Wir sind umgezogen!

Montag, 30. Juni 2008

Kein Fußbreit dem Islam!

Gleichzeitig wurden wir im selben Zeitraum immer heftiger von muslimischen Vereinen und Moscheen attackiert. Erst kürz­lich haben sie uns untersagt, einen Stand auf einem Straßenfest in Neukölln aufzustellen, wo wir über Lesben und Schwule aufklären wollten.

Heftige Reaktionen erlebe ich auch in den Orientierungs- und Integrationskursen, bei den Aufklärungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen, die ich zum Thema Homosexualität an Schulen etc. leite. Die größten Probleme habe ich mit Russen und Leuten aus dem islamisch-arabischen Raum. Es bleibt nicht nur bei verbaler Gewalt,

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Der neue Sophismus

Mit wem „multilaterale“ deutsche Friedensforscher für eine „raketenfreie Zone Nahost“ kämpfen, wie man Israel moderat und pragmatisch aus der Welt schafft, wer derlei großzügig unterstützt und was das alles mit deutschen Tugenden zu tun hat – darüber gab eine Konferenz Aufschluss, die kürzlich in Berlin vonstatten ging. Christian J. Heinrich hat sich für Lizas Welt mit ihr auseinander gesetzt und begreift nun besser als je zuvor, was man im „Land der Ideen“ unter „Einfallsreichtum“, „schöpferischer Leidenschaft“ und „visionärem Denken“ versteht. [...]

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Sonntag, 29. Juni 2008

Nachhilfe zum Verständnis von Umfragen, die Akzeptanz von Schwulen betreffend, unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen ...

Eine Umfrage unter 35.000 US-Bürgern ergab:

Die Hälfte aller Befragten will, dass Schwule in der Gesellschaft volle Anerkennung finden, 40 Prozent sind dagegen.

Wobei aus dem Artikel nicht eindeutig hervor geht, ob lediglich gläubige US-Amerikaner befragt wurden. Folgender Satz jedenfalls würde diese Vermutung nahelegen:

Religiöse Toleranz ist einer Studie zufolge in den USA weit verbreitet. 70 Prozent der gläubigen US-Amerikaner seien der Ansicht, nicht nur ihre eigene, sondern viele Religionen führten “zum ewigen Leben”, berichtete das Meinungsforschungsinstitut Pew Forum in Washington.

Wer auch immer da befragt wurde, für den gemeinen Antiamerikaner ist das Ergebnis mit Sicherheit ein weiterer Beleg für die Rückständigkeit der Amis. Anders hingegen sieht es aus, wenn im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Einwohner der Karibikinsel Jamaika befragt werden:

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Mies gemacht (VII)

Lieber Philipp Lahm! Dass Sie den Verdammten dieser Erde „breit gefächert“ helfen wollen, auf der Autobahn Ihrem Namen stets die Ehre erweisen und auch ansonsten der Traum aller Schwiegermütter sind, wissen wir schon länger. Dass Sie nun aber auch noch unter die Veget-Arier gegangen sind und in letzter Sekunde mit einer Art finalem Rettungsschuss einen Massenmord an unschuldigen Vierbeinern verhindert haben – das war uns dann doch neu. Sehen wir Sie demnächst auch auf den Plakaten von „PETA Deutschland e.V.“?

Liebe Sachsen! Da bemühen sich nicht zuletzt die TV-Anstalten vor dem Spiel eurer Landsleute gegen die Türkei mit betriebsamer Hektik um Deeskalation – und dann haucht ihr der alten Zote aus Zonenzeiten – „Zentrales Deutsches Fernsehen Außer Raum Dresden“ (ZDF/ARD) – neues Leben ein. Hat der Bildausfall im Tal der Ahnungslosen eine Woche früher eingesetzt als im Rest der Republik? Oder habt ihr am Ende nur den gleichen Ernährungsberater wie Oliver Bierhoff? [...]

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Samstag, 28. Juni 2008

Den CSD in seinem Lauf halten weder Papst noch Castro auf - fast

Die siegreiche Arbeiterklasse des kommunistischen Inselparadieses Kuba hat offenbar, nach jahrzehntelanger Maloche, ihrer herrschenden Vorhut endlich genug volkswirtschaftlichen Output verschafft, um sich zum ersten Mal überhaupt einen CSD leisten zu können. Respekt Kuba, soviel Liberalität so schnell hätte man dir ja gar nicht zugetraut.

Aber zu früh gefreut. Denn irgendeiner im verwurstelten Apparat der sozialistischen Führung hat vermutlich im Lexikon nachgeschlagen und dabei herausgefunden, dass “Liberalität” mit dem Sozialismus nicht vereinbar ist. Und so kam es dann doch anders als geplant:

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Freitag, 27. Juni 2008

CSD 2008: Unterstützen Grüne wieder Sex mit Kindern?

Der Bundesvorstand der Grünen Jugend ist empört über die vermeintliche Entpolitisierung des CSD und unterstützt daher den sogenannten Transgenialen CSD in Berlin -Kreuzberg

in seinem Anliegen, die oftmals stark kommerzialisierte und teilweise sehr konservative Lesben- und Schwulenszene öffentlich zu kritisieren.

