Wir sind umgezogen!

Dienstag, 31. Juli 2007

Ratschläge aus Mainz

Anders als europäische Regierungen, die ja ihre Nahostdiplomatie regelmäßig sowohl untereinander als auch mit den USA absprechen und einzig der Friedenssicherung sich verpflichtet fühlen, wie die jüngsten Beispiele des Atomdeals Frankreichs mit Libyen oder der österreichischen OMV mit dem Iran zur Genüge gezeigt haben, handeln die USA unilateral und immer böse.

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Volksmusik-Euro sparen!

Die Welt berichtet:

Volkssänger Heino probt den Aufstand: Um gegen die Absetzung der ZDF-Show „Die lustige Musikanten“ zu protestieren, hat der beliebte Barde in der „Bild“-Zeitung zum Gebühren-Boykott aufgerufen. „Jeder Volksmusik-Freund sollte ab sofort einen Volksmusik-Euro von seinen GEZ-Gebühren einbehalten“, fordert er. Der Pate des deutschen Liedguts will selbst mit leuchtendem Beispiel
vorangehen.


Dass ich darauf nicht früher gekommen bin. Vielen Dank, lieber Heino! Als Volksmusik-Feind sollte ich mir den "Volksmusik-Euro" vielleicht auch sparen. Wenn das genug Leute machen, dann kann man sich das Abendprogramm von ARD und ZDF ja vielleicht auch mal wieder anschauen (vor 1.20 Uhr). Angesichts der derzeitigen Flut an Volksmusik-Sendungen könnte man sich vielleicht sogar mehrere "Volksmusik-Euros" im Monat sparen...

Die Moral der Mullahs

Warum der Koran nicht dasselbe wie die Bibel ist

Montag, 30. Juli 2007

Südkoreanische Geiseln



Keine Ahnung, was man in so einer Situation sagen soll: aber meine Mitgefühl ist bei all den Südkoreanern, die momentan miterleben müssen, wie in Afghanistan jene Taliban, mit denen Kurt Beck gerne verhandeln würde, die Linkspartei und das Hessenradio als “Rebellen” bezeichnen, südkoreanische Geiseln abschlachten.



Ich jedenfalls muss in diesen Stunden an all die netten Südkoreaner denken, die ich im Nordirak getroffen habe und die dort einen Superjob machen, etwa die Renovierung des Fußballplatzes eines Flüchtlingscamps für iranische Kurden, auf dem ich 2005 das Bild oben aufgenommen habe. Was ich dagegen den Taliban wünsche, behalt ich lieber für mich.

Jihad: The Musical

"The wacky world of international terrorism" - hier ist die Story, und hier ist das Video.

Realismus siegt

Jetzt heisst es aufatmen, liebe Kriegsgegner, Antiimperialisten und Pessimisten dieser Welt. Offenbar hat Amerika wieder zu seiner alten Nahostpolitik zurückgefunden, die 50 Jahre maßgeblich dazu beigetragen hat, diese Region von einem Disaster ins andere schlittern zu lassen. Denn die US Nahostpolitik bestand vor allem darin, Autokraten und Diktatoren zu stützen, die in Washington gerade als “our beasts” betrachtet wurden.

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CSD Hamburg: Keine Provokation!

Nachdem Schwule in Hamburg-St. Georg von Migranten bedroht und verprügelt wurden, öffentlich gelebte Homosexualität durch einen Sprecher der Hamburger Centrum-Moschee zum Straftatbestand laut Scharia erklärt wurde und Elmar Kraushaar eben diese Entwicklung in der taz beschönigte, berichtet die taz jetzt über eine Diskussion um die Route der Hamburger CSD-Parade. Eigentlich weiß die taz schon wieder nicht, warum die Schwulen da überhaupt drüber diskutieren,
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Sonntag, 29. Juli 2007

Kriegsgegner bald allein zu Haus?

Und nach der Roten Heidi ein weiterer hinterhältiger Dolchstoß in den Rücken jenes Teils der Cut&Run-Fraktion, der es für irgendwie links hält, Afghanistan den dort früher herrschenden Steinzeitislamisten auszuliefern, nur weil es die Amerikaner ärgert; diesmal ausgeführt von keinem geringeren als dem Vorzeigegrünen Tom Koenigs, der während eines SPIEGEL-Interviews die Liste der beliebtesten Irakkriegsirrtümer um die der beliebtesten Afghanistankriegsirrtümer ergänzt:

Irrtum 1052: Es macht keinen Sinn, den verlorenen Afghanistankrieg weiterzuführen

Wir dürfen wegen der terroristischen Bedrohung nicht einknicken. Das wäre für die Afghanen und für die Helfer, die dort weiter arbeiten wollen, das Falscheste, was man machen kann. Man muss sich der Herausforderung stellen und energisch Kurs halten. Anders wird man der Lage nicht Herr.

Irrtum 1053: Die Afghanen wollen, daß die westlichen Besatzer abziehen

Und man darf nicht vergessen: Die Afghanen haben uns gebeten, sie zu unterstützen. Die leiden ja am meisten unter dem Terror der Taliban. [...] Die meisten Afghanen wollen nicht weniger, sondern mehr westliche Truppen im Land haben, um die Sicherheit zu verbessern.

Irrtum 1054: Vor allem die Angloamerikaner richten mehr Schaden als Nutzen an

Die Amerikaner haben bereits mehr Truppen beigebracht. Auch die Engländer haben mehr Truppen gestellt. Und es gibt einen starken Druck auf andere Länder.

Irrtum 1055: Die NATO-Staaten kämpfen gegen einen Aufstand des afghanischen Volkes

[...] Die internationalen Kräfte müssen so lange bleiben und das Land stabil halten, bis die nationalen Kräfte stark genug sind, den Aufstand zu besiegen. Internationales Militär schlägt keinen nationalen Aufstand nieder. Das ist die Aufgabe der afghanischen Armee.

Irrtum 1056: Die Taliban haben die afghanische Bevölkerung hinter sich

Die Taliban sind unpopulär, auch im Süden des Landes.

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Der freundliche Skinhead

Einen „Popstar wider Willen“ nannte ihn die Zeit, den „Popstar unter den Geistlichen“ der Focus, und die Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete einen Beitrag über den derzeitigen Deutschlandbesuch des Dalai Lama unter der Überschrift „Spiritueller Popstar“. Kaum eine große deutsche Zeitung, die den offenbar so begehrten wie beliebten Obertibeter nicht zum Interview gebeten hätte, und gäbe es Christiansen noch, er wäre ganz gewiss auch bei ihr gelandet. Denn „er lebt, was er predigt, und das macht ihn zum wirkungsvollen Exilvertreter Tibets“, räsonierte Uwe Jean Heuser in der Zeit über die Gründe für den Hype um den drahtigen und asketischen Mann mit der dicken Brille: „Er macht schlichte Scherze wie den, der nächste Dalai Lama könne eine Frau sein, aber bitte ein hübsche, wegen der Aufmerksamkeit. Aber er verlässt nie seine Linie der Gewaltfreiheit und des Mitgefühls, die er für das Zentrum des Buddhismus hält. Er zeigt Verständnis und auch Achtung für hungerstreikende Landsleute. Doch dass sie zum Selbstmord bereit sind, lehnt er als Gewalttat ab. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass China zur Einsicht kommt. Und falls er noch einmal in seine Heimat darf, so sagt er, ‚will ich etwas tun, damit die Tibeter und die Chinesen Freundschaften entwickeln’. Manche Tibeter hielten ihn wegen seiner freundlichen Haltung für zu weich, sagt er – und lacht besonders lange.“ Das hört sich alles harmlos und nicht unsympathisch an; das Problem dabei ist nur: Die Dinge liegen doch etwas anders. [...]

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Documenta und der Zustand der modernen Kunst

Ich war letztes Wochenende auf dieser angeblich weltgrößten, -schönsten und -bedeutendsten Ausstellung moderner Kunst in Kassel - und war enttäuscht und belustigt zugleich. Entweder alle diese Attribute sind falsch oder die Kunstszene sollte den kollektiven Freitod wählen, um der größten Schmach noch zu entgehen.

Das interessanteste war noch eine Giraffe, die in einem palästinensischen Zoo bei einem israelischen Luftangriff einen Schock erlitten hat und tot umgefallen ist. Die Palis haben das reichlich ramponierte Tier dann “hinreißend
dilettantisch” ausgestopft und in ein Widerstandswahrzeichen umfunktioniert. Jetzt steht es in Kassel in der Documenta-Halle und ist so arrangiert, daß die Giraffe es (aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet) gleichzeitig schafft,
zwei Israelflaggen auf die Hörner zu nehmen und auf eine dritte ein Geschäft zu verrichten. Das ist Kunst. [ WEITERLESEN ]

“Jetzt startet die Tragödie der Kinder”

AIDS gibt es offiziell in der arabischen Welt nicht. Taucht es irgendwo auf, wurde es von Ausländern, Geheimdiensten oder Juden eingeschleptt, um die Araber zu schwächen. Kurz man erklärt sich völlig infantil und verschwörungstheoretisch, wie so vieles anderes, was der Selbstwahrnehmung widerspricht. Vor einigen Jahren etwa gab eine ägyptische Zeitung bekannt, Israel hätte die Rückseite ägyptischer Briefmarken mit dem HIV-Viren infiziert, um so den garssierenden antisemitischen Wahn, die Juden vergifteten Lebensmittel oder Brunnen, ein neues Element hinzuzufügen, das nebenbei bestens geeignet ist, die eigene Unfähigkeit zu kaschieren.

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Islam: Sexualität pervers

Homosexualität ist im Islam geächtet, „Knabenliebe“ aber spätestens seit den Zeiten Harun-al-Rashids eine Leidenschaft muslimischer Männer,
schreibt Necla Kelek in der Rezension des Buches Allah & Eva. Der Islam und die Frauen von Betsy Udink in der WELT. Diese "Liebe", die in Wahrheit sexuelle Ausbeutung von Jungen meint, wird bei Bedarf auch mit physischer Gewalt durchgesetzt, Verweigerung entsprechend sanktioniert:
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Gadhafi-Rente

Okay, seit wann genau ist es eigentlich so, dass man fuer Geiselnahme nicht mehr bestraft, sondern mit Geld beschenkt und reichlich gelobt wird? Darf das jetzt jeder, oder doch nur die, die sich zuvor schon als Terroristen hervorgetan haben? Mir ist es ja eigentlich egal, aber der Herr, der da in Wien jahrelang ein Maedchen in einem Keller festgehalten hatte, tut mir schon leid. Warum bekommt der nicht wenigstens posthum ein Ehrenmal? Oder anders gefragt, was hat Gadhafi, was andere Verbrecher nicht haben und waere es nicht sinnvoller, anstatt jahrzehntelang in die Rentenkasse einzuzahlen, lieber das Nachbarskind einzusperren, und dieses irgendwann fuer ein paar Millionen wieder freizulassen? Quasi als Altersvorsorge?

