Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 31. Juli 2008

Seminar Nummer 4: Meinungsfreiheit und Moral

Das Recht auf Meinungsfreiheit bedeutet, dass es von staatlicher Seite keinerlei Bestrebungen gibt, Meinungen, ob in schriftlicher oder mündlicher Form, zu zensieren, zu unterdrücken oder mit Strafe zu belegen. Es bedeutet nicht, dass man mit jeder Meinung einverstanden sein muss, nicht, dass man Meinungen nicht kritisieren darf, nicht, dass jede Meinung gleich richtig oder wertvoll ist und ganz bestimmt nicht, dass man alles dahersagen muss, was einem gerade in den Sinn kommt.

Der britische Schwulenrechtler Peter Tatchell hat Politikern in Belfast vorgeworfen, eine “Kultur der Homophobie” zu begünstigen und bezog sich dabei vor allem auf die Äußerungen der hiesigen Politikerin und “First Lady” Nordirlands, Iris Robinson. Mrs. Robinson macht im Königreich desöfteren Schlagzeilen, weil sie es für ihre von Gott diktierte Pflicht hält, Schwule als “Abscheulichkeit” zu bezeichnen und ihnen durch eine Therapie zu helfen. Darüberhinaus ist sie sich des fundamentalen Unterschieds zwischen Homosexualität und Pädophilie nicht im Klaren.

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Mittwoch, 30. Juli 2008

Homophobe Moslems: Opfer oder willige Vollstrecker?

Bisher dachte ich, Michael Lucas würde die für Schwule überlebensnotwendige Kritik am Islam so pointiert auf den Punkt bringen wie sonst keiner. Jetzt hat mich der Gay Dissenter eines Besseren belehrt. Nachdem Lucas in einem Interwiew auf die Frage:

Du bist jüdischer Abstammung. Ist dass der Grund, warum du Arabern mit so offenkundigem Hass begegnest?

geantwortet hatte:

Ich habe nie das Wort Araber benutzt, weder in meinen Interviews noch in meinem Blog. Ich rede nicht von “den Arabern”, sondern immer vom Islam, der meiner Meinung nach eine äußerst üble Religion ist. Der Islam unterdrückt alle anderen Meinungen außer der eigen[en], er hält eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten vom gesellschaftlichen Fortschritt fern und lässt sie in einer mittelalterlichen Denkweise verharren. Das Problem sind nicht die Menschen, die dem Islam anhängen. Diese Menschen sind Opfer. Das Problem ist die islamische Ideologie, insbesondere ihr Ursprung, der Koran.

widerspricht der Gay Dissenter,

denn die Menschen, die dem Islam anhängen, sind keineswegs Opfer, sie sind Täter.

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Durban reloaded

Kürzlich war der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mal wieder im Gespräch. Mitte Juni wollte der britische Historiker David Littman im Auftrag einer NGO bei einer Sitzung des Rats eine Protesterklärung zur Steinigung von Frauen und zur Verheiratung von Mädchen in Ländern, in denen die Sharia Praxis ist, verlesen. Doch dazu kam es nicht, weil die Delegierten Pakistans und Ägyptens ihn mit Rufen zur Geschäftsordnung daran hinderten: Es sei eine Beleidigung des Glaubens seines Volkes, wenn die Sharia in diesem Forum diskutiert werde, sagte der pakistanische Vertreter. Und sein ägyptischer Kollege sekundierte: „Die Sharia steht hier nicht zu Diskussion.“ Der rumänische Präsident des Rats erklärte schließlich jegliche Debatte über die islamische „Rechtsordnung“ im Rahmen einer Aussprache über Menschenrechte für unzulässig. „So weit also können religiöse Empfindlichkeiten gehen“, kommentierte Henryk M. Broder diesen Vorgang. „Man könnte glatt von einer ‚schleichenden Islamisierung’ des öffentlichen Lebens sprechen, wenn das nicht wieder so eine ‚Beleidigung’ wäre, die man sich verkneifen muss, um das friedliche Zusammenleben der Kulturen nicht zu stören.“ Was jedoch augenscheinlich hingenommen werden solle, so Broder, seien „diverse Akte der praktizierten Barbarei, wie die Steinigung von Ehebrecherinnen, das öffentliche Erhängen von Homosexuellen und Frühehen mit Kindsfrauen, die alle ganz offenbar im Einklang mit der Sharia stehen“. Und die der Rat deshalb nach Ansicht seiner Mitglieder anscheinend „unter dem Label der Religionsfreiheit“ zu respektieren habe.

