Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 11. Juli 2007

Hiroshima an der Copacabana?

Brasilien setzt voll auf Kernenergie: Sein Land wolle den kompletten Atomkreislauf samt Urananreicherung beherrschen, kündigte Präsident Lula da Silva an. Nur nach Atomwaffen strebe Brasilien nicht. Genauso argumentiert Irans Präsident Ahmadinedschad auch.

Und das ist ja fast dasselbe. Denn wie jeder SPIEGEL-Leser weiß, handelt es sich bei Lula um einen fanatischen Armageddonjünger, der davon träumt, nach seinem Märtyrertod 72 Nonnen zu poppen, und der vor der UNO auch schon mal die eine oder andere Lichtvision zugibt. Auch handelt es sich bei Brasilien bekanntlich um einen brutalen Gottesstaat, wo die Machthaber nicht vom Volk gewählt, sondern von einer kleinen Elite aus Generälen und Kardinälen bestimmt werden.

Zusätzlich kompliziert wird die Lage durch die grundsätzliche Weigerung Brasiliens, das benachbarte Argentinien anzuerkennen und dessen Bewohnern das Recht auf einen eigenen Staat zuzugestehen. Statt dessen wird Buenos Aires als heilige Erde des brasilianischen Kulturkreises angesehen und den Argentiniern empfohlen, zurück in ihre Herkunftsländer zu gehen, wo sie sich, wenn sie denn unbedingt einen eigenen Staat haben wollen, ja einen in Spanien, Italien oder Deutschland gründen können.

Zusammen mit dem Dauerkonflikt zwischen der rechtgläubigen, spanischsprechenden Mehrheit Lateinamerikas und der bei ihnen als Verräter am Glauben verschrieenen portugiesischsprechenden Minderheit, die gleichzeitig versucht, die Hegemonie über die gesamte Region zu erlangen, droht hier ein radioaktives Pulverfaß, daß sich genauso schrecklich entladen kann wie bei den zahlreichen Nuklearkriegen der 90er-Jahre zwischen den diversen Atommächten Westeuropas.

Berücksichtigt man dann noch die langjährige Unterstützung Brasiliens für die verschiedenen christlichen Terrororganisationen und die daraus resultierende Gefahr von Massenvernichtungswaffen in den Händen der Jesuiten oder gar des Opus Dei, dann kann man dem SPIEGEL nur dankbar sein, daß er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gerade noch rechtzeitig von peripheren Gefahrenherden wie Nordkorea oder dem Iran auf die wahre Bedrohung unserer Welt gelenkt hat - die Sambabombe.

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