Wir sind umgezogen!

Montag, 25. Februar 2008

Mein Gott, Oskar!

Nein, es war nicht Oskar Lafontaine, der gestern um 18 Uhr im Berliner Dom die Gastpredigt hielt, es klang nur so. Tatsächlich war es Prof. Dr. Fulbert Steffensky, der im Rahmen der Fastenpredigtreihe 2008 “Wider die Habgier” wetterte. Zunächst bekundete der Hamburger Ex-Mönch noch seine Sympathie für den im zuvor gehörten Evangelium beschriebenen reichen Kornbauern, weil der es sich gut gehen lassen wollte. Während diese Haltung ökumenisch korrekt unter Berufung auf den katholischen Heinrich Böll vorgetragen wurde, eilte Steffensky bereits weiter zu dem Kommunisten Pasolini, den er mit diesem kritischen Gedanken zitierte: Ein Leben, das im Überfluss gelebt werde, sei ein Überflüssiges. Und schon war der Prediger bei Erich Fromm gelandet: Sein, nicht Haben, sei angesagt. Was er uns immerhin ersparte, war ein Zitat von Luise Rinser, dieser Mutter Theresa des christlichen Sozialismus, die mit ihrer Nordkoreabegeisterung selbst hartgesottene Linke verstört hatte.

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