Der UN-Menschenrechtsrat – ein Nebenorgan der Generalversammlung, das keine Sanktionen verhängen, aber Empfehlungen geben kann – löste im Juni 2006 die 60 Jahre zuvor gegründete Menschenrechtskommission der Uno ab, nachdem diese immer stärker in die Kritik geraten war: In ihren Entschließungen wurden selbst übelste Verbrechen von Mitgliedsstaaten und deren Verbündeten nicht verurteilt. Der seinerzeitige UN-Generalsekretär Kofi Annan wünschte sich schließlich einen Ersatz für die Kommission und kurbelte die Entstehung des Rates mit an. Der trifft sich seit seiner Gründung ein bisschen häufiger und hat ein paar Mitglieder weniger als sein Vorgänger, ähnelt ihm jedoch stark in puncto Agenda und Prozedere. Offiziell sind die Aufnahmekriterien schärfer; seine Angehörigen sollen in Bezug auf die Menschenrechte für „höchste Standards“ stehen und sich per Zweidrittelmehrheit von ihren schwarzen Schafen trennen können. Doch die Ratsangehörigen tun mehrheitlich vor allem das, was sie bereits im Vorläufermodell getan haben: Sie beschäftigen sich wie besessen mit Israel, im vergangenen Jahr alleine 120mal und damit doppelt so häufig wie mit jedem anderen Land. Am Ende stehen fast immer Verurteilungen des jüdischen Staates.

Und nun veranstaltet der Rat im April 2009 in Genf auch noch die Durban Review Conference, eine Art Remake jener zu trauriger Berühmtheit gelangten UN-Antirassismuskonferenz, die im September 2001 in der südafrikanischen Stadt Durban vonstatten gegangen war. Dort sollte Israel nur wenige Tage vor 9/11 – so wollten es die beteiligten islamischen Länder – als „rassistischer Apartheidstaat“ verurteilt werden. Der französische Essayist und Romancier Pascal Bruckner erinnert sich: [...]

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Dienstag, 29. Juli 2008

Homo-Aufläufe schmecken nicht jedem

Am Wochenende konnte die “Neckar-Metropole” Stuttgart ein Ereignis der ganz besonderen Art erleben. Denn die Gemeindemitglieder der hiesigen lefebvristischen Kirche St. Mariae-Himmelfahrt hatten sich aufgemacht, um öffentlich gegen ein Ereignis zu demonstrieren, dass ihrer Meinung nach zum Himmel stinkt: einen “Homo-Auflauf”.

Die Gruppe von Gläubigen versammelte sich auf dem Marienplatz mit Transparenten und betete vor einem Kreuz den Rosenkranz.

Und nicht nur das. In alter lefebvristischer Tradition wurden auch Transparente gemalt, die auf vortrefflichste Weise die Liebe zur Geltung brachten, die die Gläubigen gegenüber den “armen Sündern” empfinden. “Achtet Gottes Gebote”, “Rettet Kinder vor Perversion”, “Aids Geissel der Unzucht” oder “Sünde macht nicht glücklich” konnte man da lesen.

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Montag, 28. Juli 2008

Für das Recht auf 175?

Tayyeb Karimi und Yazdan droht die Hinrichtung durch einen „Stoß aus großer Höhe“ oder von einer „Klippe“ (partab az bolandi). Man befand sie der Entführung, Vergewaltigung und des Diebstahls für schuldig, und ein Richter in Shiraz, in der Provinz Fars im Süden des Iran verurteilte sie im Mai 2007 zum Tode.

lese ich im neuen Newsletter von MERSI (Menschenrechte und Sexuelle Identität). Weiter heißt es:

Die sechs Männer waren angeklagt, zwei junge Männer aus der Stadt Arsanjan im Osten von Shiraz entführt zu haben, die sie dann drangsalierten und beraubten, ehe sie sie dem Vernehmen nach auch vergewaltigten .

An dieser Stelle frage ich mich, weshalb sich mit diesem Fall ein Verein beschäftigt, der sich mit “Menschenrechten und sexueller Identität” beschäftigt. Um welches Menschenrecht von Schwulen geht es hier? Um das Recht auf Vergewaltigung?

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Sonntag, 27. Juli 2008

Eliminierung der Diskriminierung durch Eliminierung der Homosexualität

Heterosexualität definiert sich im Grunde genommen einfach nur dadurch, dass man sich in gegengeschlechtliche Menschen verliebt und auf deren sexuelle Schlüsselreize besonders abfährt. Für einige ist Heterosexualität jedoch deutlich mehr, nämlich quasi die Eigenschaft eines Herrenmenschen, welcher sich darüberhinaus genötigt sieht, in narzistischer Arroganz jeden abzuwatschen, dessen sexuelle Orientierung ein wenig anders aussieht. Dr. med. Jakob Gysel, Dr. med. Ulrich Juzi, Dr. med. Hans Kuhn, und Walter Gasser gehören zweifellos zu dieser Kategorie stolzer Heterosexueller und nehmen für sich in Anspruch, die Welt endlich schonungslos über die Mythen der Homosexualität aufzuklären. Neuer Wein in alten Schläuchen? Nun ja, Abwasser in Bleirohren trifft es wohl eher:

Der Mythos: Einmal schwul - immer schwul. Eine Änderungsmöglichkeit gebe es nicht

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Samstag, 26. Juli 2008

Deutschlands Lieblingsamerikaner

Die Deutschen lieben Barack Obama. Hätten sie zu entscheiden, wer neuer Präsident der USA wird, dem 46-Jährigen wäre eine satte Dreiviertelmehrheit gewiss. Das liegt allerdings weniger daran, dass Obama, wie ein amerikanische Genealoge errechnet hat, zu exakt 4,6875 Prozent deutsch ist, weil sein 1722 geborener Ururururururgroßvater Christian Gutknecht aus dem Elsass stammte (das damals unter der Herrschaft eines bayerischen Pfalzgrafen stand) und sich 1749 jenseits des Atlantiks niederließ. Vielmehr schwärmt man für den freundlichen Mann aus Illinois, weil er der „Anti-Bush“ (Die Welt) ist und erzählt, was man hierzulande so überaus gerne hört: Er kündigt einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak an, will mit dem Iran verhandeln und träumt von einer Welt ohne Armut und Atomwaffen, Krieg und Klimawandel. Das alles möchte er im Verbund mit den Europäern erreichen, und dementsprechend klang seine Wahlkampfrede im Schatten der Berliner Siegessäule am Donnerstag dann auch. [...]

