Wir sind umgezogen!

Samstag, 31. Mai 2008

Ehe, Puff und sexueller Missbrauch

Dennis Prager und seine Fans können schon mal anfangen, vor Verzweiflung mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Denn das Abendland hat wieder einen Schritt weiter Richtung Abgrund getan:

Der Bundesstaat New York erkennt fortan Ehen zwischen homosexuellen Partnern an, die in anderen Bundesstaaten oder im Ausland geschlossen worden sind. Die Regierung folgt damit einem Urteil eines Berufungsgerichts vom Februar. New York ist somit der erste Bundesstaat, der auswärtig geschlossene Homo-Ehen akzeptiert.

Und nicht nur im Sündenbabel "Ostküste", nein, auch im beschaulichen, christlich-orthodox geprägten Griechenland hat ein findiger Bürgermeister einer griechischen Insel eine Lösung gefunden, die es ihm ermöglicht, in seinem Amtsbereich auch zwei Menschen gleichen Geschlechts trauen zu lassen: [...]

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Freitag, 30. Mai 2008

Christl und Christa: Homo-Liebe auf dem Prüfstand

Dank der unermüdlichen Missionierungsversuche eines Lesers und der von ihm hinterlassenen URL christa-meves.de/main/Irrweg.pdf bin ich auf ein Dokument mit dem Titel “Ein Irrweg fordert heraus” gestoßen. Es ist zwar nicht von der zum Katholizismus konvertierten Christa, sondern von der ebenso hetero-extremistischen evangelikalen Christl, aber das soll uns nicht daran hindern, wesentliche Gedanken des Textes zu sezieren. Vonholdts Fragestellung

Was ist (eigentlich) Homosexualität?

beantwortet sie anhand von drei Mythen die die öffentliche Meinung über Homosexualität beherrschen:

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Beck strikes again

Wahrscheinlich wird der Grünen-Politiker Volker Beck auch dieses Jahr nach Moskau reisen, um gegen das erneute Verbot des Moskauer CSD zu protestieren. Und wahrscheinlich werden auch diesmal wieder einige schadenfroh kichern, wenn der Pöbel seinen Unmut über die Zurschaustellung nichttraditioneller sexueller Orientierungen mittels Eier- und Steinwürfen bekundet. In einem Interview hat sich Beck zu Russland, der Homo-Ehe und Hasssängern wie Bounty Killer geäußert. Es ist durchaus lesenswert.

Im Gegensatz zu einer Menge anderer in Deutschland, sieht Beck die derzeitige Entwicklung Moskaus durchaus mit Sorge. Russland ist eben nicht auf einem guten Weg, wie es hierzulande immer mal wieder postuliert wird. Im Gegenteil:

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Mittwoch, 28. Mai 2008

Papistische Skandälchen

Was haben Schwule und Lesben mit Abtreibung zu tun? Einerseits nicht viel. Homos lassen relativ selten abtreiben. Andererseits sehr viel. Denn Homos unterdrücken Abtreibungsgegner. So z. B. auf dem vor kurzem über die Bühne gegangenen Deutschen Katholikentag. Und diese Diskriminierung gegen Lebensschützer ist nicht weniger als ein Skandal. Findet zumindest der Weihbischof Andreas Laun. Denn dieser

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Dienstag, 27. Mai 2008

Der Untergang des Abendlands - Version 4527

Dennis Prager hat Angst. Angst vor den Homos, die in Kalifornien bald heiraten dürfen. Das macht noch mehr Leuten Sorgen, wie Adrian bereits hier erwähnte. Was Prager allerdings an "Argumenten" zusammen trägt, ist kaum noch zu toppen. Adrians Witz, wonach

unseren konservativen Freunden sicher schon die Knie schlottern bei der Vorstellung, dass sich demnächst niemand mehr zur Heterosexualität bekennt, weil man ja jetzt schließlich auch als Homo heiraten darf

ist für Prager bittere Zukunftsvision.

Zunächst einmal jedoch skizziert Prager den Rahmen, in dem er argumentiert. Und der ist monumental:

Es ist schwer, sich einen einzigen sozialen Umbruch vorzustellen, der größer wäre als die Neudefinition der Ehe, die vormals eine Institution für Menschen unterschiedlichen Geschlechts war und nun zu einer Institution definiert wird, die auch Menschen des gleichen Geschlechts einschließt.