Samstag, 28. Juli 2007

Überlasst sie nicht den Taliban!

Ein Bericht aus der Herat Provinz in Afghanistan über Frauen, die Lesen und Schreiben lernen (wollen):

More than 50,000 women have participated in literacy courses over the past three years, compared to just over 15,000 men. Herat has 6,000 literacy centres scattered throughout its towns and villages, and the effort has pulled in more than 5500 teachers.”

Ganz ähnliche Erfahrungen haben wir nebenbei nach 2003 in Hauraman und Halabja im Nordirak gemacht, Gebiete, die ebenfalls unter der Herrschaft radikalislamischer Banden standen.

Die homosexuelle Diktatur

Warum ein Liberaler nach dem Beschluss des Berliner FDP Landesverbandes, die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe zu fordern, das Abendland untergehen sieht

...but he is our bastard!

In den vergangenen Tagen war in den Zeitungen von zwei realpolitischen Entscheidungen par excellence zu lesen: Die USA fädeln - angesichts der Spannungen mit dem Iran - ein neues Rüstungsabkommen mit Saudi-Arabien ein. Und Israel genehmigt - vor dem Hintergrund des Machtkampfes zwischen Hamas und Fatah - eine umfangreiche Waffenlieferung an die Palästinensische Autonomiebehörde.

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Freitag, 27. Juli 2007

Grund zum Feiern









Die Faz bietet eine nette Bildstrecke, wie Irakis und “Besatzer” die Erfolge der irakischen Fußballelf feiern, trotz der Anschläge des “Widerstandes” gegen die Freudenfeste.


Also: Sonntag den Irakis die Daumen im Finale drücken!

Cut&Run mal andersrum

Und weiter geht's in der endlosen Reihe der beliebtesten Irakkriegsirrtümer:

Irrtum 127: Der irakische Widerstand wird von Tag zu Tag immer stärker

“Al-Qaeda’s days are numbered and right now he is scrambling,” said Lieutenant-Colonel Stephen Michael, who commands a battalion of 700 troops in Doura.

A key factor is that local people and members of al-Qaeda itself have become sickened by the violence and are starting to rebel, Lieutenant-Colonel Michael said. “The people have got to deny them sanctuary and that is exactly what is happening.”

Irrtum 128: Die Widerstandskämpfer sind ernsthaft von ihrer Sache überzeugt

Al-Qaeda informants comprise largely members of the Doura network who found themselves either working with the group after the US-led invasion in March 2003, or signed up to earn extra cash because there were no other jobs going. Disgusted at the attacks and intimidation techniques used on friends, neighbours and even relatives, they are now increasingly looking for a way out, US officers say.

Irrtum 129: Der Widerstand vertritt die Interessen der irakischen Bevölkerung
Irrtum 130: Es ist unangebracht, in diesem Konflikt von gut und böse zu reden
Irrtum 131: Die Irakkriegsgegner haben irgendwelche moralischen Beweggründe

“It is only after al-Qaeda has become truly barbaric and done things like, to teach lessons to people, cut their face off with piano wire in front of their family and then murdered everybody except one child who told the tale afterwards . . . that people realise how much of a mess they are in,” Lieutenant James Danly, 31, who works on military intelligence in Doura, said.

Irrtum 132: Der Widerstand kämpft, bis der letzte Besatzer das Land verlassen hat

It is impossible to corroborate the claims, but he said that scores of junior al-Qaeda in Iraq members there had become informants since May, including one low-level cell leader who gave vital information after his arrest.

“He gave us dates, places and names and who did what,” Lieutenant Danly said. When asked why he was being so forthcoming, the man said: “Because I am sick of it and I hate them, and I am done.”

Irrtum 133: Die Iraker kooperieren lieber mit dem Widerstand als mit den Besatzern

“People in al-Qaeda come to us and give us information,” said Lieutenant Scott Flanigan, as he drove past a line of fruit and vegetable stalls near a shabby shopping street in Doura, where people were buying bread and other groceries.

The informants were not seeking an amnesty for crimes that they had committed. “They just do not want to be killed,” Lieutenant Flanigan said.

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19 Jahre

Die Grünen Bundestagsabgeordnete Claudia Roth über ihren Besuch im kurdischen Nordirak:

Vor 19 Jahren gab es in Halabja einen Giftgasangriff mit über 5000 Toten, und es ist ganz schlimm, dass auch deutsche Firmen das Material für diese Waffen, für diese Bomben, an Saddam Hussein geliefert haben. Wir waren gestern da, in Halabja, die erste offizielle deutsche Delegation nach 19 Jahren. Ich muss Ihnen sagen, das hat mich richtig geschämt.”

Das spricht eigentlich Bände, oder?

PS: Claudia Roth hat auch der Welt ein Interview gegeben. Dass die Grünen Politikerin mit ihrem Besuch gegen den deutschen Common Sense verstoßen hat, der da heißt: überlasst die Iraker und Kurden doch ihrem Schicksal, zeigen die Kommentare unter dem Artikel in erschreckendem Maße.

Lezbollah versus (Homo-)Emanzipation

Über eine gar merkwürdige feministische Friedensinitiative

Donnerstag, 26. Juli 2007

"Bagdad wird stabil sein …"

Die New York Times einmal mehr: “Prolonging the war for another two years will not bring victory. It will mean more lives lost, more damage to America’s international standing and fewer resources to fight the real fight against terrorists.”

Zwar weiß niemand, was der “real fight against terrorism” ist und wo, wenn nicht im Irak, er stattfindet, aber egal: wir kennen das Lamento: alles geht schief, vor allem im Irak und nur ein Abzug - , d. h. man händigt die Irakis final irgendwelchen Killerbanden aus - bringt Rettung, dann nämlich steigt die amerikanische Reputation weltweit und plötzlich gelingt es auch, irgendwo im pakistanischen Grenzgebiet Al Qaida zu eliminieren. Dabei lässt man Demokraten und Liberale im Nahen Osten, die auf Unterstützung der USA gehofft haben, fallen, stützt munter irgendwelche maroden Regimes und Autokraten und lässt Israel am besten auch noch im Stich.

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Frieden durch Auslöschung

Die Linkspartei hat vor allem die radikale Westlinke angelockt, so zum Beispiel die Mitglieder der antisemitischen und antiamerikanischen Linksruck-Organisation. Aus dem Schoß dieser Truppe stammt auch Christine Buchholz, heute Mitglied im Parteivorstand der Lafontaine-Partei. Frau Buchholz setzt sich nun ganz doll für den Frieden ein und organisiert Kontakte zur sogenannten Friedensbewegung, die demnächst gegen die Militäreinsätze in Afghanistan protestieren will. Auf der Internetseite der Linkspartei kann man in den Beschlüssen des Parteivorstandes nachlesen, was die Antiwestler unter dem Deckmantel "Frieden" vorhaben. Dass Christine Buchholz und Wolfgang Gehrcke sich bei der Durchsetzung dieser Beschlüsse offensichtlich besonders engagieren, ist alles andere als Zufall.

Am Beispiel Israel haben sowohl Linksruck als auch die Linke immer wieder ihre Affinität zu Gruppierungen bewiesen, die man ohne ihren arabischen Hintergrund als Rechtsradikale bezeichnen würde. So ist Linksruck der Überzeugung, dass "Hamas und Hisbollah Teil eines rechtmäßigen palästinensischen Widerstands" sind und "wer Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit im Nahen Osten will, den Widerstand der Palästinenser unterstützen" muss, während Wolfgang Gehrcke sich mit seinem Kollegen Norman Paech wiederholt für die Hamas stark gemacht hat und versuchte Hamas-Mitglieder nach Deutschland einzuladen. Zwei Gruppierungen, die das Wörtchen "Links" im Namen tragen, unterstützen im Namen des "Friedens" also Organisationen, die sich die Auslöschung eines demokratischen Staates auf die Fahnen geschrieben haben und dieses Ziel unter anderem mit den "Protokollen der Weisen von Zion" begründen.

Und nun, da man endlich zusammenarbeitet, will man auch die Taliban in die Liste der Terrorbanden aufnehmen, die man ideologisch unterstützt. Die Toten und Entführten Europäer kann man dafür hervorragend instrumentalisieren, indem man die falsche Behauptung, es sei westliche Gewalt, die die Taliban erst zu ihren Verbrechen ermuntert, so oft wie möglich wiederholt. So richtet sich der Aufruf "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan" dann auch nur an den Westen, das Treiben der steinzeitlichen islamischen Eiferer ist den Friedensfreunden völlig schnuppe. Erinnerungen an das Afghanistan vor 2001 scheint es nicht zu geben, man denke nur an die Verhaftungen von Personen, weil sie eine Bibel im Gepäck hatten, regelmäßige öffentliche Steinigungen wegen irgendwelcher Nichtigkeiten oder das Verbot von jedem Vergnügen, das es auch im Arabien des 6. Jahrhunderts nicht gab.

Wenn man sieht, wen diese Friedensbewegten unterstützen, nämlich eine Crème de la Crème des Terrorismus, bestehend aus professionellen Mörder aus Überzeugung, Unterdrückern, Rassisten und Chauvinisten, dann kann man ahnen, welche Form des Friedens ihnen vorschwebt. Diese Form des Friedens herrschte und herrscht in totalitären Staaten und basiert auf Unterdrückung, Bespitzelung und Auslöschung jeder anderen Meinung. Eine solche Staatsform wünscht man den Menschen im Nahen Osten, in Afghanistan oder auch in Venezuela. Für die in Deutschland lebenden Fortschrittlichen gilt das natürlich nicht, aber die Anderen sind eben die Wilden und die haben nichts anderes verdient. Die linken Friedenspfeifen müssen so denken, eine andere Schlussfolgerung kann man aus ihren Taten und Äußerungen nicht ziehen!