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Freitag, 25. Juli 2008

Warme Brüder, heiße Luft

Über das Saarland gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben. Eingequetscht zwischen Frankreich und Rest-Deutschland fristet es ein bescheidenes Leben, hochsubventioniert von anderen Bundesländern, die den Strukturwandel nicht verschlafen haben. Darüber hinaus ist das überflüssigste aller Bundesländer als Kaderschmiede sozialistischer Politiker bekannt. Von Erich Honecker bis Oskar Lafontaine bringt die Gegend um Saarbrücken seit jeher besonders prägnante Exemplare fleischgewordenen Sozialismus hervor, die einfach nicht kapieren, dass Profit notwendig ist, weil man nun mal nur so Gehälter finanzieren kann.

Doch nicht nur der Sozialismus wird im Saarland seit jeher hochgehalten. Auch der Humor hat dort einen einzigartigen Stellenwert.

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Donnerstag, 24. Juli 2008

Homosexualität ist Pädophilie unter Erwachsenen

Die Situation in Ungarn nach der Eskalation bei der diesjährigen CSD-Parade beschreibt ein ausführlicher Beitrag auf hagalil unter dem Titel
Freie Bahn für die Feinde der Demokratie.

Deutlich wird dabei, dass es sich bei den Angriffen auf die Parade längst nicht mehr um die bloß verbale Äußerung von Abneigung gegenüber Schwulen handelt:

Kurz vor der Parade wurden auf den Hinweis von Nachbarn hin, die seltsame Gerüche aus einer sonst leer stehenden Wohnung bemerkten, sechs Männer festgenommen, die - dem Augenschein nach einige hundert - Eier mit Säure gefüllt hatten. Auch Chemikalien unbekannter Zusammensetzung, Säureflaschen und Behälter mit entzündlichen Materialien wurden sichergestellt.

Erschreckend ist die Tatsache, dass sich der Hass gegen Schwule - und Juden - offenbar durch alle Altersgruppen zieht und auch vor Polizisten und Rettungskräften nicht halt macht:

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Mittwoch, 23. Juli 2008

Make Love - Not Jihad

Parvez Sharma hat zwölf Jahre lang das Leben homosexueller Muslime in verschiedenen Ländern dokumentiert. Das Resultat ist der Film “Jihad for Love”. In einem Interview erläutert Sharma was hinter dem Projekt steckt:

I think the history of Islam and homosexuality is a complex one. Islam has now been around for 1426 years. We often rush to pronounce all these general statements about Islam and how we should perceive it. One of the most problematic things is that in the West we consider Islam to be this violent monolith.

Ob nun die Ansicht des Westens, dass der Islam eine vor Gewalt strotzende Einheit bildet, problematisch ist, wage ich zu bezweifeln. Wie oft muss man eigentlich betonen, dass das Image des Islam ein anderes sein könnte, wenn man es in den von dieser Religion dominierten Gesellschaften nicht für notwendig erachten würde, Nettigkeiten wie Verfolgung, Repression und mittelalterliche Hinrichtungen zu zelebrieren? Und dann sind da ja noch die Gotteskrieger, die wie Pilze aus dem Boden schießen und jedem - ob Moslem oder nicht - zu verstehen geben, dass man gefälligst so zu leben hat wie sie sich das vorstellen, will man nicht auf seinen Kopf verzichten oder in einem gelb glühenden Feuerball dahinscheiden.

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Angriff auf die Menschenwürde

Was für furchtbare Blüten der Anti-Terror-Kampf doch treibt. Da werden Ausländer doch glatt mit einem Fragebogen schikaniert, wenn sie in NRW eine Aufenthaltserlaubnis erhalten wollen. Ganz recht, ein Fragebogen! Da ist der Weg zur Folter nicht mehr weit.

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Dienstag, 22. Juli 2008

Kann denn Liebe Sünde sein?

Es wird Zeit, dass ich mich an dieser Stelle einmal mit einem Vorwurf gegenüber Homosexuellen befasse, der uns vor allem seitens katholischer Gläubiger präsentiert wird und der zur katholischen Doktrin Roms gehört wie die Anbetung der Jungfrau Maria. Nämlich das Postulat, Homosexualität in der gelebten Ausführung sei Sünde. Rom bezieht in Sachen Homosexualität wie folgt Stellung:

Gemäß der römischen Glaubenskongregation ist die homosexuelle Neigung oder Tendenz zwar objektiv ungeordnet und nicht dem Schöpfungssinn von Sexualität entsprechend, aber als solche noch nicht sündhaft, während bewusst und frei vollzogene homosexuelle Akte als schwere Sünde angesehen werden. Personen mit homosexuellen Neigungen sind wie alle Christen dazu aufgerufen ein keusches Leben zu führen.

