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Sonntag, 1. Juni 2008

Israel – und das ist gut so

Zu den bevorzugten Quellen, auf die sich die „Israelkritiker“ aller Couleur berufen, gehören die Arbeiten der so genannten Neuen Historiker in Israel. Diese „Postzionisten“ haben sich vor allem mit der Geschichte des Zionismus sowie der israelischen Staatsgründung beschäftigt und sind dabei zu der Auffassung gelangt, der „Nahostkonflikt“ gehe nahezu vollständig auf das Konto Israels: Die arabischen Staaten hätten nämlich gar keinen Plan zur Vernichtung des jüdischen Staates gehabt und seien Israel während seiner Gründungsphase auch nicht kräftemäßig überlegen gewesen; die meisten Palästinenser seien im Zuge „ethnischer Säuberungen“ gewaltsam vertrieben worden; der Friedensprozess scheitere nicht an der Unnachgiebigkeit der Araber, sondern regelmäßig an Israel. Aus der Phalanx dieser linken Geschichtswissenschaftler um Ilan Pappé, Avi Shlaim und Tom Segev scherte vor einigen Jahren Benny Morris aus. [...]

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