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Mittwoch, 10. Oktober 2007

Talente bei der Imagepflege

Um den Verzicht des deutsch-iranischen Fußballprofis Ashkan Dejagah auf das U21-Länderspiel der DFB-Auswahl in Israel am kommenden Freitag gibt es mittlerweile heftige Diskussionen. Politiker aller Parteien melden sich zu Wort, der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert den Ausschluss des Kickers, die Medien vermelden nahezu stündlich den neuesten Wasserstand, und auch in zahllosen Internetforen diskutiert man den Fall intensiv. Mehrheitlich wird dabei Verständnis für Dejagah geäußert; schließlich sei der bloß in Sorge um seine im Iran lebenden Angehörigen, denen Repressalien widerfahren könnten, falls er in Israel gegen den Ball tritt. Mit Antisemitismus habe seine Absage jedenfalls gewiss nichts zu tun. Andere wiederum betonen, dass einer, der nicht gegen ein israelisches Team spielen will, in einer deutschen Nationalmannschaft nichts mehr verloren habe. Der DFB gibt in der ganzen Angelegenheit eine wenig souveräne Figur ab. Seine Funktionäre widersprechen sich gegenseitig, und die Pressemitteilung, in der dementiert wird, dass Dejagah aus politischen Gründen um die Befreiung von der Reise in den jüdischen Staat gebeten hat, vermag schon wegen des späten Zeitpunkts ihrer Veröffentlichung nicht zu überzeugen. [...]

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