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Donnerstag, 13. März 2008

Dem Boykotteur ist nichts zu schwör

Es war nichts anderes zu erwarten: Weil Israel anlässlich seines 60. Geburtstages Ehrengast der diesjährigen Pariser Buchmesse Salon du livre ist, boykottieren zahlreiche arabische Länder – darunter der Libanon, Tunesien, Algerien, Marokko, der Jemen und Saudi-Arabien – sowie Dutzende von arabischen Buchverlagen die morgen beginnende Literaturschau in der französischen Metropole, wie sie es bereits für eine vergleichbare Veranstaltung im Mai in Turin angekündigt haben. Sie folgen damit dem Aufruf der Islamischen Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (ISESCO) und der Union palästinensischer Schriftsteller. Der Präsident der letztgenannten Vereinigung fand die Einladung von israelischen Schriftstellern nämlich „unwürdig“, denn Israel sei ein „rassistischer Henker-Staat“, der „mehr denn je die Menschenrechte mit Füßen tritt“. Daher gelte es, die „Anti-Normalisierungsfront“ zu stärken. Und der notorische Tariq Ramadan sekundierte in der französischen Tageszeitung Le Monde, die Messe könne nicht „den jüdischen Staat feiern und das Schicksal der Palästinenser ignorieren“. Business as usual also. [...]

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