Mit 4:3 in den Tod

Selbstmordanschläge auf feiernde Fußball-Fans haben in Bagdad mindestens 50 Menschen das Leben gekostet. Es gab nach Angaben des Innenministeriums mehr als 100 Verletzte, als im westlichen Stadtteil Mansur und im Osten der irakischen Hauptstadt zwei Bomben explodierten.

Das muß man sich mal vorstellen: Da schaffen es die Iraker sensationell Südkorea zu schlagen (bei der Gelegenheit Glückwunsch, Irak!) und mit den daraus resultierenden Freudenkundgebungen endlich mal gute Nachrichten zu produzieren, die es sogar ausnahmsweise mal in die Mainstreammedien schaffen (wenn auch nicht gleich auf die Titelseite, aber immerhin), und dann werden die jubelnden Fans einfach von einer brutalen Mörderbande in die Luft gesprengt.

Es wäre nett, wenn wenigstens jene Menschen, die sich hierzulande während der WM friedlich und ungestört auf den Straßen und vor Großbildwänden versammelt haben, davon Abstand nehmen könnten, die Täter weiter als Widerstandskämpfer zu verherrlichen oder die vorher gemeinsam feiernden Toten auch noch als Opfer eines Bürgerkriegs zu verhöhnen.

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Schwule Schweine, schwarze Rassisten

Bereits im Januar haben wir auf einen Text über den Zusammenhang von Reggae und Homophobie bei Lizas Welt verlinkt. Wie der Schwulenhass von Seiten der Täter auch noch rassistisch aufgeladen wird, darauf haben wir im Mai anläßlich eines ARD-Beitrags hingewiesen. Mitte Juni nun meldete queer.de einen Erfolg:
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Eisbrecher mit Initial-Irritation

Max Horkheimer wusste es schon im Mai 1967: „Amerika hat, aus welchen Motiven auch immer, Europa von völliger Versklavung gerettet. Die Antwort ist heute überall, nicht bloß in Deutschland, eine weitverbreitete und tiefgehende Amerika-Feindlichkeit.“ Überraschend sei dabei „der Umstand, dass überall dort, wo der Anti-Amerikanismus sich findet, auch der Antisemitismus sich breit macht“, und sogar grotesk „die Verwirrung unter den linken Studenten“. Denn: „Die Einheit von Theorie und Praxis, die sie früher gefordert haben, wird zu einer kruden anti-amerikanischen Praxis, ohne dass eine echte Theorie dahinter stände.“ Vierzig Jahre später ist der Hass auf die USA mit oder ohne Theorie längst keine Domäne der Linken mehr, sondern zu einer Art deutsch-europäischem Sozialcharakter geronnen, zu einer conditio sine qua non geworden. Und die geradezu symbiotische Verbindung mit dem als „Israelkritik“ bauernschlau verbrämten Antisemitismus muss deshalb niemanden mehr wundern. „Es ist die Figur des harten, aggressiven, skrupellosen und rücksichtslosen Juden in Gestalt des machtvollen und brutalen Israeli, die dem europäischen Antisemitismus von heute eine neue Dimension gibt“, schrieb der Politikwissenschaftler Andrei S. Markovits in seinem Buch Amerika, dich hasst sich’s besser. „Und es sind wiederum die Stärke und (militärische) Macht, die dem Antiamerikanismus eine zusätzliche und unersetzliche Rolle in dieser neuen Form des Antisemitismus als Israelfeindschaft zuweisen und diese zwei Phänomene zu politisch potenten Zwillingen in ganz Europa machen.“ [...]

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Mittwoch, 25. Juli 2007

Klimawandel nicht falsifizierbar?

Statler referenziert die steile Behauptung von Eric Falkenstein, nach der Klimawandel nicht falsifizierbar sei.

Entweder ich verstehe nicht richtig, worauf der Herr hinauswill oder es handelt sich um völligen Nonsens. Ich verstehe die Äußerung einmal so, daß es darum gehen soll, ob die Aussage “Es gibt einen Klimawandel” als wissenschaftlich zu gelten hat. Karl Popper zeigte bereits, daß für alle wissenschaftlichen Aussagen Beobachtungen auffindbar sein müssen, die ihnen widersprechen könnten. Wer also behauptet, der Klimawandel sei nicht falsifizierbar, impliziert damit, daß die Aussage “Es gibt einen Klimawandel” unwissenschaftlich ist.

Das aber ist offenkundiger Unsinn. Klimawandel ist sicher eine Definitionsfrage, aber innerhalb dieser Definitionsgrenzen haben wir es mit harter Mathematik zu tun. Da Definitionen nicht wahr oder falsch, sondern nur sinnvoll oder sinnlos sein können, sollte man untersuchen, ob man im Bereich der Klimaforschung sinnlose Definitionen findet.

Ist der Begriff Klima unsinnig definiert? Nein. Klima ist (nach IPCC) die statistische Beschreibung einer Sammlung von zeit- und ortsabhängigen Wetterdaten (z.B. Temperatur, Niederschlag, Luftdruck). Wenn also u(x,t) das Wetter ist, ist die zeitliche Mittelung von u(x,t) über eine Zeitperiode das Klima. Klimawandel wird sinnvollerweise ....

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Kommentar erübrigt sich

Der “War on Terror” sei, so lesen wir Tag für Tag, ein einziges Disaster und treibe die Muslime zunehmend in die Hände radikaler Gruppen. Ein gerade veröffentlichter Bericht des “Pew Research Center” kommt da zu etwas anderen Ergebnissen. Mit Ausnahme der Palästinenser - a lost case- lehnen ”a large and growing number of Muslims in the Middle East and elsewhere Islamic extremism” ab.

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ROTFLOL

Ich weiß nicht warum, aber obwohl das Thema eigentlich viel zu ernst ist, verspüre ich irgendwie den unwiderstehlichen Drang, mich jetzt erst mal ein Viertelstündchen lang laut lachend auf dem Boden zu wälzen. Der SPIEGEL tönte nämlich vor gerade mal zwei Wochen:

Irak-Krieg: Bushs Leute basteln fieberhaft an Exit-Strategie

Miese Nachrichten aus Bagdad, immer mehr Kritiker im Kongress: Im Weißen Haus herrscht Krisenstimmung. Der Stab von US-Präsident Bush bereitet in Sonderschichten den Abzug der US-Truppen vor, denn inzwischen gehen dem Oberkommandierenden auch viele Parteifreunde von der Fahne.

Doch frei nach dem Motto "was gehen mich meine dummen Reden von gestern an" verkündet er bereits heute ohne eine erkennbare Spur von Schamgefühl:

Anti-Rückzugsstrategie: US-Militär plant bis mindestens 2009 im Irak

Raus aus dem Irak - so schnell wie möglich: Das ist für viele US-Politiker jetzt die Parole. Nicht so für das US-Militär unter Präsident Bush. Einem bisher geheimen Strategieplan zufolge will es noch mindestens zwei Jahre bleiben, um das Land zu stabilisieren.

Tja, wie es aussieht, ist man sich innerhalb der SPIEGEL-Redaktion über das genaue Datum der panischen Flucht der geschlagenen US-Invasoren aus dem Irak jetzt doch nicht mehr ganz so einig. Da wird das seriöse Vorzeigenachrichtenmagazin seinen Lesern aber einiges zu erklären haben. Die Enttäuschung der Irakkriegsgegner unter ihnen entschädigt jedenfalls für so manches. Sogar für Artikel von Marc Pitzke.

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Methadonticker

Live-Blogging ist eine prima Sache. Fast ist man geneigt, von einem Trend zu sprechen. Denn das Ganze gibt es nicht nur zu Sportereignissen, sondern auch im Rahmen altgedienter Samstagabendshows, bei Naturkatastrophen oder anlässlich der Lektüre von Bestsellern. Einem solchen Hype kann und will sich natürlich auch dieses Weblog auf Dauer nicht verschließen. Und deshalb gibt es heute Abend eine Direktübertragung des zweiten Semifinalspiels im Methadonpokal zwischen dem amtierenden Deutschen Meister VfB Stuttgart und seinem Nachfolger FC Bayern München. Anstoß im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion ist um 20.30 Uhr; Lizas Welt geht bereits eine halbe Stunde vorher online. Man liest sich.

ZUR LIVE-ÜBERTRAGUNG

Scheinheiliger Spiegel

Das große Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", vor einigen Dekaden noch als "Sturmgeschütz der Demokratie" bekannt, demonstriert mit einem online verfügbaren Artikel aus der aktuellen Ausgabe, wie peinlich man heucheln kann. Im Text "Botschafter wider Willen" berichtet Jan Friedmann darüber, wie amerikanische Gaststudenten in Deutschland von ihren Kommilitonen behandelt werden. Erstaunlich unaufgeregt wird beschrieben, welche Facetten des Fremdenhasses im Alltag auf die Studenten einprasseln, von Schulmassakern bis zum unvermeidlichen Teufelspräsidenten wird nichts ausgelassen. Die Wörter Fremdenhass oder Ausländerfeindlichkeit kommen in Friedmanns Text aber nicht vor, beides scheint nur dann vorzuliegen, wenn das Opfer eine andere Hautfarbe und der Täter eine Glatze hat. Statt Fremdenhass handele es sich nur um "Ressentiments, die je nach außenpolitischer Lage Konjunktur haben", also Vorurteile die irgendwie doch eine rationale Grundlage haben - so sieht das jedenfalls der feine Herr Professor Engler, Rektor Maximus Optimus der Uni Tübingen.

Der Mann ist ein tolles Beispiel dafür, dass wohlklingende Titel nichts über die intellektuellen Fähigkeiten ihres Trägers aussagen. Man stelle sich vor, was die Unileitung täte, wenn plötzlich heraus käme, dass türkische oder chinesische Studenten wegen ihrer Regierungen systematisch durch Kommilitonen gemobbt würden, der werte Herr Rektor hätte wahrscheinlich sofort zum entschlossenen Kampf gegen Rechts aufgerufen. Aber die Amis sollen damit zurechtkommen und wenn ein echter Professor sagt, sie seien nur wegen der "außenpolitischen Lage" auf einer ideologischen Abschussliste, dann wird das schon stimmen.

