Wir sind umgezogen!

Sonntag, 21. Dezember 2008

Weihnachtswinterpause

... und mehr. GayWest verabschiedet sich jetzt auch bei WMD. Wer uns weiter lesen will, möge den GayWest-Feedreader abonnieren.
Hier gehts zum Beitrag vor der Winterpause

Samstag, 20. Dezember 2008

Hier geht Bush!

Bush hat sich wohl vorgenommen, in den letzten Tagen seiner Amtszeit noch so viele Sympathien zu verspielen, wie nur möglich. Meine hat er verspielt. Denn die USA hat als einzigstes der westlichen Länder, ihre Unterschrift unter dem von der EU eingebrachten Dokument verweigert, welches die Staatengemeinschaft dazu aufrief, die Strafbarkeit der Homosexualität weltweit aufzuheben.

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Freitag, 19. Dezember 2008

Toleranz-Integrations-Indikator

Tatsächlich, manchmal sind die Ösis weiter als wir Piefkes:

Am 18. Dezember wird seit 2000 der Internationale Tag der MigrantInnen begangen. Für Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität), nimmt ihn zum Anlass, um auf lesbische und schwule MigrantInnen hinzuweisen: “Ein weiterer Tag, an dem wir über das gemeinsame Zusammenleben nachdenken und Ängste und Bedürfnisse der Betroffenen ernst nehmen sollten”, erklärte der Bundesrat am Donnerstag gegenüber dem SPÖ Pressedienst.

Kein Wort des Verständnisses für die Täter. Der Mann hat die potentiellen Opfer im Blick und nur sie:

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Donnerstag, 18. Dezember 2008

Ich habe nichts gegen Hinrichtungen von Schwulen, solange sie nicht bei uns stattfinden

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

ich laß ihren Beitrag in der Welt Online und bin einigermaßen schockiert. Ich gebe gerne zu, dass ich sie als Politiker immer gut fand, mir war ihre Homosexualität immer egal. Das sie dies öffentlich machten, ist ihr gutes Recht.

Und was kommt jetzt? “Ich habe nichts gegen Schwule, aber…”?

Umsomehr stört mich, dass sie dieses Thema nun offenbar in Verbindung mit Entwickungszahlungen an Dritte Welt Länder benennen wollen.

Reingefallen, eine neue Variante, eine Art schwuler Kulturrelativismus. Ich habe nichts gegen Hinrichtungen von Schwulen, solange sie nicht bei uns stattfinden.

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Mittwoch, 17. Dezember 2008

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen

Vor zwanzig Jahren ereignete sich in der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Tasmanien ein Zusammenstoß von schwullesbischen Demonstranten und der örtlichen Polizei. Vorangegangen war eine Zusammenkunft eben jener Aktivisten auf einem öffentlichen Platz der Stadt. Irgendein um Moral und Anstand besorgter Bürger verständigte die Polizei, die dem Treiben ziemlich unsanft ein Ende setzte - in voller Übereinstimmung mit den damaligen Gesetzen, jedoch nicht ohne Gegenwehr.

Nun, im Jahre 2008, hat sich der Stadtrat von Hobart offiziell für die Polizeiaktion entschuldigt:

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Heute schon eine Familie zerstört?

Nächstes Jahr wird in der Limmat-”Metropole” Zürich der “Europride” stattfinden. Und alle sind dafür: der Stadtrat, die städtische Wirtschaft und die Bevölkerung. Na ja, nicht ganz, die üblichen Verdächtigen innerhalb der Bevölkerung machen bereits jetzt ein fürchterliches Gewese. Auf ihrer Homepage erklärt uns die “Familienlobby Schweiz” detailliert, was sie vom Europride hält. Nämlich gar nichts:

100′000 Schwule und Lesben sollen im Rahmen der EuroPride im Juni 2009 auf Zürichs Strassen paradieren. Laut Tages-Anzeiger sind die Organisatoren bei Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) und Stadträtin Esther Maurer (SP) auf grosses Wohlwollen gestossen (TA 9. Jan. 2008, S. 51). Auch Zürich Tourismus und Unique Flughafen Zürich heissen die Massen herzlich willkommen (Homepage der Organisatoren).

Unglaublich! Ledergerber und Maurer! Was ist nur aus der guten, alten Sozialdemokratie geworden?

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Montag, 15. Dezember 2008

Eitler Nazi-Homo mit SM-Appeal

Stephan Weiler, derzeitiger “Mister Schweiz”, scheint es nicht leicht zu haben. So wurde ihm das Tragen eines Nazi-Emblems vorgeworfen, seine Eitelkeit und eine Zahnkorrektur, eine angeblich ausgestopfte Unterhose, doch das war alles nichts gegen das:

Auf dem Höhepunkt dieser Welle wurde Weiler wegen eines Bildes in einem Schwulenmagazin Homosexualität angedichtet – ein Gerücht, das sich hartnäckig hält: Als sich Weiler vor kurzem von seiner Freundin Jasmin Braunwalder trennte, schrieb «News»: «Mister Schweiz Stephan Weiler wieder Single – ist er doch schwul?»

In der Berner Zeitung ist man einfühlsam und fragt daher:

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Sonntag, 14. Dezember 2008

Evangelikale Skylla und islamische Charybdis

Christen pfui - Moslems hui: Mit öffentlichen Geldern gegen Evangelikale

ist ein Kommentar auf dem christlichen Medienmagazin “pro” überschrieben, ohne dass die Überschrift einen inhaltlichen Widerspruch nötig machen würde. Denn was in “q-rage”, der Zeitung von “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage” veröffentlich wurde, hat es in sich. Da werden in einem Artikel Evangelikale in Deutschland als eine Mischung aus Dummbeuteln und Verfassungfeinden abqualifiziert, die offenbar den Einsatz einer antirassistischen Bewegung dringend erforderlich machen - als ob deutsche Evangelikale in den letzten Jahren in irgendeinem Zusammenhang rassistisch aufgetreten wären.

“Schule ohne Rassismus” wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, von der Europäischen Union, von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gefördert. Da wundert einen doch der Tenor, in dem in einem anderen Artikel der Islam als geeignet für Menschen auf der Suche nach einfachen Antworten geschildert wird, allerdings ganz im Gegensatz zu dem Artikel über die Evangelikalen voller Sympathie:

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Euer Mitleid brauch ich nicht!

Ach herrje, wie konnte das nur passieren? Hat man der Katholischen Kirche etwa Unrecht getan, als man sie bezichtigte, ihr Einwand gegen eine Resolution der Europäischen Union zur weltweiten Abschaffung der Strafbarkeit der Homosexualität, sei den Menschenrechten abträglich? „Allerdings“, schallt es aus Rom, denn wieder einmal haben eifernde Homos etwas grundsätzlich missverstanden:

Laut Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ist die katholische Kirche gegen jede Kriminalisierung von Homosexualität. Diese Position stehe überhaupt nicht zur Debatte […]

Nun, das ist nett von dir, Vatikan, wir wissen das zu schätzen.

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Freitag, 12. Dezember 2008

Kultur des Todes - Der Kampf gegen den Dschihadismus hat gerade erst begonnen

Nach den Terroranschlägen der Religion des Friedens in Mumbai, bekommen es auch konservative Christen in den USA mit der Angst zu tun. Einer davon ist Pat Boone, seines Zeichens ehemaliger Schlagersänger, der sich auf WorldNetDaily blumig seine Angst von der Seele schreibt:

When the dust begins to settle after many horrifying hours, the body count has reached nearly 200, and many more are injured and emotionally scarred for the rest of their lives. The perpetrators? Though no demands were made, and no group immediately took credit for the insane attack, all evidence points to Islamic terrorists, likely from Pakistan.
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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Westerwelle gegen den Rest der Welt

Guido Westerwelle hat Großes vor. Im Jahr 2009 wollen er und seine Partei, zusammen mit der CDU, die Regierung stellen. Und mehr noch: Westerwelle spekuliert auf das Amt des Außenministers. Doch gibt es da nicht ein Problem?

Westerwelle wäre der erste bekennende Homosexuelle, der das Außenministerium leiten würde.

Donnerlüttchen! Das ist ja mal ein Ding! Darf der das? Wie soll das gehen? Kann man ihn unter diesen Umständen nach Saudi-Arabien reisen lassen?

Ein Hindernis sieht der FDP-Chef darin nicht: “Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung hat überhaupt kein Problem mit meinem Privatleben. Es würde unserer Außenpolitik übrigens gut anstehen, wenn sie diesen Geist der deutschen Toleranz in andere Länder tragen würde.”

Und wie macht man das?

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Mittwoch, 10. Dezember 2008

Eidgenössische Geschmackspolizei

Auch in der Schweiz ist frau von der stetigen Homosexualisierung genervt:

In den wilden 70er-Jahren, in denen mit Revoluzzer-Elan Grenzen ramponiert wurden, gab es eine Subkultur, auf die sich heute sehnsuchtsvolle Blicke richten. Denn in dieser Subkultur wurde unter anderem probiert und kultiviert, was inzwischen bis zum Überdruss in der Normalowelt angekommen ist: die Inszenierung und Darstellung zum Beispiel von Homosexualität. Das war lange bevor diese infolge des Aids-Schocks aus Präventionsgründen enttabuisiert und im Zuge der politischen Korrektheit Gegenstand von Gender-Seminaren wurde.

Wer da warum Überdruss empfindet, braucht offenbar keine nähere Erklärung, das gesunde Volksempfinden versteht sich und seinesgleichen ohne viele Worte.

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Dienstag, 9. Dezember 2008

Kritische Betrachtungen zum Aktionplan der Berliner Grünen gegen Homophobie

Die Fraktion der Berliner Grünen hat konkretisiert, wie sie sich einen Aktionsplan vorstellt, dessen Ziel es sein soll, Homophobie in der Hauptstadt und überhaupt zu bekämpfen. Im Großen und Ganzen klingen die angeführten Vorschläge recht vernünftig. Schauen wir uns diese mal an:

1. Um eine Datengrundlage zu erhalten, müssen regelmäßig Umfragen zu Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transgender durchgeführt und die Polizeistatistik verbessert werden. Für Lesben und Transgender liegen entsprechende aktuelle Erhebungen nicht vor.

2. Härtere Strafen sind nicht das geeignete Mittel zur Abschreckung,

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Sonntag, 7. Dezember 2008

Darf man Krankheiten legalisieren?

