Wir sind umgezogen!

Sonntag, 29. Juli 2007

Kriegsgegner bald allein zu Haus?

Und nach der Roten Heidi ein weiterer hinterhältiger Dolchstoß in den Rücken jenes Teils der Cut&Run-Fraktion, der es für irgendwie links hält, Afghanistan den dort früher herrschenden Steinzeitislamisten auszuliefern, nur weil es die Amerikaner ärgert; diesmal ausgeführt von keinem geringeren als dem Vorzeigegrünen Tom Koenigs, der während eines SPIEGEL-Interviews die Liste der beliebtesten Irakkriegsirrtümer um die der beliebtesten Afghanistankriegsirrtümer ergänzt:

Irrtum 1052: Es macht keinen Sinn, den verlorenen Afghanistankrieg weiterzuführen

Wir dürfen wegen der terroristischen Bedrohung nicht einknicken. Das wäre für die Afghanen und für die Helfer, die dort weiter arbeiten wollen, das Falscheste, was man machen kann. Man muss sich der Herausforderung stellen und energisch Kurs halten. Anders wird man der Lage nicht Herr.

Irrtum 1053: Die Afghanen wollen, daß die westlichen Besatzer abziehen

Und man darf nicht vergessen: Die Afghanen haben uns gebeten, sie zu unterstützen. Die leiden ja am meisten unter dem Terror der Taliban. [...] Die meisten Afghanen wollen nicht weniger, sondern mehr westliche Truppen im Land haben, um die Sicherheit zu verbessern.

Irrtum 1054: Vor allem die Angloamerikaner richten mehr Schaden als Nutzen an

Die Amerikaner haben bereits mehr Truppen beigebracht. Auch die Engländer haben mehr Truppen gestellt. Und es gibt einen starken Druck auf andere Länder.

Irrtum 1055: Die NATO-Staaten kämpfen gegen einen Aufstand des afghanischen Volkes

[...] Die internationalen Kräfte müssen so lange bleiben und das Land stabil halten, bis die nationalen Kräfte stark genug sind, den Aufstand zu besiegen. Internationales Militär schlägt keinen nationalen Aufstand nieder. Das ist die Aufgabe der afghanischen Armee.

Irrtum 1056: Die Taliban haben die afghanische Bevölkerung hinter sich

Die Taliban sind unpopulär, auch im Süden des Landes.

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