Wir sind umgezogen!

Dienstag, 2. Oktober 2007

Überspringender Funke

Wenn man wissen will, was man von der Einladung Mahmud Ahmadinedjads an die Columbia University in New York und seiner Rede dort zu halten hat, fragt man – zumal als Seriosität beanspruchendes Medium – gleich wen? Natürlich einen Politikwissenschaftler, und damit einen aus jener Zunft, deren Wirken vor allem in einer Politikberatung besteht, die sich an allzu deutschen Bedürfnissen orientiert. Das gilt auch und gerade für Hochschulen, die dereinst als linke Kaderschmieden gelten konnten und dabei den unumstößlichen Anspruch verfochten, kritisch zu sein gegenüber den Zuständen im eigenen Land. Was dabei mittlerweile herausgekommen ist, demonstrierte jüngst (und nicht zum ersten Mal) Hajo Funke (62), immerhin Professor am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität Berlin seit 1993, in einem Interview mit dem Deutschlandradio. Ein Auftritt des iranischen Präsidenten an einer akademischen Lehranstalt in Deutschland sei „schlicht undenkbar“, sagte er dem Sender. Schließlich leugne Ahmadinedjad den Holocaust, und das sei hierzulande „aus gutem Grund strafbar“. Gleichwohl müsse man „mit dem Feind über Dinge, die zu klären sind, reden“, weshalb er eine Einladung zum Zwecke „fairer und direkter Verhandlungen“ unbedingt begrüße. [...]

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