In der Diskussion mit Bloggerkollege NUB habe ich diese Doktrin als schwulenfeindlich bezeichnet und diesen Standpunkt bei den Bloggern von B.L.O.G noch einmal ausgeführt*:

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Avnerys Armageddon

Vielleicht muss man Nachsicht mit Uri Avnery üben, schließlich ist er mit seinen fast 85 Jahren nicht mehr der Allerjüngste. Andererseits ist Altersstarrsinn wirklich unangenehm, und deshalb verdient es der „Darling der deutschen Israelkritikerszene“ (Claudio Casula) auch nicht, einfach in Ruhe gelassen zu werden. „Verschiedene Planeten“ hat er seinen unlängst auf seiner Website veröffentlichten Beitrag zum „Gefangenenaustausch“ zwischen Israel und der Hizbollah getauft, und nach dessen Lektüre drängt sich die Frage auf, welchen Himmelskörper Avnery eigentlich bewohnt. Die Erde kann es jedenfalls nicht sein. Am wahrscheinlichsten ist, dass er mit seinem Raumschiff Unterpreis gerade einen Billigflug hinter den Mond unternommen hat. [...]

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Montag, 21. Juli 2008

Kreationisten lächerlich gemacht

Evangelikale halten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für den Hort des Bösen, da sie nicht so bibeltreu wie man selbst ist. Ganz folgerichtig hat daher jetzt die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), wie die evangelikale Nachrichtenagentur idea meldet, der EKD vorgeworfen,

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Sonntag, 20. Juli 2008

Seminar Nummer 3: Warum der Schutz der Freiheit weniger Freiheit erfordert

Als Polemik bezeichnet man “einen meist scharfen und unsachlichen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen” (Wikipedia). Ein Text von Hans Christoph Buch - bereits im Jahre 2004 im “Cicero” veröffentlicht aber in seiner Intention immer noch hochaktuell - ist als Polemik ausgewiesen und birgt gemäß Definition einen wahren Schatz an unsachlichen Thesen, Behauptungen und Unterstellungen. “Ist Gott ein Four Letter Word?” ist das Ganze überschrieben. Und damit der Leser auch wirklich weiß was ihn erwartet, wird in der Einleitung noch mal präzisiert:

Lange wurden Tabubrüche als Befreiung von Zwängen gefeiert, als Signum einer aufgeklärten Gesellschaft, die sich ihrer Toleranzfähigkeit vergewissert. Oder sind Tabubrüche mittlerweile zwanghafte Routine geworden?

Scheint so, als erwarte einen das volle Programm eines feinst abgeschmeckten kulturkonservativen Delikatesssüppchens. Und wo es um Toleranz, Tabubrüche und deren zwanghafte Inszenierung geht, da ist “Kritik” an Schwulen nicht weit. Hans Christoph Buch macht da keine Ausnahme. Und beginnt mit einer Episode aus seiner Lebensgeschichte:

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Freitag, 18. Juli 2008

Ich habe nichts gegen Schwule, aber...

Liebe Leser, kennen Sie den?

„Also ich habe ja nichts gegen Schwule solange sie mich nicht anmachen.“

Natürlich kennen Sie den. Gehört diese Aussage doch zu den Standardsätzen einer very sophisticated vorgetragenen Ablehnung schwuler Menschen an sich. Denn ist es nicht so, dass Schwule vor allem dadurch auffallen, jedem Mann an den Schwanz zu fassen? Gehört es nicht zu den Übeln großer deutscher Städte, dass sich der gemeine Homo heterophilensis vor Flirt- und Sexattacken rolliger Homos kaum mehr retten kann?

Der größte Witz an diesem Satz ist,

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Humanitärer Makel

Es war abzusehen, dass die Hamas nach dem glorreichen Tausch zweier Särge gegen fünf quicklebendige Terroristen, den ihre Kameraden von der Hizbollah am Mittwoch ausgiebig gefeiert haben, Blut geleckt hat. Schließlich besitzt sie mit dem israelischen Soldaten Gilad Shalit ein echtes Faustpfand. Doch die bislang mit dessen Einlösung betrauten ägyptischen Gesandten spuren offenbar nicht so, wie die Gotteskrieger es gerne hätten:
„Die Ägypter haben gezeigt, dass sie unfähig sind, genügend Druck auf Israel auszuüben, um unsere Forderungen durchzusetzen“, sagte ein Vertreter der Hamas. Ein anderer äußerte, die Hamas habe den Eindruck, dass die Ägypter „eher auf der Seite Israels stehen als auf unserer. Wir erwarten von unseren ägyptischen Brüdern, dass sie in den Gesprächen über Shalit die Interessen aller Araber vertreten. Aber wir scheinen ihnen egal zu sein.“
Derlei Gleichgültigkeit kann man den Deutschen weiß Allah nicht nachsagen, und deshalb bekommt der Bundesnachrichtendienst nicht nur den verdienten Beifall von der richtigen Seite, sondern auch gleich den Auftrag, die erwähnten „Interessen aller Araber“ wahrzunehmen: [...]

