Wir sind umgezogen!

Dienstag, 21. August 2007

Märtyrerturniere

Dem Sport im Allgemeinen und dem Fußball im Besonderen wird oft und gerne nachgesagt, „völkerverbindend“ und dem „Abbau von Feindbildern“ dienlich zu sein. Dahinter steht der Gedanke vom fairen Wettkampf unter letztlich Gleichgesinnten, der grenzüberschreitend sei und etwaige Differenzen per allseits akzeptierter Mittel überwinden möge. Eine naive Weltsicht und eine romantizistische obendrein, die handfeste und teils grundsätzliche Interessenunterschiede einebnet und sie am liebsten auf das Feld der Zeiten, Weiten und Tore verlagern möchte, auf dass, wie es immer mit kindlich-sonnigem Gemüt heißt, der Bessere gewinnen möge. Auch der Weltfußballverband Fifa folgt von Amts wegen diesem Leitmotiv, und dabei entgeht der Öffentlichkeit allzuoft, dass die Protagonisten dieser Organisation selbstverständlich handfeste Politik betreiben, die jedoch – gerade weil sie vordergründig so harmlos und menschelnd daherkommt – als unpolitisches Engagement für die gerechte Sache wahrgenommen werden soll. Vor diesem Hintergrund werden nicht selten Fakten geschaffen, die in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen sind. Denn die Fifa orientiert sich nicht zwangsläufig an bestehenden politischen Grenzen, sondern zieht ihre eigenen. Und daher gehören dem Verband auch Mitglieder an, die keinem international anerkannten Staatswesen zuzurechnen sind. Eines davon ist die Palestinian Football Federation (PFF), 1964 gegründet und 1998 aufgenommen. [...]

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