Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 2. April 2008

Watzals Groupies

Es muss ein regelrechter Traumjob sein, bei der Bundeszentrale für politische Bildung als Redakteur arbeiten zu dürfen: Man sitzt ein bisschen im Büro herum, schreibt gelegentlich ein Artikelchen und hat ansonsten jede Menge Freizeit. Zumindest bei Ludwig Watzal scheint das so zu sein. Denn der darf sein publizistisches und sonstiges Schaffen zum Thema Israel respektive Nahost seit drei Jahren ja nur noch nach Feierabend betreiben. Und angesichts der bemerkenswerten Fülle seiner diesbezüglichen Aktivitäten bleibt nur der Schluss, dass der Mann den Griffel jeden Tag ziemlich früh fallen lässt, um seiner eigentlichen Passion nachzugehen. Die wird in diesem Land zwar von den meisten geteilt, aber eben nicht von allen. Und weil einige wenige Watzals obsessive „Israelkritik“ das nennen, was sie ist – lupenreiner Antisemitismus nämlich –, seine guten Beziehungen zu Judenhassern aller Fraktionen kritisieren und die allemal nachvollziehbare Frage stellen, ob sich das wohl für einen Mitarbeiter einer öffentlichen Behörde geziemt, fühlt sich der Politikwissenschaftler verfolgt, ja, als Opfer einer veritablen Verschwörung. Zwar findet die Aufklärung über sein Tun und Treiben in aller Offenheit statt und hat so gar nichts Geheimes, Verruchtes oder Hinterhältiges. Aber was ein echter Paranoiker ist, der wittert nun mal allenthalben konspirative Absprachen, das Wirken einer – horribile dictu – (all)mächtigen Lobby also, die ihn mit niederträchtigsten Mitteln kalt lächelnd zu Fall zu bringen gedenkt. Dabei steht Watzal jedoch nicht allein auf weiter Flur, denn er hat treue Groupies, und die steigen regelmäßig zu seiner Verteidigung in die Bütt – nicht nur auf vergleichsweise unbedeutenden Internetseiten übrigens, sondern auch in Tageszeitungen mit immerhin bundesweiter Verbreitung. [...]

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