Was ist schon z.B. die Abschaffung der Sklaverei gegen die Möglichkeit für Schwule, einander zu heiraten? Genau: Peanuts. Kommen wir zu den Auswirkungen des kalifornischen Urteils. Tatsächlich, Prager geht davon aus, dass es die Gesellschaft verändern wird:

Sollte dieser Urteilsspruch weiterbestehen, wird sich die Gesellschaft, wie wir sie kennen, verändern.

Doch ahnen Sie, was auf uns zukommt? Ich war ehrlich überrascht über die nun folgende Argumentation:

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Lobbyist gegen Israel

Es war womöglich nur ein Zufall, aber die Koinzidenz passte perfekt: Während Spiegel Online gestern vermeldete, dass der frühere amerikanische Präsident Jimmy Carter in einer Rede tags zuvor die Existenz von israelischen Atomwaffen verkündet und ihre Zahl auf 150 geschätzt hat, publizierte die Süddeutsche Zeitung in ihrer Montagsausgabe einen Gastbeitrag des 83-Jährigen mit dem Titel „Die Tragödie der Palästinenser“, in dem er seine Gespräche mit der Hamas verteidigte und – wie auch in seiner Ansprache – Israel „eines schrecklichen Verbrechens gegen die Menschenrechte“ sowie „grausamer Misshandlung der Palästinenser im Gazastreifen“ bezichtigte. Solche Nachrichten kommen an in Deutschland; mit ihnen munitionieren sich die „Israelkritiker“ aller Couleur, und auch die Antiamerikaner schätzen den Erdnussfabrikanten als Stichwortgeber und Kronzeuge sehr. Hierzulande weniger bekannt und vermutlich auch kaum skandaltauglich sind die engen finanziellen und politischen Verbindungen des demokratischen Ex-Präsidenten zu arabischen Ölstaaten und dortigen milliardenschweren Kreisen, in denen der offene Judenhass ein festes Zuhause hat. Carter selbst und das von ihm gegründete Carter Center hätten vor allem aus dem saudi-arabischen Königshaus sowie von Scheich Zayed bin Sultan Al Nahayan – dem langjährigen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate – und dessen Zayed Center hohe Zuwendungen erhalten, schrieb Alan Dershowitz bereits vor einem Jahr. Dershowitz ist Juraprofessor und war früher Carters Wahlkampfhelfer. [...]

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Montag, 26. Mai 2008

Springer lügt!

Klaus Michael Beier hat Medizin und Philosophie studiert und in beiden Fächern promoviert. Laut Wikipedia wurde er 1988

wissenschaftlicher Assistent für Sexualwissenschaft/Sexualmedizin am Klinikum der Universität Kiel an der dortigen Sexualmedizinischen Forschungs- und Beratungsstelle. Seine Habilitation für Sexualmedizin erfolgte 1994, 1996 wurde er Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker und zum Professor für Sexualwissenschaft/Sexualmedizin an der Charité sowie Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin.

Auf der 32. Jahrestagung der Akademie für Sexualmedizin an der Universität Leipzig soll Beier nach Ausführungen über sexuelle Identitätsstörungen laut Welt online gesagt haben:

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Sonntag, 25. Mai 2008

Kein finaler Lesbenkuss

Das geplante Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Homosexuellen rief früh feministische Kritikerinnen auf den Plan, die keine Gelegenheit auslassen, die besondere Opferrolle der Frau, die die aller anderen Opfer immer und überall übersteigt, zu betonen. Die Aufnahme und Umsetzung ihrer Kritik half nichts, die Frauen blieben beleidigt. Am 27. Mai wird das Denkmal offiziell eröffnet und es stellt sich heraus, dass die von EMMA und ihren Freundinnen erreichte Geschichtsfälschung keineswegs so betoniert ist, wie es zuerst den Anschein machte. Im Interview mit der Zitty erklärt das Künstlerduo Elmgreen und Dragset, was uns nach den ersten zwei Jahren der Video-Installation erwartet: [...]

