Wir sind umgezogen!

Sonntag, 22. Juli 2007

He lost his Jihadism

Mansour al-Nogaidan berichtet in der Washington Post, wie er sich von einem radikalen Salafisten in einen Reformer verwandelt hat.

Nur zweifele ich, ob seine neuen Vorstellungen wirklich hilfreich sind:

I see what Islam needs — a strong, charismatic personality who will lead us toward reform, and scholars who can convince Islamic communities of the need for a bold new interpretation of Islamic texts, to reconcile us with the wider world.”

Charismatische Führerfiguren sind, meiner unmaßgeblichen Einschätzung nach, das Letzte, was der Nahe Osten braucht. Die Hoffnung auf sie ist Teil des Problems. Der Islam, mehr noch die sog. islamische Welt, bräuchte dringend funktionsfähige Institutionen. Ob der Islam eine Reformation nötig hat oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass die sog. islamische Welt eine grundlegende Säkularisierung und Verwissenschaftlichung der Theologie durchlaufen muss, ist eine andere Frage. Die aber kann und wird nicht von “charismatischen Führern” getragen.

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