Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Give (A)ppease(ment) a Chance!

Samstagmittag in Burma, das Staatsfernsehen berichtet: Vier Mönche wurden zur Fahndung ausgeschrieben. Die “Schwerverbrecher” hätten die Proteste in Burmas größter Hafenstadt organisiert. Am Abend folgt eine Huldigung auf die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).

Tja, das wird schon seinen Grund haben, lieber SPIEGEL, wenn man bei dieser Klientel offenkundig wohlgelitten ist.

Zwölf Minuten lang wird die SPD-nahe Organisation als Freund der Militärjunta vorgeführt, als Partner des “Rates für sozialen Frieden und Wiederaufbau” (SPDC), wie sich die Machthaber selbst nennen.

Sozialer Frieden? Na dann können sie so schlimm ja nicht sein. Wer diese beiden Schlüsselworte der SPD im Namen führt, und dann auch noch in dieser parteiprogrammtauglichen Kombination, bringt jedes Sozialistenherz zum Schmelzen. Da wirkt dann selbst ein alter Mann in Generalsuniform noch wie die im Minirock und ohne Höschen daherstöckelnde Verlobte des Matrosen bei seinem ersten Landgang nach 10 Monaten auf See.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung als Unterstützer eines Regimes, das auf unbewaffnete Demonstranten schießen lässt? Das Mönche verprügeln und ermorden lässt? Das ist absurd.

Häh? Was bitte schön ist daran absurd? Warum sollte jemand, der sogar mit Hardcore-Islamisten bis hin zu Vertretern von Terrororganisationen wie der Hisbollah gemeinsame Konferenzen veranstaltet, und dessen Mutterpartei SPD noch heute stolz auf ihre Entspannungspolitik gegenüber dem sowjetischen GULag-Regime ist, bei ein paar drittklassigen Militärs plötzlich kalte Füße kriegen? Da wird niemand vorgeführt, das ist der Sinn der Sache.

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