte, dachte sich der 33jährige: Warum nicht in die Politik gehen? In den USA kein Problem, denn schließlich gibt es keine nervigen Parteigremien die eine Kandidatur verhindern könnten. Die Finanzierung des Wahlkampfs war auch gesichert und so ging es los. Mit Erfolg, denn ausgerechnet im Bundesstaat Colorado, der jeweils zur Hälfte aus Prärie und Hochgebirge besteht, schaffte es der Demokrat Polis die Vorwahlen zu gewinnen, so dass er wohl in den US-Kongress einziehen wird.

Das Besondere an der ganzen Geschichte ist natürlich, dass Polis ein erneuter Beweis für den Untergang des Abendlandes ist, denn er ist nicht irgendein Kandidat, sondern jemand, den man in der guten alten Zeit noch aufgeknüpft oder in den Knast gesteckt hätte.

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Freitag, 15. August 2008

Wenn Lesben kommen, ohne homosexuell zu sein

Frauen, die Frauen küssen, können in der Regel mit der Aufmerksamkeit der Medien für ihr Tun rechnen. Dies mag zum geringeren Teil der Tatsache geschuldet sein, dass ein solcher Kuss auch heute noch ein gewisses Skandalisierungspotential beinhaltet, zum größeren Teil dürfte es an dem berüchtigten Interesse heterosexueller Männer an "Lesben-Sex" liegen. Im popkulturellen Bereich bekamen dessen Liebhaber in den letzten Jahren einiges zu sehen und zu hören:

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Donnerstag, 14. August 2008

Kino am Abend: Homosexualität im Fußball

Nachfolgend die Reportage des DSF über Homosexualität im Fußball, ausgestrahlt am 28. Mai 2008. Man muss es gesehen haben. Trotz des ernsten Themas konnte ich mir zuweilen das Lachen nicht verkneifen - Stichwörter: Mario Basler, Reiner Calmund und einige Fußballfans. Auch gut: Diego Maradona, der einmal mehr sein Image als Blödmann bestätigt.

Vorhang auf:

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Mittwoch, 13. August 2008

Bahrein homorein

Das kleine Königreich Bahrein hat wie so viele islamisch geprägte Staaten dieser Welt ein Problem. Einerseits ist man sich im Klaren darüber, dass, wenn man den Vorschlägen des Propheten Mohammed zur Wirtschaftspolitik folgt, es im Lande irgendwann so aussieht wie in der ehemaligen DDR und man deshalb die Ökonomie ein wenig liberalisieren sollte, damit man sich auf Hochglanzprospekten wenigstens mit Wolkenkratzern schmücken kann. Andererseits macht die ökonomische Öffnung ein Land aber auch anfällig für Dekadenzen aller Art, die man dem Propheten und Allah nun wirklich nicht zumuten kann. Schließlich will man ja nicht so enden wie die Schweine im Westen.

Und um kulturelle Unterschiede so zu betonen, dass sie dem Gemeinwohl möglichst wenig schaden, bietet es sich immer an, auf Minderheiten einzuprügeln.

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Dienstag, 12. August 2008

Homos: Nicht tot, aber krank

In einem Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin “profil” hat der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu den Äußerungen des geschassten Parteimitglieds Karlheinz Klement, Homosexualität sei eine Kultur des Todes, Stellung genommen. Wie nicht anders zu erwarten, steht der Kommentar Straches dem seines ehemaligen Kollegen an Idiotie in nichts nach:

profil: Klement hat unter anderem Homosexualität als „Kultur des Todes“ bezeichnet. Stimmen Sie dieser Aussage zu?

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Montag, 11. August 2008

Für das Recht auf ein versautes Leben

Chrystal Meth, ja um Himmels Willen was ist denn das? Aha, eine super angesagte Modedroge, mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Methamphetamin. Wird angeblich auch in der schwulen Partyszene gerne konsumiert. “Angeblich” schreib ich deshalb,

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Sonntag, 10. August 2008

Fruchtbar vögeln im Chor

Gute Nachricht aus Großbritannien. Während sich die Westboro Baptist Church ein Scharmützel mit den kanadischen Behörden liefert und den Amerikanern eine Atempause von ihrem Schwachsinn gönnt, hat es ihre etwas gemäßigteren Kollegen in Übersee erwischt. Der Christian Congress for Traditional Values hat sich offenbar aufgelöst.