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Reise-Führer mit Know-How

Wenn es ins Ausland geht, gehören Reiseführer zum Urlaubsgepäck wie die Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor und die Tabletten gegen Durchfall. Man mag nicht auf die kleinen Taschenbücher verzichten, die einem die Sehenswürdigkeiten, Kneipen und Einkaufszentren des Ziellandes oder -ortes kompakt zusammenfassen und darüber hinaus oft auch mit geschichtlichen Erörterungen, allerlei Hinweisen und mehr oder weniger nützlichen Verhaltensratschlägen aufwarten. Die Auswahl an solchen Guides ist nahezu unüberschaubar, aber es haben sich natürlich ein paar Publikationshäuser herauskristallisiert, denen ein besonderer Zuspruch deutscher Ferienfahrer zuteil wird. Vor allem sich fortschrittlich Dünkende greifen dabei gerne auf die Ratgeber von Reise Know-How aus Bielefeld zurück (einer Metropole, die „als Wirtschaftsstandort längst nicht nur den Liebhabern von Pudding ein Begriff ist“, wie der Verlag versichert). In denen nämlich finden sie neben den gängigen Touristenzielen auch die alternativeren Locations und darüber hinaus in der Regel eine ihren Vorstellungen gemäße Darstellung der Geschichte und Gegenwart des jeweiligen Landes.

Dementsprechend hat man kaum zu erwarten, dass sich etwa in dem von der freiberuflichen Autorin und Reiseveranstalterin Muriel Brunswig-Ibrahim verfassten Bändchen KulturSchock Vorderer Orient (Syrien, Libanon, Jordanien und Palästina) besonders kritische Worte über die betreffenden Länder oder gar Freundlichkeiten über Israel finden. Auf der Homepage des Verlages heißt es zwar, „politische Fragen“ stünden „nicht im Vordergrund“ – obwohl „natürlich auch Intifada, Völkervertreibung und Selbstmordattentate Themen des Buches“ seien –, denn es gehe vor allem um das „normale Leben“ der arabischen Nahostbewohner („Sie heiraten, feiern, sind aktiv und auf Jobsuche. Sie genießen ihre Freizeit, sind engagiert – im Umweltschutz, in der“, jawohl, „Friedensbewegung, im Kunstschaffen.“). Aber ein Blick ins Inhaltsverzeichnis lehrt schnell, dass das Private halt politisch ist und umgekehrt: „Ehre – eine Verpflichtung bis zum Mord“, „Vom Zionistenkongress zur Intifada – Entwicklungen in Palästina“ oder „Amin auf der Flucht – die Geschichte eines politischen Häftlings“ heißen die Kapitel beispielsweise, bevor es wieder um den „Frauentag im Hammam“ im Kontext der „orientalischen Badekultur“ oder ums „Glück zu heiraten“ geht.

Und im Innenteil des Reiseführers wird Klartext geredet, wie Heimo Gruber bestätigen kann. Gruber ist Bibliothekar bei den Büchereien Wien und bekam den KulturSchock Vorderer Orient sozusagen beruflich in die Hände. Er las ihn mit einigem Entsetzen, das auf Seite 210 schließlich seinen Höhepunkt erreichte – dort nämlich, wo die Autorin sich über die oft demonstrative arabische Zustimmung zum Tausendjährigen Reich und seinem Baumeister auslässt. Das veranlasste Gruber, nach der Lektüre eine E-Mail an Reise Know-How zu schreiben: [...]

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Saubere Fussballer kommen gemeinsam

Manchmal sind die news bei queer.de einfach zu schön.

Da folgt der Meldung über Christoph Daum,

Der Fußballtrainer glaubt noch an die Legende vom schmutzigen Schwulen, der Kindern an die Wäsche will.

auf den Fuß die Meldung in der Rubrik “Life & Style - Body & Fashion”:

Die häufigsten Pflegesünden [...]

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Samstag, 24. Mai 2008

Urbi et Orbi op Kölsch

Joseph Alois Ratzinger aka Benedikt XVI. könnte diese Sätze gewiss auch gesprochen haben, aber von ihm stammen sie gar nicht:
„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegentreten, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. [...] Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“
[...]

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Freitag, 23. Mai 2008

Menschenrechte sind fürn Arsch

Die Prämisse, Menschenrechte stünden jedem Menschen von Geburt an zu, seien also universell und unverletzlich, steht momentan schwer unter Beschuss. So urteilte bspw. Altkanzler Helmut Schmidt in bewährter Altersweisheit bei Sandra Maischberger:

"Man soll sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen!"