Die Bundesregierung Indiens streitet schon seit einiger Zeit mit dem Obersten Gericht des Landes darum, wie zukünftig mit den Homosexuellen des Landes zu verfahren ist. Die Strafbarkeit der Homosexualität erfreut sich in der größten formalen Demokratie der Welt offenbar besonderer Beliebtheit. Homo- und Aidsgruppen Indiens bitten regelmäßig um Aufhebung dieses anachronistischen Strafrechtsparagrafen, von dem mittlerweile ja selbst die bösen ehemaligen Kolonialherren aus Großbritannien eingesehen haben, dass er totaler Unsinn ist. Nicht so die indische Regierung selbst, die in der Strafbarkeit der Homosexualität so etwas wie einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Volksgesundheit sieht. Denn erstens sind Schwule pervers und zweitens so was von krank:

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Samstag, 6. Dezember 2008

Auf liberalen Schwingen zum Teufel

Gestern morgen wurde einer von Russlands Würdenträgern für immer abberufen:

Alexi II. starb am Freitag morgen in seiner Residenz bei Moskau an einem Herzinfarkt. Noch am Vortag hatte der 79-jährige einen Gottesdienst zelebriert. Bereits seit längerer Zeit litt Alexi II. an Herzbeschwerden; im Vorjahr war er in einer Schweizer Klinik behandelt worden.

Die Regierungselite des Landes zeigt sich naturgemäßen betroffen, verliert sie mit dem Patriarchen - ja, so nennen sich die russisch-orthodoxen Führungskräfte tatsächlich - doch einen bewährten Streiter wider westliches Machtstreben und ebensolche Dekadenz:

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Freitag, 5. Dezember 2008

Homosexuelle Orthodoxie

Theologisch konservative Anglikaner in den USA und Kanada haben damit begonnen, eine eigene Kirche zu gründen. In einer Pressekonferenz am 3. Dezember in Wheaton bei Chicago stellten sie eine vorläufige Kirchenverfassung vor.

Im Gegensatz zu anderen Abtrünnigen wollen die Häretiker aber ausdrücklich Teil der Anglikanischen Kirche bleiben:

Die neue Anglikanische Kirche in Nordamerika möchte Teil der Weltkirchengemeinschaft bleiben. Um als Kirchenprovinz anerkannt zu werden, braucht sie die Zustimmung von zwei Dritteln der geistlichen Leiter der weltweit 38 Kirchenprovinzen mit zusammen über 70 Millionen Mitgliedern.

Da es sich bei den Spaltern um Schwulenfeinde handelt, liegt natürlich nichts näher, als sich mit den rückständigsten Teilen der anglikanischen Weltkirche zu verbünden bzw. auf deren Unterstützung zu hoffen:

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Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ein Herz für Schwule

Nach der Bibel in gerechter Sprache kommt jetzt die Homo-Bibel:

Im Englischen gibt es 116 verschiedene Bibel-Versionen. Für Max Mitchell von der Produktionsfirma Revision Studios ist das Grund genug, um eine Bibel für Schwule herauszugeben. Das Werk entsteht gerade online, im Frühling 2009 soll es komplett sein. Schon verfasst ist die Genesis der «Prinzessin-Diana-Bibel».

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Mittwoch, 3. Dezember 2008

Warum die Straflosigkeit der Homosexualität ein Akt religiöser Diskriminierung ist

Frankreich hat sich vorgenommen, im Namen der Europäischen Union, der UNO den Vorschlag zu unterbreiten, für die Aufhebung der Strafbarkeit der Homosexualität weltweit einzutreten. Man kann bereits jetzt davon ausgehen, dass diese lobenswerte Initiative in der Versenkung der UN-Bürokratie verschwinden wird, hat sie doch mit der Anerkennung der individuellen Freiheit und so gar nichts mit kulturellem Pluralismus bzw. religiösen Befindlichkeiten zu tun.

Kritik an der französischen Initiative kam dann auch prompt und das - quelle surprise! - von der einzigen Theokratie auf europäischem Boden. Der Vatikan zeigte sich ein wenig irritiert und schwurbelte kräftig drauf los:

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Arme, kleine Heten - Ausweitung der Kampfzone

Dass es vereinzelte Homos gibt, die angesichts der demokratischen Entscheidung in Kalifornien, Schwulen und Lesben ein Recht zu verwehren, dass Heteros wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, in ihrem Aktionismus ein wenig über die Stränge schlagen, sollte nicht verwundern, denn Homos sind auch nur Menschen und es gibt kein Zentralkomitee, das vorschreibt, wie Schwule zu denken und zu handeln haben. Michelle Malkin - ihres Zeichens konservative Bloggerin, die mit jedem Mann ins Bett steigen kann ohne befürchten zu müssen, dafür auf der Straße zusammengeschlagen zu werden und die anscheinend nur deshalb gegen die Islamisierung ist, weil sie diese als Konkurrenz zu ihrem eigenen Gedankengut betrachtet - berichtet nun schon seit geraumer Zeit von den Untaten der homosexuellen Banden in den USA. Zum Beispiel dieser hier:

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Montag, 1. Dezember 2008

Geschmack oder Weltanschauung - Man hat die Wahl

Jacques Schuster macht in der Literarischen Welt Lust auf das neue Buch von Lothar Gall “Portrait einer Epoche”:

Heutzutage gibt es nicht mehr viele Herren. Irgendwann seit den späten Sechzigerjahren haben sich ihre Reihen gelichtet. Das mag nicht nur an der Studentenbewegung liegen, sondern es ist auch eine Frage der Generation. Offenbar ist die Anlage zum Grandseigneur, zum weltmännischen Auftreten (auch das ein fast ausgestorbenes Wort!) zumindest in Deutschland ab den Geburtsjahren 1940 selten geworden. Wer heute noch auf Herren trifft, der sieht sie gemessenen Schrittes dem Greisenalter entgegen gehen.

Was sind Herren, mag nun der eine oder andere Leser fragen und bringt den Autor in Verlegenheit.

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Sonntag, 30. November 2008

Schwedisch ambig

Katholische Gruppen haben in Polen zum Boykott des schwedischen Möbelhauses Ikea aufgerufen.

schreibt queer.de wahrheitsgemäß, um schon im nächsten Satz bei der Grundlage für den Aufruf ins Reich der Fantasie hinüber zu gleiten:

Im neuen Katalog ist auch ein Homo-Paar abgebildet.

Nun ist die Argumentation der Fundi-Katholiken korrekt wiedergegeben, nur was da für ein Paar im Katalog zu sehen ist, das ist weit weniger eindeutig. Ich habe das ganze zuerst für die Frühstücksidylle eines Heteropaares gehalten, bis mir die Brustbehaarung bei der “Frau” auffiel. Andere queer.de-Leser hielten die Beiden für Vater und Sohn. Die Reaktion von Ikea, das vor einem guten Jahr noch mit einer Maßnahme vorauseilenden Gehorsams gegenüber islamischen Feinden der Meinungsfreiheit von sich reden machte, ist ebenfalls mehrdeutig:

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Freitag, 28. November 2008

Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist

Die schwule Lobby hat wieder zugeschlagen, dieses Mal in Großbritannien. Dort wurde ein Polizist vom Dienst suspendiert, weil ihm offensichtlich nicht ganz bewusst war, dass er britisches Recht und nicht die Gesetze seiner Kirche durchzusetzen hat:

The complaints against PC Cogman stem back to 1995 when a gay colleague sent emails round to staff encouraging them to support Gay History Month by wearing a pink ribbon.

Auszeit! Was um alles in der Welt ist ein “Gay History Month“?

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Donnerstag, 27. November 2008

Warum Frauen in Hosen eine Gefahr für die nationale Sicherheit sind und was das mit Kardinal Meisner zu tun hat

Nachdem der Kölner Erdbeerschorch Papa Benedikt seinen Rücktritt angeboten hat, lassen wir uns überraschen, ob der Papa das Rücktrittsgesuch annimmt. Wenn ja, bin ich auf den Nachfolger gespannt. Vielleicht holt man sich ja einen wie Stefan Wurm, den Vorsitzenden der Katholischen Jugend (KJ) in Österreich. Der hat ein Interview gegeben und dabei für Unmut gesorgt. Laut CHiLLi.cc, "Europas Jugendseite", wollten er und seine Mitarbeiter nämlich

mit vatikanischen Zensur-Methoden CHiLLi.cc zu einem braven Kirchenmedium machen: Gefordert wurden vorformulierte Interview-Fragen, die Freigabe eines von der KJ übermittelten Wurm-Lebenslaufs sowie die Verstümmelung gesagter Wahrheiten (etwa zum Thema Homosexualität).

Zum Glück hat CHiLLi.cc das Fähnlein des investigativen Journalismus nicht untergehen lassen und so lesen wir im unzensierten Interview mit Stefan Wurm auf die Frage, warum die Kirche ein Problem mit der Homo-Ehe habe:

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Mittwoch, 26. November 2008

Arme, kleine Heten

Heplev schäumt :

Was treibt die Homosexuellen-Szene eigentlich dazu, immer wieder Persönlichkeiten der Geschichte für sich und ihre sexuelle Ausrichtung zu reklamieren? Abraham Lincoln wurde schon Homosexualität angedichtet, jetzt ist es König Ludwig II. von Bayern. Haben die Schwulen derart wenig Selbstvertrauen, dass sie sich mit Gewalt (s. Kalifornien) und Geschichtsrevision stark machen müssen? Oder haben die Recht, die behaupten, sie wollten die Dominanz der Heterosexuellen mit aller Macht?

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Dienstag, 25. November 2008

Evangelikale raus aus Castro…

Die Freude im Gefolge von Proposition 8 mag hoch sein, aber was sich in der Nacht des 14. November in San Franciscos Castro-Distrikt abgespielt hat, erntet bei mir Kopfschütteln, Unverständnis und erzeugt ein Gefühl der Beklemmung nebst Gänsehaut:

Betende Christen, welche die "Anwesenheit Gottes", in den Stadtteil bringen wollten,

genauer gesagt also evangelikale "Christen",

die in den 70er Jahren mit Anita Bryant verantwortlich waren für den Slogan "Töte einen Schwulen - für Jesus",

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Montag, 24. November 2008

Keine Lust auf Integration?

Aktuelle Daten über homophobe Hassgewalt in den Niederlanden bringen die queer.de Redaktion zu einer erstaunlichen Erkenntnis. Demnach

stellten islamisch orientierte Migranten nicht die Hauptgruppe unter den Tätern: Bei nur 16 Prozent der Täter handele es sich um “Nicht-Weiße”, heißt es in der Statistik. Die große Mehrheit der Täter seien eingeborene Niederländer.

Keine Ahnung, wie man bei queer.de darauf kommt, dass islamisch orientierte Migranten stets “Nicht-Weiße” seien oder darauf, dass eingeborene Niederländer nicht auch islamisch orientiert sein könnten. Nicht umsonst gibt es schließlich den Terminus “mit Migrationshintergrund”, womit weder eine Aussage über die Hautfarbe noch über das Geburtsland des Bezeichneten getroffen ist. Doch die größte Gefahr für Schwule droht sowieso von ganz anderer Seite, wie ein Kommentator erkannt hat.