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Donnerstag, 17. Juli 2008

Heiße Kontroverse um warmen Bischof

Unter diesem schlüpfrigen Motto könnte ein Artikel in der WELT stehen, in dem Thomas Kielinger sich mit Gene Robinson beschäftigt. Das ist

der erste zum Bischof erkorene bekennende homosexuelle Geistliche der anglikanischen, nein irgendeiner Kirche auf der Welt.

Vielleicht auch der erste zum Bekenntnis homosexualisierte geistliche erkürende Bischof. Oder der erste zur Homosexualität gebischofte vergeistlichte bekannte Erkorene. Wie auch immer, der Mann ist - so ist man es von Schwulen gewohnt - ziemlich gefährlich. Um ihn nämlich und seine sexuelle Orientierung

wabert und wogt eine zersetzende Debatte, die in den nächsten zwei Wochen,

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Die Fratze der Barbarei

Dass die Hizbollah den gestrigen „Gefangenenaustausch“ mit Israel als großen Erfolg verbuchen kann, dürfte unstrittig sein. Die Leichen von zwei israelischen Soldaten gegen fünf inhaftierte Terroristen – der Deal hat sich für Hassan Nasrallahs Mordbande wahrlich gelohnt. Nun sitzt kein einziges ihres Mitglieder mehr in einem israelischen Gefängnis, nicht einmal Samir Kuntar, jener Mann, der 1979 in Nahariya fast eine ganze Familie auslöschte und dabei den Kopf eines vierjährigen Mädchens mit einem Gewehrkolben zertrümmerte. Am Dienstag war er nach 29 Jahren Haft von Israels Staatspräsident Shimon Peres begnadigt worden. Mit dem ungleichen Austausch wurde die Hizbollah faktisch belohnt; sie darf ihn getrost als Beleg dafür werten, dass es sich rechnet, nach Belieben Soldaten des Erzfeindes zu entführen – und dabei auch gleich umzubringen. Dass Ehud Goldwasser und Eldad Regev lebend überstellt werden würden, glaubten in Israel schon seit längerem nur noch wenige – was nichts daran ändert, dass die endgültige Gewissheit immer unvorstellbar grausam ist. Der Preis, den Israel gezahlt hat, war hoch – zu hoch, meinen viele Israelis, ohne deshalb weniger Verständnis für die Situation der Familien der beiden Soldaten zu haben und zu zeigen. [...]

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Mittwoch, 16. Juli 2008

Markus weiß, was Schwule wünschen

Hat ein Homosexueller einen anderen Anlage- und Beratungsbedarf als eine Frau oder ein heterosexueller Mann?

fragt Finanzberater Markus Miller auf be24.at. Die Antwort weiß vermutlich ganz allein der Wind, zumindest verrät auch Miller sie uns nicht sofort. Dafür plaudert er ein wenig aus dem Nähkästchen der alltäglichen Diskriminierung in der Versicherungsbranche:

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Dienstag, 15. Juli 2008

Lesbenküsse, Schwulitäten, Sex mit Minderjährigen

Wie man mit inszenierter Homosexualität Geld verdienen kann, ohne dabei das evangelikale Publikum zu verschrecken, macht zur Zeit die amerikanische Sängerin Kate Perry vor:

In ihrem Hit “I Kissed A Girl” singt sie etwa darüber, wie es ist, als pubertierendes Mädchen, das eigentlich Jungs gut findet, ein anderes Mädchen zu küssen und das auch nicht so schlecht zu finden.

Als feministisches Statement meint Katy Perry das nicht unbedingt, im Gegenteil: Nach dem Kuss zeigt sie sich recht verwirrt, ein schlechtes Gewissen plagt sie. “Gute Mädchen machen so etwas nicht / Sie sollten sich so nicht verhalten”, hört man sie singen. Über den Grad von Katy Perrys emanzipatorischer Fortschrittlichkeit sollte man sich lieber keinen Illusionen hingeben.

Dumm ist das Mädchen also nicht:

Sie dreht das Rad der sexuellen Befreiung ein paar Umdrehungen zurück, nimmt dann eine Grenzüberschreitung vor, die keine ist, und entschuldigt sich hinterher noch dafür.

Am Ende wird - natürlich - alles wieder gut: [...]

