Wir sind umgezogen!

Freitag, 20. Juli 2007

Grün? Find ich gut.

Ich bin etwas irritiert von der grassierenden Unlust in liberalen “Bösmenschenkreisen”, die Resultate des IPCC zu akzeptieren. Das einzige, was man von dort so lesen und hören kann, ist eine Mischung von Ablehnung des IPCC Klimaberichts und Spötteleien über Leute, die sich Sorgen machen. Man scheint auf Widersprüche in Klimaanalysen (die keiner je vollständig gelesen hat) zu hoffen und ansonsten darauf zu pochen, daß es auf keinen Fall das Recht eines Staates sein könne, Preise für die eigene Ausatemluft oder die unserer Autos und Fabriken festzulegen. Und es ist ja auch irritierend: Plötzlich sind irgendwie alle grüner als die Grünen, die man so lange und so lustvoll als fortschrittsfeindliche Juteträger verlacht hat, die sich vor lauter Trauer über aus ihren ursprünglichen Lebensräumen vertriebene Graureiher neue Muster in selbstgewobene Batiktücher weinen. Vorbei. Grün sein ist relevanter denn je. Ein Rammbock aus mehreren Hitzewellen, El Nino, hungernden Eisbären und schließlich IPCC hat es geschafft, Klimawandelbekämpfung zu einer Art Religion zu machen, der zu entziehen gewisse Rechtfertigungen erfordert. Das stört.

Bei Statler & Waldorf beispielsweise wittert man schon einen Widerspruch und Gutmenschentum in den Taten eines unidentifizierbarer Sängers, der auf der Bühne eines LiveEarth-Konzerts ein T-Shirt getragen hat, worauf “Say no to nuclear power plants” zu lesen war. Schließlich müsse man sich entscheiden, ob man CO2-Reduktion oder Kohlekraftwerke wolle. Ergo: Gutmenschen! So stimmt das aber natürlich nicht. Die Tatsache mal außer Acht gelassen, daß ...

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