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Mittwoch, 9. Mai 2007

Linksalternative terrorisieren ihre Umwelt

Irgendwie scheint es niemanden wirklich zu wundern, dass eine allgemeine, freie und gleiche Wahl in einer modernen Demokratie zu Straßenkämpfen führt. Die Gegner des baldigen Präsidenten Sarkozy hauen jedenfalls seit Sonntagnacht kräftig auf die Pauke und randalieren in Frankreichs Großstädten. Laut Innenminister Baroin zerstörten die selbsternannten Antifaschisten in der Wahlnacht 730 und in den folgenden Nächten 365 bzw. 200 Autos. Es darf bezweifelt werden, dass die insgesamt 840 verhafteten "Demonstranten" und ihre Spießgesellen vor dem Zücken des Streichholzes jeden der 1290 Wagen auf einen eventuellen kapitalistischen Besitzer hin überprüft haben. Die pure Zerstörungswut wird von den Medien als "Protest" verkauft, die Familien und Arbeiter, die nun ohne Auto dastehen, werden als Kolateralschäden einer zurecht empörten Jugend präsentiert. Die Rechtfertigung für die Ausschreitungen hatte Segolene Royal ihren Unterstützern netterweise kurz vor der Wahl selber geliefert, als sie davor warnte, dass ein Sieg Sarkozys "gefährlich" sei.

Aber auch hierzulande scheinen sich Personen zu organisieren, für die Straßenschlachten einfach zum Lifestyle gehören. Sie bilden die gewaltbereite Spitze einer grundsätzlich fortschrittsfeindlichen Mainstreamelite, deren moderate Vertreter und Stichwortgeber sogar in den öffentlichrechtlichen Medien gegen Globalisierung und "Heuschrecken" hetzen. Die ausführenden Organe sind dann die vermummten Freaks, die in Transparente gehüllt auf den Demos gegen Nazis auftauchen, ohne dass sie sich wirklich durch Parolen oder Outfit von ihren vermeintlichen Kontrahenten unterscheiden. Neben der Selbstdarstellung als eine Bande verkleideter Bürgerschrecks, teilt man auch die Ideologiepalette: Von dümmlichen Verschwörungstheorien, über verkorkste Ökoromantik, bis hin zum antisemitischen und antiamerikanischen Antiimperialismus.

Heute kam es zu Hausdurchsuchungen innerhalb der (linken) Autonomen-Szene. Was für die Durchsuchten natürlich nur ein Einschüchterungsversuch des Kapitals darstellte, zeigt, dass sich in Heiligendamm nicht nur Hippies, Pastoren und alte 68er treffen werden, sondern auch selbsternannte militante Heilsbringer, die aus Gründen des "Protests" und unter dem Motto "Jetzt das Image eurer Stadt beschädigen - Randalieren gegen G8" vielleicht auch ein paar Ladenbesitzer ruinieren wollen. Die gutmütig linksabbiegende Schickeria, die mit der Hilfe von Stichworten wie "Lifeaid", "Klimawandel" oder eben "G8" regelmäßig vom Tagesgeschäft der blöden Banalitäten auf die "gesellschaftskritisch politische" Schiene wechselt, findet zwar nicht immer, dass "brennende Autos" eine "super Aktion" seien, aber zumindest unterstützt sie die potentiellen Randalierer moralisch.

Die hohlen Ideologen vom linken Rand rücken in Europa immer öfter in den Fokus des Geschehens. Das liegt aber mitnichten daran, dass die Zahl ihrer Anhänger steigt, sondern daran, dass sie besonders laut sind und wegen ihrer politischen Richtung von vielen immer noch als "nicht so schlimm" wahrgenommen werden. Zu gerne wird vergessen, dass zu den Oberschurken des 20. Jahrhunderts auch die Kommunisten zählten. Gulag, Schießbefehl und Kulturrevolution sind Produkte des linken Totalitarismus, einer Ideologie, die sich selber ruiniert und abgeschafft hat und die heute wieder als hip und cool gilt, solange man nicht Stalin, sondern Che Guevara als Aushängeschild verwendet. Der Anspruch bleibt aber der gleiche. Es ist egal, wie oft sich die Vertreter der diversen linken Sekten als "basisdemokratisch" bezeichnen, es spielt keine Rolle, wie sehr sie sich als Kämpfer für die Menschenrechte aufspielen, denn es ist alles eine große Show. Auch die staatlichen Vorbilder dieser Revoluzzer versuchten, sich mit Showeinlagen besser zu verkaufen und waren doch nicht mehr, als ein von irgendwelchen Funktionären gelenktes Staatstheater mit täglichen Schmierenkomödien auf dem Programm.

Das Datum für die nächste Aufführung in Deutschland rückt näher. Bald finden sich die Darsteller in Norddeutschland ein und werden der Welt das Stück vom "Widerstand" und "sozialen Gewissen" vorspielen. Dabei haben sie wie ihre ideologischen Vorbilder mit keinem von beiden etwas zu tun.

P.S.:
Ich habe "Linksalternative" geschrieben. Wie kann man diese Leute sonst treffend nennen?

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