Zu den Anliegen der Gruppe gehörte es – wie der Name schon sagte – traditionelle, aus der Bibel interpretierte ewige Werte zum Maßstab für alle Menschen zu machen. So wurden Schwule als „dreckige Perverse“ bezeichnet und allen anderen Religionen die moralische Existenz abgesprochen. Der Chef der Truppe, Michael Reid, hat sich auch durch seine extrem originellen Ansichten zur Rollenteilung zwischen Mann und Frau ausgezeichnet:

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Du bist liberal!

Das Adjektiv „liberal“ wird von vielen Menschen usurpiert, um den eigenen Dafürhaltungen eine kecke, dem Zeitgeist genügende Legitimation zu verleihen. Die missbräuchliche Verwendung geht mitunter so weit, dass Gedankengut, das mit Liberalismus so wenig gemeinsam hat wie Ottfried Fischer mit Halle Berry, mit dem Liberalismus-Etikett bedacht wird. Völlig aus dem Kontext der Idee persönlicher Freiheit und deren Geschichte gerissen, ist das scheinbar harmlose Wörtchen „liberal“ nachgerade zum Modewort mutiert. Eltern, die ihre Kinder einfach mal machen lassen, sind demnach alleine deshalb liberal, weil sie eine „lockere“ Erziehung befürworten. Der neue russische Präsident Medwedejew ist liberal gesinnt, weil er sich in seinem Auftreten von seinem allzu nach strenger Autorität miefenden Vorgänger Putin unterscheidet, zumal er ja einen „liberalen“ Wirtschaftskurs vertritt - jedenfalls, solange russische Interessen davon profitieren. Wer nix gegen Ausländer oder Homosexuelle hat, gilt so manchem sowieso automatisch als "liberal". Und das sind nur drei der harmloseren Beispiele.

Bei derartigem Missbrauch hat das Liberal-Sein den konkreten Bezug zu dem Wertesystem, das auf dem Fundament der Freiheit des Einzelnen steht, verloren. Liberal ist nicht mehr, wer sich für Individualität und das heißt: gegen staatliche Bevormundung des Einzelnen stark macht; nicht, wer persönliche Freiheit als sich selbst genügender Wert und als Voraussetzung einer offenen Gesellschaft propagiert; und auch nicht, wer ungeteilte Toleranz, Offenheit, Meinungspluralismus und den Schutz von Minderheiten einfordert. Genauer: Es ist nicht mehr zwingend notwendig, sich dem Wert der Freiheit zu verschreiben, um als Liberaler zu gelten oder als solcher beschrieben zu werden. Der Etikettierung haftet vielmehr Beliebigkeit und Willkür an.

Nun lässt sich freilich nicht behaupten, dass wegen dieses begrifflichen Missbrauchs Menschen zu Tode kämen oder anderweitig Schaden nähmen. Was jedoch sehr wohl Schaden davonträgt, ist die liberale Idee selbst: In Zeiten, wo das Verständnis für die normative Grundlage eines auf Selbstverantwortung, Solidarität und gegenseitigem Respekt aufbauenden Gesellschaftssystems ohnehin nicht gerade tiefschürfend und weit verbreitet ist, wirkt jegliche Verwässerung des Adjektivs „liberal“ als weitere Verstärkung des Unverständnisses.

Samstag, 9. August 2008

Kanada in Gefahr

Jahrzehntelang hat sich Kanada gegen den übermäßigen Einfluss seines mächtigen Nachbarn gewehrt. Doch nun muss es all sein Kräfte mobilisieren um zu verhindern, dass eine der größten Spinnergruppen der Welt über das Land herfällt und es mit seiner Agenda verseucht. Die Westboro Babtist Church, ein Haufen religiöser Wahnsinniger aus Topeka, Kansas versucht in Kanada Fuß zu fassen.