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Sonntag, 23. November 2008

Raumorientierte Jugendzentren für heterosexuelle Volksgenossen ohne Aids

Nationale Sozialisten, immer empört, wenn es gegen das böse Finanzkapital, die Juden, die Globalisierung und den Abbau des Sozialstaates geht, leben in ihrer eigenen kleinen Welt raumorientierter Intelligenz. Ihr Leben läuft in festen Bahnen des heimischen Reviers, das gegen Fremde verteidigt wird und in der alles was von Außen kommt, erst einmal auf Kompatibilität mit völkischer Anschauung abgeklopft werden muss. Mit Ferkeleien wie Homosexualität erntet man in den Kameradschaften dieser Welt wenig Sympathien und das obwohl es zur guten Tradition internationaler Sozialisten gehört, genau dies zu behaupten.

Ihre Provinzialität, ihren Mief und ihre durch die Globalisierung unangetastete Bildung beweisen Berliner Nationalisten in ihrem Blättchen, mit dem beschaulichen Namen “Berliner Bote“. Eine Sektion befasst sich mit der in Berlin heimischen Subkultur schwuler Lebensweisen. Der kurze Beitrag liest sich ob seiner kindlichen Naivität äußerst amüsant, was schon mit dem Titel losgeht:

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Samstag, 22. November 2008

Die hard - go gay

Ist es nicht irgendwie amüsant, dass es immer noch Menschen gibt, die man mit Homosexualität bis auf’s Blut reizen kann? Die wiederaufgelegte Band “Boyzone” hat bestimmt nicht damit gerechnet:

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Donnerstag, 20. November 2008

Verschwörung aus Angelsachsen

Gender Mainstreaming nennt sich der Versuch, die eingebildete Benachteiligung von Frauen in der westlichen Welt durch eine Art bevorzugten Blick auf Frauen ausgleichen zu wollen. Es gibt viele Gründe, dieses Theater abzulehnen, darunter auch solche, die mit klarem Kopf ebensowenig nachzuvollziehen sind wie das kritisierte Konzept selbst. Zu letzteren gehört die Idee, beim Gender Mainstreaming ginge es um die Abschaffung der Geschlechter. Das ist auch die Ansicht der FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz, die

in einem Buch eine Verschwörung auf(deckt):
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Mittwoch, 19. November 2008

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin schwul.

So, oder so ähnlich, könnte man das Weltbild des Fundi-Christen Newt Gingrich zusammenfassen. Seit jeher ein aufrechter Ritter für Moral, Sitte und Anstand, hat Gingrich jetzt eine neue Leidenschaft entdeckt: den Kampf gegen den Faschismus, manifestiert in der Bewegung (!), die irgendwie schon immer faschistisch war: die der Homos und insbesondere die der Schwulen. Ja, Newt Gingrich hat von europäisch, linken Traditionen gelernt, auch wenn seine Begründung ein wenig anders strukturiert ist.

In einem Interview mit John O'Reilly bei FOX News - der Medienfamilie übrigens, die bspw. mit den Simpsons selbst gehörig zur Verschwulung der Welt beiträgt - legte Gingrich, befeuert von Busenkumpel O'Reilly, dann auch so richtig los:

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Dienstag, 18. November 2008

Von hinten links durch die Mitte nach Strukturell-Diskriminierungstan

Nachdem Sascha Steuer (CDU) den Berliner Senat aufgefordert hatte, moslemische Gewalt gegen Schwule zu bekämpfen, reagiert Klaus Lederer von der regierenden Linken mit der Forderung, CDU-Gewalt gegen Schwule zu bekämpfen. Zudem erinnert er daran, dass auch Menschen ohne Migrationshintergrund zuweilen homophob auftreten, bspw. der längst verblichene katholische Bischof Dyba. Schlimmer noch, auch amtierende katholische Würdenträger, adelige Schreckschrauben und CDU-Politiker waren oder sind irgendwie gegen die Gleichstellung von Schwulen mit Heteros oder jedenfalls irgendwie nicht unserer Meinung bezüglich Homosexualität:

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Montag, 17. November 2008

Von der schwulen Sau zum schwulen Lebensstil

Ein Gutes hat das verlorene Referendum über die Homo-Ehe in Kalifornien ja: Anhand der Werbe- und Infospots unserer Gegner, lässt sich vorzüglich analysieren, was Homos in den nächsten Jahren so alles erwartet. Das Fazit sieht dabei relativ klar aus: Homophobie wird sich immer öfter durch die Nebelwolken vordergründiger Toleranz äußern. Homosexualität ist nicht mehr “abartig” , “pervers” und “scheiße”, sondern nur noch ein Defizit. Die Träger dieses Defizits kann man dabei schon mal zur Gartenparty einladen, doch wird auch dort ihnen beständig klar gemacht werden, dass ihnen einfach ein entscheidendes Kriterium fehlt, um voll als Mensch akzeptiert zu werden:

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Sonntag, 16. November 2008

Warum Intoleranz manchmal notwendig ist

Es war im Herbst 2005, als in Berlin ein Grußwort des Regierenden Bürgermeisters an ein Fetisch-Festival für Unmut sorgte. Nicht nur die CDU empörte sich, die

Bilder in der Werbebroschüre “zeigen unumwunden Akte enthemmter Gewalt” und “faschistoide Motive”.

Doch aller öffentlich artikulierte Abscheu half nicht, das Festival scheint sich etabliert zu haben und fand so auch in diesem Jahr erneut statt. Dieses Jahr jedoch gab es erstmals massive Proteste von Anwohnern:

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Die Heilung des Ted Haggard

Erinnern Sie sich noch an Ted Haggard? Ja, das ist dieser evangelikale amerikanische Pastor, der Zeit seines Lebens Schwule und Lesben verdammte und dann mit einem Callboy erwischt wurde. Doppelmoral? Heuchelei? Nicht wenn man ein guter evangelikaler Christ ist. In dem Fall, gibt es nämlich eine Vielzahl von Mechanismen und Erklärungsmodellen, die es einem erlauben, auch weiterhin als reines, unschuldiges Opfer darzustehen, das vom Bösen verführt wurde. Und das Böse sind natürlich die Homos:

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Freitag, 14. November 2008

Sieben Gebote für den neuen schwulen Menschen

In Kalifornien geht es nach der Ablehnung der Homo-Ehe durch eine Front arroganter heterosexeller Narzissten hoch her. So wird z. B. spekuliert, ob die von homosexueller Seite artikulierte Empörung über den Ausgang des Referendums die Geburtsstunde einer neuen Schwulenbewegung sein könnte und es werden allerhand Analysen angestellt, warum man die Heteros bislang nicht davon überzeugen konnte, ihre Privilegien solidarisch mit denen zu teilen, die qua sexueller Orientierung nicht ganz so begünstigt sind.

Im Kommentarbereich des von mir sehr geschätzten liberal-koservativen Independent Gay Forum glaubt ein User die Antwort gefunden zu haben. “Ashpenaz” scheint der Meinung zu sein, die Homos seien - mehr oder weniger - selbst schuld daran, wenn Heteros uns das Recht auf Eheschließung verwehren wollen. In einem Sieben-Punkte-Plan führt er aus, was sich seiner Meinung nach ändern muss, damit “wir” endlich als Menschen wie alle anderen auch anerkannt werden:

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Wie ein Rapper mit seiner AK Schwule töten will, weil er es nicht ertragen kann, wenn diese Kinder aufziehen wollen, welche Hohlbirnen wie er (...)

(...) in einem Anfall von Notgeilheit mit irgendso einer billigen Schlampe gezeugt haben, dann diese verließen und sich weigern Unterhalt zu zahlen, woraufhin die Kinder in Armut leben müssen, was die Asi-Papas natürlich dazu verpflichtet, nebenbei Schwule umzubringen, damit diese nicht Kinder adoptieren können, die ohne Adoption keine Zukunft hätten, was den Asi-Papas aber egal ist, weil es hier um ein Prinzip geht, das es Schwulen nun mal nicht erlaubt, am Leben zu bleiben

Endlich mal ein Rapper mit Mumm in den Knochen. Endlich mal ein Rapper mit Eiern. Endlich mal ein Rapper, der sich nicht entschuldigt, ein vollkommenes A****loch zu sein:

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Mittwoch, 12. November 2008

Steuer (CDU): Moslemische Gewalt gegen Schwule bekämpfen!

Sascha Steuers Plädoyer für eine konsequente Bekämpfung der zunehmenden Gewalt gegen Schwule in Berlin hat nicht nur bei GayWest eine positive Resonanz erfahren. Jetzt legt Steuer im Interview mit dem Tagesspiegel nach. Darin wird gleich zu Beginn deutlich, wie Klaus Wowereit und sein Senat sich für die Situation von Lesben und Schwulen in Berlin interessieren, wenn gerade keine Wahl ansteht: Überhaupt nicht, wie man an der ausgebliebenen Reaktion des Senats auf Steuers Aufforderung zum Handeln sieht. Steuer erinnert an einige seiner Vorschläge, mit denen die Situation von Lesben und Schwulen in Berlin verbessert werden könnte, verweist aber auch auf die Zurückhaltung, die aus einer falsch verstandenen Toleranz gegenüber “religiösen Gefühlen” erfolgt:

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Dienstag, 11. November 2008

Mit Mormonophobie gegen Homophobie?

Die Schwulen und Lesben Kaliforniens sind - gelinde gesagt - stinksauer darüber, dass eine knappe Mehrheit der Einwohner des Golden State nichts besseres zu tun hatte, als ihnen das Eherecht wieder zu entziehen. Unter speziellem Beschuss stehen insbesondere Mormonen, deren Kirche zu den Hauptgeldgebern der unseligen Verfassungsänderung gehörte. Nun wird von schwul-lesbischer Seite zum Boykott von Utah aufgerufen, dem Staat, in dem eine Mehrheit der Bevölkerung Mormonen sind:

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Montag, 10. November 2008

Zeit zum Heulen

Da ich ein lernfähiger Mensch bin, berücksichtige ich die Ratschläge diverser meiner Mitmenschen. Markusoliver - der fest in seiner Heimat verwurzelte, bekennende Hetero mit seinen schwulen Freunden - legt mir nahe, mich auszuheulen, weil er mich augenscheinlich argumentativ besiegt hat, was er daran festmacht, dass ich ihn kritisiert habe. So schreibt er:

Sorry, aber ich kann nichts dafür, dass es so ist wie es ist. Es mag Dir schwerfallen das zu akzeptieren, aber Schwule sind weder bessere Heteros, noch gescheiterte Frauen.

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Sonntag, 9. November 2008

Warum Klaus Lederer eine gesonderte Erfassung schwulenfeindlicher Übergriffe falsch findet und was davon zu halten ist

Nun hat es also auch die Polizei in Berlin gemerkt: Gewalttaten gegen Schwule und Lesben nehmen zu. Auch wenn man offiziell die sexuelle Orientierung der Opfer von Straftaten gar nicht erfasst,

Intern registriert die Polizei bereits seit drei Jahren eine Zunahme von Übergriffen. Im vergangenen Jahr habe es 43 Fälle von Hasskriminalität wegen der sexuellen Ausrichtung der Opfer gegeben, so die Polizei. 2006 waren es 28, im Jahr davor 15. Es sind dies nur wenige eindeutige Fälle, die Dunkelziffer ist hoch.