Engler hat aber noch mehr auf Lager, er wertet die "Erfahrungen mancher US-Gaststudenten [...] als lehrreiche 'Initial-Irritation'". Mit anderen Worten: Die Amis sollen erstmal sehen, wo der doitsche Hammer hängt - wenn sie schon hier studieren wollen, dann wird ihnen auch eine wirkliche Lehre erteilt.
"Es gebe eben in Europa und den USA eine unterschiedliche Kultur des Sprechens über Politik: Während jenseits des Atlantiks Politik und Religion als Privatangelegenheiten behandelt würden, gehörten hier Politisieren und kritisches Nachfragen dazu. 'Wir müssen unseren Gästen klarmachen, dass die Frage nach der politischen Gesinnung nicht als Angriff gewertet werden darf.'"
Rektor Engler ist "Amerikanist" und verzapft dennoch solchen Unsinn, aber als Direktor seines akademischen Zirkus genießt er Narrenfreiheit. Diese angeblichen kulturellen Unterschiede sind eine dreiste Ablenkung vom eigentlichen Thema, die Behauptung, der Amerikaner "an sich" würde weder politisieren, noch "kritisch Nachfragen" ist eine unglaubliche Dummheit. Und dass höhnische Bemerkungen zu einem Schulmassaker weder das eine noch das andere sind, sollte sogar ein Herr Engler begreifen. Der werte Herr Professor hat aber ganz anderes im Sinn, denn mit diesem Kommentar stellt er sich auf dieselbe Stufe wie die mobbenden Kommilitonen der Gaststudenten. Nur kann er seine Ressentiments mit der Autorität seines Titels so erklären, dass es im gutmenschlichen Milieu auch richtig ankommt, schließlich will er mit seinen "Initial-Irritationen" den "Gästen" etwas klar machen: Der Ami hat im alten Europa die Frage nach seiner "Gesinnung" hinzunehmen, denn es ist ihm moralisch überlegen. Andrei Markovits liegt völlig richtig, wenn er sagt, dass der "Antiamerikanismus das einzige Vorurteil in Deutschland ist, das mit sozialem Status und höherer Bildung noch zunimmt".

Besonders schön ist und bleibt aber die Tatsache, dass Spiegel Online, Wurmfortsatz des Spiegels, mit Marc Pitzke selber einen solchen Antiamerikaner beschäftigt, der den Uni-Mobbern die Munition gegen die amerikanischen Gaststudenten liefert. Man darf gespannt sein, ob ein deutscher Student in den USA auf diese Scheinheiligkeit angesprochen wird.

Quote of the Day: Russia has never been a British colony

Vladimir Putin, Russian president, responding to Britain’s demands for the extradiction of the Russian spy accused of murdering Alexander Litvinenko in London last year.

via:

http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSL2478576020070724?feedType=RSS&rpc=22&sp=true

Nackte junge Männer in Liegestühlen

"Das Böse ist immer und überall" textete in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Erste Allgemeine Verunsicherung. Wer oder was dieses "Böse" ist, blieb bei den Alpenrockern im Unklaren. Guido Horst hingegen weiss in der Tagespost, katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur, Genaueres. In einem Text, in dem es eigentlich um sexuellen Kindesmissbrauch durch Priester geht, schafft er im letzten Absatz einen thematischen Turn, der es in sich hat:
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Maul halten, Gringo!

Der von der Linkspartei und ihrem Führer so vergötterte Hugo Chavez, will nun gegen Ausländer vorgehen, die es wagen, keine Lobeshymnen auf ihn zu singen. Der Caudillo gab in seiner wöchentlichen Radioshow bekannt:
"Wie lange wollen wir zulassen, dass irgendjemand aus irgendeinem Land zu uns kommt und uns sagt, hier herrsche eine Diktatur, der Präsident sei ein Tyrann, niemand tue etwas? [...] Für Ausländer ist das verboten, das ist keine persönliche Frage, sondern eine der nationalen Würde."
Die venezolanische Stasi soll nun Ausländer unter Beobachtung stellen und sofort jeden, der es wagt, Kritik am sozialistischen Paradies Venezuela zu üben, mit den Worten "Hier ist Ihr Koffer, Señor, verschwinden Sie aus diesem Land!" zum Flughafen Maiquetan schaffen. Wie jeder gute sozialistische Tyrann muss Chavez natürlich wissen, wer in seinem Land was denkt und vor allem wer denkt, dass der Präsident ein Idiot ist. Der Ausbau der Überwachung ist aus Chavez' Sicht nur konsequent, denn demnächst wird er seinen Abgeordneten eine neue Verfassung vorlegen, die die Begrenzung seiner Amtszeit aufhebt und das Land endgültig in ein Paradies der Arbeiter und Bauern verwandeln wird.

Für die deutsche Linke, die sich sonst so gerne als Bürgerrechtsbewegung aufspielt und so tut, als sei sie für die Meinungsfreiheit und gegen Ausländerhass, hat bisher nichts zu dem Thema verlauten lassen. Aber warum auch, schließlich ist man auch dem Tyrannen Castro schon so lange treu ergeben. Wenn Oskar Lafontaine erst einmal in seine sozialistische Uniform des Generalissimus geschlüpft ist, sollte er seinem Freund aus Venezuela nacheifern und sich nach der Fremdarbeit auch schnellstens die Fremdmeinung vornehmen. Wo kämen wir denn auch hin, wenn irgendein ausländisches Subjekt den Knilch aus dem Saarland kritisiert?

Dienstag, 24. Juli 2007

Affinität zu Radikalen

Die Friedrich Ebert Stiftung ist inzwischen durch ihre vielfäligen Aktivitäten im Nahen Osten auch dem NGO Monitor aufgefallen. Und wen wundert’s, dort steht:

“FES’s extensive support for radical NGOs that operate in the Israeli-Palestinian conflict zone, as well as in Lebanon, is very significant.”

Katholisch-antiimperialistische Querfront

Unter der neugierig machenden Überschrift "Homosexuelle Islam-Hetze" polemisiert das katholische Internetportal kreuz.net gegen Homosexuelle und bricht eine Lanze für den Islam:

Warum müssen Türken und Araber aus Deutschland deportiert werden? Weil sie Gewalttaten gegen hilflose Homo-Unzüchtige verüben.

Schon die Wortwahl macht stutzig und verweist auf die geistigen Urheber der Islamophilie dieser Schwulenfeinde, mit denen sie sich in einer katholisch-antiimperialistischen Querfront zusammenfinden. Ihr Stichwortgeber ist ausgerechnet Markus Bernhard von der jungen welt, der von einer „rassistischen Hetze im rosa Gewand“ phantasiert:
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Ein einziger Friedhof

An Zufall mag man da eher nicht glauben: Erst publizierte eine polnische Zeitung einen Beitrag, demzufolge israelische Jugendliche in Polen Hotelzimmer verwüsten, Fluggäste demütigen und die Einheimischen „traumatisieren“. Kurz darauf beschwerte sich die Leitung des Auschwitz-Museums bei der israelischen Botschaft in Polen: Israelis benutzten „selbst in den Gaskammern“ ihre Mobiltelefone und erhöhten durch das Aufstellen von Kerzen die Brandgefahr; darüber hinaus zögen sie „in israelische Fahnen“ gekleidet durch polnische Straßen. „Es ist schwer zu glauben, dass man sich hier nicht abgesprochen hat“, befand denn auch Noah Klieger in Yedioth Ahronoth, und er ergänzte: „Jetzt sind wir bei der Wurzel des Problems angelangt.“ [...]

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Montag, 23. Juli 2007

Perlen für die Pause

Ligapokal – schön und gut. UI-Cup – wenn’s denn sein muss. DFB-Pokal – schon besser, aber auch nicht viel mehr als ein Warming-Up. In drei Wochen spricht davon niemand mehr. Dann ist wieder: Bundesliga. Und: Zeit wird’s. Was tun bis dahin, außer eben Ligapokal, UI-Cup und DFB-Pokal zu gucken und sich über Randsportarten zu amüsieren? Richtig: Mal in die Untiefen des World Wide Web abtauchen und nach alten Schätzen forschen. Hier nun zehn ausgewählte Perlen, die glänzen wie am ersten Tag. Und manchmal sogar noch wertvoller geworden sind. [...]

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Afghanistan: Herzen gewinnen

(Gastbeitrag)

Komik - oder doch eher Tragik? - Als die Bundesregierung von ihren dortigen Partner aufgefordert wurde, Bundeswehrsoldaten in den Süden Afghanistans zu entsenden, war entschiedene Ablehnung die sofortige Reaktion. Nicht ohne eine aparte Begründung: dort, südwärts, seien die Amerikaner, die nur bomben könnten, weswegen sie die Herzen der Bevölkerung nicht erobert hätten.

Das diese “Begründung”, umgedreht, gerade zwingend dafür gesprochen hätte, deutsche Soldaten en route Süden zu schicken, um die dort notorisch falsch handelnden Yankees durch unsere netten Sozialarbeiter in Uniform abzulösen, die das winning of hearts & minds so fabelhaft beherrschen, wollte dabei keinem in den Kopf kommen.

Nun werden nördlich der Amerikaner bundesdeutsche Helfer & Ingenieure zum central target für Taliban und Terroristen, jene also, die ausschließlich Gutes taten und tuen wollen.

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Retter raus!

Nix wie raus aus dem Irak! Dann wird alles gut. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, aber was zählen schon Menschenleben, wenn es um die Aussichten bei den nächsten Präsidentschaftswahlen geht.

An American withdrawal from Iraq would cause bloodshed and leave the country dominated by radical militias, Iraqi politicians from across the parliamentary spectrum have warned.

Und klar, vor allem die Sunniten wünschen sich nichts sehnlicher als den Abzug der Amerikaner, damit sie die zahlenmäßige Überlegenheit der Schiiten auch so richtig auskosten können.

Even Sunni Arab leaders - who in the past have advocated an immediate and unconditional withdrawal of foreign troops - are among those now supporting the US troop presence and a gradual pullout over time. Many Sunni leaders say the withdrawal should be conditional on the progress of the Iraqi security forces.

[...] The Sunni-led group, the Iraqi Accord Front, was the staunchest opponent of the US involvement in Iraq until sectarian violence exploded following the Samarra shrine bombing last year.