Zur Erinnerung: Die Familiensekte, unter der Leitung des notorisch alles hassenden Fred Phelps, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, in den USA Beerdigungen gefallener Soldaten zu stören und an Highways den Tod von Menschen zu preisen, weil sie diesen als gerechte Strafe Gottes für die tolerante Haltung des Landes gegenüber der Homosexualität ansieht:

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Freitag, 8. August 2008

In Schöneberg muss endlich schwul gefickt werden dürfen!

Glaubt man gewissen Kreisen der schwulen „Community“, hat man als Schwuler so seine Pflichten zu erfüllen um dem kuscheligen Szenekollektiv gerecht zu werden und auch weiterhin stolz das Etikett „homosexuell“ tragen zu dürfen. Dazu gehört, dass man sich im Szeneviertel fröhlich durch die Gegend fickt, weil dies voll emanzipatorisch, politisch und schwul sei und überhaupt, die Homos wesensmäßig sowieso nicht zur selben Spezies Mensch wie die Heten gehören.

Wem das allerdings nicht liegt und wer sich sein Leben eher so vorstellt, einen Partner zu finden, mit dem man unter Umständen zusammenziehen oder den man gar heiraten kann, den trifft der Bannfluch aus den Reihen emanzipatorisch-revolutionärer Schwulenkreise. Anstatt sich mit dem Gedanken abzufinden, dass Menschen nun mal verschieden sind und deshalb unterschiedliche Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen an das und vom Leben haben, können es diese Blockwarte einfach nicht ertragen, dass sich nicht jeder Schwule an die von ihnen aufgestellten Normen hält, wie ein authentisch „schwules Leben“ auszusehen hat.

Und so kommt es immer wieder zu kindischen Kommentaren, wenn irgendeine Organisation der Welt eine Umfrage präsentiert, die folgendes aussagt:

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Das Narrenschiff

Der Mensch an sich, er ist edel, hilfreich und gut. Ausnahmen bestätigen die Regel und kommen aus Israel. So in etwa lässt sich das Selbstverständnis von Free Gaza zusammenfassen, einer „Menschenrechts“-Organisation mit Sitz in Kalifornien, die wild entschlossen ist, in das Land ihrer Träume vorzudringen: „Wir haben versucht, auf dem Landweg in Palästina einzureisen. Wir haben es auf dem Luftweg versucht. Dieses Mal ist es uns ernst: Wir nehmen ein Schiff.“ Genauer gesagt sogar zwei, denn die Absichten sind so unbescheiden nicht: „Wir wollen den Belagerungszustand von Gaza durchbrechen. Wir wollen das internationale Bewusstsein aufrütteln über die gefängnisartige Absperrung des Gazastreifens, und wir wollen Druck auf die internationale Gemeinschaft ausüben, damit sie ihre Sanktionspolitik überdenkt und den israelischen Besatzern ihre fortlaufende Unterstützung entzieht.“ Zu diesem fürwahr noblen Behufe setzen sich dieser Tage knapp fünfzig Leute in Bewegung, darunter eine Nonne, „Überlebende der palästinensischen Nakba“ und des Holocaust (was ja praktisch dasselbe ist) sowie Tony Blairs Schwägerin. Ihr Ziel: die Anlegestelle von Gaza. [...]

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Donnerstag, 7. August 2008

Demokratisches Selbstgespräch

Nach den schwulenfeindlichen Äußerungen in dem deutsch-arabisch-türkischen Magazin “al-Salam” fordert der LSVD nun

Berlins Integrationsbeauftragten Günter Piening auf, die Initiative zu ergreifen gegen homosexuellenfeindliche Tendenzen bei muslimischen Organisationen und Institutionen.

Ziel sei es,

einen Dialog zwischen muslimischen Organisationen und schwul-lesbischen Verbänden zu initiieren, in dessen Rahmen die verbreitete Homosexuellenfeindlichkeit problematisiert wird,

sowie

gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung von Homophobie zu entwickeln und umzusetzen.

Als Struktur regt der LSVD ein Berliner Islamforum an:

Das hatte der LSVD bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, als in einem Jugendportal der Ahmadiyya-Gemeinde Homosexualität als Folge von Schweinefleischkonsum beschrieben worden war.