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Banal total

Vergleiche mit dem Holocaust haben Konjunktur, seit die Deutschen ihn ins Werk gesetzt haben: Alte und neue Nazis bezeichnen mal die alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte während des Zweiten Weltkriegs und mal die Aussiedlung der Deutschen aus Osteuropa als „Holocaust am deutschen Volk“, Abtreibungsgegner schwadronieren von einem „Baby-Holocaust“ (oder „Babycaust“), Veganer nennen den Fleischkonsum einen „Tier-Holocaust“, Hundebesitzer heften ihren Vierbeinern gelbe Sterne an, um damit gegen den Leinenzwang zu protestieren, und Joschka Fischer entdeckte im Vorfeld des Krieges gegen Jugoslawien 1999 im Kosovo ein „zweites Auschwitz“. Der Evergreen unter den Banalisierungen der Shoa ist jedoch der vorgebliche „Holocaust an den Palästinensern“, geplant und ausgeführt, so heißt es, ausgerechnet von jenen, die (oder deren Vorfahren) selbst Opfer von Verfolgung und Vernichtung gewesen seien. Waren es in früheren Jahren noch vor allem linksradikale Gruppierungen wie die RAF oder die Revolutionären Zellen, die derlei behaupteten, so fanden vor vier Jahren bereits 51,2 Prozent aller Deutschen: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“ Gar 68,3 Prozent waren der Meinung, Israel führe „einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“. Gleiches verbreiten bekanntlich auch palästinensische, iranische und arabische Propagandastellen und ihre Adepten.

Einen Holocaust-Vergleich wollen der britische Entwicklungsminister Shahid Malik und der Leiter des Essener Zentrums für Türkeistudien (ZfT), Faruk Sen, nach eigenem Bekunden zwar nicht vorgenommen haben, als sie kürzlich äußerten, die Muslime seien „die Juden von Europa“ (Malik) und die Türken „die neuen Juden“ (Sen). Dass die Art und Form der Ausgrenzung sich ähnlich sind, glaubten allerdings beide. Unterstützung erhielt der SPD-Politiker Sen dabei vom Sprecher des Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, Sergey Lagodinsky. [...]

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Montag, 14. Juli 2008

Sex auf der CSD-Parade: Provokation und Prüderie

Im Kölner Stadt-Anzeiger fand sich vor einigen Tagen ein angenehm unaufgeregtes Plädoyer für Rücksichtnahme bei CSD-Paraden. Hintergrund ist die immer wieder Aufsehen erregende und für Unmut sorgende öffentliche Praktizierung von Geschlechtsverkehr, ob nun auf Wagen, die in der Parade mitfahren oder durch Teilnehmer und Besucher am Rande der Wegstrecke. Tobias Peter plädiert keineswegs gegen die Zurschaustellung nackter Operkörper und Hintern, ebensowenig stören ihn Lack und Lederoutfit von Teilnehmern. Allerdings hält er Grenzen der öffentlichen Darstellung, auch bei einer CSD-Parade, nicht für prinzipiell falsch:

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Sonntag, 13. Juli 2008

Plädoyer für die liberale Volksgemeinschaft

Nachdem sich NUB bereits seine Angst vor homosexuellen Fast-Food-Restaurants von der Seele geschrieben sowie die Legitimität von evangelikaler Propaganda gegen Homosexuelle propagiert hat, vertritt er in einem weiteren Beitrag die Ansicht, Schwule würden in den USA nicht diskriminiert:

In den USA werden also alle Schwulen diskriminiert.

Vielleicht gibt uns Neues und Bekanntes ja die Ehre und erklärt uns, weshalb die “Don’t Ask, Don’t Tell”-Regelung nicht diskriminierend ist ebenso wie das Heiratsverbot für Lesben und Schwule in den meisten Bundesstaaten der USA. Vielleicht macht er sich auch noch die Mühe und erklärt, warum er die Unterstützung einer bestimmen Lobby, die eine bestimmte Politik für ALLE Firmen im Land anstrebt, mit der Rassentrennung in eins setzt - denn eben auf diese Behauptung NUBs bezog sich meine Kritik.

Leider hat GayWest auch nicht begriffen, dass die AFA was anderes ist als McDonalds, demnach muss die AFA natürlich nicht neutral sein, aber was soll’s.

Natürlich haben wir nie gefordert, dass die AFA neutral sein soll, sondern ihre Position für falsch erklärt. Und eben daran stört sich ja NUB. Der will aber vielleicht auch einfach nur spielen:

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Samstag, 12. Juli 2008

Adolfine: War doch alles gar nicht so gemeint…

Weibliche Homosexuelle sind oft durch grausame und lieblose Väter geprägt und blockiert und sind deshalb außerstande, sich auf das Risiko einer intimen Beziehung zu einem Mann einzulassen.

So steht es in einer Diplomarbeit, deren Verfasserin sich nachträglich mitzuteilen bemüht sieht,

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Freitag, 11. Juli 2008

Homofreie Burger für homophobe Bürger

Die AFA (American Family Association) ist immer für einen Lacher gut, zuletzt aufgrund ihres Einsatzes für heterosexuelle Fleischklöpse. Aus mir unerfindlichen Gründen erhalten diese evangelikalen Streiter gegen Abtreibung, Pornographie, Homosexualität und weitere weltbedrohende Probleme immer mal wieder Sympathie von deutschen Liberalen. Diesmal hat es Neues und Bekanntes erwischt. Aus dem Boykott-Aufruf der AFA gegen McDonalds aufgrund deren Unterstützung für die Homo-Lobby wird bei NUB die

Forderung, als Unternehmen McDonalds neutral zu bleiben

an der doch nichts verwerflich sei. Dabei steht die AFA wahrlich nicht für eine neutrale Haltung gegenüber Homosexuellen, was immer das auch sein soll. Vielmehr steht der Verein für eine aggressive politische Lobbyarbeit gegen die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen. Eben deshalb auch greift die AFA den Burger-Konzern an, weil dieser sich für die Gleichberechtigung einsetzt. NUB nun behauptet eine Neutralität, die nicht existiert:

