Wir sind umgezogen!

Dienstag, 14. August 2007

1984 - Bürgerüberwachung und was wir daraus lernen können

Vor dieser Initiative der chinesischen Regierung nehmen sich die Bemühungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Vorratsdatenspeicherung und unangekündigte Festplattendurchforstungen zu erlauben, fast harmlos aus. Die Chinesen sind bemüht, mit Hilfe modernster Technologie Bürgerüberwachung auf eine neue Spitze zu treiben. Die Strategie umfaßt mehrere Speerspitzen: Zum einen geht es um die Einführung neuer Ausweise, die außer den üblichen Daten wie Name, Geburtsort und -jahr, Wohnort undsoweiter auch noch diverse verdammt persönliche Daten wie Name und Adresse der Eltern, Reproduktionsgeschichte, bisherige Arbeitsplätze, Ausbildunglaufbahn, Religion, ethnische Details, polizeiliches Führungszeugnis, Versicherungsstatus und sogar die Telefonnummer des Vermieters auf sehr leistungsfähigen Computerchips gespeichert haben. Die neuen Ausweise werden ab nächstem Monat in Shenzhen beginnend und dann auf das gesamte Land ausgeweitet zunächst an die etwa 150 Millionen Menschen vergeben, die in letzter Zeit den Wohnort gewechselt aber noch keine Wohnerlaubnis (und damit auch noch keinen Ausweis) erhalten haben. Zusätzlich werden allein in der Region Shenzhen 20.000 Überwachungskameras an Straßen und öffentlichen Plätzen installiert und die Polizei erhält Zugriff auf 180.000 weitere Kameras, die in Firmen und Verwaltungsgebäuden installiert sind oder sein werden und die für polizeiliche Überwachung urspünglich nicht gedacht waren. Polizeibeamte werden derweil mit GPS und Ortsbestimmung per Mobiltelefon ausgestattet, um Einheiten besser kontrollieren zu können.

Das alles dient natürlich der Verbrechensbekämpfung und damit dem Schutz des unbescholtenen Bürgers. Es ist die Tat eines fürsorglichen Staates, der schädliche Elemente von der Gesellschaft fernhalten und für Ordnung und Sicherheit auf den Straßen sorgen will. China hat ... [ WEITERLESEN ]

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