Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 8. August 2007

Himmelwärts

Ihr Name bedeutet übersetzt so viel wie himmelwärts, und ihre allererster Auftrag war dementsprechend gleich ein ganz besonderer: Die (damals noch staatliche) israelische Fluggesellschaft El Al brachte im September 1948 den ersten Staatspräsidenten Israels, Chaim Weizmann, unbeschadet von Genf nach Tel Aviv. Es blieb nicht ihre einzige außergewöhnliche Mission; El Al war nie einfach nur eine Airline, sondern gezwungenermaßen immer auch ein Politikum. Dies zumal für die Feinde des jüdischen Staates, die zahllose Angriffe auf die Linie unternahmen, den ersten davon am 27. Juli 1955: Bulgarische MiG-Kampfflugzeuge schossen eine El Al-Maschine ab, die sich auf dem Weg von London nach Tel Aviv über Wien befand. Sie soll angeblich unbefugt in den bulgarischen Luftraum eingedrungen sein. Alle 58 Passagiere starben.

In den 1960er und 1970er Jahren war es dann vor allem die palästinensische PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine), die mehrfach mit Flugzeugentführungen und tödlichen Schüssen El Al attackierte, bevor am 27. Dezember 1985 mit Abu Nidal ein Fatah-Führer die Flughafenschalter der Airline in Wien und Rom unter Beschuss nehmen ließ; 19 Menschen wurden dabei getötet. Doch El Al ließ sich von solch mörderischen Manövern nicht einschüchtern, sondern trotzte dem Terror und verschärfte die Kontrollen. Wie sehr sie sich ihrer Aufgaben und ihrer Bedeutung bewusst ist, zeigt sich dieser Tage einmal mehr: Die zwei neuesten Maschinen in der Flotte tragen ganz besondere Namen. Näheres dazu und noch mehr zur nicht nur sichersten, sondern wohl auch ungewöhnlichsten Fluggesellschaft der Welt weiß Franklin D. Rosenfeld in seinem Gastbeitrag. [...]

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