Um

die Sichtbarkeit der Gewalttaten gegen Homosexuelle zu erhöhen,

findet

Katharina Doumler, Projektleiterin der „Respect-Gaymes“ beim Lesben- und Schwulenverband

es durchaus in Ordnung, wenn die Polizei in Zukunft

Daten über die sexuelle Orientierung von Gewaltopfern

erfasst, mit einer Einschränkung allerdings.

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Samstag, 8. November 2008

Seminar Nummer 9: “Der Trend dürfte klar sein” - Warum Heteros mehr über Schwule wissen, als diese selbst

Als Schwuler hat man es wahrlich nicht leicht. Spricht man sich gegen die Scharia aus und erwähnt, dass Migranten aus dem islamischen Kulturkreis ein kleines bisschen mehr zur Gewalt neigen als vietnamesische Migranten, kann man sicher sein, dass man als Rassist tituliert wird, zumindest aber um die Ohren gehauen bekommt, dass man als Minderheit doch gefälligst tolerant zu sein habe. Kulturkonservative Rechtsreaktionäre halten Schwulen dagegen gewöhnlich vor, schwul zu sein, was natürlich voll schlimm ist, wegen dem sterbenden Volk, den einsamen deutschen Madels und überhaupt. Kewil, Autor des Blogs “Fakten-Fiktionen”, rechtfertigt seinen Schwulenhass noch mit einem anderen Grund: nämlich dem, Schwule seien verantwortlich für die Islamisierung des Westens und damit letztendlich an ihrer Verfolgung selber schuld. Bei Kewil liest sich das dann so:

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Freitag, 7. November 2008

Seminar Nummer 8: Von der Ehe und der narzisstischen Arroganz der Heteros

Es gehört zu den Grundtopoi der Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben, dass diese ihre Sexualität für etwas ganz besonderes halten, beständig damit kokettieren würden und diese gar als der Heterosexualität überlegen ansehen. Zur Bekräftigung dieser These verweist man immer wieder gerne auf diverse CSD-Paraden, auf “Proud-to-be-gay”-Bumpersticker und auf das Homo-Pärchen, dass sich auf der Straße flüchtig küsst. Und sicher: Bei ledigich oberflächlichem Denken könnte man zu dem Schluss kommen, dass z.B. CSD-Paraden nichts anderes ausdrücken, als den Narzissmus einer selbstverliebten Gruppe sexueller Hedonisten, die privates öffentlich zelebriert und die Grenzen von Vernunft, Moral und Anstand über Bord geworfen hat.

Doch dieser Schnellschuss geht nach hinten los. Die Zelebrierung sexueller Orientierung pauschal den Homosexuellen anzulasten, ist nichts anderes als eine heteronormative Konstruktion, die nicht erkennen will, dass

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Donnerstag, 6. November 2008

Wofür PI schwule Opfer braucht

Das rechte Schmierfinken-Portal PI wirkt zur Zeit ein wenig wirr, wenn es um die Homo-Frage geht. Einerseits wird in üblicher Manier vom (w)armen Wowi gekalauert, was das Zeug hält, andererseits outet man sich als User bei GayRomeo und ruft zur Solidarität mit Opfern antischwuler Migrantengewalt auf. Wobei der Focus hier auf Migrantengewalt und nicht auf antischwuler Gewalt liegt, weshalb schon der 7. Kommentator unter der vermeintlichen Homo-Solidaritätserklärung weiß:

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Mittwoch, 5. November 2008

Willkommen in Berlin!

Berlin ist eine Reise wert: In Kreuzberg sollte man seinen Mercedes nicht mehr parken, weil es ziemlich schnell passieren kann, dass er von linken Revolutionären im Dienste der Arbeiterklasse angezündet wird. Busfahrer, die den Fahrschein kontrollieren wollen, werden schon mal handgreiflich darauf aufmerksam gemacht, dass Fahrscheine sozial deklassierend sind. Und Homos sollten es tunlichst unterlassen, in multikulturellen bzw. den SED/NPD-Vierteln am Stadtrand sich als solche erkennen zu geben, weil es dann schon mal vorkommen kann, dass sozial benachteiligte Jugendliche sich ob ihrer Heterosexualität diskriminiert fühlen und zuhauen. - Ja, Berlin ist toll und gäbe es nicht die vielen Touristen im Zentrum, würde die Stadt an ihrer eigenen Provinzialität und ihrem Mief ersticken.

Am Donnerstag vergangener Woche begab sich nun auch Polizeipräsident Dieter Glietsch in die Stadt, gemeinsam mit seiner Entourage an Leibwächtern. Und wie jeder Tourist kam man um eine Fahrt mit der U-Bahn nicht herum:

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SPD-Phantasien: Mut zur Montage

Klaus Wowereit hat es nicht leicht. Während rechte Schmierfinken dämliche Anspielungen auf seine sexuelle Orientierung machen, muss er sich von der Front der Literaturkritiker vorwerfen lassen, er habe sich zu einem Zeitpunkt geoutet, als

für einen solchen Auftritt hierzulande glücklicherweise kein sonderlicher Mut erforderlich

war. Eigentlich aber hat Wowereit sowieso keine Chance bei der Literaturkritik, zumindest in der Person von Rolf Löchel, er ist nämlich ein Mann. Und die sind feige, wie Löchel an einem historischen Gegenbeispiel belegen will.

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Montag, 3. November 2008

Umfrage 1: Besser schwul fernsehen?

Endlich sind wir in der Lage, selbst Umfragen durchzuführen. Und bei unserem ersten Test-Ted - mal schauen ob es funktioniert -, geht es auch gleich voll krass zur Sache. Wie wir alle wissen, gibt es in Deutschland jetzt einen ersten schwulen Fernsehsender: TIMM. Und was halten Sie davon?

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Sondergesetze für Moslems?

Folgt in Bayern nach dem kleinen Schmankerl für die Homos jetzt ein großes für die Moslems? Der Vorschlag des künftigen Integrationsbeauftragten des Freistaats, Georg Barfuß (FDP), in Bayern

Teile der Scharia (zu) erlauben

läßt dieses vermuten.

„Wo sich die Scharia mit dem Grundgesetz als kompatibel herausstellt, soll sie in Bayern erlaubt sein“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ den Politiker.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die ersten Moslems sich darüber beklagen, eine solche selektive Scharia-Verwendung sei “Gotteslästerung”, den Islam gebe es entweder ganz oder gar nicht. Bis dahin frage ich mich, wofür man einen Integrationsbeautragten braucht, der für einen Teil der Bevölkerung Sondergesetze vorschlägt und damit der Entstehung von Parallelgesellschaften Vorschub leistet

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Samstag, 1. November 2008

Warum Kritik am Islam einem Verrat an der Freiheit gleich kommt

Der am 28. Oktober in Berlin abgehaltene “Runde Tisch gegen Homophobie hat sich als überflüssig entpuppt. Nach ganzen zwei Stunden, gingen die Akteure ergebnislos auseinander. Alexander Zinn, vom LSVD Berlin-Brandenburg, ist darüber sichtlich enttäuscht:

Beim [...] „Runden Tisch gegen Homophobie“ wurde eine große Chance vertan. Zum ersten Mal waren Vertreter von muslimischen und homosexuellen Organisationen und von Migrantenverbänden auf Einladung von Berlins Integrationsbeauftragtem Günter Piening zusammengetroffen. Nach zweistündiger Diskussion ging die Runde jedoch ohne Ergebnis auseinander. Auf die Vorschläge des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) für konkrete Maßnahmen gegen Homophobie konnte man sich nicht einigen. Eine Folgeveranstaltung wurde vom Integrationsbeauftragten abgelehnt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass nie mehr als eine bloße Schauveranstaltung geplant war.

Nicht mal eine vom LSVD vorgeschlagene Resolution konnte verabschiedet werden. In dieser heißt es:

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Freitag, 31. Oktober 2008

“Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 2)

Teil 1

Die Bösen bei Klauda sind die Schwulen,

die sich als akzeptierte Minderheit im Rahmen gegebener Normen etablieren wollen,

die Guten die,

die – auch weil man sie nur um den Preis der Selbstverleugnung dazugehören lässt — den Mechanismus infrage stellen, der die Normen - und damit von ihnen abweichende Minderheiten - erst produziert.

Natürlich ist die Unterscheidung Unsinn. Warum sollte man denen einen Vorwurf machen, die akzeptiert werden und sich etablieren wollen? Warum gilt Identität plötzlich als Selbstverleugnung?

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Donnerstag, 30. Oktober 2008

“Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 1)

Es gibt Thesen, die sind so absurd und zynisch, dass man ihnen am Besten so wenig wie möglich Aufmerksamkeit schenkt. Wenn ihre Begründer allerdings die ersten Bücher schreiben und anfangen, deutschlandweit daraus vorzulesen, kann es an der Zeit sein, das eine oder andere kritische Wort darüber zu verlieren. Georg Klauda ist so ein Fall. Der veröffentlichte unlängst “Die Vertreibung aus dem Serail. Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt”. Die erste Rezension des Buches ist ein großes Lob desselben und eignet sich daher vorzüglich auch für eine Kritik des Titels. Und die beginnt schon bei der Überschrift, in der es heißt, Klauda betreibe die

notwendige Kritik des schwulen Islam-Diskurses.

Einen solchen jedoch gibt es ebenso wenig

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Warum Schwule an ihrer Diskriminierung selbst schuld sind, wenn sie sich nicht rechtzeitig outen

In den Reigen derer, die die sexuellen Vorlieben des Jörg Haider politisieren und funktionalisieren, hat sich jetzt auch Elmar “Die Wahrheit” Kraushaar eingereiht:

Ungenannte erzählen nun von Buberln in der Partei und ganz anderen Buberln im sicheren Ausland, alte Fotos mit jungen Männern werden mit einem Mal neu gesehen. Das ist der schäbige Preis für die vorenthaltenen klaren Worte zu Lebzeiten

auf die wir alle schließlich ein Anrecht gehabt hätten. Als Schwuler hat man nämlich so seine Verpflichtungen.

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Warum Arschlöcher eklig werden, sobald sie zur CSU gehören

Kaum ist der Koalitionsvertrag in Bayern unterschrieben, kommen die ersten Beschwerden. So ist das üblich und so klingt es von berufsschwuler Seite:

LSVD und Grüne kritisieren, dass die CSU/FDP-Koalition die “bayerische Diskriminierungspolitik” fortsetze

Etwas konkreter ist dann nur noch davon die Rede, man sei

enttäuscht von dem mageren Ergebnis für die Gleichstellungspolitik in Bayern,

wie Axel Hochrein für den LSVD erklärte. Offenbar hatte man das bayerische Wahlergebnis wieder vergessen, denn warum sonst würde man angesichts der 8 Prozent, die die FDP erreicht hatte, folgende Analyse im Brustton der Überzeugung vortragen?

