Wir sind umgezogen!

Samstag, 5. April 2008

Muslim Clause 28

Kinderbücher, in denen die sexuelle Orientierung der Protagonisten bemerkt wird, sind meist irgendwie umstritten. Das liegt daran, dass die sexuelle Orientierung, die bemerkt wird, stets die homosexuelle ist. Eine heterosexuelle Orientierung von Figuren in Kinderbüchern wird aufgrund von Heteronormativität gar nicht erst bemerkt. Homosexuelle Orientierung in Kinderbüchern sorgt aus verschiedenen Gründen für Aufregung: Die einen befürchten, damit würde Propaganda für Homosexuelle gemacht, wodurch es in der Folge vermehrt zu Homosexuellen käme, andere fürchten, Kinder würden durch die Konfrontation mit dem eher abseitigen Thema Homosexualität verwirrt und vermutlich - schon wieder! - vor lauter Durcheinander Sein selber schwul. Im Grunde genommen kann man wohl alle Ängste vor Homosexualität in Kinderbüchern eben darauf zurück führen: Auf die Angst, die lieben Kleinen könnten davon selbst schwul werden.

Bemerkenswert ist aber der Umgang mit den Ängsten. Werden sie von Christen in Europa oder Nordamerika geäußert, ist man sich in der linksliberalen westlichen Gesellschaft einig, dass die Aufregung total lachhaft sei. Werden ähnliche Äußerungen von schwarzen Christen aus der exotischen Karibik gemacht, können sie schon eher des Verständnisses sicher sein. Schließlich wurden sie vor langer Zeit mal kolonisiert, wobei es zu mann-männlichen Vergewaltigungen kam. Was das eine mit dem anderen zu tun haben soll, kann auf Nachfrage zwar niemand so recht sagen, aber irgendwie wird die Schwulenfeindlichkeit in der Karibik schon ihre Gründe haben.

Noch einfacher ist es, wenn die Ablehnung von Schwulen durch Moslems geäußert wird.

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