Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 28. November 2007

Aus der Propagandaschleuder

Ach, ist das schön, dass es das frühere FDJ-Blatt junge Welt noch gibt, die tägliche Pflichtlektüre für den griesgrämigen Zoni und den schlecht gelaunten Westlinken. Denn die Presselandschaft litte fraglos derben Mangel, sollte die Propagandaschleuder aus der Berliner Karl-Liebknecht-Straße dereinst vom Schlitten steigen und ihre Leser- wie Belegschaft dem Klassenfeind überantworten müssen – der mediale Globus wäre jedenfalls um eine echte Rarität ärmer. Doch einstweilen wehrt sich die Postille noch wacker gegen ihren Untergang, und abgesehen davon, dass man so viel kindlichem Trotz fast schon wieder mit einer gewissen Anerkennung begegnen möchte, ist es vor allem der sprichwörtliche Bierernst, mit dem in dieser Zeitung so überholte wie widerlegte Dogmen immer wieder aufgesagt werden, der sich ein ums andere Mal ungewollt in sein genaues Gegenteil verkehrt und so selbst scheinbar sachliche Darstellungen zur nachgerade humorigen Groteske mutieren lässt. Jüngstes Beispiel ist die heutige Titelstory, verfasst von Rüdiger Göbel, einem der beißwütigsten Kettenhunde des deutschen Antiimperialismus. [...]

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