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Montag, 27. Oktober 2008

Die islamische Lösung der Finanzkrise: Sauber, sozialistisch, hetero

Auf Telepolis hat man mal wieder ein Herz für den Islam. Erst mal hat man aber einen gehörigen Sprung in der Schüssel, denn wie sonst kommt man auf solche Überschriften?

Der islamische Rechtsgelehrte und Publizist Jusuf al-Qaradawi erkennt im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems die Klasse der von der Scharia geleiteten Prinzipien islamischer Finanzierungssysteme

Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Aber bei Telepolis hat man nicht nur seinen Marx gelesen, nein, auch den Rohrmoser hat man nicht vergessen und kommt daher zu der folgenden Diagnose:

Wie wenig sonst eignet sich dieser Tage die Finanzkrise mit ihren realwirtschaftlichen Rezessions-und Depressionsausläufern dazu, die westliche Dekadenz und die damit einhergehende moralische Verwahrlosung erneut grundlagenkritisch ins Visier zu nehmen.

Die Rettung aber naht schon:

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Samstag, 25. Oktober 2008

Warum es falsch ist, aus dem “Doppelleben” Jörg Haiders politische Forderungen abzuleiten

Wenn Haider schwul oder bi oder wasauchimmer war … So what? Bei aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhundert würde man erwarten, dass diverse sexuelle Neigungen eine akzeptierte Tatsache unserer Gesellschaft sind. Dass Menschen einfach tun und lassen können, was sie wollen - auch wenn sie Landeshauptmänner oder -frauen sind. Wo niemand zu Schaden kommt, braucht sich niemand aufzuregen. Betrunken Autofahren ist lebensgefährlich. Sich in einem Schwulenlokal aufhalten gefährdet aber weder das eigene Leben - noch das eines anderen.

Nur leider ist die gesellschaftspolitische Realität in Österreich noch immer eine andere.

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Freitag, 24. Oktober 2008

Mr Long Dong

Welche sexuelle Orientierung Schauspieler Will Smith aufweist, ist mir herzlich egal. Die Chefin einer amerikanischen Escort-Agentur sah das anders und erzählte einem Journalisten, dass Smith in ihrem Institut regelmäßig Männer gebucht habe. Dabei habe er sich Diskretion erbeten, was der Geschäftsfrau offenbar herzlich egal war. Die Reaktionen auf die Meldung bei queer.de reichten von Relativierung ob der Ignoranz gegenüber der

Finanzkrise

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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Eine Geschichte aus Amerika

“Hallo Leila, mein Schatz, na, wie war es heute in der Schule?”

“Ganz toll, Mami, stell dir vor, wir habe heute ein Buch gelesen, wo ein Prinz einen Prinzen und eine Prinzessin eine Prinzessin geheiratet hat.”

“Was sagst du da, Leila? Das glaube ich einfach nicht! Sollte es schon so weit gekommen sein? Erst Evolution und nun auch noch das? Gib mir mal das Buch!”

“Hier ist es.”

“Hör zu mein Kind, du darfst nichts glauben, was dir dort erzählt wird, hörst du? Diese Prinzen und Prinzessinnen mögen in den Büchern fröhlich und glücklich sein, aber in Wahrheit sind sie das nicht. Sie sind verwirrt und einsam und sehr, sehr traurig.”

“Aber Mami, das ist doch cool. Jungs sind sowieso doof. Ich will später auch eine Prinzessin heiraten.”

“Schatz, höre mir zu.

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Mittwoch, 22. Oktober 2008

Wie man die Privilegien der Juden an der Geringschätzung von Abtreibungsgegnern erkennt. Oder: Warum ich Hollywood-Filme bevorzuge

Auf der YOU, “Europas größter Jugendmesse”, da kann man was erleben. Zum Beispiel die Vereinigung von Lebensschützern und Aidshilfe. Wie, das glauben Sie nicht? Schauen Sie mal hier:

Berliner Aidshilfe e.V., Halle 22a, Stand 114a

• Safer-Sex-Quiz mit tollen Preisen Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
• Am Sonntag um 16.00 Uhr werden drei hochwertige Bücher der aktuellen Literatur verlost.
• Die berühmte Lebensschützerin Maria Grundberger, bekannt unter anderem durch den Film “Maria und ihre Kinder”, wird am Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr - 16.00 Uhr am Stand für Gespräche bereitstehen.
Man weiß gar nicht, was man am revolutionärsten finden soll bei diesem Angebot. Ein Safer-Sex-Quiz der ALfA, die bisher nicht durch ihren Einsatz für lustvolle und sichere Sexualität aufgefallen war,

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Dienstag, 21. Oktober 2008

Haider: Bekam er Alkohol von hinten eingeflößt?

So ungefähr ließe sich wohl das Niveau der Diskussion zusammenfassen, die sich nicht nur in Österreich an den Todesumständen Jörg Haiders entzündet hat. Noch am Tag der Beerdigung des Rechtspopolisten gab es Unruhe im Alpenland:

Vor dem Szenecafé Stadtkrämer, einem Schwulentreff in Klagenfurt, spielen sich hässliche Szenen ab. Ein ausländisches Fernsehteam, das vor dem Lokal dreht, wird bedroht. Was davon zu halten sei, dass sich Jörg Haider vor seiner Todesfahrt im Stadtkrämer einen angetrunken habe, will der Reporter wissen. “Hauen Sie ab, bevor ich es mir anders überlege”, schimpft ein Mann in Kärntner Tracht und schüttelt erzürnt den Kopf.

Man kennt ja schließlich die Machenschaften von denen, die einem anständigen Österreicher das Leben schwer machen:

Wilde Verschwörungstheorien über den Unfalltod Haiders kursieren. Der Alkohol sei ihm eingeflößt worden, schreiben anonyme Kommentatoren im Internet. Karlheinz Klement, wie Haider ein ehemaliger Politiker der nationalkonservativen Freiheitlichen Partei (FPÖ), brachte sogar den israelischen Geheimdienst Mossad ins Spiel. Klement hatte in Österreich einst für Empörung gesorgt, als er Homosexualität als “Kultur des Todes” bezeichnete.

Und wie Haider in den Phantasien des braven Bürgers noch für den Alkoholexzess nicht selbst verantwortlich gewesen sein kann, so kann auch eine homosexuelle Orientierung nicht seine Schuld gewesen sein.

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Montag, 20. Oktober 2008

Kleine Briefe erhalten die Freundschaft

“Hallo lieber Schwuler,

ich möchte erst einmal klar stellen, dass ich eigentlich nichts gegen Schwule habe. Ich habe selbst schwule Freunde und bin gern mit ihnen zusammen und schätze sie auch als Menschen sehr. Aber ich bin gegen die Homo-Ehe. Nicht weil ich Schwule nicht leiden kann, sondern weil ich ein sehr traditioneller Mensch bin. Das ganze hat auch gar nichts mit Religion zu tun, aber ich glaube nun mal daran, dass die Ehe ein Bündnis zwischen Mann und Frau ist. Das war schon immer so, überall und zu jeder Zeit und ich glaube einfach nicht, dass ein Mann einen Mann, oder eine Frau eine Frau, heiraten sollte. Meine schwulen Freunde finden auch, dass die Ehe eigentlich nichts für Schwule sei, einer hat sogar gesagt, er sei nicht deshalb schwul geworden, um jetzt trotzdem heiraten zu müssen.

Worüber ich in letzter Zeit oft nachgedacht habe:

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Sonntag, 19. Oktober 2008

Wird jetzt auch Indien voll schwul?

Große Freude müsste zur Zeit bei den Anhängern der These herrschen, für die Kriminalisierung homosexueller Handlungen ganz weit weg sei immer der Westen verantwortlich:

Der oberste Gerichtshof im indischen Neu-Dehli berät zurzeit über eine Petition gegen das Verbot von schwulem Sex durch “Section 377″.

Und Indien war schließlich früher einmal britische Kolonie.

Die Regelung stammt aus den Zeiten englischer Kolonialherrschaft um 1860 und ist seitdem in Kraft.

Im Vereinigten Königreich allerdings werden homosexuelle Handlungen bereits seit geraumer Zeit nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Mehr noch:

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Samstag, 18. Oktober 2008

Warum Frauen, die töten, unschuldig sind und Männer stets schuldig - auch wenn sie gar nichts getan haben

Gestern blieb mein Blick beim Warten auf die U-Bahn am Titel der aktuellen EMMA hängen:

Kindermord - Die Einsamkeit der Mütter

las ich und meine schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt, als ich mir den dazugehörigen Text online ansah. Das Weltbild ist denkbar einfach: Männer befehlen und sind Erzeuger, Frauen sind

Hausfrauen oder ganz junge Mädchen. Und immer sind sie gnadenlos einsam.

Weshalb sie nicht etwa arbeiten gehen oder sich Freunde suchen, sondern ihre neugeborenen Kinder töten. Dafür hatte der deutsche Staat bis vor 10 Jahren noch eben so viel Verständnis wie heute die Schwarzer:

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Freitag, 17. Oktober 2008

Jörg Haider: Ein schwuler Tennisspieler?

Im “Boudoir der Wahrheit” steht es schwarz auf rot:

Jörg Haider betrank sich unter Umständen in einem Schwulen-Lokal

Unter Umständen! Vielleicht also war auch alles ganz anders. Bei einem solchen Einstieg könnte man sich die Lektüre des Textes gleich sparen, wenn man nicht in den dazu gehörigen Kommentaren und auch in dem Text selbst noch das eine oder andere Schmankerl erwarten dürfte. Nicht zu Unrecht:

Für uns als Roter Salon ist es überhaupt kein Problem wenn jemand Homosexuell ist, im Gegenteil.

Im Gegenteil? Da findet man es also toll, wenn einer schwul ist? Danke nein, auf diese Form von Homophilie verzichte ich gerne. Schwule sind weder alle blöd noch alle toll. Weshalb auch? Heteros hält doch auch kein normaler Mensch für was Besonderes, oder? Das Problem liegt aber selbstverständlich wieder mal woanders, Schwule sind nämlich von Natur aus links - wenn nicht, erklärt man sie kurzerhand für psychisch krank:

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Donnerstag, 16. Oktober 2008

Schwule Privilegien im “Neoliberalismus”

Patrick Lindner hatte eine schwere Kindheit. Das geht den meisten schwulen Jungs so. Nicht, dass es nicht auch schöne Momente und Zeiten gegeben hätte, aber die Heteronormativität der Gesellschaft um einen herum verunsichert, Tag für Tag. Jeder schwule Mann und jeder andere, der auch nur ein wenig Einfühlungsvermögen besitzt, kann sich das vorstellen.

