Wir sind umgezogen!

Sonntag, 10. Februar 2008

Identität und Ghetto

Ein beliebter Einwand gegenüber Angeboten, die hauptsächlich Schwulen und Lesben gelten - vorgebracht wohl nicht zufällig meist von der heterosexuellen Fraktion -, lautet, damit isolierten sich die Homos selbst im Ghetto. Angesagt wäre aber doch das Einfügen in die Gemeinschaft Gesellschaft. Mich irritiert dieser Einwand jedes Mal aufs Neue. Zum einen, weil ich den Zwangscharakter, der hinter diesem Integrationsanspruch steht, unangenehm finde. Warum eigentlich sollen Schwule und Lesben sich nicht in Parallelgesellschaften bewegen, wenn sie sich dort wohler fühlen? Ich wüßte nicht, welchen Hetero das überhaupt etwas angehen würde. Zum anderen, weil der Einwand in der Regel von Menschen kommt, die sich selbst für tolerant halten, tatsächlich aber nicht mal einen Begriff von Diskriminierung haben.

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