Nun soll mir einer mal zeigen, wo, bitte schön, die Lesben- und Schwulenszene auch nur teilweise sehr konservativ ist. Ich erlebe stets und durchaus zu meinem Bedauern sich als hegemonial gerierende Linke, die auf CSD-Foren ihre Ansicht vertreten, eine gleichgeschlechtliche Orientierung verpflichte in erster Linie zu linkem Gedankengut. Dieser Ansicht ist ja offenbar auch die Grüne Jugend. Doch warum eigentlich? Und wie passt diese Erwartung zu dem Postulat:

Freiheit und Pluralismus sind unteilbare Werte und gelten deshalb nicht nur für die Klientel der CSD- Bewegung.

Sozialneid schüren auf die vermeintlich privilegierten Homos zieht natürlich immer. Doch wie abgeschmackt, das ausgerechnet zum CSD im Rahmen einer Solidaritätserklärung zu machen. Erinnert ein wenig an die Leute, denen anläßlich ihrer Gratulation zum 60. Geburtstag Israels nichts Wichtigeres einfällt, als einzufordern,

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Donnerstag, 26. Juni 2008

Heinz kneift das Schwänzchen ein

Vor kurzem veröffentlichte das amerikanische Lebensmittelunternehmen Heinz einen Werbespot, der ein wenig anders als die anderen ist:

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Mittwoch, 25. Juni 2008

Antifa heißt Promiskuität

Monogamie ist ein Konzept, um eine Partnerschaft zu definieren. Die einen schätzen sie, andere lehnen sie ab. Heteros wissen das. Bei Schwulen soll das anders sein. Erzählen uns regelmäßig Reaktionäre jeglicher Herkunft. Und manchmal auch Schwule, die der Ansicht sind, Promiskuität sei die sexuelle Pflicht jedes Menschen, zumal des homosexuellen. Wer das anders sieht, ist ein Lügner. So jedenfalls würde ich eine Diskussion auf den Punkt bringen, die sich ursprünglich entzündet hatte, weil ein Berliner Schwulenprojekt sexsuchende Schwule im dortigen Tiergarten zu mehr Rücksicht u. a. auf die Umwelt aufgerufen hatte. Und das geht nun gar nicht. Diesen Aufruf empfanden einige Homosexuelle offenbar als einen tolldreisten Anschlag auf das Selbstverständnis jedes aufrechten schwulen Mannes im Jahre 2008. Schließlich haben auch wir einen Auftrag:

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Dienstag, 24. Juni 2008

Blame Canada

Oh schönes Kanada. Das Land im hohen Norden, von manchen auch scherzhaft als “51. Bundesstaat der USA” bezeichnet, kam in letzter Zeit schon einmal in die Schlagzeilen, weil es verzweifelt versuchte der politischen Korrektheit mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als diese es verdient. So wurde das Magazin Maclean’s vor die kanadische Human Rights Commission zitiert und beschuldigt “islamophobe” Artikel veröffentlicht zu haben, was in Kanada offenbar seit neuestem ein Schwerverbrechen darstellt. Urheber dieser Aktion war der örtliche Canadian Islamic Congress, der sich beleidigt fühlte, weil in den Artikeln von Maclean’s der Islam irgendwie mit Intoleranz und Gewalt in Verbindung gebracht wurde. Also mal ehrlich, wie kommt man denn auf so was?

Und die nächste Peinlichkeit aus Kanada ist schon unterwegs.

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Mies gemacht (VI)

Lieber Luca Toni! Dass Sie sich ausgerechnet in Ihrer derzeitigen Situation einen Pornobalken wachsen lassen, bis Sie das nächste Mal die Bude getroffen haben – ist das wirklich nur eines dieser albernen Aberglaubensrituale, an denen Fußballer kleben wie Ihre Gegenspieler bei der Euro an Ihnen? Oder eher eine spezielle Form katholischer Selbstgeißelung? Und jetzt schnell wieder runter mit dem Ding; wir sind nicht mehr in den Achtzigern und auch nicht beim Handball.

Lieber Oliver Bierhoff! „Liegt’s an Schweinis Freundin, dass er so gut drauf ist?“, wollte ein „Bild“-Konsument von Ihnen wissen, und da blieben Sie eine kompetente Antwort natürlich nicht schuldig: „Sie hat bestimmt ihren Anteil an seinem Wohlbefinden. Man spürt, dass er nach der Roten Karte total ehrgeizig ist.“ Wir möchten nicht indiskret sein, aber Herr Schweinsteiger schlägt doch nicht etwa seine Liebste? [...]

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Montag, 23. Juni 2008

Religionsunterricht mit Volker Beck

Das Christival ist vorbei, die Diskussion über Umpolungsangebote für Schwule geht weiter. Auf abgeordnetenwatch.de wurde Volker Beck gefragt, inwieweit Wüstenstrom und die Offensive Junger Christen (OJC) als Psychosekten zu bezeichnen sind:

Warum schweigt die EKD zu diesen Vorgängen? Was sagen die Sektenbeauftragten der Kirche?

