Wir sind umgezogen!

Samstag, 8. September 2007

Mullah Schütt

Der deutsche Denker und Dichter Peter Schütt ist seinen Weg gegangen: von der DKP zu Allah. In der “Welt” erklärt er der Welt, warum beides eigentlich identisch oder doch fast identisch ist, d.h., nur von einem Hammer getrennt.:

Als Mitglied der DKP und ihres Parteivorstandes unterlag ich dem Irrtum, Sozialismus und Islam gehörten zusammen wie die zwei Seiten einer Medaille: der Sozialismus zeige den Weg zur Gerechtigkeit auf Erden, der Islam zur göttlichen Gerechtigkeit. Ich war Gast des Mufti von Taschkent, des höchsten Repräsentanten des Islam in der Sowjetunion, lauschte ergriffen seinen hehren Bekundungen zur muslimischen Ethik und wollte nicht wahrhaben, dass er sein Amt im Auftrage des KGB ausführte.

Ich beschrieb in meinem Buch „Ab nach Sibirien“, wie prächtig sich Islam und Kommunismus im sowjetisch beherrschten Mittelasien ergänzten, und traf schließlich bei einer Mittelostkonferenz im Hamburger Orient-Institut zum ersten Mal Annemarie Schimmel. „Dschimmileh“ war zunächst entsetzt über meine kommunistischen Tiraden. Als sie aber meinen Bericht über Samarkand hörte, war sie halbwegs versöhnt. Sie betrachtete lange den Umschlag meines Buches, auf dem Hammer und Sichel prangten, und sagte dann zu mir: „Lassen Sie doch bitte den Hammer weg. Dann bleibt die Sichel übrig, sie wird zur Mondsichel und zeigt Ihnen den Weg zum Islam.“ Diesen Ratschlag habe ich beherzigt, und fortan habe ich bei ihr immer wieder Rat geholt. Ihre Islambücher wurden für mich zu Wegweisern.

Wunderbar, wie die alte Nazisse dem deutschen Kommunisten den Weg zum Islam bereitet hat. Ussama bin Ladens Kritik am Kapitalismus und der Globalisierung und sein Vorschlag, alle mögen doch zum Islam konverieren, dann gäbe es endlich Gerechtigkeit auf der Welt, wurde sozusagen antizipierend vom Schütt vor Jahrzehnten schon erhört.

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