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Donnerstag, 10. Juli 2008

Parade für Mama

Na endlich, möchte man ausrufen angesichts der vom Reggae-Label TCOOO lancierten Straight-Pride-Parade, die demnächst in New York stattfinden soll. Endlich stehen die Heteros auf, um gegen die ihnen feindlich gesinnte Gesellschaft zu demonstrieren und um klar zu machen, dass auch sie Menschen sind, denen das Recht zusteht, zu heiraten, Kinder großzuziehen und ohne Gefahr für Leib und Leben ihrer Liebe zu frönen. Die Unterdrückung der Heterosexualität im Weltmaßstab hat in den letzten Jahren ja auch kaum mehr erträgliche Züge angenommen und wer, wenn nicht nicht Reggae-Musiker, wäre besser dafür bestimmt, auf dieses schreiende Unrecht aufmerksam zu machen?

Ganz vorne dabei bei dieser bizarren Veranstaltung ist ein gewisser Jango Fresh:

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Kollektive Amnesie in Köln

Als Mitte Juni nach jahrelangem Anlauf die Entscheidung gefallen war, wie das geplante Jüdische Museum auf dem Kölner Rathausplatz aussehen soll, gab es großen Beifall für das Modell. Auch die Stadtoberen applaudierten – um kurz darauf den Bauentwurf plötzlich scharf zu kritisieren. Nun steht das Projekt erneut in Frage. Die Geschichte einer Provinzposse. [...]

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Mittwoch, 9. Juli 2008

Wahrscheinlichkeitsforschung und Homosexualität

Wer fragt, wie Homosexualität erklärt werden kann, sorgt oft für hitzige Debatten. Die Süddeutsche macht jetzt vor, wie man sich dem Thema ohne Vorurteile nähern kann. Schließlich kann sich der Wunsch, Homosexualität auszumerzen, keineswegs auf “die Natur” berufen:

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Dienstag, 8. Juli 2008

Quadratur des Kreises op kölsch

Homosexuelle dürften erklärte Gegner einer zunehmenden Islamisierung Europas sein. Umgekehrt sind Islamisten und wohl auch viele Moslems erklärte Gegner von Homosexuellen. Die Bürgerbewegung pro Köln bzw. pro NRW versucht sich jetzt an der Quadratur des Kreises, indem sie sowohl die Islamisierung als auch Homosexuelle ablehnt. Homosexuelle ablehnt? Nun ja, genau genommen stört man sich bei pro Köln nur an der "Förderung" der Homosexualität. Was das eigentlich sein soll, darüber erhoffte ich mir Auskunft bei der Lektüre einer aktuellen Pressemitteilung des katholischen Ablegers von pro Köln, Christen pro Köln:

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Montag, 7. Juli 2008

Ahmadinedjad, recht verstanden

Seit mehr als zwei Jahren geistert eine geradezu absurde Debatte durch die Medien und das Internet, die sich um die Äußerungen Mahmud Ahmadinedjads zu Israel dreht. Dabei steht vor allem ein Satz im Mittelpunkt, den der iranische Präsident am 26. Oktober 2005 auf einer Konferenz in Teheran von sich gegeben hat. Mit „Israel must be wiped off the map“ wurde dieser Satz aus dem Persischen ins Englische übersetzt und mit „Israel muss von der Landkarte radiert werden“ ins Deutsche. [...]

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Buletten statt Schwuletten

Ein gewisses Unbehagen gegenüber der weltgrößten Restaurantkette McDonalds gehört für sich progressiv gebende Menschen zum guten Ton. Durch ihre Münder erfährt man bei jeder Gelegenheit - ob man es nun wissen will oder nicht -, wie schrecklich der Fast-Food-Konzern doch sei. Weil dieser für die Abholzung der Regenwälder verantwortlich zeichne, weil seine Mitarbeiter nicht so viel verdienen wie die Manager bei Microsoft, weil das Essen dort nicht ausgewogen sei und überhaupt: weil McDonalds nun mal ein amerikanischer Konzern ist, der - grande terreur - doch tatsächlich am Profit interessiert ist.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder. Neben links-ökologischen Neospießern hat jetzt auch eine Gruppe ihre Antipathie gegen McDonalds entdeckt, die mit der ersteren eigentlich gar nichts zu tun hat, zumindest auf den ersten Blick.

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Sonntag, 6. Juli 2008

Es gibt sie noch, die schwulen Spießer

Linke Schwule finden es bekanntlich ab und an furchtbar spannend, darauf hinzuweisen, dass es auch schwule Spießer gibt. Der eine oder andere Konservative wiederum mag der Ansicht sein, dass Spießer niemals schwul sein können. Die einen sollen sich jetzt in einer Kölner Ausstellung davon überzeugen können, dass sie immer schon Recht hatten, die anderen, dass sie sich geirrt haben - zumindest legt das der Untertitel eines Artikels im Kölner Stadt-Anzeiger nahe:

Die Bilder stellen die gängigen Klischees von der Unverträglichkeit von Spießbürgertum und Homosexualität auf den Kopf.