Denn in anderen Ländern herrschen nun einmal andere Sitten und was bitte schön qualifiziert uns böse Westler dazu, darüber zu urteilen, was richtig und was falsch ist?

"Anmaßung" sei das alles, so, als wüssten wir alles besser.

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Enderlin und die Ente

„Das Urteil bedeutet: Wir haben das Recht, zu sagen, dass France 2 einen gefälschten Bericht gesendet hat, dass das Ganze eine inszenierte Ente war und dass der Fernsehsender alle hinters Licht geführt hat – ohne dafür verklagt worden zu sein“, kommentierte Philippe Karsenty, Inhaber des die Medien kritisch kommentierenden Webportals Media Ratings, gegenüber der israelischen Tageszeitung Jerusalem Post die Entscheidung des am vergangenen Mittwoch mit seinem Berufungsprozess befassten Pariser Gerichts. Karsenty hatte France 2 und dessen verantwortlichem Israel-Korrespondenten Charles Enderlin nachgewiesen, einen Beitrag über den angeblichen Tod des zwölfjährigen Mohammed al-Dura im Zuge einer Schießerei zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten Ende September 2000 entscheidend manipuliert und Israel zu Unrecht des Mordes an dem Jungen bezichtigt zu haben. Enderlin und France 2 fühlten sich gleichwohl verleumdet und zogen deshalb vor Gericht. Dort unterlag Karsenty zunächst, doch er legte Berufung ein. Nun wurde das Urteil in dieser Instanz gesprochen – und es gibt ihm Recht: Das Appellationsgericht befand, dass die Zweifel an dem Filmmaterial höchst legitim sind und nichts Verleumderisches haben. [...]

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Donnerstag, 22. Mai 2008

CSD Berlin: Kudamm adé, Mitte olé

Der Berliner CSD hat eine neue Route. Warum die Parade in diesem Jahr am Brandenburger Tor startet, steht in der FR:

Grund Nummer 1 für den Routenwechsel ist das Fanfest zur Fußball-Europameisterschaft. "Wir haben mit den Organisatoren, der AG Fanmeile, lange und konstruktiv gesprochen und uns schließlich geeinigt, dass es zu gefährlich ist, wenn die CSD-Trucks und die Menschenmengen durch die Fanmeile ziehen", sagt Robert Kastl, Sprecher des CSD-Vereins, der FR.

Mal sehen, ob ein paar linksextreme Sektierer nun behaupten, das wäre ein Zurückweichen vor dem deutschen Mob. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass eine Entscheidung der CSD-Organisatoren für eine Route, die das Brandenburger Tor nicht links liegen lässt, auf bornierte Kritik aus dieser politischen Richtung stößt, weil man das Brandenburger Tor dort für den Ausdruck deutscher Großmachtspolitik hält und Deutschland sowieso irgendwie für doof. Zum Glück haben die Organisatoren einen weiteren Grund:

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Mittwoch, 21. Mai 2008

You may fuck the Bride

Die Legalisierung der Ehe für Schwule und Lesben in Kalifornien hat für vergleichsweise wenig Aufsehen gesorgt, was beweist, wie weit Homos schon in ihrem Bemühen um Akzeptanz vorangekommen sind. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich verhaltene Kritik an der Entscheidung, welche allerdings lediglich aufzeigt, dass die Gegner des Ehestatus für Homos die Schlacht verlieren. Denn ihre Argumente werden immer abstruser, immer undurchsichtiger. Ein Beispiel bietet uns Melanie Scarborough im Examiner, die so weit geht, die Ehe so zu charakterisieren, dass gleichgeschlechtliche Paare qua Exterieur von ihr ausgeschlossen bleiben müssen:

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Abschied von einer Lichtgestalt

