Wir sind umgezogen!

Freitag, 13. Juli 2007

Wallraffpädagogik

Auf den ersten Blick scheint die Idee originell und respektabel, ja geradezu bahnbrechend zu sein: Günter Wallraff will in einer Moschee aus Salman Rushdies Buch Die satanischen Verse lesen. Und zwar nicht in irgendeiner Moschee, sondern just in der noch zu bauenden, im Wortsinne umstrittenen im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Ein „Lackmustest“ soll diese Lesung sein, sagt Wallraff, eine Probe aufs Exempel, wie ernst es der Trägerverein und Bauherr Ditib tatsächlich meint, wenn er eine „offene Kulturarbeit“ verspricht. Außerdem wüssten die meisten Muslime, die Rushdies Werk ablehnen, gar nicht, worum es in ihm eigentlich geht. Wallraffs Vorschlag wirft jedoch gleich mehrere Fragen auf: Ist alles gut, wenn der Test positiv verläuft? Was ist, wenn er negativ ausgeht? Und ändert die Kenntnis der Satanischen Verse überhaupt etwas an dem Urteil über ihren Verfasser? [...]

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