Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Ein Mordsspaß

Für Satiriker, Karikaturisten und Kabarettisten bietet die Weltläufte eigentlich Stoff genug. Problematisch wird es jedoch immer, wenn die Realität ihre Parodie überholt: Verfremdungen und Überzeichnungen wirken dann oft substanzlos, weil sie gar keine mehr sind. Dementsprechend schwer haben es daher beispielsweise Künstler, die sich der Hamas annehmen, denn die tut wirklich eine Menge, um die Humorbranche lahm zu legen – nicht obwohl, sondern gerade weil alles, was sie unternimmt, ihr im Wortsinne heiliger Ernst ist. Hinzu kommen die deutschen und europäischen Reaktionen auf dieses Terrorracket, die das Drehbuch des Kuriositätenkabinetts erst zur Vollendung bringen, weil sie längst dessen Teil sind. Wenn etwa die Israel-Korrespondentin des Spiegel schreibt, der Gazastreifen habe sich nach der Machtübernahme durch die Hamas in ein wahres Naherholungsgebiet verwandelt, oder die Süddeutsche Zeitung zu dem Schluss kommt, die Gotteskrieger wollten sich für die „Befreiung“ eines Israelis „einsetzen“, den sie selbst in Geiselhaft genommen haben, dann sind das bereits nahezu unübertreffliche Pointen. Es spricht Bände, dass derlei Komik nicht mehr das Metier der qua Profession dafür Zuständigen ist, sondern als seriöse Handlungsmaxime daherkommt. Also geht das Sommertheater der Hamas weiter, und es hielt in den letzten Tagen erneut zahlreiche Höhepunkte bereit. Eine kleine Auswahl aus dem Spielplan: [...]

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