Für Fußballtrainer gibt es wohl kaum etwas Unangenehmeres, als sich nach Niederlagen sofort den bohrenden Fragen der Medien zu stellen und dabei auch noch die Contenance bewahren zu sollen. Interviews und Pressekonferenzen finden ja für gewöhnlich nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff statt, zu einem Zeitpunkt also, da die sportlich Verantwortlichen selbst noch die Schlappe verarbeiten müssen und auf der Suche nach Erklärungen für sie sind. Ottmar Hitzfeld aber hat in solchen Situationen immer kontrolliert und beherrscht gewirkt; nie war er unhöflich oder gereizt, obwohl beim FC Bayern München jedes verlorene Spiel einen kleinen Weltuntergang bedeutet. Fast schon übermenschlich war es sogar, wie gefasst er nach dem längst zur Legende gewordenen Champions-League-Finale 1999 in Barcelona, das seine Mannschaft nach einer 1:0-Führung gegen Manchester United in der Nachspielzeit noch mit 1:2 vergeigte, vor die Kameras trat. Während der Klub und seine Anhänger von dem Schock noch wie gelähmt waren, gratulierte Hitzfeld dem Gegner, sprach über die Gründe für den Sekundentod und ging so rational wie nur irgend möglich mit dem eigentlich Unbegreiflichen um. Wenn es stimmt, dass sich wahre Größe erst im Moment der Niederlage zeigt, dann ist Ottmar Hitzfeld einer der Allergrößten. [...]

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Dienstag, 20. Mai 2008

Kampf dem monogamistischen Terrorismus

Der Oberste Gerichtshof von Kalifornien hat in einer bahnbrechenden Entscheidung die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Und während sich heiratswillige Homos im "Golden State" - wie bspw. Comedian Ellen DeGeneres - darüber freuen, graut es den anderen. Die linksradikalen Revolutionäre der Volksrepublik Berkeley werden die Entscheidung vermutlich zum Anlass nehmen, vor dem Rathaus in San Francisco Mahnwachen gegen den monogamistischen Terrorismus und die Assimilierung der Community in das heteronormative Bürgertum zu bejammern, während unseren konservativen Freunden sicher schon die Knie schlottern bei der Vorstellung, dass sich demnächst niemand mehr zur Heterosexualität bekennt, weil man ja jetzt schließlich auch als Homo heiraten darf.

Und auch das Haupt unseres Papa Benedikt ist angesichts der Schreckensmeldung aus Kalifornien von Sorgen umwölbt.

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Montag, 19. Mai 2008

Der Gipfel der Diskriminierung

...von Homosexuellen scheint für die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) erreicht, wenn sich Politiker öffentlich gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften äußern. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man sich aktuelle Verlautbarungen der Organisation genauer anschaut.

Holland: Internationale Kritik an Einwanderungstests

titelt queer.de und berichtet dann doch nur von einer Beschwerde eben seitens der Menschenrechtler von HRW. Die

hat den Test der Niederlande für Einwanderer als diskriminierend bezeichnet.

Worin die Diskriminierung besteht? Den Einwanderungswilligen werde

eine DVD vorgespielt, in der zwei küssende Männer und eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gezeigt werden.

Was daran diskrimierend sein soll?

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Allahu Nakba!

Im postmodernen Einerlei gibt es bekanntlich keine Realität, sondern nur lauter prinzipiell gleichberechtigte „Narrative“ – also „Erzählungen“ –, weshalb es sich dort mit der Wirklichkeit so ähnlich verhält wie mit dem berühmten Schokoriegel, der für die einen halt nur eine Süßigkeit ist und für die anderen die längste Praline der Welt. Genauso mag sich die deutsche Medienlandschaft nicht festlegen, wie sie eigentlich zu sechzig Jahren Israel stehen will; was für die Juden Anlass zum Feiern ist, betrauern die Palästinenser schließlich als „Nakba“, als Katastrophe also, die der jüdische Staat mit seiner Gründung herbeigeführt habe – und wer will da schon Partei ergreifen? Ergo ließen die Redaktionen ausführlich die vermeintlichen Opfer der Opfer zu Wort kommen, vordergründig um das bemüht, was als „Ausgewogenheit“ gilt und letztlich doch nicht mehr ist als die Kolportage einer veritablen antizionistischen Geschichtsfälschung, in der die Shoa und die „Nakba“ mal de facto und mal expressis verbis gleichgesetzt werden. [...]

