Wir sind umgezogen!

Montag, 16. Juli 2007

Keep on Surgin'

Last week, 95 percent of Democrats in the House voted in favor of legislation requiring that the United States withdraw most combat troops from Iraq by April 1, 2008. [...] it would be unjust to George McGovern to call these Democrats McGovernites. We'll just call them Defeatists, who are willing to ensure a U.S. defeat for the sake of destroying the Bush administration.

The Defeatist Democrats have lots of support from the mainstream media, most of whom have simply given up on reporting the war or analyzing arguments about the war. Actually, the newsmen who know something, like John F. Burns and Michael R. Gordon of the New York Times, have produced some terrific reporting. But run-of-the-mill foreign policy and White House reporters have little interest in what is actually happening in Iraq, or in a real consideration of the likely outcomes of different policy options. They're not even reporting what's happening in Washington. They're simply committed to discrediting the war and humiliating the Bush administration.

As for the foreign policy establishment and its fellow travelers in the punditocracy, one might have thought they could be serious about this war--actually analyzing events, engaging in a grown-up debate about the real-world consequences of different courses of action, keeping calm amid the political posturing. [...] The establishment, like the media and the Democrats, wants to discredit and humiliate an administration that too often (though not often enough!) dared to think for itself, and to act without their permission. They're out to destroy Bush, his ideas, and his supporters, no matter the consequences for the country.

Das was Kristol hier unterstellt, ist erschreckend, aber es steht zu befürchten, daß er damit recht hat. Die Demokraten laufen tatsächlich Gefahr, aus puren wahltaktischen Motiven heraus einen katastrophalen, ja historischen Fehler zu machen, nach dem Motto, der Hauptfeind sitzt nicht am Hindukusch oder in Teheran, sondern im Weißen Haus. Das dumme ist, daß sie, wenn sie diesen Fehler im nachhinein als solchen erkennen (und das werden sie - spätestens dann, wenn ihre Kinder mit ihrem Leben dafür zahlen), er nur noch schwer, wenn überhaupt zu korrigieren sein wird.

Denn die heutigen Schwierigkeiten mit dem Terrorismus im Irak sind bereits der Preis, den wir entrichten müssen, weil das erste Jahrzehnt nach Ende des Kalten Kriegs trotz einer in der Geschichte wohl einmaligen Überlegenheit seitens des Westens nicht für die überfällige Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens genutzt, sondern statt dessen mit konzeptionsloser realpolitischer Flickschusterei verschwendet wurde. Die nächsten zehn Jahre jedoch werden an Terror und den daraus resultierenden Opfern alles verblassen lassen, was wir bisher gesehen haben.

Und wenn wir uns erst mal mit Atombomben statt Autobomben auseinandersetzen müssen, werden jene Demokraten, die jetzt ihren persönlichen Haß auf Bush ausleben zu müssen meinen, aber auch die republikanischen Überläufer, die die Loyalität zu ihrem Präsidenten der Angst um ihre Wiederwahl unterordnen, sich genauso wie heute die Politiker der frühen 90er-Jahre fragen lassen müssen, wieso sie zu ihrer Zeit so kläglich versagt haben. Nur das man ihnen dann nicht mehr im Rückblick vergleichsweise klein erscheinende Anschläge wie den 11. September anlasten wird.

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