Patrick Lindner hat nun seine Biographie veröffentlicht. Darin berichtet er u. a., seine Mutter habe ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung zum Arzt schicken wollen. In einer Besprechung des Buches erweckt Lindners Schicksal viel Häme und, tatsächlich, sogar ein wenig Neid:

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Mittwoch, 15. Oktober 2008

Und wenn Ihr einen Mann und eine Frau Unzucht treiben seht: ermahnet sie. Die Schwulen aber sollt Ihr zeichnen, auf dass sie nicht mehr froh werden...

Nachdem Peter Mullen mit seinem Vorschlag, Schwule mit auftätowierten Warnhinweisen bezüglich der Gefährlichkeit ihres Lebensstils auszustatten, auf nicht besonders viel Gegenliebe gestoßen ist, musste er sich dem unmenschlichen Drucks der Homolobby beugen und sich entschuldigen. Er tat dies mit Verweis auf seine hundert schwulen Freunde, an denen er zwar alles furchtbar mag, nur eben nicht das, was sie so tun. In seiner Kolumne im Northern Echo, präzisiert Mullen diese “Entschuldigung” nun noch einmal ausführlich:

I MUCH regret making some off-colour jokes about homosexuals on my website and I have offered a full public apology. I made those remarks and they are the responsibility of no one but myself. I repeat, I’m sorry I wrote what I did.

Wie nett, wie freundlich, wie ehrlich wie vertrauenserweckend.

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Dienstag, 14. Oktober 2008

Ride for Freedom

Die amerikanische Organisation Soulforce, hat es sich zum Ziel gesetzt, auf religiöser Grundlage die Homophobie in der amerikanischen Gesellschaft zu bekämpfen. Diesem Zweck dient auch der seit einiger Zeit jährlich stattfindende Equality Ride:

Er basiert auf den Freedom Rides (engl. Freedom=Freiheit) der 1960er Jahre in denen Bürgerrechtsaktivisten in Bussen durch die Staaten mit Rassentrennung fuhren und diese besuchten um auf die Diskriminierung der Afroamerikaner aufmerksam zu machen. Beim Equality Ride werden verschiedene überwiegend private christlich-fundamentalistische Colleges und Hochschulen nach Art einer Tournee besucht, bei denen sie Diskriminierungen gegenüber LGBT-Studenten annehmen oder die in der Vergangenheit oder ihren Statuen die Diskriminierung Homosexueller unterstützten. [...] Vorort diskutieren die Equal Rider, die Teilnehmer der Tour mit Studenten und Professoren, verteilen Telefonnummern und veranstalten Sit-Ins.

Beeindruckend an dieser Aktion ist nicht nur der typisch amerikanische Ansatz, Dinge die einem gegen den Strich gehen, durch eigene Aktionen zu ändern, anstatt auf Papa Staat zu vertrauen, sondern ebenso der, religiös motivierte Homophobie mittels religiösen Argumenten zu bekämpfen.

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Montag, 13. Oktober 2008

Und jetzt kommt Reklame

Nervt sie das auch? Ob vor dem Fernseher oder im Kino. Ständig wird man mit Werbung belästigt, die garantiert homofrei ist. Doch das muss nicht länger sein! Dank GayWest erleben Sie nun internationale schwule Relame gratis und garantiert ohne Nebenwirkungen. Wer da nicht schaut ist selber schuld!

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Sonntag, 12. Oktober 2008

McDonalds - Im Bett mit Schwulenfeinden

Die Streiter für das Abendland und der gesamtgesellschaftlichen Moral können aufatmen. McDonalds hat eingelenkt und wird sich in Zukunft den Wünschen der evangelikalen American Family Association (AFA) beugen:

The antigay American Family Association has ended its five-month boycott against McDonald's after a company executive resigned from a gay and lesbian business group, reports the Chicago Tribune.

Richard Ellis has stepped down from the board of the National Gay and Lesbian Chamber of Commerce, and the AFA claims it's because of the stress it placed on the Oak Brook, Ill.-based company. The AFA claimed that by participating in the gay chamber, McDonald's wasn't remaining neutral "in the cultural war over homosexuality."

Ja, Sie haben richtig gelesen:

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Samstag, 11. Oktober 2008

Frauen, Lesben und andere Katastrophen

Alice Schwarzer gehört ohne jeden Zweifel zu der Sorte Frauen, deren Positionen als Beweis dafür dienen können, dass das Bedürfnis, die Realität der eigenen Optik anzupassen, zweifellos ein innerster Antrieb einer beachtlichen Menge von Menschen darstellt. Nicht wenige ihrer Standpunkte zum Feminismus waren seit jeher mehr oder weniger absurd - man denke nur an ihre Männerfeindlichkeit, ihren Anti-Porno-Wahn und die Missbrauchshysterie -, im 21. Jahrhundert jedoch, wirken sie geradezu grotesk. Zugegeben, man kann der Schwarzer kaum kulturrelativistische Doppelmoral unterstellen, gehört sie doch nicht zu denjenigen Frauenrechtlern - und ich schreibe das Wort aus Trotz nicht feminisiert -, die einerseits den BH der westlichen Frau verdammen und andererseits Kopftuch, Schleier und Burka als emanzipatorischee Kleidungsstücke verherrlichen. Dennoch: Eine Fan von ihr zu sein, fällt schwer, nicht nur in der Eigenschaft als Mann generell, nein auch in der als schwuler Mann (1, 2).

Bascha Mika, Chefredakteurin der taz, hat ein ähnlich distanziertes Verhältnis zur Schwarzer.

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Freitag, 10. Oktober 2008

A Kiss is just a Kiss

Ja klar, aber nur wenn er ordentlich sittsam zwischen Männlein und Weiblein vonstatten geht. Ist das nämlich nicht der Fall, gibt es Herzanfälle, Blutstürze und haufenweise Beschwerden. Das musste auch die BBC erfahren, deren Endlossoap EastEnders, für sich den Anspruch erhebt, schonungslos die Realität des menschlichen Lebens abzubilden. Und wenn es auch zuviel für den Verstand unserer heterosexuellen Mitmenschen ist: ja es gibt Schwule da draußen. Sie wachen auf, putzen sich die Zähne, frühstücken, gehen arbeiten, Essen zu Mittag, arbeiten weiter, gehen nach Hause, Essen zu Abend, gehen aus, treffen sich mit Freunden, putzen sich wieder die Zähne und gehen dann ins Bett. Und manchmal, ja manchmal, liegt in diesem Bett schon ein anderer Mann. Und manchmal wird dieser Mann sogar geküsst. Manchmal auch am hellichten Tag und in aller Öffentlichkeit. Genau wie im Fernsehen. Und spätestens dann ist das Maß voll:

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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Wer Kulturkampf will, der kann ihn haben

Es könnte so schön sein: Kalifornien. Sonne, Strand und San Francisco. Presidio, Alamo, Castro. Verliebt, verlobt, verheiratet. Doch gegen letzteres sträuben sich immer mehr Einwohner des Golden State. Egozentrische Angsthasen, überzeugt von ihrer moralischen und sexuellen Überlegenheit, angetan mit missionarischem Eifer und moralischen Defiziten, kämpfen sie wie der Teufel persönlich, um Menschen ein Recht zu verwehren, dass sie wie selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen. Die Kampagne zur Abschaffung der kürzlich eingeführten Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (Proposition 8), gewinnt an Fahrt und Unterstützung. Dabei hatte es anfänglich so gut ausgesehen:

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Witzischkeit kennt keine Grenzen...

…nur die blöden Homos sind, wie üblich, total humorlos. Wenn Musiker dazu aufrufen, Schwulen “mit dem göttlichen Feuer in Berührung kommen zu lassen“, lachen alle - nur die Homos nicht. Wenn jemand in feuchtfröhlicher Runde verlauten lässt, die Finanzkrise sei voll schwul, lachen alle - nur die Homos nicht. Und wenn der britische Pfarrer Peter Mullen dazu aufruft, Schwule zwangstätowieren zu lassen, lachen alle - nur die Homos mal wieder nicht:

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Dienstag, 7. Oktober 2008

Liebe, Hass und Bibliotheken

Unsere religiösen Kämpfer gegen die Homosexualität werden immer klüger, ihre Methoden immer gewitzter. So zum Beispiel in Fairfax County, Virginia. Dort nämlich initiierte die evangelikale Organisation Focus on the Family, bekannt für ihre abstrusen Ansichten, insbesondere zur Homosexualität, eine Protestaktion gegen die örtliche High School. In deren Bibliothek nämlich, findet sich an Büchern nicht eines, welches die Meinung der evangelikalen Streiter bezüglich Homosexualität bestätigt. Und so kam eines zum anderen: Christlich-konservative Studenten und deren Anhang belagern nun den County, bepackt mit Büchern, die eine “alternative Sicht” auf Homosexualität propagieren; Büchern von denen verlangt wird, dass die High School sie gefälligst in ihren Bibliotheksbestand aufnehmen soll. Denn bis jetzt, so klagen die Studenten nebst Focus on the Family, sei die Bibliothek

stocked with “pro-gay” books

Die Aktion ist außerordentlich clever,

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Montag, 6. Oktober 2008

Hinter den Kulissen der Normalität: Schwule Parallelgesellschaften

Der Schwule ist eine gar merkwürdige Gattung Mensch, der dem gemeinen Heterosexuellen immer wieder Anlass gibt, sich fragend den Kopf zu kratzen: Warum gibt es ihn überhaupt? Was tut er den ganzen Tag? Wie sieht sein Habitat aus?

Schwule sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dennoch haben sie eigene Sportvereine, eine eigene Internetsuchmaschine und bald auch einen eigenen Fernsehsender - warum schaffen sie sich immer noch Rückzugsräume?

Das fragt die Deutsche Welle unter dem Stichwort „Integration“. Denn Deutschland hat offenbar nicht nur Probleme mit renitenten Moslems, pardon: Migranten, sondern auch mit integrationsunwilligen Schwulen, die sich Rückzugsräume schaffen, Parallelgesellschaften aufbauen und dort wer weiß was treiben:

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Samstag, 4. Oktober 2008

Tag des schwulen Momologs

Während ich am gestrigen Tag der Deutschen Einheit in der brandenburgischen Landesvertretung genussvoll Schweinefleisch verzehrte und Wein trank - und damit zweifellos eine Menge Moslems in ihren religiösen Gefühlen verletzt habe - gestaltete sich der Tag der Offenen Moschee in der Berliner Sehitlik-Moschee ähnlich konstruktiv. Der Spiegel berichtet:

Sie wollen nicht provozieren. Sie sind keine schwulen Männer, die Händchen halten und keine Lesben, die ein Kiss-In veranstalten wollen.

Stop! Bitte was?

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Donnerstag, 2. Oktober 2008

Fulda - Full of rainbows

Fulda ist viel schwuler, als man denkt. Es gibt einen Regenbogentreff und ein Regenbogenhaus. Selbst im Klosterladen der Benediktinerinnen in der Abtei der Heiligen Maria gibt es Holzschnecken mit Regenbogenkugel obendrauf und Regenbogenkreisel zu kaufen. Wahnsinn! Diskriminiert worden sind wir auch noch nicht. Nur der Hotelchef hat partout nicht kapieren wollen, dass wir tatsächlich ein Doppelzimmer haben wollen. Er hat sich drei Mal entschuldigt für diese Unannehmlichkeit und uns angeboten, in ein Zimmer mit zwei Einzelbetten zu wechseln. Irgendwann hat er es dann aber kapiert.