The bombing made it change its mind. A withdrawal "will adversely affect the political process", said Omar Abdul Sattar, a member of parliament from the group. "It will enable outlaws to dominate and to send Iraq back to the middle ages."

Und damit's da kein Mißverständnis gibt, der Abzug muß natürlich so schnell wie möglich kommen. Allein schon um sicherzustellen, daß es auf jeden Fall die gewünschte Katastrophe gibt.

[...] "The presence of US forces in Iraq is helpful considering the current circumstances," said MP Adnan al-Dulaimi, former leader of the Accord Front.

"Every Iraqi wants to see these forces withdraw, and we're looking forward to the day when that occurs… But if they pull out now, the country will be in chaos because there are no Iraqi forces that can deal with security."

Aber schuld sind natürlich der doofe Bush und diese starrsinnigen Sunniten, die doch noch auf ihn reingefallen sind, statt zu akzeptieren, daß Demokratie für Orientalen wie sie nun mal nichts ist.

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Ökonomie ist keine Physik

Schön, daß es noch Wirtschaftsfachleute in den höchsten Etagen der SPD gibt. Ludwig Stiegler, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, beglückt uns heute mit Einsichten in das Wesen der Ökonomie. Es dreht sich um die Frage, ob durch Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 1% tatsächlich etwa 100,000 Arbeitsplätze entstünden. Der Vorsitzende der BA, Weise, äußerte diese Vermutung. Nach einem Bericht des Spiegel sagte Stiegler dazu:

dafür gebe es “keine ökonomische Evidenz”. Zwar hätten Experten nachgewiesen, dass eine Steigerung der Arbeitslosenbeiträge Jobs vernichte. “Doch es ist abwegig, dieses Prinzip einfach umzudrehen - Ökonomie ist keine Physik.”

Das sollte mich aber sehr verwundern, wenn der Umkehrschluß in diesem Fall nicht gelten würde. Allenfalls könnte man vermutlich argumentieren, daß die Schaffung von Stellen im Gegensatz zum Arbeitsplatzabbau in Deutschland (durch zu ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen) kinetisch stärker gehemmt sei, sodaß die Einstellung der neuen Gleichgewichtslage in diesem Fall länger dauerte. Dann hätte Stiegler nur bewiesen, daß Ökonomie nicht Physik ist, sondern Chemie. Bravourös.

Zensur wie im Absolutismus

Dem spanischen König Juan-Carlos verdanken die Spanier eine ganze Menge. Der Mann hat sich nach Frankos Ende nicht nur darum gekümmert, dass Spanien eine Demokratie wird, er hat diese auch verteidigt, als rechtsradikale Militärs 1981 versuchten, sich wieder an die Macht zu putschen. Nicht viele Monarchen können von sich behaupten, ihre Krone auch verdient zu haben.

Trotz der erfolgreichen Demokratisierung ließ man dem spanischen Zweig des Bourbonen-Clans doch einige Rechte, die so gar nicht in eine freie Gesellschaft passen. So existiert der Straftatbestand der Verunglimpfung der Königsfamilie und kann mit bis zu zwei Jahren Knast bestraft werden. Ein eifriges Duo bestehend aus einem Generalstaatsanwalt und einem Richter verbaten nun die abgebildete Ausgabe des spanischen Satiremagazins "El Jueves". Wie hier dargestellt, zeigte das Titelblatt den Thronfolger und seine Gemahlin (Prinz und Prinzessin von Asturien) beim Liebesakt. Das eigentlich Thema ist aber eine sogenannte Kinderprämie, die für jedes Neugeborene eine Zahlung von 2500 Euro vorsieht. In der Karikatur freut sich Felipe genau darüber und sagt zu seiner Liebsten: "Stell Dir vor, Du wirst schwanger. Es wäre das erste Mal in meinem Leben, dass ich etwas getan hätte, das Arbeit ähnelt!".

Und das geht natürlich nicht! Ein zukünftiger Herrscher von Gottes Gnaden darf nicht verunglimpft werden. Da wird seine Exzellenz der Generalstaatsanwalt aktiv, der wahrscheinlich nichts Wichtigeres zu tun hat, als sich um unanständige Zeichnungen zu kümmern. Diese Form der Meinungsfreiheit hat Kenan Kolat vor einiger Zeit wunderbar erklärt: "Sicher muss [man] alles sagen dürfen können. Aber [man] muss aufpassen was [man] sagt."

Auch die spanische Regierung hält nichts von dem Verbot, unter anderem deswegen, weil das Bildchen wie im Fall Problembeck gegen die Titanic längst für jedermann im Internet zu sehen ist. Man kann sich das komplette Magazin herunterladen und es gibt bereits etliche Karikaturen zu der Karikatur.

Heterophobie in Berlin-Neukölln?

In Berlin-Neukölln ist es an der Tagesordnung, dass Schwule und Lesben, manchmal auch Heterosexuelle, die man für schwul oder lesbisch hält, angegriffen, bespuckt oder beschimpft werden. Die Aggressoren sind, im Gegensatz zu denen in deutsch-dominierten Vierteln wie Berlin-Marzahn oder -Hellersdorf, in der Regel männliche Jugendliche oder Jungmänner mit Migrationshintergrund, wie das in politisch korrektem Deutsch heutzutage heißt.
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Sonntag, 22. Juli 2007

He lost his Jihadism

Mansour al-Nogaidan berichtet in der Washington Post, wie er sich von einem radikalen Salafisten in einen Reformer verwandelt hat.

Nur zweifele ich, ob seine neuen Vorstellungen wirklich hilfreich sind:

I see what Islam needs — a strong, charismatic personality who will lead us toward reform, and scholars who can convince Islamic communities of the need for a bold new interpretation of Islamic texts, to reconcile us with the wider world.”

Charismatische Führerfiguren sind, meiner unmaßgeblichen Einschätzung nach, das Letzte, was der Nahe Osten braucht. Die Hoffnung auf sie ist Teil des Problems. Der Islam, mehr noch die sog. islamische Welt, bräuchte dringend funktionsfähige Institutionen. Ob der Islam eine Reformation nötig hat oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass die sog. islamische Welt eine grundlegende Säkularisierung und Verwissenschaftlichung der Theologie durchlaufen muss, ist eine andere Frage. Die aber kann und wird nicht von “charismatischen Führern” getragen.

Schwule Partei Deutschlands?

Warum es bei einem Vergleich von Schwulen mit der NPD nicht ausreicht, moralisch empört zu sein

Samstag, 21. Juli 2007

Homosexuelle: Munition im Kulturkampf?

Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen
verkünden die Macher des Blogs "TheoKonservativ - Blog für biblisch fundierte Politik". Wie bei dieser Kombination nicht anders zu erwarten, haben die evangelikalen Blogger auch zum Thema Homosexualität etwas zu sagen. Nichts wirklich Neues, Überraschendes gar, sondern alte Vorurteile und Verdrehungen. So beklagen sie unter der Überschrift Homosexuelle als Kanonenfutter des Kulturkampfes:
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"You grew up in freedom and you can spit on freedom..."


Ayaan Hirsi Ali spricht mit einem Klischee-Linken und argumentiert. Er nicht.

Freitag, 20. Juli 2007

Grün? Find ich gut.

Ich bin etwas irritiert von der grassierenden Unlust in liberalen “Bösmenschenkreisen”, die Resultate des IPCC zu akzeptieren. Das einzige, was man von dort so lesen und hören kann, ist eine Mischung von Ablehnung des IPCC Klimaberichts und Spötteleien über Leute, die sich Sorgen machen. Man scheint auf Widersprüche in Klimaanalysen (die keiner je vollständig gelesen hat) zu hoffen und ansonsten darauf zu pochen, daß es auf keinen Fall das Recht eines Staates sein könne, Preise für die eigene Ausatemluft oder die unserer Autos und Fabriken festzulegen. Und es ist ja auch irritierend: Plötzlich sind irgendwie alle grüner als die Grünen, die man so lange und so lustvoll als fortschrittsfeindliche Juteträger verlacht hat, die sich vor lauter Trauer über aus ihren ursprünglichen Lebensräumen vertriebene Graureiher neue Muster in selbstgewobene Batiktücher weinen. Vorbei. Grün sein ist relevanter denn je. Ein Rammbock aus mehreren Hitzewellen, El Nino, hungernden Eisbären und schließlich IPCC hat es geschafft, Klimawandelbekämpfung zu einer Art Religion zu machen, der zu entziehen gewisse Rechtfertigungen erfordert. Das stört.

Bei Statler & Waldorf beispielsweise wittert man schon einen Widerspruch und Gutmenschentum in den Taten eines unidentifizierbarer Sängers, der auf der Bühne eines LiveEarth-Konzerts ein T-Shirt getragen hat, worauf “Say no to nuclear power plants” zu lesen war. Schließlich müsse man sich entscheiden, ob man CO2-Reduktion oder Kohlekraftwerke wolle. Ergo: Gutmenschen! So stimmt das aber natürlich nicht. Die Tatsache mal außer Acht gelassen, daß ...

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Deutliche Worte

Totalitäre Führer pflegen anzukündigen, was sie vorhaben. Planen sie einen Krieg, dann sprechen sie von Krieg. Damit unterscheiden sie sich von herkömmlichen Politikern. Auch Ahmed-Nijad fand in Damaskus deutliche Worte, die so gemeint sind, wie er sie gesagt hat:

We hope that the hot weather of this summer will coincide with similar victories for the region’s peoples, and with consequent defeat for the region’s enemies.”

Das heißt: Ahmed-Nijad, Syrien und die Hizbollah wollen einen neuen Krieg, bereiten ihn vor und hoffen, er bricht noch diesen Sommer aus.

Was guckst du?

Sage niemand, das palästinensische Fernsehen hätte nichts zu bieten. Sogar für die lieben Kleinen ist immer was im Programm, und nach dem wirklich tragischen Tod der Hamas-Maus namens Farfour – die „Opfer der Mörder unschuldiger Kinder, der Juden“ und damit „zum Märtyrer“ wurde, als sie ihr „Heimatland verteidigte“ – übernimmt jetzt Farfours „Cousin“ Nahoul bienenfleißig die Rache an den „zionistischen Mördern“. Aber auch die volljährigen Gotteskrieger kommen vor der Glotze voll auf ihre Kosten: Vom Kochstudio über die Soap und den Abendspielfilm bis zu erotischen Videoclips ist alles dabei. Claudio Casula hat in einer palästinensischen TV-Zeitschrift geblättert und das Sendeschema des heutigen Tages für Lizas Welt übersetzt. [...]

