Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 5. April 2007

Debunking Beck

Kurt Beck hat vorgeschlagen, mit "moderaten Taliban" eine Friedenskonferenz zu veranstalten. Dass diese Idee nur einen Hintergrund hat, sich nämlich als Friedenstaube aufzuspielen, und davon zeugt, dass Herr Beck keinen blassen Schimmer von Afghanistan hat. Das wurde dem SPD-Chef nun auch aus dem Land bestätigt, dem er mit den Methoden der Peaceniks den Frieden bringen wollte. Im NDR sagte der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta über Becks Vorschlag:
"'So eine Klassifizierung ist eine Erfindung von denjenigen, die von Afghanistan keine Ahnung haben.' Der Vorschlag Becks sei vergleichbar damit, wenn man aus Kabul vorschlagen würde, in Rheinland-Pfalz eine Koalition mit einer 'moderaten NPD' einzugehen, betonte der Außenminister."
Der Mann scheint über Rheinland-Pfalz besser Bescheid zu wissen, als Kurt Beck über Afghanistan, vielleicht sollte sich der Emir von Mainz lieber um anspruchsvollere Aufgaben kümmern, wie z.B. den deutschen Schlager. Und obwohl der Kurt sich nach seinen abwegigen Ansichten über Raketenabwehrsysteme nun schon das zweite Mal mit seiner Inkompetenz in Fragen, die über das nächste Winzerfest hinausgehen, hervortut, gibt es in seiner Partei genug Personal, dass sich seinen Ansichten anschließt.

Zu denen gehört "Jungtalent" Niels Annen. Der sitzt doch tatsächlich im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, demonstriert in einem Interview mit dem Deutschlandfunk aber, dass er Beck erstens zustimmt und zweitens mit dem Thema Afghanistan offenbar vollkommen überfordert ist. Denn während dieser Tausendsassa der "deutschen Sozialdemokratie" attestiert, sie habe Anteil an der Tatsache, dass "Frauen und Mädchen [in Afghanistan] wieder zur Schule gehen" können, unterstützt er dennoch die Idee seines Parteichefs, mit denen zu verhandeln, die dafür gesorgt haben, dass Frauen nicht mal alleine das Haus verlassen können. Das ist die Logik der "Friedenspartei" SPD!

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