Und deshalb geht’s auch gleich in medias res:

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Samstag, 5. Juli 2008

Promisk in Berlin

"promisk queer in Berlin" lautet der Untertitel eines hauptstädtischen Partymagazins, "Queer gewinnt" die programmatische Überschrift des Titelbeitrags der aktuellen Ausgabe. Und weil man mindestens Gender-Studies studieren sollte, um dieses Queer-Ding zu verstehen, macht sich der neue Chefredakteur die Mühe, das Ganze auch uns primitiven Old-School-Schwulen zu erklären. Immerhin, wir dürfen - vorläufig? - homo bleiben:

Das alles heißt jetzt natürlich nicht, dass Lesben und Schwule künftig auf ihre homosexuelle Identität verzichten müssen [sic!].

Ausreichend aber ist sie in Zukunft sicherlich nicht mehr, denn

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Freitag, 4. Juli 2008

Praktizierter Antikapitalismus: Umma homophob

Homophobie wird wieder salonfähig

ist ein Beitrag der Tagesschau überschrieben, in dem LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz die unterschiedliche gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexuellen in Ost- und Westeuropa beschreibt:

Lesben- und Schwulenfeindlichkeit ist in Osteuropa wesentlich weiter verbreitet als in Westeuropa. Das sah kurz nach der Wende auch mal anders aus. Anfang der 90er Jahre gab es eine Aufbruchstimmung, von der auch Schwule und Lesben profitiert haben. Das hat sich mittlerweile aber ziemlich verändert.

Woran das in erster Linie liegt, weiß Jetz genau:

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Donnerstag, 3. Juli 2008

Wie die ZEIT einmal den guten Islam vor den bösen Islamisten retten wollte

Das Los der Schwulen in der muslimischen Welt ist elend

stellt ein Artikel in der ZEIT fest und fragt nach den Gründen. Der Erste ist schnell gefunden, schließlich verstoße Homosexualität

gegen die Moral und den Koran

wird ein Istanbuler Psychiater zitiert. Weshalb sie allenthalben bekämpft wird, von klein auf:

Die Diskriminierung beginnt in den Familien, wo manche Väter, Brüder und Onkel die sexuelle Neigung ihrer Verwandten mit Faustschlägen bekämpfen, in Einzelfällen mit Waffen. Vor Gericht rechtfertigen sich Täter mit dem »unmoralischen« oder »unislamischen« Verhalten ihrer Opfer. Die Gesetze schützen nicht selten die Täter.

Der Staat setzt fort, was in der Familie begonnen wird:

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Mittwoch, 2. Juli 2008

Göttinger Verschwörungstheorien

Vor knapp zwei Wochen vertrat ein Göttinger Universitätsprofessor in einem Vortrag vor akademischem Publikum die Ansicht, die elf während der Olympischen Spiele 1972 in München von palästinensischen Terroristen ermordeten israelischen Sportler hätten von dem bevorstehenden Attentat gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen, um sich für Israel zu opfern. Nach Protesten sahen sich nun sowohl der Sportwissenschaftler als auch das Präsidium der Hochschule veranlasst, Stellung zu beziehen. [...]

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Hemmungslos versaut: Schwuler Sex mit Ossis

Berlins Hauptstadtmagazin ZITTY berichtete in seiner letzten Ausgabe über ein kaum zu glaubendes Phänomen: In Berlin haben Schwule Sex! Weil der Erkenntnisgewinn dieser Aussage letztlich wohl gegen Null tendierte, erfuhr der interessierte Leser zusätzlich, dass hier nicht nur Berliner Schwule Sex haben:

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Dienstag, 1. Juli 2008

Fußballfans doch gestört

Nachdem ich mich kürzlich noch über die Analyse eines Bremer Sozialpsychologen amüsierte, der behauptete, die Begeisterung für Fußball entspränge einer Störung des sexuellen und solidarischen Impulses, kann ich nach einigen kleinen Erlebnissen am Finalsonntag doch zumindest behaupten, dass einige Fußballfans tatsächlich irgendwie gestört sein müssen.

Um vor dem, übrigens grandios verlorenen, Spiel gegen Spanien noch ein wenig zu entspannen, machte ich mich am späten Nachmittag auf in den Grunewald, um den Teufelsberg zu besteigen und etwas Berliner Luft zu schnuppern. Am Bahnhof Ostkreuz wartete ich mit einem Pulk von schwarz-rot-gold bestückten und bemalten Männlein und Weiblein auf die S7 Richtung Potsdam.

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Mies gemacht (VIII und Schluss)

Liebe Vizeeuropameister! „So gehen die Deutschen“, prangte es trotzig in fetten Lettern auf euren eigens angefertigten T-Shirts, die ihr am Montag bei der Verliererfeier auf der Berliner „Fanmeile“ spazieren geführt habt. „So gehen die Deutschen“ – aufrecht wie eh und je – „bis 2010“, zur WM in Südafrika nämlich. Daher schon jetzt eine herzliche Bitte an den Schützen des Siegtores von Wien: Bomber Torres, do it again! [...]

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