Wir sind umgezogen!

Samstag, 26. April 2008

Die Sorgen der „Israelkritiker“

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis, und wenn deutsche Intellektuelle eine ähnliche Gemütsregung heimsucht, schreiben sie ein Manifest. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche: eine Bruchlandung nämlich. Im November 2006 hatten 25 Politologen ein antiisraelisches Pamphlet mit dem Titel „Freundschaft und Kritik“ veröffentlicht, in dem sie dem jüdischen Staat unter anderem vorwarfen, zwecks Unterdrückung der Palästinenser den Holocaust zu instrumentalisieren, weshalb „die ‚besonderen Beziehungen’ zwischen Deutschland und Israel“ schleunigst „überdacht werden“ müssten. Außer vernehmlichem Applaus für dieses abstoßende Traktat gab es auch ein paar Buhrufe; einer davon stammte von Micha Brumlik, weshalb sich zwei der Manifest-Autoren, Reiner Bernstein und Gert Krell, mit ihm erst ins Benehmen setzten und dann eine weitere Abhandlung verfassten. Die heißt „Glückwünsche und Sorgen“, soll „eine Erklärung zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels“ sein und „einen völlig neuen Ansatz“ verfolgen, glaubt man der Frankfurter Rundschau, die dieses Papier kürzlich druckte, nachdem sie bereits dem Politologen-Manifest ein Plätzchen gewährt hatte. Achtzehn weitere Unterzeichner schlossen sich den „Glückwünschen und Sorgen“ an, darunter Daniel Cohn-Bendit, Hajo Funke, Hanno Loewy, Claudia Roth und Johano Strasser. [...]

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