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Sonntag, 18. Mai 2008

Islam heißt Frieden - Schweizer Variante

Swisscoy nennt sich ein Verband der Schweizer Armee, der im Rahmen der friedensfördernden Militärmission im Kosovo eingesetzt wird. Ein Angehöriger der Truppe hat sich im Mai vergangenen Jahres auf Heimaturlaub einen Beitrag zur Friedensförderung erlaubt, der sonst vorwiegend Gläubigen der Religion des Friedens vorbehalten bleibt und als Ausdruck ihrer anderen Kultur unbedingt zu goutieren ist:

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Samstag, 17. Mai 2008

Gruppensex, Oralverkehr, Analverkehr

Radikalfeministinnen, die mit einem männlichen Nachnamen gesegnet sind, sind wahrlich nicht zu beneiden. Verena Stefan, Schriftstellerin, war vielleicht deshalb früher einmal der Ansicht, heterosexuelle Beziehungen seien grundsätzlich zum Nachteil der Frau. Oder wie kommt man sonst auf solch eine krude Theorie? “Häutungen” hieß das Machwerk, das 1975 entstand. Jetzt hat die taz bei Stefan nachgefragt, was von dem damaligen Bekenntnis übrig ist. Konfrontiert mit ihrer früheren Aussage

Liebe ist eine tausendfache verwechslung von begehrtsein und vergewaltigt werden.

meint Stefan heute:

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Freitag, 16. Mai 2008

Ein Herz für Fady

Den Hype um DSDSS konnte ich lange nicht nachvollziehen, die Anzeichen für eine Verschwörung des Springer-Konzerns gegen den Frauenschwarm aus dem Libanon überzeugten mich auch nicht. Nun habe ich letztes Wochenende zum zweiten Mal die Gelegenheit genutzt, mir DSDS zu Gemüte zu führen und ich war positiv überrascht.

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Donnerstag, 15. Mai 2008

Schluss mit der Stigmatisierung!

In der ICD-10 wird die sexuelle Orientierung an sich nicht als Störung angesehen – als stigmatisierendes Überbleibsel finden sich dort jedoch noch die unter F66 zu findenden diagnostischen Kategorien der F66.0 sexuellen Reifungskrise, F66.1 ichdystonen Sexualorientierung und F66.2 sexuellen Beziehungsstörung.

Mit diesen Worten zitierten wir im Sommer letzten Jahres das Schreiben eines besorgten Arztes an die Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (ÖGPP). Anlass des Schreibens war ein unter der Schirmherrschaft der ÖGPP geplanter Kongress, für den u. a. ein Workshop mit dem Titel "Therapeutisches Arbeiten bei ichdystoner Sexualorientierung" angekündigt war, ausgerichtet vom evangelikalen Verein Wüstenstrom, der zuletzt erfolglos versuchte, Kritiker mit juristischen Mitteln mundtot zu machen.

Eine Initiative zur Streichung des stigmatisierenden Überbleibsels der Pathologisierung von Homosexuellen in der ICD-10 haben kürzlich die Beraterinnen der Lesbentelefone und -beratungsstellen in Deutschland gestartet:

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Mittwoch, 14. Mai 2008

Hitlers willige Frauen

Silvio Berlusconi, bereits zum dritten Mal Vorstandschef der Italien AG, weiß wie man sein Volk glücklich macht. Zumindest den heterosexuell männlichen und homosexuell weiblichen Teil. Mara Carfagna, so heißt die neue, von ihm ernannte Familienministerin in bella Italia; ein durchaus attraktives Geschöpf, sehr weiblich, vollbusig und auch ansonsten wohlgeformt. Und nicht nur körperlich, auch politisch erregt die junge Dame ihre heißblütige Nation:

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Der beste Freund Israels

An salbungsvollen Worten fehlte es durchaus nicht, als das offizielle und offiziöse Deutschland dem Staat Israel unlängst zu dessen 60. Geburtstag gratulierte. Von „Freundschaft“ und einer „besonderen Verantwortung Deutschlands“ für den jüdischen Staat war da die Rede, vom gelungenen christlich-jüdischen Dialog und von intakten diplomatischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen. Dass das nicht einmal die halbe Wahrheit ist, zeigen zum einen zahllose Talkshows und Dokumentationen, Radio- und Fernsehbeiträge, Zeitungskolumnen und offene Briefe sowie Umfragen und Erhebungen, aus denen der als „Israelkritik“ kostümierte Antisemitismus nur so quillt. Zum anderen erweisen sich aber auch die Treueschwüre des verantwortlichen politischen Personals als hohle Phrasen, denn sie bleiben ohne handfeste Konsequenzen – insbesondere deshalb, weil nichts unternommen wird, um die iranischen Vernichtungspläne zu durchkreuzen. Christian J. Heinrich zeigt in seinem Gastbeitrag für Lizas Welt, wie übel dem Jubilar jenseits aller Bekenntnisse hierzulande mitgespielt wird – seit ehedem. [...]