Ernüchternde Erfahrungen mit einem ähnlichen Dialogversuch machten Schwule in Hamburg.

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Besatzung und Terrorismus

Das Weblog Sicherheitspolitik kritisierte gestern die These von Robert A. Pape, wonach Besatzung Selbstmordterrorismus fördere.Völlig korrekt wird festgestellt, dass der Einsatz bestimmter Taktiken keine kausale Folge bestimmter sozialer Phänomene, sondern das Ergebnis von Entscheidungsprozessen ist. Der Zusammenhang zwischen Besatzung und Selbstmordanschlägen besteht jedoch insofern, dass in einem besetzten Gebiet die physische Trennung der Terroristen von ihren potentiellen Opfern kaum gewährleistet werden kann.

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Mittwoch, 6. August 2008

Auf ewig homosexuell?

Jetzt ist er endgültig blöd im Kopf geworden, der Kraushaar Elmar. Nachdem er in seiner taz-Kolumne nach ganz viel Verständnis für migrantische Schwulenklatscher ein paar ziemlich billige Klischees über Schwule zum Besten gegeben und schließlich allen Homos, die nicht seinem antikapitalistischen Weltverbesserungsprogramm entsprechend leben, vorgeworfen hatte, gar keine richtigen Schwulen zu sein, propagiert er jetzt die freiwillige Heterosexualisierung der Homosexuellen. Und das geht so: [...]
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Dienstag, 5. August 2008

Heterosexuelle Anglikaner versöhnen sich mit sich selbst

Anglikanische Kirche verhindert Spaltung

titelt die Welt und vermeidet es dabei, zu beschreiben, auf wessen Kosten die Verhinderung geht. Worum es bei der drohenden Spaltung ging, ist klar. Mal wieder waren die Homos kurz davor, eine funktionierende VolksKirchengemeinschaft zu sprengen:

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Montag, 4. August 2008

Der Terrorversteher

Lohnt es sich noch, sich mit dem Terrorversteher Norman Paech auseinander zu setzen, diesem Hamas-Früchtchen, das sich auf einer Pfingstreise vor vierzig Jahren sein antiisraelisches Erweckungserlebnis verschafft hat? Lohnt es sich, seine hoch ideologischen Traktate zu zerlegen und ihm seine antizionistischen Völkeleien um die Ohren zu hauen? Ja, es lohnt sich, denn der 70-Jährige ist immerhin außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag und in den einschlägigen Kreisen ein gern gesehener Autor und Vortragsreisender. Außerdem ist seine Argumentationsführung geradezu paradigmatisch für die hierzulande so beliebte „Israelkritik“, die kein Antisemitismus sein will und doch ihre Herkunft nicht verleugnen kann.

In der Tageszeitung junge Welt und auf seiner Homepage hat Paech kürzlich sein neuestes Elaborat veröffentlicht. „Die Vorposten-Ideologie“ lautet dessen Titel, der in der Unterüberschrift präzisiert wird: „Zionismus in der arabischen Welt“. [...]

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Warum Volker Goebel immer ein Stück Seife zum CSD mitnimmt

Mecklenburg-Vorpommern ist ein wunderschönes Land: Wälder, Seen, die Ostsee und Städte die, zumindest im Zentrum, aussehen wie ein hanseatischer Traum. Das einzige was an Mecklenburg-Vorpommern nervt, sind die Menschen dort. Missmutige Ossis, die mal links-, mal rechtsextrem wählen, sich ständig nur beklagen, wie schlecht es ihnen geht und die keinerlei Probleme hätten, einem neuen starken Mann die Geschicke der Nation anzuvertrauen, wenn der nur dafür sorgen würde, dass jeder monatlich mindestens 2000 Euro netto auf dem Konto hat.

