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Sonntag, 26. August 2007

Schornsteinfeger - Deutschlands mächtigste Monopolisten

Über Deutschlands "mächtigste Monopolisten" berichtet die Tageszeitung DIE WELT in ihrer gestrigen Ausgabe, und tatsächlich verwendet die Zeitung die Begriff "Monopolist" auf zutreffende Weise. Welche Monopolisten meint die Zeitung? Es ist eine Berufsgruppe, an der kein Hausbesitzer vorbeikommt - die Bezirksschornsteinfeger. Monopolisten sind sie deshalb, weil der Staat per Gesetz festlegt, dass Bezirksschornsteinfeger in ihren jeweiligen Bezirken keine Konkurrenz zu fürchten haben und darüber hinaus ihre Dienste auch in Anspruch genommen werden müssen. Da dieses Monopol auf einem völlig ungerechtfertigem staatlichem Zwang beruht, sollte es selbstverständlich abgeschafft werden. Die bisherigen Bezirksschornsteinfeger müßten dann mit anderen Berufsgruppen um die Kunden konkurrieren, die sich frei entscheiden könnten, wen sie für die betreffenden Dienstleistungen engagieren, oder ob sie sie eventuell selbst durchführen. Dies nennt man Marktwirtschaft, Freiheit oder Kapitalismus, und dieser Zustand sollte Normalzustand sein. Gibt es nicht noch andere Monopole, könnte jetzt der geneigte Leser fragen. Nein, es gibt keine anderen "Monopole" als diejenigen, die auf staatlichem Zwang basieren, ebensowenig wie der Besitzer von 5 Pferden und 5 Hunden behaupten könnte, er habe 10 "Pfunde". Politische Monopole sind dadurch gekennzeichnet, dass der Staat Anbieter vor den Konkurrenten schützt, wohingegen die ökonomischen "Monopole" dadurch gekennzeichnet sind, dass sich Unternehmen im Rahmen des Marktes gegenüber ihren Konkurrenten durchgesetzt haben. Dies sind völlig verschiedene Dinge, so unterschiedlich wie Hunde und Pferde, und sie können und dürfen nicht unter einen Begriff subsumiert werden.

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