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Shocking! - Britain goes gay

Was soll nur aus den guten alten konservativen Parteien der westlichen Welt werden, wenn diese sich weiterhin Schritt für Schritt den Homos öffnen? Egal ob CDU in Deutschland, die Republicans in den USA und nun auch noch die Tories in Großbritannien, überall in diesen Parteien wimmelt es von Homo-Initiativen, Homo-Gruppen, Homo-Sympathisanten und sogar leibhaftigen Homos, bereit sich ins Getümmel zu stürzen und die linke Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet, quasi in einem Überraschungsangriff von hinten*, zu brechen.

Erinnern wir uns an den Tory Michael Gove, der kürzlich, seinen Parteifreunden ins Stammbuch schrieb, dass ihre traditionellen Attitüden gegenüber schwulen und lesbischen Mitbürgern, gelinde gesagt, not very sophisticated waren. Und nun das:

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Dienstag, 30. September 2008

Wie Schwule junge Heteros ruinieren

Was wird sich der bekennende Hetero Benjamin Massing wohl gedacht haben, als er ins Modelgeschäft einstieg? Wie toll es doch ist, alleine mit seinem formidablen Aussehen Geld zu verdienen? Liegt nahe. Dass er zum Schwarm junger Frauen avanciert? Womöglich. Dass es Männer gibt, die gleichsam auf ihn abfahren? Offensichtlich nicht:

Model und Hetero-Jüngling Benjamin Massing verklagt ein Schwulenmagazin, weil es ein freizügiges Foto von ihm veröffentlichte.

Das klingt zunächst mal reichlich albern, schließlich werden Models dafür bezahlt, sich “freizügig” auf Fotografien abbilden zu lassen. Gräbt man aber etwas tiefer, scheint diese Aktion allerdings so albern doch nicht zu sein:

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Montag, 29. September 2008

BILD bizarr

Die BILD ist entsetzt. Da wählen die US-Republikaner eine Vizepräsidentschaftskandidatin und dann sowas:

Über keinen anderen Kandidaten im US-Wahlkampf gab es je so viele skurrile Geschichten wie über Palin.

Dabei ist die Frau doch eine stockkonservative Politikerin wie alle Welt weiß. Und das soll der BILD nicht behagen? Schauen wir uns die bizarren Einzelheiten einmal an:

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Sonntag, 28. September 2008

Islam ist Frieden - und schwule Emanzipation

Die britische Homo-Gruppe Imaan versteht sich als Organisation homosexueller Muslime. Gut so, möchte man meinen. Denn wenn aus dem Islam jemals etwas vernünftiges werden soll, führt an der Einbeziehung schwuler und lesbischer Lebensweisen in diese Religion kein Weg vorbei. Christen und Juden haben es ja schließlich auch geschafft. Dummerweise hat Imaan allerdings eine der größten Untugenden der islamischen Religion verinnerlicht: konsequentes Selbstmitleid, verbunden mit der Verweigerung von Selbstkritik.

Erinnern wir uns nur an Februar diesen Jahres, als dem Terrorsympathisanten Yusuf Al-Qaradawi die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde.

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Samstag, 27. September 2008

Warum Schwule, die nicht dem linken Weltbild entsprechen, vernichtet gehören

Wenn böse Menschen, also Rechte, Konservative, Christen, “Bürgerliche” und was der gemeine Kritiker sonst noch dafür hält, einen guten, also linken Menschen als schwul denunzieren, ist das Geschrei in der Regel groß. Von sexueller Denunziation ist dann - zu Recht übrigens - die Rede. Wenn aber Linke dasselbe umgekehrt machen, wie jetzt in den USA geschehen, scheint das moralisch vollkommen in Ordnung zu gehen, zumindest, wenn die Bösen immer die anderen sind:

In Blogs ist Mark Buse, der Stabschef von John McCain, als schwul geoutet worden – jetzt wird diskutiert, ob das Outing durch “linke Blogger” gerechtfertigt war.

Was gibt es da eigentlich zu diskutieren? Sexuelle Denunziation ist und bleibt abzulehnen, vollkommen egal, gegen wen sie sich richtet und von wem sie ausgeht. Der aktuelle Vorfall in den USA ist aber noch viel bizarrer - im Grunde genommen gab es bei Mark Buse nämlich überhaupt nichts zu outen:

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Freitag, 26. September 2008

Kein Kreuzzug für Schwulenrechte

Ob Will Young der Schalk im Nacken saß, als er kürzlich erklärte:

Ich bin der schlechteste Schwule überhaupt.

oder ob ihn nachträglich doch noch ein schlechtes Gewissen überkam, weil er seine revolutionäre Schwulenpflicht versäumt hatte, das weiß nur er selbst. Dem eigenen Coming-Out, also der Notwendigkeit, sich in einer heteronormativ strukturierten Gesellschaft über seine sexuelle Orientierung ausdrücklich äußern zu müssen, um als der wahrgenommen zu werden, der man ist, neben der individuellen Offenbarungsfunktion auch noch eine gesellschaftlich nützliche, in diesem Fall schwulenpolitische, Funktion zuzuweisen, ist in jedem Fall eine ziemlich bescheuerte Idee, jedenfalls wenn das Ganze als Auftrag daher kommt. Was Young vermutlich ebenso sieht und deshalb den folgenden Satz gar nicht so utilitaristisch gemeint hat, wie er klingt:

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Samstag, 20. September 2008

Dürfen Schwule beten?

Man muss dieses Blog schon sehr flüchtig lesen, um auf die Idee zu kommen, Religion hätte hier keinen Platz:

Jetzt bin ich aber echt enttäuscht. Verfolge dieses Blog erst seit kurzem und war von den meisten Beiträgen ziemlich angetan, aber hier eine RELIGIONSVERANSTALTUNG anzukündigen (…) also ehrlich

Leider versäumt es der Kommentar, wenigstens ein Argument anzugeben, warum das Ankündigen einer “Religionsveranstaltung” auf einem schwulen, liberalen Blog irgendwie anrüchig ist. Dabei ist es keineswegs das erste Mal, dass bei GayWest Werbung für eine Religionsveranstaltung gemacht wird, ich erinnere mich noch gut an die Recherche für die Ankündigung der letztjährigen Weihnachtsgottesdienste. Wenige Tage vorher hatte ich Adventsgrüße aus dem Haus der Stille mitgebracht. Und dann Ostern: Die Karfreitagspredigt über die Solidarität der Liebenden und die von Bischof Huber zum Ostersonntag. Auch unsere Blogroll bietet Anregungen für Schwule und Lesben, für die sich homosexuelle Orientierung und christlicher Glaube nicht ausschließen:

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Freitag, 19. September 2008

Heterosexualität ist keine Qualifikation

Es konnte eigentlich niemanden überraschen. Die neueste Metastudie aus Großbritannien, welche besagt, dass

Lesben, Schwule und Bisexuelle eine 50 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit [haben], an Depressionen oder Angststörungen zu leiden als heterosexuelle Menschen

hat unter dem heterosexuellen Lebensstil frönenden christlichen Fundis für Freudentränen gesorgt, bietet sie doch - selektiv interpretiert und unter Berücksichtigung eines von vornherein schwulenfeindlichen Weltbildes - genügend Stoff, um die angebliche Schädlichkeit der “homosexuellen Lebensweise” erneut in den Vordergrund zu stellen und zu “beweisen”. So steht auf der Website LifeSiteNews.com, folgendes geschrieben:
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Donnerstag, 18. September 2008

Hausaufgaben für Heteros

Stellen Sie sich vor, Sie haben an einem kalten Septembertag - ekelhaft kalt, wo bleibt nur die globale Erwärmung? - nichts Besseres zu tun, als sich in einem Schweizer Musikforum über die neuesten Nachrichten aus der eidgenössischen Musikszene zu informieren. Stellen Sie sich nun weiterhin vor, Sie stolpern in eben diesem Musikforum über den Thread “Homosexualität in unserer Gesellschaft”. “Hey, interessant”, denken Sie sich, “Homosexuelle sind doch auch Teil dieser Gesellschaft. Mal sehen was da so geschrieben steht.” Sie klicken also den Thread an, scrollen hinunter, lesen und mit jedem aufgesogenen Buchstaben entgleisen Ihnen die Gesichtszüge. Denn zwischen all den supertoleranten Meinungen, dass Schwule auch nur Menschen sind und auch Elton John und der bei Queen schwul sind, findet sich eine, die sagt, was endlich einmal gesagt werden muss. Wir alle kennen das Subjekt der nachfolgend aufgezeigten Meinung natürlich. Es ist der unerschrockene Streiter für die Wahrheit, für Gerechtigkeit, die Moral und des Anstands. Jener also, der verhindern will, dass demnächst alle Heten von den Apologeten der homosexuellen Diktatur in die Psychiatrie eingewiesen werden, weil schwul sein demnächst ja Pflicht wird.

Sind Sie bereit?

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Mittwoch, 17. September 2008

Vergelt’s Gott, Kirche positHIV!

Zum ersten Mal haben christliche, jüdische und buddhistische Gruppen die New Yorker Gay Pride Parade angeführt und damit eindrucksvoll klar gemacht, dass sich Homosexualität und Glauben keineswegs ausschließen und dass man nicht länger gewillt ist, die Deutungshoheit über religiöse Anschauungen unverbesserlichen Homophoben zu überlassen.

war im Juni letzen Jahres auf GayWest zu lesen. Jetzt feiert eine deutschlandweit einzigartige Initiative in Berlin Geburtstag, die sich vor 15 Jahren im Spannungsfeld von AIDS und Kirche gegründet hat: Die Ökumenische AIDS-Initiative Kirche positHIV. Nicht zuletzt Schwule und Lesben finden hier stets ein herzliches Willkommen frei von Vorurteilen.

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Dienstag, 16. September 2008

Mord und Totschlag

Deutschland in Angst: Nicht den Antisemitismus, sondern den Antisemitismusvorwurf meint man hierzulande fürchten zu müssen. Die Ahnung, dass dieser berechtigt ist, treibt zu irren Projektionen.

VON CHRISTIAN J. HEINRICH

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Warum Heterosexualität einfach besser ist

Okay, ich hab mich breitschlagen lassen. Die Ex-Gay-Bewegung hat doch recht. Der schwule Lebensstil ist nichts, was den Menschen glücklich machen kann. Gott will nicht, dass wir schwul leben. Jeder “Schwule” und jede “Lesbe” kann ein glückliches, erfülltes heterosexuelles Leben führen. Jeder.