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Dienstag, 13. Mai 2008

Der reinste Lesben-Zirkus

Ramona Leiß hat sich als Lesbe geoutet. Moment, Ramona wer? Na die Fernsehmoderatorin, bekannt durch die Knoff-Hoff-Show und den ZDF-Fernsehgarten:

"Die Liebe zu einer Frau macht mich glücklicher als eine Beziehung zu einem Mann“, sagte die 51-Jährige der „Bild am Sonntag“. Sie sei „sehr erleichtert“, ihr Lebensgeheimnis jetzt „mit der Öffentlichkeit zu teilen“. Bereits vor 20 Jahren verliebte sich Leiß in eine Frau, die Schlagersängerin Hanne Haller. Ramona Leiß war damals Songtexterin. Vier Jahre sei sie mit der 2005 verstorbenen Haller liiert gewesen, sagte Leiß nun der Zeitung.

Nun ja, Herzlichen Glückwunsch Frau Leiß und willkommen an Bord. Mehr wäre eigentlich nicht zu sagen. Eigentlich.

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Montag, 12. Mai 2008

Voll die schwulen Pauker

Gewisse Regelungen der Europäischen Union kapiere ich nicht. Einerseits verlangt die EU von jedem Mitgliedsland die Umsetzung bestimmter Antidiskriminierungsrichtlinien. Andererseits gewährt sie bestimmten Organisationen das Recht, eben diese Richtlinien nicht einhalten zu müssen. So z. B. in Irland. Dort erlaubt die EU religiösen Schulen, ihre Personalpraxis am „religiösen Ethos“ der Einrichtung auszurichten. Das irische Recht sieht dabei folgendes vor:

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Sonntag, 11. Mai 2008

Schwul schlägt schwarz

Schon merkwürdig. Wenn es um Homos geht, setzen bei nicht wenigen Menschen Verstand und Zurechnungsfähigkeit völlig aus. Auf dem Blog „Positive Liberty“ seziert Jonathan Rowe den Artikel einer an Schwulen und Lesben leidenden Frau, der in seiner tragikomischen Larmoyanz durchaus Maßstäbe setzt:

“As a black woman who happens to be an alumnus of the University of Toledo’s Graduate School, an employee and business owner, I take great umbrage at the notion that those choosing the homosexual lifestyle are ‘civil rights victims.’ Here’s why.
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Samstag, 10. Mai 2008

Schwules Blut tut nicht gut

Wenn es um Blutspenden geht, gibt es ein überaus wirkungsvolles Verfahren um auszuschließen, dass das gespendete Blut mit Krankheitserregern infiziert ist: Man testet das Blut ganz einfach auf Erreger. Polen jedoch möchte die Gefahr infizierten Spenderbluts gleich noch mal reduzieren und dies mit einer Methode, die einem nicht wirklich überraschen kann:

Homosexuelle, Bisexuelle und Bordellkunden sollen in Polen keine Blutspenden mehr abgeben dürfen.
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Freitag, 9. Mai 2008

Schwule Islamisten?

Vor einigen Wochen erschien in der taz ein Text Zur langen Geschichte einer unseligen Diffamierungsstrategie. Gemeint ist die Unterstellung, Nazis seien allesamt verkappte Homosexuelle. Interessant ist, von wem diese Denunziation ausgeht, allesamt sind es Helden der Linken: Seien es die "Blues Brothers" oder der Karikaturist Manfred Deix, die Schriftsteller Elfriede Jelinek, Bertolt Brecht, Maxim Gorki oder der Begründer einer Richtung der Körpertherapie, Wilhelm Reich.

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Donnerstag, 8. Mai 2008

Küssen verboten…

… texteten die Prinzen 1992. Für Schwule scheint das noch heute zu gelten. Zumindest in der Karibik:

Der 23-jährige Aaron Chandler aus einer Kleinstadt Massachusetts wollte mit seinem Freund sowie dessen Schwester und Schwager auf den karibischen Kaiman-Inseln eigentlich nur feiern. Doch als er abends auf einer Tanzfläche in seiner Ferienanlage seinem Partner ein paar harmlose Küsse gab [...]

