Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 25. Juli 2007

Maul halten, Gringo!

Der von der Linkspartei und ihrem Führer so vergötterte Hugo Chavez, will nun gegen Ausländer vorgehen, die es wagen, keine Lobeshymnen auf ihn zu singen. Der Caudillo gab in seiner wöchentlichen Radioshow bekannt:
"Wie lange wollen wir zulassen, dass irgendjemand aus irgendeinem Land zu uns kommt und uns sagt, hier herrsche eine Diktatur, der Präsident sei ein Tyrann, niemand tue etwas? [...] Für Ausländer ist das verboten, das ist keine persönliche Frage, sondern eine der nationalen Würde."
Die venezolanische Stasi soll nun Ausländer unter Beobachtung stellen und sofort jeden, der es wagt, Kritik am sozialistischen Paradies Venezuela zu üben, mit den Worten "Hier ist Ihr Koffer, Señor, verschwinden Sie aus diesem Land!" zum Flughafen Maiquetan schaffen. Wie jeder gute sozialistische Tyrann muss Chavez natürlich wissen, wer in seinem Land was denkt und vor allem wer denkt, dass der Präsident ein Idiot ist. Der Ausbau der Überwachung ist aus Chavez' Sicht nur konsequent, denn demnächst wird er seinen Abgeordneten eine neue Verfassung vorlegen, die die Begrenzung seiner Amtszeit aufhebt und das Land endgültig in ein Paradies der Arbeiter und Bauern verwandeln wird.

Für die deutsche Linke, die sich sonst so gerne als Bürgerrechtsbewegung aufspielt und so tut, als sei sie für die Meinungsfreiheit und gegen Ausländerhass, hat bisher nichts zu dem Thema verlauten lassen. Aber warum auch, schließlich ist man auch dem Tyrannen Castro schon so lange treu ergeben. Wenn Oskar Lafontaine erst einmal in seine sozialistische Uniform des Generalissimus geschlüpft ist, sollte er seinem Freund aus Venezuela nacheifern und sich nach der Fremdarbeit auch schnellstens die Fremdmeinung vornehmen. Wo kämen wir denn auch hin, wenn irgendein ausländisches Subjekt den Knilch aus dem Saarland kritisiert?

Kontakt

  • admin.wmd [at] googlemail.com