Wir sind umgezogen!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Drah di net um

Im Grunde genommen muss man mit Mohammed el-Baradei fast schon Mitleid haben. Da bekommt er vor zwei Jahren samt seiner Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) den Friedensnobelpreis geschenkt, aber die damit für gewöhnlich einhergehenden globalen Respektsbezeigungen wollen sich einfach nicht einstellen, weder in moralischer noch in politischer Hinsicht. So richtig ernst nimmt den Ägypter kaum jemand – und das hat seine Gründe, deretwegen die potenzielle Anteilnahme an seinem Schicksal rasch einer veritablen Fassungslosigkeit weicht: Was der Generaldirektor der IAEA im Zuge seiner Ermittlungen in atomar ambitionierten Staaten wie dem Iran oder Syrien allen Ernstes für taktisches Geschick hält, entpuppt sich nämlich regelmäßig als fast schon kindliche Naivität. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch seine aufgeregt-moralinsauer vorgetragenen Anklagen den USA und Israel gegenüber, die hart erkämpfte Fortschritte unentwegt sabotierten, wo nicht gar vollständig zuschanden ritten.

Dieser Tage ist el-Baradei (Foto) wieder verstärkt in den Medien präsent, und er wirkt dabei neuerlich wie ein eitler Dorfpolizist, der sich einbildet, seinen Pappenheimern schon irgendwie beikommen zu können – auf Augenhöhe sozusagen –, und der partout nicht einsehen will, dass es sich bei den vermeintlichen Kleinkriminellen in Wirklichkeit um gemeingefährliche Kaliber handelt, die ihn bloß an der Nase herumführen und bei denen deshalb ganz andere Maßnahmen geboten sind als der erhobene Zeigefinger. [...]

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