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Mittwoch, 7. Mai 2008

Der Terror der Liebenden

Man kann sich des öfteren des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bewohner der amerikanischen Südstaaten durch die Niederlage im Bürgerkrieg ein weitaus größeres Trauma davongetragen haben als bisher angenommen. In Memphis, Tennessee kam die Direktorin einer High School auf die wahnwitzige Idee, eine Liste aller Schüler anzufertigen, die sie im Verdacht hatte, miteinander verbandelt zu sein. Diese Liste wurde dann auch gleich den anderen Schülern, den Lehrern und den Eltern zugänglich gemacht.

Der Grund für diese bizarre Aktion besteht in der Sorge der Direktorin, einander zugeneigte Schüler könnten – shocking! – diese Zuneigung auf dem Schulgelände öffentlich machen:

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Dienstag, 6. Mai 2008

Christen-Offensive für Juden-Heilung

Die Christivalitis breitet sich offenbar immer weiter aus. So gibt es neue Begründungen seitens der "Offensive Junger Christen", der für das abgesagte Seminar verantwortlich zeichnenden Evangelikalen-Gruppe, wie das mit der Homo-Heilung so funktioniert:

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Montag, 5. Mai 2008

British National Pukes

Es ist nun wirklich nicht so, als hätte die rechtsextreme British National Party (BNP) jemals irgendetwas Substanzielles oder gar Intelligentes von sich gegeben. Zu erwarten ist das auch nicht von Leuten, die sich daran aufgeilen, zu einer "Volksgemeinschaft" zu gehören und deren erste Amtshandlung, sollten sie einmal die Macht erringen, wahrscheinlich darin bestehen würde, einen detaillierten Plan zur Reinhaltung des britischen Volkskörpers auszuarbeiten.

Wesentlich moderater gibt man sich dagegen in Bezug auf die Geißel der Homosexualität.

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Sonntag, 4. Mai 2008

Lasst uns Liebe machen

Der amerikanische Nachrichtenkanal ABC News hat in den Städten Verona, New Jersey und Birmingham, Alabama ein interessantes Experiment über die Bühne gebracht. Sie heuerten sowohl ein lesbisches als auch ein schwules Paar an, ihre Zuneigung zueinander in aller Öffentlichkeit Ausdruck zu verleihen, ganz so also, wie Heteros es tagtäglich tun:

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Samstag, 3. Mai 2008

Nette Schwestern, perverse Schwuchteln

Gegner der Homo-Ehe begründen ihre Opposition nicht selten damit, diese würde zu einem Dammbruch führen, auf dass schließlich irgendwann mal auch Eltern ihre Kinder, Omas ihre Haustiere und Studenten ihre Ikea-Regale heiraten können. Oder eben Geschwister untereinander. In Großbritannien war es denn nun auch fast soweit:

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hatte kein Erbarmen mit der 88-jährigen Joyce und der 90-jährigen Sybil Burden:
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Freitag, 2. Mai 2008

Durch Brandenburg im rosa Kleidchen

Die Tage werden länger und wärmer, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und balzen um die Wette. Alle sind fröhlich, glücklich und vergnügt. Nur der gemeine Homo homophobiensis sitzt mit erregter Miene in seinem dunklen Kabuff und reibt sich genüsslich die Hände. Denn gerade eben, hat er wieder eine Verschwörung der Schwulen entdeckt, die er nun unbedingt an das Licht der Öffenlichkeit zerren muss. Und was bietet sich dafür besser an als ein Internet-Forum? Eben:

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Donnerstag, 1. Mai 2008

Christival: Evangelikale Eskalation

Nachdem die Demokratiespezialisten vom Christival bereits die Ansicht vertreten haben, Kritik an ihnen sei ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, drohen sie jetzt Kritikern auch mit juristischen Schritten. Sara Dahnken, eine Vertreterin der Grünen Jugend antwortete auf die Frage von idea,

ob sie Evangelikale mit der Auffassung, Homosexualität sei eine Krankheit oder Sünde, mit Nazis gleichsetze
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