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Das Drama um Obama

In Amerika kann man derzeit ein Drama beobachten: Wie ein eigentlich charismatischer, potenzieller Präsidentschaftskandidat sich als überforderte PR-Maschine ohne selbstständiges Denken entpuppt. Interessierten Beobachtern ist es schon aufgefallen, dass Obama sich nur im Medium Fernsehen wohlfühlt. Darüber hinaus ist er schon überfordert, wenn er eine Rede oder Diskussion führen muss. Da hilft nur ein Spickzettel und bequemes Ablesen, wie ein Spiegel-Bericht fast schon mitleidend dokumentiert. Und nun hat Obama leider bewiesen, dass es für die ganze Welt eine Katastrophe wäre, wenn dieser wirklich Präsident werden würde, denn er wäre ein neuer Heiland jener links- und rechtsextremen Appeasementbewegung, der selbst Völkermord völlig egal erscheint - und es begrüßt, tatenlos zuzusehen, während tausende Menschen abgeschlachtet werden.
Obama ist der Auffassung, dass das Militär Amerikas nicht die humanitären Probleme der Welt lösen könne. Da hat wohl einer zuwenig in Geschichte aufgepasst. Ohne manche Einsätze der amerikanischen Armee rund um den Erdball (Stichwort: Kosovo, Afghanistan, ganz bedeutend: Indonesien nach dem Tsunami etc.) wäre es in einigen Situationen weit schlimmer geendet.

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Drittes Reich im Nahen Osten

Da sich die Linke schrecklich darüber ärgert, dass sie heute keinen Widerstand mehr gegen Hitler leisten kann, bastelt sie an einem neuen Geschichtsbild und transferiert ihre Feinde und Helden von damals in die Gegenwart. Diese ahistorischen Konstruktionen sind in vielen Fällen dämlich, meistens ziemlich dumm und eigentlich immer eine Verhöhnung der echten Opfer bzw. eine Verharmlosung der echten Täter. Diese Form der Geschichtsklitterung hat ziemlich wenig mit Wissen zu tun. Der demokratisch legitimierte Präsident des Rechtsstaates USA wird aus rein ideologischen Gründen zum Wiedergänger des GröFaZ, während aktuelle durch den Nationalsozialismus inspirierte Diktatoren jederzeit mit linken Solidaritätsdemos rechnen können.

Der Antisemitismus der Antiwestler sorgt dafür, dass sie sich am liebsten beim Thema Nahost-Konflikt austoben. Kritiklos übernahmen sie die Propagandalüge, dass es in der ganzen muslimischen Welt nur dann Frieden, Freiheit und Mülltrennung gibt, wenn die Palästinenser ihren Staat haben. Beinahe jede Linke Gruppierung verfügt über irgendwelche Komitees oder AGs, die sich um die Palästinenser kümmern sollen und das nicht wegen der Palästinenser, sondern wegen ihrer Kontrahenten, die zufällig Juden sind. Aber eigentlich sind die heutigen Juden in den seltensten Fällen echte Juden - für die Linken sind die echten Juden nur die, die von Nazis ermordet wurden. Selbst die abgemagerten und zerstörten Menschen, die von Russen und Amerikanern noch aus den Lagern befreit werden konnten, sind im linken Denken schon nicht mehr mit den toten Juden gleichwertig, denn einige der Befreiten kamen wieder zu Kräften und gingen nach Israel und verwandelten sich so zu "zionistischen Besatzern".

Die Palästinenser werden zu den eigentlichen Opfern des Holocaust erklärt, die Juden zu den Nachfolgern der Nazis, Terroristen zu Résistance-Mitgliedern und Gaza zum KZ. Somit haben die Linken ihr kleines Diorama des Dritten Reiches beisammen und sind in der Lage Widerstand zu leisten. Das natürlich nur symbolisch, denn obwohl man der Hamas das ideologische Rüstzeug für ihren Kampf mit der "zionistischen Entität" gerne zur Verfügung stellt, will man auf keinen Fall als Sympathisant einer Terrororganisation dargestellt werden. Wobei man dabei nichts gegen das Sympathisieren einzuwenden hat, sondern gegen die Bezeichnung der islamischen Version der Heilsarmee (Hamas) als Terrororganisation.

Trotz allem sind die von den Nazis ermordeten Juden in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Denn sie sollen eine Mahnung sein. Nicht für die freie Welt, dass man sich rechtzeitig gegen totalitäre Systeme wenden muss oder dass Pazifismus an der falschen Stelle auch zu einem Völkermord führen kann. Nein, sie sollen ihre Nachfahren in Israel mahnen, mit denen, die sie ins Meer werfen wollen, menschlich umzugehen. Man will den Juden die Verbrechen, die an ihren Vorfahren begangen wurden, als moralisch hochwertiges Lehrstündchen in Sachen Toleranz und Gerechtigkeit verkaufen. Tabus gibt es dabei nicht, sogar Anne Frank wird zur Palästinenserin erklärt (Foto: Karen Eliot) und für eine vermeintlich gute Sache instrumentalisiert. Die Nazis verbrennen ihr Tagebuch, weil sie die Vergangenheit leugnen, die Linken benutzen sie wie eine Anziehpuppe, um die Gegenwart gleich mit zu fälschen. Solche dreisten Unverschämtheiten werden von einer deutschen Kommentatorin dann als "wundervolle Kombination von Symbolen" bezeichnet. Anne Frank, nur ein Symbol, das man nach Gutdünken einsetzen kann, eben ein Mittel zum Zweck.

Die Linke hat eine Sicht der Situation im Nahen Osten entwickelt, die auf ihrem Mist gewachsen ist und inzwischen mit Abstrichen auch von Rechtsextremisten geteilt wird. Und diese Überzeugung ist in abgeschwächter Form längst im Mainstream angekommen. Tote deutsche Juden werden heute wie ein moralischer Schutzschild getragen, während lebende Juden in Deutschland und Israel hinter Zäunen sitzen müssen, ohne die sie laufend damit rechnen müssten, in irgendeiner Weise belästigt oder sogar getötet zu werden. Dass die deutsche Linke bei diesen Spielchen mitmacht, zeigt nur, dass Heinrich Himmler recht hatte, als er seinen Untergebenen in der "Posener Rede" attestierte, trotz der vielen Leichen "anständig geblieben zu sein". Damals sprach er von einem "niemals zu schreibenden Ruhmesblatt", heute würde er erkennen, dass die orthodoxe Linke sich dieses Ruhmesblatt einfach selber ausgestellt hat.

Erziehungsdiktatur - Neue Folge

Alan Posener beklagt auf WELT-Debatte, daß Bundesjustizministerin Brigitte Zypries private Vaterschaftstests künftig unter Strafe stellen will:

Diese Woche hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es Männern im Zweifelsfall erleichtern soll, ihre Vaterschaft oder Nichtvaterschaft zu klären. ... In Zukunft sollen Väter, Mütter und Kinder das Recht haben, durch einen Gentest ihr biologisches Verhältnis zueinander zu klären. Verweigert einer der Betroffenen die Zustimmung, kann die Einwilligung vom Familiengericht ersetzt werden. Damit kommt die Regierung der Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts nach, Männern einen einfachen und legalen Weg zu eröffnen, Zweifel an ihrer Vaterschaft zu überprüfen. Nach gegenwärtiger Rechtslage ist das ohne Einwilligung der Frau nicht möglich.

Jedenfalls nicht legal. Einfach ist die Überprüfung schon. Viele Labors bieten im Internet ihre Dienste an, ... Wer den Test machen lässt, muss nur versichern, dass er die „Rechte Dritter“ nicht verletzt habe.

Damit ist vor allem das Recht des Kindes auf „informationelle Selbstbestimmung“ gemeint. Wird dieses Recht durch eine heimlich beschaffte Probe verletzt, so urteilte das Bundesverfassungsgericht, darf das Ergebnis nicht gerichtlich verwertet werden, etwa bei Prozessen um Unterhaltszahlungen. ...

Wenn aber Justizministerin Brigitte Zypries heimliche Vaterschaftstests europaweit strafbar machen will, geht sie entschieden zu weit. Hier geht es offenkundig nicht um das „informationelle Selbstbestimmungsrecht“ des Kindes, ... Zypries geht es vielmehr darum, ein Verhalten, genauer: ein Männerverhalten, das sie moralisch ablehnt, zu kriminalisieren.


So weit, so faul. Doch schon das Argument der informationellen Selbstbestimmung des Kindes hat es in sich. Ehrlich gesagt, scheint es mir das Dümmste zu sein, was ich jemals gehört habe. Bei heimlichen Vaterschaftstests geht es doch darum, daß der rechtliche Vater klären läßt, ob er auch der biologische Vater seines Kindes ist. Seit wann hat ein Kind ein informationelles Selbstbestimmungsrecht gegenüber seinen Eltern? Das informationelle Selbstbestimmungsrecht ist ein Abwehrrecht des Bürgers gegenüber dem Staat, es hat nichts mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun, schon gar nichts mit den Beziehungen zwischen Kindern und Eltern. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht ist kein Recht des Kindes gegenüber seinen Eltern. Es ist die "Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen." Die Eltern als die Rechtsvertreter des Kindes bestimmen somit über "die Preisgabe der persönlichen Daten" des Kindes - und müssen selbstverständlich freien Zugang dazu haben. Es wäre außerdem zu fragen, welche "persönlichen Daten" durch die Feststellung des Verwandtschaftsgrades denn offengelegt werden. Eltern wissen auch sonst alles über ihr Kind - Blutgruppe, Impfstatus, Krankengeschichte, Zeugnisnoten etc. Und ausgerechnet die Feststellung der biologischen Verwandtschaftsbeziehung durch einen Elternteil soll das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Kindes verletzen? Diese Begründung für ein Verbot solcher Tests ist so offenkundig an den Haaren herbeigezogen, daß ich mich wundere, warum Juristen nicht unisono aufschreien.

Die Knaben des Propheten

Wie "schwuler Menschenrechtsfundamentalismus" traditionelle Werte der arabisch-islamischen Kultur zerstört und warum das zu begrüßen ist

Donnerstag, 19. Juli 2007

Von Mao bleibt nichts als Mode?