Die Antwort von Beck ist erfreulich eindeutig. Wüstenstrom und OJC versuchen demnach

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Schwule Stutenbisse

Nachdem sich vor einigen Tagen bereits die FAZ darüber geärgert hatte, dass Guido Westerwelle seine sexuelle Orientierung offenbar als so normal empfindet, dass er es nicht für nötig hält, ständig darauf hinzuweisen, treten jetzt einige Kommentatoren bei queer.de nach. Schließlich gibt es einen schwulen Coming-Out-Knigge, an den sich auch Liberale zu halten haben:

ein “stilles coming-out ” wäre gesellschaftlich in seinem geburtsjahr angebracht gewesen, aber 2004 mit 42 j. eigentlich nur noch peinlich und unlauter !
genau die tuntengeneration die sehr wohl für sich zu nutzen weiss, was von aktivisten jahrzehntelang erkämpft wurde, ohne selbst etwas dafür getan zu haben !

Ein wenig verinnerlichter Schwulenhass schadet nie und bei Unterstellungen, seien sie auch noch so absurd, bleibt bekanntlich immer etwas hängen:

Der schmierigen Wester-Schwuchtel glaub ich ungefähr so viel, wie dem Staubsaugervertreter an der Haustür.
Der würde doch sogar mit der NPD gemeinsame Sache machen, um irgendwo wieder in die Regierung zu kommen.

Überhaupt gehört es sich nicht, seine Homosexualität für selbstverständlich zu halten, wenn man nicht damals, 69, in der Christopher Street den ersten Stein geworfen hat: [...]

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Sonntag, 22. Juni 2008

Mies gemacht (V)

Lieber Günter Netzer! Im Zeitalter von Lean-Production und Outsourcing hat es selbst der Exportweltmeister nicht immer leicht, sein „Made in Germany“ an die Kundschaft zu bringen. Da ist der Rückgriff auf, sagen wir mal, Bewährtes und Vertrautes zweifellos hilfreich. „Deutsche Tugenden haben wir immer noch am besten“, warben Sie also nach dem Flick-Kick gegen Portugal für den geschundenen Standort, denn „dafür fürchtet man uns, und damit verbreiten wir Angst und Schrecken“. Beruhigend immerhin, dass notfalls die US-Army am Ende wieder leistet, woran andere zuvor gescheitert sind. [...]

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Samstag, 21. Juni 2008

Homosexualität und andere Exzesse

Was für ein Abstieg. Erst

Jahre, in denen sich sein Leben um Drogen, Partys, Homosexualität, Aussehen und andere Exzesse drehte.

Und dann erlebt Pippin Wigglesworth anläßlich einer Lesung aus seinem ersten Buch “Viertel nach Handgelenk” (?!) so etwas:

Um eine Prosecco-Flasche zu öffnen, braucht die Belegschaft hier zehn Minuten, und im Glaskelch liegt eine tote Mücke.

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Freitag, 20. Juni 2008

Schwule Freunde sehen gelb

Es war ein schönes Spiel, das Deutschland da gestern gegen Portugal abgeliefert hat. Das deutsche Team hat den Portugiesen mehr als einmal Chancen versaut, hat den Fußballadonis Ronaldo gebührend geärgert und man hat es sogar geschafft, drei Tore zu schießen, was nach dem katastrophalen Gehampel gegen Österreich fast wie ein Wunder wirkte. Okay, dem Ballackschen Siegtreffer war ein klitzekleines Foul seinerseits vorausgegangen, aber wollen wir mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Deutschland steht im Halbfinale und die Party kann weiter gehen. Auch auf dem Sofa.

Und auf einem ganz speziellen Sofa nahmen gestern vier ganz spezielle Männlichkeiten Platz, um über ein Thema zu diskutieren, dass man mit Fußball nun wirklich nicht in Verbindung bringt: Schwule.

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Donnerstag, 19. Juni 2008

Das Vorspiel des Vizekanzlerpaars

Die FAZ wollte letztens mal ganz schlau sein und berichtete daher voll reflektiert über eine Inszenierung von Guido Westerwelle, die dieser für die Presse arrangiert hatte. So ganz sicher war man sich beim Lesen allerdings nicht, ob die FAZ ihre Zeilen nun als Kompliment an die eigene Diskretion verstanden haben wollte, die auch sie früher einmal gepflegt haben will oder ob es sich dabei eher um den Hinweis an Herrn Westerwelle handelt, er hätte doch wohl auch weiterhin ein wenig mehr Diskretion wahren können, weil man selbst dann nämlich jetzt nicht gezwungen gewesen wäre, solche ganz privaten Dinge an die Öffentlichkeit zu zerren. Manche Journalisten haben’s wirklich schwer:

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Mittwoch, 18. Juni 2008

Auf ewig homo

Die Ex-Gay-Bewegung schwappt über nach Europa und setzt sich in einem Land fest, das nicht gerade für seine Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben bekannt ist: Polen. Merkwürdig, dass ein überwiegend katholisches Land Gefallen an den Thesen Evangelikaler findet und das erst Recht wenn man sich vor Augen führt, dass Katholiken Homosexualität ja gar nicht als Krankheit betrachten, sondern vielmehr als Prüfung Gottes, die einigen Menschen auferlegt wurde. Homosexualität als Gottesgeschenk also, versehen mit der himlischen Auflage, sie keinesfalls zu leben, sondern stattdessen sein Dasein in Enthaltsamkeit zu fristen.

