Wir sind umgezogen!

Montag, 2. April 2007

Amerikanischer Angriff im Sommer?

"Israel erwartet einen amerikanischen Angriff auf den Iran", titelt Middle East Online, hat aber ausser einem israelischen Geheimdienstoffizier, der von iranischen Vorbereitungen für einen Krieg zu berichten weiss, nicht viel an Informationen aufzubieten. Die Schlagzeile offenbart jedoch eine Sichtweise, wie sie auch in Europa vorherrschend ist: Der wahre Aggressor wird in den USA gesehen, nicht im iranischen Mullah-Regime, das unverdrossen seine Ziele weiterverfolgt.

"Die Anreicherung wird nicht gestoppt", sagt Ali Laridjani, handele es sich doch um eine "nationale Angelegenheit"; Ahmadi-Nejad wiederum lässt verlautbaren, dass es die "Pflicht" der Islamischen Republik sei, das Nuklearprogramm zu verwirklichen, und das International Institute for Strategic Studies ist überzeugt, dass das Regime in zwei bis drei Jahren über die Bombe verfügen könnte.

Mordechai Kedar vom BESA Centor for Strategic Studies fordert ein vereintes Vorgehen der westlichen Staaten gegen das Teheraner Regime, das nur unter Druck von seinem Vorhaben, Nuklearwaffen in seinen Besitz zu bekommen, ablassen wird. Dass der Erwerb von Atomwaffen in Teheran angestrebt wird, steht für Kedar ausser Zweifel. Zweifelhaft dagegen ist, ob es ein gemeinsames westliches Vorgehen geben wird. Kommentare wie dieser im Guardian, die das Mullahregime weisswaschen, in dem die 15 gekidnappten britischen Marinesoldaten gegen Guantanamo aufgerechnet werden, lassen einen manchmal schier verzweifeln, fallen doch die Menschenrechtsverletzungen des Regimes wieder einmal völlig unter Tisch. Journalisten wie Seymour Hersh wiederum halten alles, was die Bush-Adminstration tut oder nicht tut, für kontraproduktiv im Kampf gegen den Terrorismus.

Tatsächlich ist ein amerikanischer Angriff höchst unwahrscheinlich. (Weiter...)

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