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Montag, 14. April 2008

Der Schrecken der Freiheit

Die Mär vom Moral- und Werteverfall ist so alt wie die Menschheit selbst. Vor allem in kulturkonservativen Kreisen en vogue, wird sie zumeist von Journalisten des Feuilleton, von mit Sorgenfalten gezeichneten Politikern und Generaldirektoren staatsmonopolistischer Betriebe vorgetragen. Die Quintessenz des lamentierenden Mahners ist dabei immer dieselbe: Der Mensch ist schlecht, der Mensch ist verderbt und ohne die permanente Aufsicht einer Kaste gewissenhafter Priester nicht in der Lage, ein für das Ganze wertvolles und sinnstiftendes Leben zu führen.

Schwule gehören bei der Betrachtung über den angeblichen moralischen Verfall im Allgemeinen dazu und zwar deshalb, weil man ihnen unterstellt, geradezu die Prototypen hemmungslosen Egoismus und bindungsloser Verantwortungslosigkeit zu sein - Fortpflanzungsweigerung, Aids, Promiskuität etc. pp.

Das Auffälligste an den Reden der Mahner und Warner vor einer Gesellschaft sexuell hedonistischer Egoisten ist ihre Geistlosigkeit und ihr Abgleiten in absolut sinnfreie Vergleiche und Plattitüden. Dieter Stolte macht dabei auf Welt online keine Ausnahme:

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