Wie sieht also die “Umpolung” Homosexueller im katholischen Polen aus? In einem Wort: Bizarr!

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Mies gemacht (IV)

Liebe Österreicher! Es ist echt zum Narrischwerden: Immer dann, wenn ihr den Piefkes bei euch daheim eine historische Pleite bescheren könntet, streicht ihr die Segel oder fraternisiert. Unter uns Pastorentöchtern: Wahrscheinlich habt ihr sowieso nur darauf spekuliert, dass die Deutschen ein zwonull vorlegen und ihr euch kurz darauf für den Anschluss-Treffer feiern lassen könnt. [...]

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Dienstag, 17. Juni 2008

Wie Schwule im Islam lernen, ihrem unproduktiven Dasein doch noch einen Sinn abzugewinnen

“Islam und Homosexualität” ist ein Artikel bei Telepolis überschrieben, der einige der gängigen Denkfehler zum Thema zusammen fasst - leider ohne jede kritische Absicht.

Im heutigen, offiziellen Islam sind Homosexuelle nicht gerne gesehen, und sie können laut Gesetz bestraft werden, obwohl das mit der Lebensrealität wenig zu tun hat.

lesen wir gleich zu Beginn des Artikels. Es gibt also einen inoffiziellen Islam und dort sind Schwule herzlich willkommen. Stimmt das tatächlich? Wir kommen später darauf zurück. Beginnen wir mit einem historischen Rückblick:

Im 17., 18. und 19. Jahrhundert berichteten bereits Europäer, die den Nahen und Mittleren Osten bereisten, von unverblümten gleichgeschlechtlichen Sexualpraktiken. In einem Ausmaß, dass man annahm, alle Muslime seien von Natur aus bisexuell. In der ottomanischen Türkei trieb man schöne Knaben als Steuer ein und der Sultan hatte seine Lieblingsjünglinge.

Erinnert ein wenig an die Darstellungen der Päderastie im alten Griechenland, die mit einverständlichen homosexuellen Beziehungen zwischen zwei Erwachsenen rein gar nichts zu tun hatte.

Nicht minder offenherzig ging es in anderen Landen zu. Viele werden sich noch an die mittlerweile altertümlichen Ausdrücke “Persisch” und “Türkisch” erinnern, die man vor Jahren noch als Synonym für Analverkehr benutzte.

Nun wäre mir neu, dass Analverkehr ausschließlich von Homosexuellen praktiziert wird, aber das Entscheidende bei dieser Einleitung ist die

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Wunderliches von Otto Rehhagel

Griechenland wird nicht Fussballeuropameister 2008, denn die Mannschaft des deutschen Trainers Rehhagel ist bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Rehhagel sah dieses für alle griechischen Fussballfans enttäuschende Abschneiden -schließlich waren die Griechen 2004 noch als Sieger des Turniers die große Überraschung- allerdings mit einer gewissen Gelassenheit:
Einmal, im Jahr 2004, hat es ein Wunder gegeben. Ein Wunder geschieht aber nur alle 30 Jahre, nicht alle 14 Tage. Sonst wäre es kein Wunder.

Rehhagel verwischt in dieser Antwort den Unterschied zwischen sehr seltenen Ereignissen und Wundern. Wenn eine Frau Zwillinge bekommt, ist dies ein sehr seltenes Ereignis, aber kein Wunder. Brächte eine Frau einen Elefanten zur Welt, wäre dies in der Tat ein Wunder. Wir leben allerdings in einer berechenbaren Welt der Identität und Kausalität, wo es derartige Wunder schlicht und ergreifend nicht gibt. Und somit kann auch Griechenland in vier Jahren wieder Europameister im Fussball werden - mit oder ohne Otto Rehhagel, aber sicherlich ohne irgendein Wunder.

Montag, 16. Juni 2008

Antisemitismus ohne Antisemiten

Dass Gremienarbeit in der Regel eine sterbensöde Angelegenheit ist, weiß jeder, der schon einmal selbst mit ihr befasst war oder sich auch nur der Mühe unterzogen hat, eine öffentliche Ausschusssitzung zu verfolgen. Der Innenausschuss des Deutschen Bundestages bildet da keine Ausnahme, denn er beschäftigt sich zumeist mit so überaus weltbewegenden Dingen wie der Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechtes, der Reform der Bundespolizei oder den Gesetzen zur Umsetzung von EU-Richtlinien. Heute jedoch versprach etwas mehr Leben in die Bude zu kommen, denn auf der Tagesordnung stand eine mehrstündige Anhörung zum Thema „Kampf gegen Antisemitismus“. Dazu waren zehn Sachverständige geladen, die ihre Erkenntnisse und Vorschläge unterbreiten sollten. Doch von High Life in Tüten keine Spur: [...]

