Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 2. August 2007

No dope, no hope

„Wiedervereinigung ungültig: Kohl war gedopt!“, schlagzeilte die Titanic im April 1992 auf ihrer Titelseite. „T-Mobile feuert Patrik Sinkewitz nach Doping-Geständnis“, hieß es nun, nach der Tour de France, in großen Lettern. Das erstgenannte Beispiel: eine Satire, deren Komik nicht zuletzt dadurch zur Entfaltung kommt, dass der Gedanke, politische Entscheidungen könnten durch die Einnahme bestimmter Substanzen irregulär werden, allgemein als absurd empfunden wird. Das zweite Beispiel: eine ernste Meldung, die helles Entsetzen hervorrief, weil vorausgesetzt wird (und werden kann), dass Sportler grundsätzlich keine unerlaubten Mittelchen zu sich nehmen. Aber warum würde niemals eine Tarifvereinbarung für nichtig erklärt werden, obwohl Gewerkschafter wie Unternehmer die Nachtsitzung nur unter Zuhilfenahme von Aufputschmitteln überstanden haben, während bei der Frankreich-Rundfahrt ein Radsportler nach dem anderen aus dem Verkehr gezogen wurde? Weshalb käme niemand auf die Idee, erkennbar unter Drogeneinfluss verfasste Bücher vom Markt zu nehmen, während gedopten Athleten ihre Erfolge aberkannt werden und sie mindestens mit einer langjährigen Sperre rechnen müssen? [...]

WEITERLESEN

Kontakt

  • admin.wmd [at] googlemail.com