Wir sind umgezogen!

Sonntag, 18. November 2007

Die Quadratur des Kreises

Groß war das Echo auf die leidenschaftliche Rede, die Uli Hoeneß kürzlich auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München hielt. So mancher Fan des Rekordmeisters fühlte sich beschimpft und beleidigt, als der Manager des Klubs auf die Beschwerde einiger Anhänger über die schlechte Stimmung in der Allianz-Arena mit einem Wutausbruch reagierte. Auch in den Medien rümpfte man verschiedentlich die Nase über die Äußerungen des 55jährigen. Dabei ist der sich „im Grunde treu geblieben“, wie Roland Zorn in der FAZ vollkommen zu Recht schrieb, „da jeder weiß, wie sozial, emotional und gelegentlich auch aggressiv dieser ebendeshalb von den Anhängern des Bundesligaprimus sonst hoch geschätzte Bayern-Boss in seiner oft allzu direkten Wortwahl ist“. Es war jedenfalls gerade nicht die so oft behauptete Bayern-Arroganz, die während Hoeneß’ knapp zweiminütiger Eruption als Lava in den Saal strömte, und geplant oder inszeniert war seine erregte Antwort auf die Kritiker ebenfalls nicht. Dafür spricht schon, dass der sonst so eloquente Schwabe ein paar Mal hörbar ins Holpern und Stocken geriet. Vor allem aber fühlte sich ein dem Motto „Kapitalismus mit Herz“ folgender „fürsorglicher Vereinspatriarch“ (Süddeutsche Zeitung) herausgefordert, sein Lebenswerk und seinen Lebensinhalt zu verteidigen. [...]

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