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Sexismus: Grün und schwul

Als schwuler Grüner hat man es nicht leicht, seit sich auch in der CDU/CSU Schwule zunehmend selbstbewußt zu Wort melden und damit der grüne Alleinvertretungsanspruch für Homo-Politik endgültig den Bach runter ist.

“Konservativ sein heißt nicht, die Asche zu behüten, sondern die Flamme zu bewahren."

ist einer der Sprüche, mit der die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) um die Mitgliedschaft in ihrer Vereinigung werben. Warum die Werbung hierfür einen Mann mit nacktem Oberkörper benötigt, hat sich mir bei schwulen politischen Gruppierungen noch nie erschlossen. Und eben daran stört sich auch ein grüner Schwuler namens "Apfelmaik":

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Sonntag, 15. Juni 2008

Raus aus den Klappen - Rein in die (Homo)Toiletten?

In Thailand wurden an einer Schule separate Toiletten für Schwule und Transsexuelle gebaut, auf ausdrücklichen Wunsch von Betroffenen. Ziel der architektonischen Innovation sei, so der Schuldirektior, die Verringerung von Mobbing: [...]

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Samstag, 14. Juni 2008

Grenzen der Einwanderung

Dan Gardner, ein kanadischer Journalist, veröffentlichte vor einigen Jahren einen Artikel darüber,

dass Gemeinschaften von Einwanderern Brutstätten der Intoleranz sein können.

Nichts verdeutlicht die Lage besser, als eine Waffe an Ihrem Kopf.

Die Waffe befand sich in diesem Fall in den Händen eines jungen Arabers. Der Kopf war meiner.

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Mies gemacht (III)

Liebe „Bild“-Zeitung! Was eure deutschen Lieblinge da am Donnerstag geboten haben, nanntet ihr schwer zornig eine „Kroatastrophe“. Jetzt sind wir auf eure ostmarkerschütternde Schlagzeile gespannt, wenn Jogis Jungs am Montagabend cordobaden gehen und gegen die Ösis das Vorrundenaustria kommt. Sollte aber doch der Einzug ins Viertelfinale gelingen, ist da halt Ende Gelände gegen Ronaldo & Co. Und mal ehrlich: Wäre das nicht portugeil?

Lieber Oliver Fritsch! „Das war nicht Rammstein, das war Pur. Oder Silbermond“, lasen wir auf Ihrer sonst so formidablen Seite „Indirekter Freistoß“ über den letzten Auftritt der DFB-Elf. Also nicht Leni Riefenstahl, sondern Hans W. Geißendörfer. Oder Hans-Jürgen Tögel. Andererseits: Mit denen ist natürlich kein Krieg zu gewinnen. Und, scheint’s, noch nicht mal ein Fußballspiel. [...]

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Freitag, 13. Juni 2008

Migranten an die Front

Nach dem Überfall auf Drag Kings in Berlin berichtet queer.de über einen ähnlichen Vorfall in den Niederlanden:

Derweil sorgt in Amsterdam ein Überfall auf ein schwules Model für Aufregung, der sich bereits am 30. April, dem Königinnentag, abgespielt hat und erst jetzt international Beachtung fand. Der 20-jährige Mike Du Pree war auf einem Laufsteg am Rembrandtplatz, in dem er für Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen warb, von zehn jungen Männern verprügelt worden. Die offenbar muslimischen Täter brachen ihrem Opfer dabei die Nase. Noch ist unklar, ob die Täter verhaftet worden sind. Homo-Aktivisten kritisieren die Polizei wegen Untätigkeit.

Entgegen der üblichen politischen Korrektheit spricht queer.de Klartext über den Hintergrund, vor dem sich die Vorfälle ereignet haben:

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Donnerstag, 12. Juni 2008

Mothers little murder

Die Möglichkeiten, sich mit HIV zu infizieren, sind zahlreich. Häufig bekommt derjenige, der sich ansteckt, eine gewisse Mitverantwortung zugesprochen. Besonders beliebt, früher mehr noch als heute, war die Unterscheidung in unschuldig Positive, also bspw. Bluter, und schuldig Positive wie bspw. Schwule. Nicht zuletzt deshalb erhalten Debatten um das Thema Barebacking in der Regel schnell einen emotionalen Einschlag. Es gibt allerdings einen Weg, sich mit HIV zu infizieren, da gilt der Infizierte als die Unschuld per se: Die Ansteckung im Mutterleib. Was nahelegt, dass die alleinige Verantwortung in diesem Fall bei dem liegt, der das Virus weitergibt, der Mutter also. Ein Plakat, das diese Tatsache drastisch vor Augen führt, sorgt zur Zeit in Bremen - präsentiert ausgerechnet in Straßenbahnen, die sich damit wohl dauerhaft als umkämpfter Raum empfohlen haben - für Unruhe:

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Mittwoch, 11. Juni 2008

Grüner: Steuern rauf für Schwule?

Nach dem Überfall auf Teilnehmerinnen eines Drag-Festivals in Berlin-Kreuzberg kommt die linke Phrasendreschproduktion in schwere Erklärungsnöte:

Augenzeugen sprechen von den Tätern als Männer türkischer Herkunft

meldet die taz und ergänzt zum Glück sogleich:

und stellen einen Zusammenhang zu den rechtsradikalen Grauen Wölfen her.

