Wir sind umgezogen!

Montag, 2. April 2007

Erfrischend parteiisch!

Die Kanzlerin ist im Nahen Osten und trifft sich dort mit allen nur erdenklichen hohen Tieren. Das gefällt einigen "Palestinian officials" aber überhaupt nicht und die wissen auch, woran es liegt: "the Palestinian people have to once again pay and suffer because of crimes committed against Jews in Germany". So hätten es die Palästinenser gerne hingestellt, dabei wäre es doch viel interessanter gewesen, wenn Angie in Gummistiefeln in den Gazastreifen gereist wäre, um dort wie Gerdchen anno 2002 besorgt in den riesigen See aus menschlicher Scheiße zu kucken. Das hätte aber nur Sinn gemacht, wenn sie anschließend nachgefragt hätte, warum das von deutschen Steuerzahlern mitfinanzierte Kanalisationssystem denn so schlecht funktioniere. Die Tatsache, dass nie eins gebaut wurde muss aber verschwiegen werden, denn schließlich würde das den "Israeli measures that turn Palestinian life into hell" all den selbstverzapften Mist entgegensetzen und das wollen die palästinensischen PR-Profis mit allen Mitteln verhindern.

Es spricht für die Kanzlerin, dass sie darauf verzichtete, die üblichen Lügen über die lebensrettende israelische Sperranlage durch einen Auftritt mit Abbas vor derselben zu adeln. Die anonym bleibenden "sources" der dpa kennen aber den wahren Grund: "it would remind Mrs. Merkel of the Berlin Wall when she lived in the eastern section of the city and worked as secretary for the East German prime minister". Welcher Zusammenhang dort nun bestehen soll, ist dabei völlig unklar, denn es waren die Palästinenser, die mit der ostdeutschen Diktatur namens DDR kooperierten. Haben die Palästinenser ihrem Freund Honecker etwa geglaubt, dass die Mauer in Berlin westdeutsche Faschisten abhalten sollte? Dann müssten sie doch wissen, warum die Israelis ihren Zaun gebaut haben. Wenn sie aber wussten, dass die DDR abgeschottet werden und ihre Bürger an der Flucht gehindert werden sollten, warum ist ihr Oberchef Arafat dann 1973 mit den Herren Krenz und Honecker durch den eingemauerte Stadtteil Ostberlin paradiert?

Fragen über Fragen, die man den Palästinensern dringend stellen sollte. Die sind aber vielmehr darüber erbost, dass Merkel die Ehrendoktorwürde in Jerusalem annahm, sich aber nicht mit
"civic leaders" treffen wollte, die ihr einen weiteren Vortrag über "Israeli measures that violate international laws and EU policies" halten wollten.

Man kann diese Kritik ganz einfach zusammenfassen: Warum nimmt die Bundeskanzlerin fast alle im Nahen Osten ernst, nur uns Palästinenser, mit einer Regierung aus Terroristen, mit unseren Kassamraketen, unserer Kloake namens Gaza, unserem andauernden Geballer und unseren 100% antisemitischen Lehrmaterialien, uns nimmt die Frau Merkel nicht ernst. Vielleicht sollten sich endlich mal ein paar vernünftige (nicht "gemäßigte") Vertreter der palästinensischen Araber diese Fragen stellen und sie sich ohne jede Ideologie selber beantworten. Ohne eine solche Katharsis wird es keinen Frieden auf diesem winzigen Stück Land geben.

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