Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 11. April 2007

Unsichtbare iranische Demokraten

Einfache Frage: Mit wem führt man einen kulturellen Dialog? Einfache Antwort: Mit jemandem, von dem man glaubt, er repräsentiere überzeugend DAS ANDERE. Aus diesem Grunde werden von westlicher Seite als Gesprächspartner für einen Dialog mit dem Islam so gerne halbseidene Typen vom Schlage eines Tariq Ramadan gewählt. Der türkstämmige, muslimische Deutsche dagegen, der mehr oder minder säkular ist, liegt ausserhalb dieses Blickfeldes.

Und auch aus diesem Grunde, weil nämlich westliche Intellektuelle von der Idee des Dialogs so berauscht sind, erwecken Irankommentatoren in deutschen Medien kontinuierlich den Eindruck, dass eine Mehrheit der iranischen Bevölkerung hinter dem Regime stehe, weswegen ein Dialog bevorzugt mit den Reformern, sprich: gemässigten Islamisten, geführt werden müsse. Der iranische Demokrat hat dann das Nachsehen.

Dass dieses Problem nicht nur in Deutschland besteht, verrät uns das Buch des Journalisten Danny Postel "Reading Legitimation Crisis in Tehran: Iran and the Future of Liberalism", über das Ladan Boroumand in ihrer Rezension anmerkt: "Postel's pamphlet asks exactly the right question: why are Iranian democrats invisible in the West in general and among leftists in particular?"

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