Die Zeit führt mit dem Soziologen Wang Hui und der Designerin Feng Ling ein Gespräch über das große chinesische Experiment. Dabei fällt folgender Satz.

Wang: [...] Immer wenn wir China als großes, widersprüchliches Land zeigen, beginnt sich das Ausland zu fürchten.
Feng: Das ist doch normal. China wird immer mächtiger, kulturell, wirtschaftlich, in der Wissenschaft. Das wirkt bedrohlich, aber wir waren auch immer ein gastfreundliches Land und nie so aggressiv und expansiv wie etwa die USA.

Da kann man der Frau Feng wirklich nur ein gutes Buch über chinesische Geschichte und möglichst bald Pressefreiheit wünschen. Die Mär vom friedlichen Riesen China ...

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Solidarität mit den iranischen Schwulen und Lesben!

baraka ist eine internationale Selbstorganisations-Gruppe von schwulen, lesbischen und bisexuellen Migranten in Köln.

Gay Homeland Foundation (GHF) ist eine internationale Organisation, die sich der Förderung der schwul-lesbischen nationalen Bewegung und dem kulturellen Fortschritt der schwul-lesbischen Gemeinschaft widmet. Die Foundation untersucht Möglichkeiten zur Gründung von selbstverwalteten LGBT-Siedlungen und der Organization der LGBT-Gemeinschaft in einem souveränen Völkerrechtssubjekt.

Beide Gruppen rufen für den heutigen Donnerstag zu einer Solidaritätsaktion in Köln auf, um an schwule und lesbische Opfer des Ajatollah-Regimes in Iran zu erinnern.
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Jagdsaison der Judenhasser

Als der britische Journalist und Autor Richard Littlejohn – Kommentator und Kolumnist unter anderem für die Tageszeitungen Daily Mail und The Sun (früher auch für den Evening Standard und den Spectator) sowie für Radio- und Fernsehsender – vor einigen Jahren von der BBC gefragt wurde, ob er nicht eine TV-Dokumentation zu einem Thema seiner Wahl erarbeiten möchte, freute er sich zunächst. Er entschied sich dafür, eine Sendung über den immer stärker werdenden Antisemitismus in Großbritannien zu produzieren. Seine These: Die extreme Rechte ist zwar nicht verschwunden, aber der Judenhass geht heute in weit stärkerem Maße von Islamisten und Linken aus. Das wollte man bei der BBC nicht hören; die Anstalt bekam kalte Füße und erhielt ihr Angebot nicht aufrecht. Littlejohn landete schließlich bei Channel 4 und begann mit der Arbeit. Bekannten erzählte er von seinem Projekt, und die Resonanz machte ihn fassungslos: „Ich wusste gar nicht, dass du Jude bist“, sei eine häufig gehörte Reaktion gewesen. „Sie konnten einfach nicht begreifen, warum ein Nichtjude auch nur im Entferntesten an der Erforschung des Antisemitismus interessiert ist. Wenn ich einen Film über Islamophobie gedreht hätte, wäre ich von niemandem gefragt worden, ob ich Muslim sei.“

Littlejohn recherchierte weiter. Er traf sich mit einem Labour-Abgeordneten, der eine parlamentarische Anfrage zum gestiegenen Antisemitismus eingereicht hatte und mit ähnlichen Bemerkungen konfrontiert wurde. Er folgte einer Einladung zu einem Wohltätigkeitsessen in einer Synagoge und nahm entsetzt zur Kenntnis, welche Sicherheitsvorkehrungen dort getroffen werden mussten. Er nahm an einer Patrouille teil, die notwendig wurde, nachdem Juden mehrmals auf dem Weg zur Synagoge angegriffen worden waren. Und er stieß auf noch weit mehr antisemitische Vorfälle. Seine These stimmte: Ein Bündnis aus linken und muslimischen Judenhassern folgt krudesten Verschwörungstheorien, agitiert unverhohlen für die Hizbollah und attackiert, was es für jüdisch hält, auch physisch. Dazu gibt es in Großbritannien einen Boykottaufruf gegen Israel nach dem anderen, mal von Gewerkschaftern, mal von Akademikern. Die Zeiten, in denen britische Juden und Linke gemeinsam die Faschisten in die Flucht schlugen, sind vorbei. Littlejohns Dokumentation Der Krieg gegen die britischen Juden wurde am 9. Juli ausgestrahlt; ergänzend dazu erschien in der Daily Mail ein Beitrag. Letzteren hat Bernd Dahlenburg von Honest Reporting (deutsch) für Lizas Welt übersetzt. [...]

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Wenn der Bär brummt, zittert Europa

Ein Giftmord mitten in London, Morddrohungen gegen russische Asylbewerber in England, riskante Flugmanöver über der Nordsee - wie Russland derzeit mit Großbritannien umspringt, trägt alle Merkmale einer gezielten Einschüchterungs-Kampagne.

London - Russische Langstrecken-Flugzeuge vom Typ TU-95 in provokativer Nähe des britischen Luftraums - das hat es auch in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben, zuletzt vor zwei Monaten. Dass zwei der als strategische Bomber eingesetzten Maschinen aber ausgerechnet am Dienstag "höchst ungewöhnlicherweise", so ein Sprecher der Royal Air Force, auf Schottland zuflogen, war gewiss kein Zufall.

Oha, selbst dem entspannungsverliebten SPIEGEL wird angesichts der russischen Muskelspiele mulmig. Aber so ändern sich die Zeiten. Maggie Thatcher hätte einfach zwei Vulcan-Bomber über die Ostsee fliegen und erst kurz vor St. Petersburg wieder abdrehen lassen, und die Russen hätten verstanden. Aber heute haben sie weder Vulcans noch eine Maggie Thatcher. Und Tornados oder Gordon Browns machen zwar ihren Job (erstere sogar durchaus gut), aber doch weit weniger her. Jedenfalls wecken sie beim Gegenüber nicht dieses unangenehme Gefühl, daß die andere Seite es wirklich ernst meint. Was mal wieder zeigt, das die psychologische Wirkung sich nicht immer mit nackten Zahlen erklären läßt. Auch nicht bei Atombomben oder Handtaschen.

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Deutsche Bumspartei

Die Linkspartei gibt sich wirklich Mühe! Sie kümmert sich um alles und jeden und die Abgeordnete Kipping, die geschickt als jugendliches Bild des sozialistischen Ungetüms installiert wurde, sorgt sich nun auch um das Liebesleben ihrer Untertanen in spe. Unter dem Titel "Liebestöter Hartz IV" prangert die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion nun an, dass Millionen Menschen die Kondome vorenthalten werden. Für Kipping ein Skandal, denn "jeder Mensch hat das Recht, über seinen Körper und seine Sexualität selbst zu bestimmen". Was wohl bedeuten soll, dass der Mensch eine Art Tier ist, das nicht in der Lage ist, nicht zu vögeln, auch wenn gerade kein Verhütungsmittel zur Hand ist.

Ich hoffe inständig, dass diese Betrachtung nicht auf persönlichen Erfahrungen von Mitgliedern der Linksfraktion beruht, sondern nur ein theoretisches Ergebnis der "Papa-Staat-macht-alles"-Ideologie ist. Die "selbstbestimmte Familienplanung und [der] Schutz vor Aids" werden also als weiteres Motiv für die Erhöhung von Sozialtransfers genutzt, mit denen man weiterhin Menschen vom Staat abhängig macht.

Aber nicht nur der (hoffentlich theoretische) Teil dieser Überlegung ist Unsinn, denn:
"In Deutschland beträgt laut einer 2004 veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg der Raucheranteil unter Männern mit einem Einkommen von weniger als 730 € im Monat 43%; bei Männern mit einem Einkommen oberhalb dieser Schwelle liegt der Anteil nur bei 23%.

Die finanzielle Belastung für Raucher, die eine Schachtel Zigaretten täglich rauchen, betrug im Jahr 2004 1.300 Euro pro Jahr. Der relative Anteil an Ausgaben für Tabakwaren ist in finanziell schwachen Haushalten größer als in finanziell starken Haushalten. In einkommensschwachen Gruppen, besonders bei Alleinerziehenden, kann dieser Anteil 10 bis 20% des verfügbaren Einkommens betragen. Dieses Geld steht dann nicht mehr für Dinge wie Nahrung oder Kleidung zur Verfügung."
Menschen mit weniger Geld scheinen also deutlich mehr zu rauchen, dafür scheint das Geld problemlos zu reichen. Somit ist die Sache doch ganz einfach zu lösen: Wer öfter Sex haben möchte, der soll aufhören zu qualmen oder einfach sparen. Zusätzlich bleibt selbst bei hochpotenten Zeitgenossen eingespartes Geld übrig und man tut seiner Lunge etwas Gutes. Aus ärztlicher Sicht gibt es wahrscheinlich kein Problem, für das eine bessere Lösung bietet als das der Frau Kipping.

Hamas Bienen

Viel Vegnügen bereitet es der Susanne Knaul von der Taz offenbar nicht, über den neuesten antisemitischen Kinderstar im palästinensischen Hamas-TV zu berichten.

Immerhin liest man jetzt sogar in der Tageszeitung, wie Kinder in Palästina indoktriniert werden:

Wir mögen sie (die Juden) nicht, sie sind Hunde und wir werden sie bekämpfen”, schimpft ein vielleicht sechsjähriges Mädchen ins Telefon. “Sie haben Farfour getötet.” Saraa reagiert zunächst ironisch: “Aber die Juden sind doch unsere Freunde, nicht wahr?”, sagt sie, bevor sie der jungen Anruferin zustimmt.

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Homotropie in Ungarn

Den Stand der Diskussion von Homosexualität in Ungarn referiert ein Beitrag der Budapester Zeitung. Unter der Überschrift "Homosexualität als Politikum" heißt es dort in einer Analyse des "Political Capital Institutes" von Attila Juhász: Obwohl Homosexualität in Ungarn noch häufig auf Befremden trifft, ist ihre Thematisierung in der Politik keineswegs ein Novum. In den demokratischen Ländern gehört das Thema Homoerotik zu den wichtigsten symbolischen Streitfragen.