Derrick und Jenny, beides ehemalige “Homosexuelle”, beweisen es:

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Montag, 15. September 2008

Fulda erklärt den Krieg

Während der Papst in Frankreich weilt und den dortigen Menschen erklärt, dass unsere Welt den Bach runter gehen wird, wenn nicht alle schnellstens das glauben, was er selbst glaubt, bereitet im schönen Fulda der dortige Bischof, Heinz Josef Algermissen, die Katholiken auf den Kampf vor. Nein, nicht den profanen mit Waffen und so, sondern den wirklich wichtigen, entscheidenden Kampf: den um die Deutungshoheit in der Gesellschaft nämlich:

“Wir stecken in einem Kulturkampf”, ruft Algermissen. Abzulesen sei dies an Abtreibung, Verharmlosung der Tötung von Embryonen für die Forschung, Präimplantations- und Pränataldiagnostik (”Brutalselektion”, sagt der Bischof) und an der Diskussion über aktive Sterbehilfe. Gesetzesinitiativen gegen die Spätabtreibung seien zwar richtig. “Aber die Spätabtreibung ist nicht das eigentliche Problem, sondern die Abtreibung an und für sich.”

Klingt irgendwie nicht gerade besonders originell, eher sattsam bekannt. Und irgendwie fehlt auch noch was. Kreationismus vielleicht, also das Eintreten für die Schöpfungslehre im Schulunterricht? Ach nee

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Sonntag, 14. September 2008

Warum weinst Du nicht, Margot?

Die hannoveranische Landesbischöfin Margot Käßmann

hat die Äußerungen von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis zu Kondomen und Sexualität scharf kritisiert. Die Adelige hatte in der Sendung “Menschen für Maischberger” zur Enthaltsamkeit aufgerufen und Homosexualität als widernatürlich bezeichnet.

Käßmann nun stört sich an dem von der Fürstin der Finsternis propagierten Kondomverbot der katholischen Kirche und hat auch zum Thema Homosexualität seit Jahren schon eine etwas andere Ansicht als die Fürstin:

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Seminar Nummer 7: Warum es keinen Schwulen interessieren muss, was Rosa von Praunheim als für ihn angemessen erachtet

Das Flaggschiff des bayerischen, linksgewendeten Liberalismus hat über die neue Bürgerlichkeit der Schwulen geschrieben und eine Zustandsbeschreibung geliefert, die zwischen Begeisterung und Enttäuschung hin und her schwankt. Die Einleitung des Artikels macht jedenfalls neugierig:

Hochzeitstorten, Eheringe, Bürgeridyll: Eigentlich sind Schwule längst die besseren Spießer. Über das neue Selbstverständnis einer Minderheit, die von Abgrenzung nichts mehr wissen will.

Der Versuch der Abgrenzung von der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft, der von gewissen Teilen der Community bis heute gepflegt und propagiert wird, hat sich historisch ja auch erledigt und ist als politisches Programm heutzutage nicht mehr als eine Absurdität.

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Freitag, 12. September 2008

Islamophobie und andere Verstöße gegen die islamische Moral

Vor einer guten Woche meldete queer.de, der LSVD mobilisiere jetzt auch “gegen Islamophobie”. Gemeint war der für den 20. September in Köln geplante Protest gegen einen “Anti-Islamisierungskongress”. Angesichts der Veranstalter und ihrer Gäste ist der Protest dagegen sicherlich berechtigt:

Zu dem “Kongress” hat die rechtspopulistische Partei “pro Köln” eingeladen, die übrigens auch schon durch homofeindliche Statements und eine (abgesagte) Demo gegen den CSD auffiel. Eingeladen sind rechtsextreme Politiker aus ganz Europa: Jean-Marie Le Pen, Vorsitzender der französischen Front National, der belgische Vlaams-Belang-Fraktionschef Filip Dewinter, die FPÖ-Funktionäre Andreas Mölzer, Harald Vilimsky und Heinz-Christian Strache sowie der aus der Union ausgeschlossene Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche.

Wie üblich desinformativ bei solchen Protesten ist jedoch die dabei verwendete Terminologie.

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Donnerstag, 11. September 2008

Warum Sex in die Ehe gehört…

…das stand am Dienstag in der Zeitung. Mal sehen, ob Sie erraten von wem das folgende Zitat stammt.

Der Westen deutet das Tragen des Schleiers als Unterdrückung der Frau und ihrer Sexualität. Doch als ich auf meinen Reisen in muslimische Länder eingeladen wurde, mich an Gesprächen in dem in muslimischen Haushalten allein den Frauen vorbehaltenen Umfeld zu beteiligen, stellte ich fest, dass die muslimische Einstellung bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes und der Sexualität von Frauen ihre Wurzeln nicht in der Unterdrückung hat, sondern in einem starken Sinn für die Unterscheidung zwischen Öffentlichem und Privatem und für das, was Gott, und das, was dem Ehemann geschuldet ist. Es ist nicht so, dass der Islam die Sexualität unterdrückt, sondern dass er einen ausgeprägten Sinn dafür hat, sie in die ihr angemessenen Bahnen zu lenken – in Richtung der Ehe, der Bande, die das Familienleben stützen, und der Beziehungen, die das Zuhause absichern.

Nein, Sie brauchen mir nicht den Autor zu nennen, mir würde es schon reichen, Sie würden die politische Herkunft des Textes korrekt bestimmen. Na?

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Mittwoch, 10. September 2008

Die Logik der Feinde

Um an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu erinnern, wird die amerikanische Botschaft in diesem Jahr gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Stiftung Neue Synagoge in Berlin eine Gedenkfeier veranstalten. Eine sehr gute und sehr notwendige Sache, sollte man meinen. In einem Editorial des Tagesspiegel gab Malte Lehming unter der flapsigen Überschrift „Sind so viele Opfer“ unlängst jedoch zu bedenken, es fielen, erstens, inzwischen mehr Muslime dem Terror zum Opfer als Christen und Juden, und die geplante Gedenkfeier suggeriere, zweitens, „was Antisemiten und Antiamerikaner gleichermaßen behaupten: Zwischen Amerika und Israel gibt es eine ewige Freundschaft, eine Art unheilige Allianz zum Nachteil der Araber, gesteuert durch mächtige jüdische Lobbygruppen in den USA“. Lehming betonte zwar, dies alles sei falsch und oft widerlegt worden; dennoch machte er das Hauptproblem recht eindeutig bei der Botschaft und der Jüdischen Gemeinde aus: „Die Post-festum-Solidarität amerikanischer und jüdischer Opfer impliziert nun, dass Amerika für die Sünden Israels tatsächlich büßen kann. Sie folgt der Logik der Feinde.“ Schließlich forderte er: „Erst denken, dann gedenken!“ Auf diesen Beitrag des Leiters des Meinungsressorts beim Tagesspiegel reagierte der amerikanische Botschafter in Deutschland, William R. Timken, mit einem Leserbrief. [...]

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Rolle rückwärts

In Prenzlau und Templin scheint man aktuell um eine historische Rolle rückwärts bemüht. Die dortigen Bürgermeister, einer von der Linken, einer parteilos,

verweigern der traditionellen LesBiSchwulen Tour durch Brandenburg ihre Unterstützung.

Seit genau zehn Jahren zieht die LesBiSchwule Tour durch Brandenburg, um im Bundesland für Toleranz und Akzeptanz zu werben. Doch ausgerechnet im Jubiläumsjahr gibt es Ärger: Die beiden Städte Prenzlau und Templin verweigern den Veranstaltern der am Montag beginnenden Tour das Hissen einer Regenbogenfahne am Rathaus.

Sowohl der Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) als auch sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) lehnten das Anliegen ab. In beiden Städten lautete die Begründung, der Mast sei ausschließlich Staatsflaggen vorbehalten.

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Dienstag, 9. September 2008

Warum Subway nichtschwule schwule Pornodarsteller feuert ...

Wenn Sie es demnächst einmal in die Suburbs von St. Louis, Missouri verschlagen und das Bedürfnis überkommen sollte, in der Sandwichkette Subway ein schnelles Mahl zu sich zu nehmen, sollten Sie nicht damit rechnen, von Kurt Wild bedient zu werden. War der junge Mann bis vor kurzem der einzige Grund Missouri zu besuchen - oder bei Subway zu essen -, wurde er jetzt gefeuert. Warum?

Ein Kunde hat sich beschwert, dass Kurt Wild, der u.a. für die Labels Freshmen und Buckshot vor der Kamera stand, im Schnellrestaurant bei St. Louis die Sandwiches zubereitet.

Das ist so verrückt:

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Im Namen des Durchschnittslesers

Es ist schon ein komisches Urteil, das das Kölner Landgericht da vergangene Woche im Rechtsstreit zwischen Evelyn Hecht-Galinski und Henryk M. Broder gesprochen hat. Kurz zusammengefasst, besagt es: Broder darf die Tochter des verstorbenen früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, antisemitisch nennen, wenn er es begründet. Eine solche Begründung habe in seinem auf der Achse des Guten veröffentlichten Beitrag jedoch gefehlt. Fast alle großen deutschen Zeitungen berichteten über die Entscheidung in der Domstadt, doch der Tenor fiel völlig unterschiedlich aus: Für einige musste Broder eine Niederlage einstecken, andere schrieben von einem Sieg, und manche sahen ein Unentschieden. Gemessen daran, dass Hecht-Galinski dem Publizisten seine Einschätzung grundsätzlich untersagen lassen wollte, war es wohl eher sie, die als Verliererin aus dem von ihr selbst angestrengten Prozess hervorging. Dass sie das anders sah, ist ihr gutes Recht; Weltfremdheit ist schließlich nicht strafbar. Das Urteil hat allerdings noch weiterreichende Folgen als die unmittelbar juristischen. [...]

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Montag, 8. September 2008

christlich kollektivistisch - islamisch pluralistisch

Südafrika geht mal wieder mit bestem Beispiel voran (nachdem es bereits die Ehe auch für Schwule und Lesben geöffnet hat):

Der Oberste Gerichtshof in Pretoria (Südafrika) hat die Holländisch Reformierte Gemeinde Moreleta Park zu einem Schmerzensgeld von 7.700 Euro verurteilt. Geklagt hatte Johan Strydom (31), ein ehemaliger Mitarbeiter der Freikirche, der nach Bekanntwerden seiner Homosexualität aus der Kirche geworfen wurde. Dabei verlor er seinen Job und musste wegen finanzieller Knappheit sogar sein Haus verkaufen. Er fühlte sich diskriminert und erlitt Depressionen. Die Kirchengemeinde, vertreten von Gemeindeleiter Dominee Dirkie van der Spuy, rechtfertigte ihren Schritt aus ihrem Bibelverständnis, Homosexualität sei eine Sünde vor Gott. Der Mitarbeiter habe sich geweigert, über seine Sexualität mit der Gemeindeleitung zu diskutieren, nachdem diese ihn aufforderten, zölibatär zu leben und ein Umpolungsprogramm (H2O “Homosexuality To Overcome”) zu absolvieren.

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