Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 17. Juli 2008

Die Fratze der Barbarei

Dass die Hizbollah den gestrigen „Gefangenenaustausch“ mit Israel als großen Erfolg verbuchen kann, dürfte unstrittig sein. Die Leichen von zwei israelischen Soldaten gegen fünf inhaftierte Terroristen – der Deal hat sich für Hassan Nasrallahs Mordbande wahrlich gelohnt. Nun sitzt kein einziges ihres Mitglieder mehr in einem israelischen Gefängnis, nicht einmal Samir Kuntar, jener Mann, der 1979 in Nahariya fast eine ganze Familie auslöschte und dabei den Kopf eines vierjährigen Mädchens mit einem Gewehrkolben zertrümmerte. Am Dienstag war er nach 29 Jahren Haft von Israels Staatspräsident Shimon Peres begnadigt worden. Mit dem ungleichen Austausch wurde die Hizbollah faktisch belohnt; sie darf ihn getrost als Beleg dafür werten, dass es sich rechnet, nach Belieben Soldaten des Erzfeindes zu entführen – und dabei auch gleich umzubringen. Dass Ehud Goldwasser und Eldad Regev lebend überstellt werden würden, glaubten in Israel schon seit längerem nur noch wenige – was nichts daran ändert, dass die endgültige Gewissheit immer unvorstellbar grausam ist. Der Preis, den Israel gezahlt hat, war hoch – zu hoch, meinen viele Israelis, ohne deshalb weniger Verständnis für die Situation der Familien der beiden Soldaten zu haben und zu zeigen. [...]

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