Wir sind umgezogen!

Sonntag, 1. Juli 2007

Dat is normaal

Der FC Bayern München, so heißt es republikweit, kaufe mit Vorliebe just jene Spieler auf, die ihn zuvor mit Gegentoren gepeinigt haben. Das soll ein Vorwurf sein, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt: Treffer gegen den deutschen Rekordmeister sind nun mal eine gute Visitenkarte, um dessen Interesse zu wecken. Und dass die Bayern sich die Dienste derer sichern wollen, von denen sie vorher einen oder gar mehrere eingeschenkt bekommen haben, ist allemal legitim – und sei es nur, um Wiederholungen auszuschließen. Also wechselte Roy Makaay im Sommer 2003 – nachdem er den Münchnern kurz zuvor drei Eier ins heimische Nest gelegt hatte – gegen eine Zahlung von fast 20 Millionen Euro von Deportivo La Coruña an die Isar. Dort löste er Giovane Elber ab, den Inbegriff des Publikumslieblings, und die ersten Wochen waren für Makaay vor allem deshalb kein Kindergeburtstag. Doch anschließend traf der Niederländer mit großer Zuverlässigkeit; alsbald taufte man ihn „Phantom“, weil er im Spiel häufig abtauchte, sich bietende Chancen aber regelmäßig humorlos nutzte – insgesamt 78 Mal in 129 Spielen für die Münchner. Ein Everybody’s Darling wie Elber war Makaay gleichwohl nie (und er wollte es auch nicht sein); das zurückhaltende Naturell des 43-fachen Nationalspielers und ein Höchstmaß an Professionalität kamen jedoch bei Fans wie Medien gut an. Sein lakonisch-obligatorisches „Dat is normaal“ in Interviews erreichte zwischenzeitlich sogar das, was man gemeinhin Kultstatus nennt. [...]

WEITERLESEN

Kontakt

  • admin.wmd [at] googlemail.com