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Dienstag, 17. Juli 2007

Irak: Exit ins Chaos - Amerika simuliert den Rückzug

Aus Militärkreisen heißt es, der jetzige US-Einsatz werde im Vergleich zu den Gewaltausbrüchen nach einem Abzug der amerikanischen Truppen wie ein Kirchenausflug erscheinen.

[...] egal wie man es dreht und wendet - die Risiken eines Truppenabzuges scheinen größer als die Chancen.

Äh, wenn dem so ist, wieso wird der Abzug dann überhaupt gefordert? Und wieso werden jene, die ihn fordern, nicht als verantwortungslose Schurken oder wenigstens inkompetente Ignoranten bezeichnet? Und ist diese späte Erkenntnis am Ende vielleicht auch die Ursache dafür, daß mein Browser auf dieser Seite seltsamerweise keine Begriffe wie Kriegsgegner, Demokraten, Hillary oder Obama finden kann, die sonst jeden SPIEGEL-Artikel zur Rückzugsdebatte dominieren?

Arabisierung von Darfur

Über eine systematische Arabisierung von Teilen Darfurs berichtet Steve Bloomfield im Independent:

“Arabs from Chad and Niger are crossing into Darfur in “unprecedented” numbers, prompting claims that the Sudanese government is trying systematically to repopulate the war- ravaged region.
An internal UN report, obtained by The Independent, shows that up to 30,000 Arabs have crossed the border in the past two months. Most arrived with all their belongings and large flocks. They were greeted by Sudanese Arabs who took them to empty villages cleared by government and janjaweed forces.
One UN official said the process “appeared to have been well planned”. The official continued: “This movement is very large. We have not seen such numbers come into west Darfur before.”

Caren moderiert mit den Augen

Eigentlich gehört der Begriff ja zu den Unwörtern, die man in Texten nicht mehr benutzen sollte, weil man sie so ausgelutscht hat, dass sie zu einer Farce verkommen sind. Aber gerade dadurch passt das Wörtchen "Sommerloch" so gut, wenn man die aktuellen Nachrichten querliest. Der Sinn des Wortes muss aber überdacht werden, denn es ist nicht die Welt, die im Sommer einfach keine Nachrichten hervorbringt, es sind die Journalisten und die Redaktionen, die in den Hirnen der Leser den Wunsch nach einer gähnenden Leere vermuten. Offenbar ist das Sommerloch zu einem institutionalisiertem Ritual geworden, das eingehalten werden will, weshalb man der durch die Hitze gelähmten Leserschaft keine all zu schwere Kost zumutet und dafür sorgt, dass seichte Nebensächlichkeiten als Top-Nachrichten verkauft werden.

Der Wirbel um die Neue bei den Tagesthemen lässt sich eigentlich nicht anders erklären. Denn die Aufgabe eine Nachrichtensendung, die vor allem aus redaktionellen Beiträgen und einem von jemand anderem vorgetragenen Nachrichtenüberblick besteht, zu präsentieren, kann von alleine nicht so einen Hype auslösen. Dass das der ARD gerade recht kommt, ist klar, so viel kostenlose PR kann sich niemand entgehen lassen. Aber wieso machen alle mit und behandeln Frau Miosgas ersten Auftritt unter dem Tagesthemen-Logo wie ein politisches Ereignis? Es mag sich ja um eine sympathische und hübsche Frau handeln, aber mal im Ernst: Viel wird ihr nicht abverlangt und ändern wird sich an der Sendung auch nicht viel.

Und weil der letzte Punkt so sehr zutrifft, ist das Hauptthema all der Artikel über Miosgas erste Sendung im neuen Job auch ihr Augenklimpern. Hat sie ihre hochgezogene Augenbraue von der Vorgängerin abgekuckt? Wirkte sie dadurch zu spöttisch? Ist ihr eines Auge wirklich größer als das andere?

Weder wusste ich, dass es zu Anne Wills Markenzeichen gehörte, ihre Augebraue zu heben, noch habe ich bemerkt, dass Miosga ihre Augen so virtuos in ihre Moderation einbrachte, wie es die Damen und Herren von der Presse gesehen haben wollen. Ihr erstes Interview führte die Neue mit dem Neuen bei Airbus und Spiegel Online bemerkt anerkennend, dass der sich tatsächlich "mehrere hartnäckige Nachfragen gefallen lassen" musste. Ein solcher Satz spricht Bände über die journalistische Qualität der Öffentlichrechtlichen. Wenn die Unfähigkeit Christiansens, ein Interview zu führen, inzwischen zum Maßstab geworden ist und "mehrere" Nachfragen, die wenigstens ein paar Textbausteine, die dem Interviewten beim Briefing durch den Presserefenrenten in den Mund gelegt wurden, durcheinander brachten, lobend erwähnt werden müssen, dann sind die Tagesthemen nicht mehr zu retten.

Eigentlich ist es nicht neu, dass die Medien sich besonders gerne mit sich selber beschäftigen, aber Abhandlungen über das Augenspiel der Kollegen sind schon etwas Besonderes.

Macht endlich Schluss mit dem AGG!

Wir haben uns schon hier und da über das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) und die Blüten, die es treibt, geäußert, aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus:

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlager und Volksmusik e. V. untersucht derzeit, ob die Reduzierung von Volksmusik-Sendungen im ZDF gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt.

Die Begründung ist atemberaubend, wenn auch nicht überzeugend...
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Gallowaygate

Einmal angenommen, George Galloway wäre nicht in Großbritannien, sondern in Deutschland als Politiker aktiv: Man fände ihn vermutlich bei der Linkspartei. Dort würde er zweifellos vor allem versuchen, den Schmusekurs von Epigonen wie Oskar Lafontaine und Norman Paech mit der Hizbollah und der Hamas zu einer handfesten Beziehung auszubauen; zudem fände er die Statements der Linken zum jüdischen Staat ohne Frage viel zu lau: Wozu, wie Paech, Israel nur als „verbale Überhöhung“ bezeichnen, wenn man eigentlich „Terroristenstaat“ sagen will? Und auch die Aktivitäten gegen den Irakkrieg wären Galloway (Foto) wohl nicht handfest genug gewesen: Weshalb mit Parteigeldern kleckern, wo es sich mit Saddam Husseins Reichtümern doch ordentlich klotzen lässt? Letzteres beschert Galloway in Großbritannien nun allerdings Ärger, genauer gesagt einen einmonatigen Ausschluss aus dem Parlament, dessen Mitglied er für die Respect-Partei ist. Die Strafe wird voraussichtlich diese Woche verhängt werden. Der Grund für sie sind Galloways Aktivitäten für die 1998 von ihm gegründete Organisation Mariam Appeal (Aufruf für Mariam), deren Gelder zu einem nicht unerheblichen Teil aus dem Verkauf irakischen Öls unter Saddam Hussein im Rahmen des 1995 begonnenen UN-Programms Oil for Food stammten. [...]

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Montag, 16. Juli 2007

Keep on Surgin'

Last week, 95 percent of Democrats in the House voted in favor of legislation requiring that the United States withdraw most combat troops from Iraq by April 1, 2008. [...] it would be unjust to George McGovern to call these Democrats McGovernites. We'll just call them Defeatists, who are willing to ensure a U.S. defeat for the sake of destroying the Bush administration.

The Defeatist Democrats have lots of support from the mainstream media, most of whom have simply given up on reporting the war or analyzing arguments about the war. Actually, the newsmen who know something, like John F. Burns and Michael R. Gordon of the New York Times, have produced some terrific reporting. But run-of-the-mill foreign policy and White House reporters have little interest in what is actually happening in Iraq, or in a real consideration of the likely outcomes of different policy options. They're not even reporting what's happening in Washington. They're simply committed to discrediting the war and humiliating the Bush administration.

As for the foreign policy establishment and its fellow travelers in the punditocracy, one might have thought they could be serious about this war--actually analyzing events, engaging in a grown-up debate about the real-world consequences of different courses of action, keeping calm amid the political posturing. [...] The establishment, like the media and the Democrats, wants to discredit and humiliate an administration that too often (though not often enough!) dared to think for itself, and to act without their permission. They're out to destroy Bush, his ideas, and his supporters, no matter the consequences for the country.

Das was Kristol hier unterstellt, ist erschreckend, aber es steht zu befürchten, daß er damit recht hat. Die Demokraten laufen tatsächlich Gefahr, aus puren wahltaktischen Motiven heraus einen katastrophalen, ja historischen Fehler zu machen, nach dem Motto, der Hauptfeind sitzt nicht am Hindukusch oder in Teheran, sondern im Weißen Haus. Das dumme ist, daß sie, wenn sie diesen Fehler im nachhinein als solchen erkennen (und das werden sie - spätestens dann, wenn ihre Kinder mit ihrem Leben dafür zahlen), er nur noch schwer, wenn überhaupt zu korrigieren sein wird.

Denn die heutigen Schwierigkeiten mit dem Terrorismus im Irak sind bereits der Preis, den wir entrichten müssen, weil das erste Jahrzehnt nach Ende des Kalten Kriegs trotz einer in der Geschichte wohl einmaligen Überlegenheit seitens des Westens nicht für die überfällige Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens genutzt, sondern statt dessen mit konzeptionsloser realpolitischer Flickschusterei verschwendet wurde. Die nächsten zehn Jahre jedoch werden an Terror und den daraus resultierenden Opfern alles verblassen lassen, was wir bisher gesehen haben.

Und wenn wir uns erst mal mit Atombomben statt Autobomben auseinandersetzen müssen, werden jene Demokraten, die jetzt ihren persönlichen Haß auf Bush ausleben zu müssen meinen, aber auch die republikanischen Überläufer, die die Loyalität zu ihrem Präsidenten der Angst um ihre Wiederwahl unterordnen, sich genauso wie heute die Politiker der frühen 90er-Jahre fragen lassen müssen, wieso sie zu ihrer Zeit so kläglich versagt haben. Nur das man ihnen dann nicht mehr im Rückblick vergleichsweise klein erscheinende Anschläge wie den 11. September anlasten wird.

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Macht Homosexualität nervös?

Ein ehemaliger Priester und Buchautor wurde aus einer britischen Schule geworfen, nachdem er sich laut über Harry Potters Sexualität Gedanken gemacht hatte.

meldet die netzeitung. Konkret hatte er, offenbar eher nebenbei, behauptet, Harry Potter sei schwul:

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