Aufgrund der politischen Verortung der Angegriffenen scheint der übliche Rassismus-Vorwurf, der Opfern migrantischer Gewalt, die sich nicht still in ihr Schicksal ergeben, normalerweise entgegen schlägt, diesmal überflüssig zu sein:

Die Frauen bezeichneten sich selbst als Zugehörige der autonomen Szene, so die Polizei.

Ganz in betont eurozentrisch-schuldhafter Manier übernehmen letztlich die Veranstalter des Festivals die Verantwortung für den Überfall:

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Mies gemacht (II)

Liebe ARD! „Lukas Podolski: In Polen geboren, gegen Polen zurückgeschlagen“, hieß es am Montag in einem eurer ansonsten sterbensöden „Berichte“ zur deutschen Mannschaft. Darf man erfahren, wann der polnische first strike erfolgt ist? Vielleicht am 1. September 1939? Mit dem Überfall auf einen Sender in Podolskis Geburtsstadt?

Lieber Miroslav Orzechowski (Liga polnischer Familien, LPR)! Was die ARD da erzählt hat, stimmt nicht. Echt. Außerdem hat Poldi gar keinen polnischen Pass.

Liebe „Bild“-Zeitung! 2002 hieß eure Parole: „Rudi haudi Saudi!“ Und jetzt: „Poldi putzt die Polski!“ Womit dürfen wir anlässlich des Kroatien-Spiels rechnen? Vielleicht „Jogi, jag die Jugos!“? Dann lasst mal stecken. [...]

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Dilemma mit weiser Entscheidung

Irgendwie passt es, dass in einem der bemerkenswertesten Spiele in der Geschichte der Europameisterschaft auch eines der umstrittensten Tore der Turnierhistorie fiel. Mit einem überragenden, ja, bezaubernden dreizunull schlugen am Montagabend die Niederlande den amtierenden Weltmeister Italien; der Sieg war über alle Maßen verdient, wurde jedoch mit einem Treffer eingeleitet, der noch lange für Diskussionen sorgen wird: Nach einem Freistoß von Rafael van der Vaart in den Strafraum der Italiener faustete deren Torhüter Buffon den Ball in der 26. Minute zunächst aus der Gefahrenzone – und seinen Mitspieler Panucci gleichzeitig unabsichtlich aus dem Spielfeld. Während Panucci dort lag (und liegen blieb), schlug der Niederländer Sneijder den Ball aufs Tor. Sein verdächtig frei stehender Mitspieler van Nistelrooy grätschte in den Schuss und beförderte den Ball in die Maschen. Sofort reklamierten die italienischen Spieler mit erhobenen Armen eine Abseitsposition des Schützen, und auch die niederländischen Kicker jubelten zunächst nur zögerlich – bis ihnen ein Blick zum schwedischen Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt verriet: Der Treffer zählt. [...]

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Dienstag, 10. Juni 2008

Biologisch minderwertig

Wie gut, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche immer für uns da ist. Denn wenn es sie nicht gäbe, wüssten Schwule und Lesben gar nicht wohin mit ihren Sorgen und Nöten, Ängsten und Depressionen:

Erzpriester Vselvolod Chaplin rief Homosexuelle in der populären russischen Zeitung “Komsomolskaja Prawda” auf, ihr Leben zu verändern und sich der Kirche zuzuwenden. “Solche Leute sind tief unglücklich. Ich weiß das aus Beichten und mehreren Lebensgeschichten”, so Chaplin. “Es ist kein Zufall, dass sie früher sterben und mehr Selbstmorde begehen. Außerdem sind mehr Drogenabhängige und Alkoholiker unter ihnen. Die liebende Kirche akzeptiert natürlich jeden, auch die die Leidenschaft für Menschen des gleichen Geschlechts empfinden. Aber nur weil die Kirche sie liebt, sagt sie trotzdem das Unisex-Liebe eine Sünde; eine zerstörerische Sünde.”

Gut, nimmt man den Alkoholkonsum als Gradmesser für Homosexualität, wäre ganz Russland schwul. Andererseits ist es ja wirklich so:

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Montag, 9. Juni 2008

Gewalt ist keine Lösung?

Was haben Fundi-Christen, Rechtsextreme und Kommunisten gemeinsam? Nicht viel möchte man meinen. Doch wenn es gegen Homos geht demonstrieren alle drei Gruppen eine Einigkeit, angesichts derer man nur staunen kann. Wie z. B. beim CSD in Moldawien:

Dabei sei die Polizei den Veranstaltern zufolge selbst dann nicht eingeschritten, als die schwul-lesbischen Aktivisten tätlich angegriffen wurden, während Sprechchöre forderten: “Schlagt sie tot”. Die Anti-CSD-Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie “Moldawien ist ein christliches Land” und “Unmoral vernichtet die Gesellschaft”, berichtet “Moldova Azi”.

So gesehen hatten die Teilnehmer des CSD in Athen noch Glück.