Und dann gibt es noch Volker Goebel, seines Zeichens Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Schwerin. Der ist, anders als seine Bevölkerungskollegen, nicht ganz so missmutig gestimmt sondern zeichnet sich im Gegenteil durch eine burschikos-närrische Fröhlichkeit und einen bräsig-gemütlichen Humor aus. Doch das schmeckt natürlich nicht jedem. Die “Interessenvertreter der Homosexuellen” Mecklenburgs-Vorpommerns beispielsweise können über die Witze Goebels nicht so recht lachen:

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Sonntag, 3. August 2008

Muhammed erklärt die Welt

Der Prophet Muhammed hat die großartigste Religion der Welt erschaffen, er hat Frauen und Sklaven befreit, sowie den Buchdruck, die Glühlampe und die Eisenbahn erfunden. Außerdem speisete er die Hungernden, heilte die Kranken und befriedete die Menschheit durch allumfassende Liebe, Güte und Toleranz. Mohammed war eben einfach der Beste, der Klügste, der Reinste der Schönste; ein Mann, der alles konnte und alles wusste.

Und eben weil er alles wusste, kann es eigentlich nicht überraschen, dass der coolste Prophet aller Zeiten schon damals auf die verheerenden Folgen aufmerksam gemacht hat, denen sich Männer ausgesetzt sehen, welche der Homosexualität frönen:

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Samstag, 2. August 2008

Von homosexuellen Zaungästen und heterosexuellen Blindschleichen

Gefreut hat sich Patrick Lindner offenbar nicht damals, als er sich zum Coming-Out entschlossen hatte:

Schließlich ist das ja keine Sache, wo man sagt, okay ich bin es jetzt gern.

Dabei war das doch auch damals schon keine große Sache mehr, oder? Heutzutage jedenfalls freut man sich immer noch, wenn ein Vater, der als Journalist beim Stern beschäftigt ist, sich nicht mehr von Homosexuellen bedroht sieht, sondern von den Jungs, die seine Tochter in der Pubertät entdecken. Homosexuelle haben jetzt statt dessen

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Die (un)heimliche Lobby

Mitte Juli versteckte die Süddeutsche Zeitung eine Nachricht in ihrem Wirtschaftsteil, die, bei Lichte betrachtet, ganz nach vorne gehört hätte. In ihr ging es um den – weitgehend unbemerkten – Deutschlandbesuch einer iranischen Handelsdelegation bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) in München und Hamburg sowie beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. „Zehn Lobbyisten und Manager waren aus Teheran gekommen, angeführt vom Präsidenten der iranischen Handelskammer Mohammed Nahavandian“, schrieb das Münchner Blatt. Nahavandians Botschaft sei gewesen: „Ihr Deutsche müsst aufpassen, dass ihr im Iran-Geschäft nicht den Anschluss verliert.“ Reinhard Dörfler, der Hauptgeschäftsführer der IHK München, habe präzisiert: „Sie wollten uns ihre Sorge mitteilen, dass deutsche Firmen aus jedem Rennen um Aufträge herausfallen.“ Davon profitierten nämlich vor allem Firmen aus China und Russland: Alleine das chinesische Handelsvolumen mit dem Iran sei im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2007 um fast 60 Prozent gestiegen, während das deutsche gegenüber 2006 um insgesamt 13 Prozent gesunken sei – als Folge der UN-Sanktionen. [...]

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Freitag, 1. August 2008

Eine ganz normale Schwulenhochzeit

Als die Abendzeitung “Figaros Hochzeit” titelte, reichte es noch für ein Schmunzeln. Was dann allerdings die Welt am Sonntag über die Heirat von Udo Walz und seinem Lebensgefährten ausgerechnet unter der Überschrift “Eine ganz normale Hochzeit” schrieb, das war eine solche Aneinanderreihung von Klischees, dass es richtig weh tat:

Denn die Schwulenszene hat ja diese Herzens- und Nestwärme ganz besonders.

liest der Leser in der konservativen Tageszeitung, in der Homosexualität auch schon mal mit Drogen und Straftaten in eins gesetzt wird.

Neben vermutlich unfreiwilligen Kalauern wie

Es wurde der bisher schönste und wärmste Tag dieses Sommers.

kann bei “diesem Thema” eine Assoziation zu Inzest/Pädophilie auch nicht schaden, mag sich der Autor gedacht haben, als er über die Standesbeamtin schrieb:

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