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Mies gemacht (I)

Zwei Spieltage ist sie alt, die Europameisterschaft, und irgendwie sind alle restlos begeistert von ihr. Das kann, nein, das darf natürlich nicht sein! Zeit für eine erste kleine Miesmacherei. [...]

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Sonntag, 8. Juni 2008

Fuck the Flag

Erstaunlich, welche Emotionen das simple Hissen der Regenbogenflagge vor dem Berliner Roten Rathaus in Leserbriefkommentaren auslösen kann. Und das auch noch bei den eher (links)liberalen Lesern des Tagesspiegel:

wie isses doch schön,….
Was ist eigentlich mit den Millionen Kindern, die in Armut leben?
Also in deutschland jetzt? Wird da auch mal Flagge gezeigt und möglicher weise auch mal Geld bereit gestellt?

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Samstag, 7. Juni 2008

Unseren täglichen Kolonialrassismus gib uns heute

Ach ja, die UNO: War wirklich eine gute Idee damals mit deren Gründung. Leider aber nicht vollkommen durchdacht. Denn der Grundfehler der weltweiten Diskursplattform liegt in ihrem absoluten Werterelativismus, der jeden Staat als gleichberechtigt ansieht und demzufolge keinerlei Unterschiede macht zwischen Demokratien einer- und Diktaturen andererseits. Der Gedanke der dahinter steht ist folgender: Jede Regierung will nur das Beste für ihre Bevölkerung und jede Kultur teilt im Grunde genommen die gleichen Werte. Was natürlich völliger Unsinn ist.

Zuweilen bilden sich in der UNO merkwürdige Koalitionen zwischen Staaten, die eigentlich nur eines gemeinsam haben:

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Fahnenappell

Schockschwerenot: „Schwarz-rot-geschmacklos! Grüne urinieren auf Deutschland-Flagge!“, schlagzeilte die Bild-Zeitung am Donnerstag und präsentierte dazu ein Bild, das drei Männer zeigt, die sich gerade auf eine schwarz-rot-gelbe Fahne zu erleichtern scheinen. „Schlimmer noch“, schrieb das Blatt: „Bei den Flaggen-Pinklern handelt es sich um junge Nachwuchspolitiker. Die Fotos entstanden Ende Mai beim Bundeskongress der Grünen Jugend (GJ), der Nachwuchsorganisation der Bundespartei Bündnis 90/Die Grünen.“ Und waren eine Weile sogar auf deren Homepage zu sehen. Ein niederträchtiger Vaterlandsverrat kurz vor dem Beginn der Europameisterschaft im Fußball also? Eine neue Dolchstoßlegende gar? Nicht doch: Inzwischen sind die Bilder wieder entfernt worden, die Sprecher der Junggrünen haben sich in einer Presseerklärung brav „ganz klar von diesem Vorfall distanziert“ und außerdem größten Wert auf die Feststellung gelegt, „dass auf die Deutschlandfahne nicht uriniert“, sondern nur so getan wurde, als ob. Trotzdem herrscht hellste Aufregung: Die Parteispitze der Grünen ist empört („unterirdisch“, „absolut nicht hinnehmbar“), die NPD hat erwartungsgemäß Anzeige erstattet, und auf zahlreichen Internetseiten sowie in Diskussionsforen gehen die Deutschlandfans ab wie Schmidts Katze. [...]

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Freitag, 6. Juni 2008

Der Untergang

Österreich hat momentan das Pech, ebenso von einer Großen Koalition regiert zu werden wie Deutschland. Immerhin muss man Wien allerdings zugestehen, wenigstens ein konstruktives Vorhaben in Erwägung zu ziehen: nämlich die Einführung der Homo-Ehe. Natürlich geht ein derartiger Plan nie ohne allerlei dämliche Einwände vonstatten. Und die Katholische Kirche wäre nicht die Katholische Kirche, wenn sie nicht den Ehrgeiz hätte, Sieger in der Kategorie “dämlichster Einwand” zu werden:

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Donnerstag, 5. Juni 2008

Die Homo-Schlacht zu Reinickendorf

Marlies Wanjura, Bezirksbürgermeisterin der CDU von Berlin-Reinickendorf hat gekämpft wie eine Löwin. Und verloren. Ihre Mission war kindisch und von Trotz geprägt. Auf keinen Fall wollte sie die Berliner Tradition, zum Berliner CSD vor den Rathäusern die Regenbogenflagge zu hissen, in ihrem Bezirk übernehmen. Und kein Argument war ihr dafür zu dämlich.

Letztes Jahr begründete sie ihre Ablehnung damit, die Regenbogenflagge sei ein politisches Zeichen. Und so was hätte vor einem Rathaus nichts verloren. Was nur logisch ist: Schließlich wird Politik ja nicht im Rathaus gemacht, sondern in den Vorstandsetagen der internationalen Großkonzerne. Alles attac oder was?

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Mittwoch, 4. Juni 2008

Disney - Gefahr für die Kinder

In der letzen Woche habe ich das Glück einer ausgeprägten Freizeit genossen. Über Tag war ich draußen, die Sonne genießen und abends wurde ausgiebig im Netz gesurft. Auf dem Video-Portal YouTube kam ich schließlich dazu, mir Ausschnitte alter Disney-Filme anzuschauen und ein wenig in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Im Nachhinein fielen mir dann die Geschichten um die Kinderbücher mit schwulen Hauptfiguren ein, die insbesondere in den USA für einigen Wirbel gesorgt haben. Als besonders bizarres Beispiel soll hier noch einmal das Märchen “King & King” erwähnt werden, das von der Liebe eines jungen Prinzen zu einem anderen Jungen erzählt.

Vor gut einem Jahr schrieb ich über das Buch:

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Abweichler!

Vielleicht hat die derzeitige Korruptionsaffäre um Ehud Olmert auch ihre guten Seiten: Zum einen werden die Israelis durch sie womöglich den von ihnen wenig geschätzten Premierminister los, und zum anderen scheint es in der arabischen Welt teilweise einen gewissen Respekt vor der Offenheit zu geben, mit der die Vorwürfe gegen den Kadima-Politiker sowie die Konsequenzen beleuchtet und debattiert werden. Einem Beitrag der israelischen Tageszeitung Jerusalem Post zufolge haben zahlreiche arabische Medien über die Causa Olmert berichtet und dabei Leserreaktionen ausgelöst, die nicht selten vernehmliche Forderungen nach ähnlicher Transparenz und Diskussionsbereitschaft auch in den eigenen Ländern enthielten. Repräsentativ mögen sie nicht sein, doch angesichts der sonst obligatorischen Hasstiraden gegen den jüdischen Staat lohnt es sich allemal, diese dissidenten Stimmen der Vernunft bekannt zu machen. Sie zeigen, dass die autoritären und zutiefst korrupten arabischen Regimes durchaus keine ungeteilte Zustimmung in ihrer Bevölkerung genießen. Nachfolgend eine Auswahl aus den Zuschriften, auf die Khaled Abu Toameh bei seiner Recherche gestoßen ist: [...]

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Dienstag, 3. Juni 2008

Der Konsum von Pornos innerhalb der Hetero-Diktatur unter besonderer Berücksichtigung einer geschlechtsneutralen Sexualmoral

Die Welt ist groß. Die Welt ist kompliziert. Die Welt wird immer komplexer. Jawohl: Die Welt. In einem kleinen Beitrag zum Sonntag bespricht das Blatt aus dem Hause Springer das Buch "Sexualität als Experiment" von Nicolas Pethes und stellt vier Streitfragen aus dem Werk vor. Ich hab mir die vier Fragen mal angeschaut und für mich selbst beantwortet:

Frage 1: Dient der Konsum von Pornografie dem Frieden?

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Montag, 2. Juni 2008

Wir sind alle schwule Freunde

Jeder der sich betont kritisch über Israel und dessen ganz doll schlimme Behandlung gegenüber den Palästinensern echauffiert, kann mindestens einen "jüdischen Freund" vorweisen - meist beheimatet in den USA oder gar Israel selbst -, der diese "Kritik" als Kronzeuge bestätigt. In Deutschland gibt es mehr Menschen mit "jüdischen Freunden", als es weltweit Juden gibt.

Die Ehefrau des von der Homo-Lobby terrorisierten Christoph Daum, bedient sich einer ähnlichen Verteidigung.

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Sonntag, 1. Juni 2008

Tiergarten: No Gay Area

Ein israelischer Historiker hat das jüngst in Berlin eröffnete Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen aufgrund seiner Lage nahe dem Denkmal für die ermorderten Juden Europas kritisiert. Israel Gutman erklärte in der polnischen "Rzeczpospolita":

"Es ist ein Skandal, wenn Besucher den Eindruck bekommen können, dass es zwischen den Leiden der Juden und den von Homosexuellen keinen großen Unterschied gab." Die verfolgten Schwulen und Lesben seien "ausschließlich Deutsche" gewesen, von denen viele selbst den Nazis angehört hätten. Sie seien "Opfer politischer Kämpfe innerhalb der NSDAP" geworden, so Gutman.

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Israel – und das ist gut so

Zu den bevorzugten Quellen, auf die sich die „Israelkritiker“ aller Couleur berufen, gehören die Arbeiten der so genannten Neuen Historiker in Israel. Diese „Postzionisten“ haben sich vor allem mit der Geschichte des Zionismus sowie der israelischen Staatsgründung beschäftigt und sind dabei zu der Auffassung gelangt, der „Nahostkonflikt“ gehe nahezu vollständig auf das Konto Israels: Die arabischen Staaten hätten nämlich gar keinen Plan zur Vernichtung des jüdischen Staates gehabt und seien Israel während seiner Gründungsphase auch nicht kräftemäßig überlegen gewesen; die meisten Palästinenser seien im Zuge „ethnischer Säuberungen“ gewaltsam vertrieben worden; der Friedensprozess scheitere nicht an der Unnachgiebigkeit der Araber, sondern regelmäßig an Israel. Aus der Phalanx dieser linken Geschichtswissenschaftler um Ilan Pappé, Avi Shlaim und Tom Segev scherte vor einigen Jahren Benny Morris aus. [...]

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